Brandbekämpfung stand im Fokus des Sommers

Noch immer beeinflusst die Pandemie auch die Feuerwehrarbeit: Die Ausbildung der Feuerwehrleute muss sich den Gegebenheiten anpassen, so dass sie sich hauptsächlich in Kleingruppen abspielt. Jedoch scheint auch hier Licht am Ende des Tunnels. Die sich zwischenzeitlich entspannende Infektionslage und zunehmende Impfgeschwindigkeit erlaubten diesen Sommer wieder eine Zugübung. Auf dem Gelände des PZN Wiesloch hatte ein Ausbilderteam Ende Juli die Übung vorbereitet, die die Kräfte vor eine komplexe Aufgabe stellte. Simuliert wurde ein Gebäudebrand in einem Mehrfamilienhaus, in dem mehrere Menschen durch Flammen und Rauch von der Flucht ins „rettende Freie“ abgeschnitten wurden.


Die eintreffenden Kräfte der Abteilung Wiesloch stellten sich der Aufgabe, die möglichst realitätsnah gestaltet wurde. Zur Erkundung der Lage ging der Zugführer mit seinem Führungsgehilfen um das große Gebäude herum. Dabei verschaffte er sich ein Bild von der Lage, welches zur Einleitung der Erstmaßnahmen die Grundlage bildete. Nach kurzer Abstimmung mit den Gruppen- und Fahrzeugführern liefen die Maßnahmen nun direkt los. Während an einer Gebäudeseite eine sogenannte Schiebleiter zur Menschenrettung aufgestellt wurde, ging für dem Haus die Drehleiter in Stellung. Parallel dazu drangen Atemschutzgeräteträger in das Gebäude vor, um die Brandbekämpfung und Menschenrettung durch zu führen. Nach und nach brachten die Atemschutzgeräteträger Personen ins Freie. Dabei handelte es sich um Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die die „Vermissten“ darstellten. Die „Geretteten“ wurden sodann beim Gerätewagen Transport gesammelt, dessen Team eine Sammel- und Logistikstation einrichtete. Dort konnten sich die eingesetzten Atemschutzgeräteträger dann ihrer Atemschutzgeräte entledigen und hätten sich bei einem Realeinsatz in neue Einsatz- beziehungsweise Ersatzkleidung umkleiden können. Den ausrichtenden Ausbildern, sowie der unterstützenden Werkfeuerwehr PZN gilt ein Dankeschön für ihre Mühe.

Heißausbildung im August
Ende August ging es in Sachen Brandbekämpfung weiter: Ein Team aus 9 Feuerwehrangehörigen der Abteilung Wiesloch machte sich mit weiteren Feuerwehrleuten aus Walldorf auf den Weg nach Kühlsheim. Unweit der bayerischen Grenze ging es zur sogenannten „Heißausbildung“ bei der Firma IFRT. Das Team aus kürzlich ausgebildeten und erfahreneren Atemschutzgeräteträgern konnte dort unter sehr realitätsnahen Bedingungen das Vorgehen bei Brandeinsätzen trainieren. Die Trainer gingen vor Ort auf Strahlrohrführung, spezielle Brandphänomene und das Verhalten im Brandraum ein. Einer morgendlichen Einweisung folgte im Freien und in holzbefeuerten Übersee-Containern das praktische Training. Nach einem Tag voller wertvoller Eindrücke konnte das Team aus Wiesloch die Heimfahrt antreten.

Brandbekämpfung - Zugübgung auf dem Gelände des PZN

Brandbekämpfung – Zugübgung auf dem Gelände des PZN

Brandbekämpfung - Heißausbildung bei der Firma IFRT

Brandbekämpfung – Heißausbildung bei der Firma IFRT

Erfolgreiche Teilnahme am Maschinisten-Lehrgang

Fünf Teilnehmer der Gesamtfeuerwehr Wiesloch konnten Anfang des Monats den Lehrgang „Maschinist für Löschfahrzeuge“ erfolgreich abschließen. Ein Teilnehmer der Abteilung Baiertal und vier Kameraden der Abteilung Wiesloch absolvierten den Lehrgang des Kreisfeuerwehrverbands Rhein-Neckar an vier Samstagen im Juli und August im Feuerwehrhaus Rotenberg, beziehungsweise in der Praxis im Unterkreis Wiesloch.

Der Lehrgang vermittelte den Feuerwehrleuten in der Theorie und Praxis Fähigkeiten, die beim Betrieb von Feuerlöschkreiselpumpen, ob fest oder mobil nötig sind. Sie wurden im Umgang mit verschiedenen Pumpentypen, dem Hydrantensystem und der Wasserförderung über lange Wegstrecken geschult. Wir wünschen für die Abteilung Wiesloch Maik Dachnowsky, Gregor Lauer, Robin Schweikert und Jan Braun, der für die Werkfeuerwehr PZN teilgenommen hatte, alles Gute in der neuen Aufgabe.

Verstärkung im Bereich Atemschutz

Am vergangenen Wochenende beendeten elf Mitglieder der Gesamtfeuerwehr Wiesloch erfolgreich die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger beziehungsweise -geräteträgerin. An drei Wochenenden erlernten die Frauen und Männer der Abteilungen Baiertal, Frauenweiler und Wiesloch in einem vom Kreisfeuerwehrverband Rhein-Neckar-Kreis ausgerichteten Lehrgang das Handwerkszeug für künftige Einsätze. Gemeinsam mit weiteren Teilnehmern der Feuerwehren Heidelberg und Rauenberg wurden Ihnen in den Bereichen Taktik und Technik die Grundlagen vermittelt, die bei Brandeinsätzen nötig sind, sie und die zweite Person des Trupps schützen und zum gemeinsamen Einsatzerfolg führen.

Die schwere Tätigkeit unter Nutzung von Pressluftatmern, in Rauch und extrem heißen Umgebungen körperliche Arbeit zu verrichten, braucht jede Hand. Häufig müssen Trupps bei längeren Einsätzen durchgetauscht werden. Daher erhöhen die neu ausgebildeten Mitglieder die Schlagkraft der Wehr. Für die Abteilung Wiesloch beendeten Mohamad Bahlawan, Sina Beisel, Matthias Bellemann, Max Ehrhardt, Alexej Herdt, Pascal Klimmeck und Carolin Weißler den Lehrgang. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die neue Aufgabe – und stets wohlbehaltene Rückkehr aus den Einsätzen.

Feuerwehr-Grundausbildung absolviert – vier junge Leute verstärken die Abteilung Wiesloch

Am vergangenen Wochenende endete die Feuerwehr-Grundausbildung (Truppmannausbildung Teil 1) im Unterkreis Wiesloch. Acht neue Feuerwehrleute der Gesamtfeuerwehr Wiesloch nahmen an der Ausbildung teil. Unter den 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Weinstadt und den umliegenden Städten und Gemeinden befanden sich je ein Mitlgied der Abteilungen Frauenweiler und Schatthausen, sowie zwei Mitglieder der Abteilung Baiertal. Für die Abteilung Wiesloch konnten vier junge Feuerwehrleute die Ausbildung erfolgreich absolvieren.

Unter nach wie vor erschwerten Pandemie-Bedingungen, die konsequente Schnell-Testungen und das Tragen von Masken nötig machten, konnten die Auszubildenden in 67 Unterrichtseinheiten die grundlegenden Handgriffe, Taktiken und Techniken bei der Feuerwehr kennenlernen. Dazu zählten unter anderem Grundlagen im Bereich Brandbekämpfung, in der technischen Hilfeleistung und Recht. Nachdem zeitnah stattfindenden Sprechfunkerlehrgang, als weiterem Teil der Grundausbildung werden die Feuerwehrleute sich auf die spezifische Ausbildung in ihren Heimatwehren konzentrieren, der Truppmannausbildung Teil 2.

Die Kameradinnen und Kameraden der Abteilung Wiesloch wünschen Jens Hörner, Paul Jammers, Janina Sager und Simon Schmidt alles Gute auf ihrem weiteren Weg und stets eine gesunde Rückkehr aus den Einsätzen. Besonders erfreut ist man über die Tatsache, dass alle „Neuen“ aus den Reihen der Jugendfeuerwehr stammen und auch wieder ein neues weibliches Mitglied hinzugekommen ist. Die Zahl weiblicher Mitglieder in der Abteilung hat sich in den vergangenen Jahren konsequent erhöht, was ein sehr erfreulicher Trend ist. Ebenso gilt dem Ausbilderteam des Unterkreis Wiesloch und der eigens eingerichteten Schnelltest-Truppe ein großes Dankeschön. Nur unter guter Zusammenarbeit konnte die zweite Feuerwehr-Grundausbildung während der Pandemie komplikationslos durchgeführt werden.

Feuerwehr-Arbeit und die Einflüsse durch die Pandemie

Nahezu ein ganzes Jahr beeinflusst die Corona-Pandemie die Arbeit der Feuerwehr, so auch in Wiesloch und den Stadtteilen. Während im Januar und Februar 2020 noch reguläre Feuerwehrarbeit im Einsatzdienst, der Aus- und Fortbildung und der Kameradschaftspflege möglich war, hat sich dies im März des vergangenen Jahres schlagartig geändert.

Durch den damaligen Lockdown wurden auch für die Abteilungswehren aus der Kernstadt, Baiertal, Frauenweiler und Schatthausen alle Maßnahmen auf den Einsatzdienst zurückgefahren. Der Gesundheitsschutz und die Erhaltung der Einsatzbereitschaft standen seither im Vordergrund. Wie in den verschiedensten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gestaltet es sich auch im Ehrenamt Feuerwehr als große Herausforderung für die Verantwortlichen und die circa 300 Mitglieder in den Einsatzabteilungen, Jugendfeuerwehren und Alters- und Ehrenabteilungen.

Krisen- und Führungsstab

Nachdem der eigens eingerichtete Krisen- und Führungsstab der Gesamtfeuerwehr die Vorgaben für die Aus- und Fortbildung während der Pandemie und ein Hygienekonzept verabschiedet hatte, konnte nach einer Zeit der Online-Ausbildung zwischen Juni und Oktober wieder praktisch trainiert werden. Feste Kleingruppen zu je zehn Personen trafen sich zu gemeinsamen Ausbildungsabenden und bearbeiteten eigenständig verschiedene Themen. In rund 100 Einzelterminen und circa 320 Stunden konnten alleine in der Abteilung Wiesloch zahlreiche praktische Stunden umgesetzt werden. Auch kameradschaftliche Treffen waren unter strengen Auflagen wieder möglich. Seit Oktober steht das Feuerwehrleben mit Ausnahme des Einsatzdienstes wieder still.

Belastende Situation

Eine große Belastung für die Ehrenamtlichen, lebt ihr „Hobby“ doch vom persönlichen Austausch, dem praktischen Üben und der Kameradschaft. Die Pandemieentwicklung und die Vorgaben des Landesinnenministeriums machen derzeit für Jung und Alt jedoch nur Online-Ausbildungsdienste und -Gremiensitzungen möglich. Mit Ausnahme des Einsatzdienstes, sowie der Fahrzeug- und Gerätewartung, die die hauptamtlichen Gerätewarte auch weiterhin sicherstellen, liegen alle anderen Bereiche auf Eis. Der Einsatzdienst läuft für die Feuerwehrleute auf nahezu gleichem Niveau wie in den Vorjahren weiter. Einzig die strengen Schutzmaßnahmen, die derzeit das Tragen von FFP2-Schutzmasken, Einhalten von Abständen sowie Vorsicht und Umsicht vorsehen, unterscheiden das Vorgehen in den Einsätzen von „normalen“ Zeiten.

Die Verantwortlichen schauen trotz der aktuell kritischen Umstände mit Zuversicht in das neue Jahr. Es besteht die Hoffnung, dass nach Ende des Lockdowns das etablierte Hygiene- und Ausbildungskonzept sowohl Kleingruppenausbildungen als auch Zusammenkünfte wieder möglich machen kann. Ein großes Dankeschön gilt allen Feuerwehrmitgliedern, die die Maßnahmen mittragen und große Leidensfähigkeit sowie Durchhaltevermögen zeigen.

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Neue Feuerwehrleute für Wiesloch

SECHS JUNGE ANGEHÖRIGE DER ABTEILUNG WIESLOCH BEENDETEN ERFOLGREICH IHREN GRUNDLEHRGANG

Kürzlich endete für sechs Angehörige der Abteilungsfeuerwehr Wiesloch die erste Ausbildung ihrer ehrenamtlichen Feuerwehr-Karriere. Die Gruppe, bestehend aus fünf Kameraden und einer Kameradin, beendete ihren Feuerwehr-Grundlehrgang namens „Truppmann/-frau Teil 1“. In einer 84-stündigen Ausbildung erlernten die jungen Leute das Handwerkszeug für den Einsatzdienst. Dazu zählten unter anderem Grundlagen im Bereich Brandbekämpfung, in der technischen Hilfeleistung und Recht.

Bereits im Frühjahr hatte die Ausbildung auf Ebene der umliegenden Feuerwehren im Feuerwehr-Unterkreis Wiesloch begonnen. Sie fand ihr vorübergehendes Ende durch die aufkommende Pandemie. Nachdem sich die Verantwortlichen um Unterkreisführer Michael San José und Lehrgangsleiter Julian Haupt für eine Wiederaufnahme stark gemacht und dazu die Ausbildung auf Basis des Hygienekonzepts der Wieslocher Feuerwehr angepasst hatten, konnte es im Spätsommer wieder losgehen. Als Pilotprojekt im gesamten Landkreis startete der Grundlehrgang in Kleingruppen und unter den nötigen Hygienebedingungen. Ende September war es soweit, die Teilnehmer aus Wiesloch konnten als erste von vier Kleingruppen Teams im Unterkreis Wiesloch ihren Abschnitt erfolgreich hinter sich bringen. Sie verstärken ab sofort die Einsatzabteilung in der Kernstadt. Ingesamt gab es in diesem Jahr 23 Absolventen und Absolventinnen dieser Ausbildung.

Die Abteilungsführung gratuliert Mohamad Bahlawan, Matthias Bellemann, Lucas Hecker, Thorben Schreyer, Matthias Urmetzer und Carolin Weißler. Besonders erfreut zeigen sich die Verantwortlichen, dass erneut Jugendliche aus der Jugendfeuerwehr nachgerückt sind, man aber auch einige Quereinsteiger ohne vorherige Verbindung zur Feuerwehr begrüßen darf. Carolin Weißler verstärkt überdies den weiter wachsenden Anteil weiblicher Feuerwehrleute. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Ausbilderteam um Markus Penninger und Marco Weissmann sowie den Verantwortlichen des Lehrgangs.

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Neustart der praktischen Ausbildung

Hygienekonzept für die Präsenzausbildung ermöglichte Rückkehr

Bereits seit zwei Monaten ist es für die vier Abteilungsfeuerwehren in der Kernstadt und den Stadtteilen Wieslochs wieder möglich, praktisch zu üben. Grundlage dafür war die Ausarbeitung eines Hygiene- und Ablaufkonzepts, welches die Ausbildung während der Pandemie-Phase regelt. Denn nach wie vor gilt der Infektionsschutz als oberstes Ziel, um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr zu gewährleisten. Durch die Anwendung der AHA-Regel (Abstand, Hygiene und Alltagsmasken) und die Dokumentation der Teilnehmenden konnte bereits im Juni in die sogenannte Kleingruppen-Ausbildung gestartet werden. Gruppen aus zehn Feuerwehrleuten können seither in individuell geplanten Terminen praktisch üben. Die Resonanz aus den Reihen der Feuerwehr war seither positiv, so dass bereits mehr als 20 Einzeltermine durchgeführt werden konnten. In verschiedenen Bereichen bildeten sich die ehrenamtlichen Kräfte fort. Darunter in der sogenannten “Technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen”, wo ein PKW mit hydraulischen Rettungsgeräten “bearbeitet” wurde oder im Bereich Brandbekämpfung, in der Anwendung von mobilen und fest verbauten Wasserwerfen. Das Hygienekonzept bei Brandeinsätzen wurde besprochen oder in der Baugrube am Wieslocher Winzerkeller die Rettung einer verunfallten Person geübt. Auch mit den Sonderfahrzeugen, wie zum Beispiel der Drehleiter wurde geübt.

Durch das konstant verlaufende Infektionsgeschehen im Landkreis und der Stadt konnte Ende des vergangenen Monats in die nächste Lockerungsstufe des Hygiene- und Ablaufkonzepts gewechselt werden. Seither besteht die Möglichkeit von Zugübungen, ergänzend zu den weiterhin stattfindenden Kleingruppen-Übungen. 

Den Start für die Zugübungen bildete die Gesamthauptübung am 25. Juli. Hierzu bezogen die vier Abteilungsfeuerwehren aus Baiertal, Frauenweiler, Schatthausen und Wiesloch rund um das Hochhaus Barlachstraße 4 Position. Sie wurden durch die Einsatzleitung in der Unterkreisführungsgruppe Wiesloch und zwei weitere Hubrettungsfahrzeuge der Feuerwehren Nußloch und Walldorf unterstützt.

Das Übungsobjekt „Hochhaus Barlachstraße“ diente bereits zu Beginn der Pandemie-Zeit als Vorlage für eine Online-Planübung, in der das taktische Vorgehen bei einem Brand im 9. Obergeschoss “durchgespielt” wurde. Dieses Szenario wurde nun praktisch beübt.  

Am Samstagnachmittag fuhren die Kräfte das Übungsobjekt mit dem “Einsatzstichwort -Wohnungsbrand 9. Obergeschoss” an, wo ihnen Stadtbrandmeister Peter Hecker als Einsatzleiter ihre Aufgaben zuteilte. Ein Teil der Feuerwehrleute eilte zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Hochhaus, weitere Einheiten brachten das benötigte Material sowie die Drehleiter in Stellung und sorgten für die Zuführung von ausreichend Löschwasser. Im weiteren Verlauf kamen die Drehleiter aus Nußloch und der Teleskopmast aus Walldorf hinzu, die die Menschenrettung unterstützen. 

Die zentralen Übungsziele konnten die Teilnehmer erfüllen, wie die erste “Manöverkritik” zeigte. Im Rahmen einer Aufarbeitung werden Optimierungsbedarfe bewertet und kommuniziert. Hierzu dienen auch Bildaufnahmen, die durch die Drohne der Feuerwehr Mühlhausen aufgenommen wurden. 

Die Wieslocher Feuerwehrführung bedankt sich bei der Hausgemeinschaft und -verwaltung der Barlachstraße 4, die die Übung möglich gemacht haben. Ebenso gilt den Ausarbeitern der Übung und den unterstützenden Kräften der Unterkreisführungsgruppe, sowie der Feuerwehren Nußloch, Mühlhausen und Walldorf Dank. Bürgermeister Ludwig Sauer verschaffte sich vor Ort einen Überblick über die Maßnahmen und teilte den Kräften seine Anerkennung mit.

Geschrieben von Marco Friz

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Erfolgreiches Fahrsicherheitstraining

Vor kurzem konnten insgesamt acht Kameraden an einem LKW-Fahrsicherheitstraining, speziell für Feuerwehrmänner und -frauen, teilnehmen. Zunächst galt es im Theorieunterricht, welcher in den Räumlichkeiten der Berufsfeuerwehr Heidelberg stattfand, die fahrphysikalischen Kenntnisse aufzufrischen. Aber auch Wissen aus der Fahrschule und Besonderheiten der Einsatzfahrten wurde wiederholt. Im zweiten Teil des Trainings ging es dann an die praktischen Übungen. Auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes in Heidelberg waren mehrere Stationen für die Teilnehmer aufgebaut. Neben Gefahren- und Zielbremsungen wurde auch eine glatte Fahrbahn simuliert, auf welcher sich der Bremsweg verlängerte. Ebenso wurde verschiedene Rangieraufgaben bewältigt, welche dazu dienten, die Fahrzeugmaße besser kennen und einschätzen zu lernen. Die Durchfahrt durch eine Rettungsgasse oder enge Straßen in der Innenstadt konnten ebenfalls in verschiedenen Geschwindigkeiten und Methoden gefahrlos geübt werden.

Geschrieben von Stefan Mittenzwei

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Motorsägenlehrgang in Haßloch schaffte Grundlagen

Gemeinsame Ausbildung auf Unterkreisebene

Vergangene Woche besuchte der erste Teil einer großen Gruppe Feuerwehrfrauen und -männern des Unterkreises Wiesloch einen Motorsägenlehrgang in Haßloch. Die Ausbilder Der Firma WoodCommander gestalteten einen abwechslungsreichen Tag mit verschiedenen Station rund um die Technik und das Handling von Motorsägen. Diese werden durch die Feuerwehren auf den Fahrzeugen mitgeführt und kommen beispielsweise bei der Beseitigung von Sturmschäden zum Einsatz. Vorbereitend für den Übungstag am vorletzten Samstag gab es wenige Tage zuvor noch eine Theorieeinheit, bei welcher elementare Punkte zur Unfallverhütung, Fällen von Bäumen und Handling einer Säge bereits besprochen wurden. Zum Auftakt begrüßte Unterkreisführer Michael San José die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Unterkreisfeuerwehren sowie von der Feuerwehr Leimen und bedankte sich für die Durchführung bei Markus Rieger von der ausführenden Firma.

Am darauffolgenden Praxistag in einem Haßlocher Waldstück konnte dann jeder das in der Theorie angesprochene Wissen endlich in der Praxis umsetzen. Durch die einzelnen Stationen konnte noch einmal gezielter auf die verschiedene Situationen eingegangen werden. Hierbei konnten auch ungeübtere Kameradinnen und Kameraden die wertvolle Zeit nutzen um sich dem Gerät vertraut zu machen. Neben dem einfachen „Scheibchenschneiden“ wurde auch ein Szenario unter Spannung simuliert, welche die Firma WoodCommander extra in das Programm mit aufgenommen hat, da es ebenfalls in den Aufgabenbereich der Feuerwehr fällt. Am Ende des Tages hat jeder erfolgreich alle Stationen durchlaufen und war nun mit der Technik der Säge an sich und mit dem Vorgehen beim Fällen von Bäumen und dem Lösen von unter Spannung stehender Bäume vertraut. Alles in allem ein sehr gelungener Ausbildungstag für alle Teilnehmer aus dem Unterkreis. Ende November wird dann die zweite Gruppe zum Praxistag nach Haßloch fahren.

Geschrieben von Robin Schweikert

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Großübung verlangte Einsatzkräften alles ab

Abteilungsfeuerwehr Wiesloch und Kräfte von DRK und MHD trainierten Vorgehen bei einem Großbrand mit zahlreichen Verletzten

Kürzlich führte die Abteilungsfeuerwehr Wiesloch ihre Jahreshauptübung durch, die die Ausbildungspause während der Sommerferienzeit einläutete. Der besondere Umstand diesmal: Außer einer kleinen Gruppe, die die Übungsausrichtung übernommen hatte, kannte kein Mitglied der Wieslocher Wehr den Übungsinhalt und den Ort. Der Hintergrund dazu ist einfach zu erklären. Bei einer derart real gestalteten Einsatzübung dienen die ungefilterten Eindrücke über das taktische Vorgehen, die Entscheidungsfindung und die Nutzung der Schnittstellen zu anderen Hilfsorganisationen als wertvolle Grundlage für die weitere Ausbildung der Hilfskräfte. So kamen die Frauen und Männer der Abteilung Wiesloch zusammen und wurden – fast wie im Ernstfall – vom Einsatzstichwort überrascht. „Gebäudebrand nach Explosion, PZN Wiesloch, Station 25“,  lautete die Alarmmeldung. Entsprechend der Meldung machten sich die Kräfte auf. Über die Südliche Zufahrt und die weiterführende Kastanienallee ging es zum Krankenhausgelände im Norden der Weinstadt.

Was nach der Ankunft folgte, gestaltete sich für die Ehrenamtlichen äußerst realistisch: Den ersten Feuerwehrkräften stand ein in Flammen stehender Kleinbagger im Weg. Rundherum lagen zehn zum Teil schwerstverletzte Personen, die laut auf sich aufmerksam machten. Teilweise wurden die Verletzten durch geschminkte Mimen dargestellt, daneben kamen spezielle Trainingspuppen zum Einsatz. Wie vor Ort zu erfahren war, sollte es sich um eine Gasexplosion in Folge von Baggerarbeiten handeln.

Rasch leitete die Besatzung des ersten Löschgruppenfahrzeugs einen Löschangriff im Außenbereich ein und versorgte, soweit es möglich war, die zahlreichen verletzten Personen. Eine Erkundung um das Gebäude brachte eine ausgedehnte, wenig übersichtliche Einsatzstelle als Ergebnis hervor. Vermisste Personen in unklarer Anzahl sollten sich beispielsweise noch in einem hinter der Brandstelle liegenden und in Bauarbeiten befindlichem Gebäude befinden. Hinter den Fenstern waren die Menschen in ihrer „Zwanslage“ deutlich zu erkennen. Von der Einsatzleitung erfolgte auf Basis der ersten Erkenntnisse eine sogenannte Stichworterhöhung auf „Brand 4“. Dabei handelt es sich im Ernstfall um einen Gesamtalarm für alle vier Abteilungsfeuerwehren der Feuerwehr Wiesloch, einen Fachberater des THW Wiesloch-Walldorf sowie ein zusätzliches Hubrettungsfahrzeug, welches die Feuerwehr Walldorf zubringt. Für die Versorgung der vielen Verletzten wurde zudem eine große Anzahl an Rettungsmitteln des hauptamtlichen Rettungsdienstes, inklusive leitendem Notarzt und organisatorischem Leiter Rettungsdienst  alarmiert.

Als nach wenigen Minuten ein zweites Löschgruppenfahrzeug der Abteilung Baiertal und erste Kräfte des Rettungsdienstes eintrafen, konnten weitere Aufgaben delegiert werden. Dazu zählten die Brandbekämpfung im Keller des Gebäudes und eine großangelegte Patientensichtung und anschließende Versorgung außerhalb des Gebäudes. In enger Abstimmung innerhalb der Führungsstruktur der Feuerwehr, sowie zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst wurden die weiteren Maßnahmen koordiniert. Die Drehleiter ging vor dem Gebäude in Stellung, ein Sprungpolster wurde positioniert und eine umfangreiche Menschenrettung, sowie Brandbekämpfung liefen an. Darüber hinaus ging die zentrale Feuerwehr-Einsatzleitung in Betrieb, die den Einsatz dokumentierte und die Nachforderungen koordinierte.

Während die Feuerwehr den Brand löschte und weitere Personen aus dem Gebäude rettete, wurde auf der anderen Straßenseite eine Patientenablage aufgebaut und die Patienten durch den leitenden Notarzt und den organisatorischen Leiter Rettungsdienst gesichtet. Je nach Sichtungskategorie und damit Priorität, erfolgte die Versorgung durch den hauptamtlichen Rettungsdienst mit mehreren Rettungswagen-Besatzungen des DRK und MHD Heidelberg, als auch durch Notärzte des Universitätsklinikums Heidelberg und der GRN-Klinik Sinsheim. Auf Grund der vielen Verletzten  wurde durch die Leitstelle das Einsatzstichwort vorsorglich auf MANV 2 (Massenanfall von Verletzten) erhöht und ebenfalls die Schnelleinsatzgruppe der 1. Einsatzeinheit Rhein-Neckar alarmiert. Diese wird durch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der DRK-Ortsvereine Wiesloch und Leimen gestellt. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch Helfer des MHD Wiesloch und des DRK Rauenberg. Trotz der extrem herausfordernden Lage, waren nach nur 40 Minuten bereits alle kritischen Patienten auf dem Weg ins Krankenhaus und alle weiteren Patienten gesichtet und erstversorgt.

Durch eine gute Kommunikation zwischen den einzelnen Hilfsdiensten wurde regelmäßig die Anzahl der Verletzten verifiziert und mitgeteilt, wie weit die Maßnahmen innerhalb des Gebäudes voranschritten und welche Schritte als nächstes eingeleitet werden mussten. Dazu zählte neben der Brandbekämpfung und Rettung die systematische Absuche aller Gebäudeteile.

Nachdem die letzten „Vermissten“ aus dem Gebäude gerettet und übergeben waren, ging der Übungseinsatz allmählich seinem Ende entgegen. Die Meldung wonach alle Stockwerke doppelt kontrolliert und dadurch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Personen mehr zu erwarten waren, beendete man die Maßnahmen. Erleichterung machte sich breit, hatte die Darstellung der Verletzten und des Szenarios nämlich ein Ziel besonders erreicht – man hatte die Übungsteilnehmer und -teilnehmerinnen psychisch fast in einen Realeinsatz versetzt.

Als alle Gerätschaften abgebaut waren, folgte die Verlagerung in das Wieslocher Feuerwehrhaus. Dort moderierten Dr. Felix Schmitt (DRK Wiesloch) und Georg Hirsch (Feuerwehr Wiesloch) die Manöverkritik. Den Dank seitens der Stadt sprach Bürgermeister Ludwig Sauer aus. Er konnte sich vor Ort ein Bild von der Übung machen und war „von der Schlagkraft und der Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen sehr beeindruckt“. Ein herzliches Dankeschön der Abteilungsführung und aller Beteiligten gilt den Übungsausrichtern, federführend Georg Hirsch, Dr. Felix Schmitt und Manuel Hecker. Außerdem allen weiteren Helfern und Helferinnen sowie dem PZN Wiesloch, der dortigen Werkfeuerwehr und der Firma Skillqube.

Geschrieben von Marco Friz

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