Bist du dabei? // Aktiv bei der Feuerwehr mitwirken


Mitmachen – so einfach ist der Einstieg bei der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch

In vielen Menschen schlummert der Wunsch nach einem spannenden Hobby, das neben einer abwechslungsreichen und spaßigen Zeit vor allem eines bedeutet: Eine sinnvolle Beschäftigung, dem Nächsten zu Liebe.

Es gibt viele Wege den Kindsheitstraum Feuerwehrmann/-frau wahr werden zu lassen. Wenn man sich nicht von Berufswegen diesem Ziel nähert, kann man sich durchaus auch ehrenamtlich einer Freiwilligen Feuerwehr anschließen. Mehr als eine Millionen Frauen und Männer sind in den zahlreichen Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland engagiert.

Der klassische Weg zur Einsatzmannschaft führt über die Jugendfeuerwehr. In Wiesloch können Jungen und Mädchen bereits im Alter von 8 Jahren in einer Jugendgruppe starten. Ganz spielerisch werden die Kinder und Jugendlichen an die spätere Aufgabe herangeführt. Basteln, Toben, Spielen und Sport stehen dabei ebenso auf der Tagesordnung, wie z.B. das Einstudieren von Löschübungen oder im fortgeschrittenen Alter der Umgang mit der komplizierten Technik für sogenannte „Technische Hilfeleistungen“.
Mit dem vollendeten 17. Lebensjahr erfolgt schließlich der Übertritt in die Einsatzmannschaft der Abteilungsfeuerwehr. Mit Vollendung des 18. Lebensjahrs darf ein Feuerwehrangehöriger nach zuvor erfolgter Ausbildung an Einsätzen teilnehmen.

Quereinsteiger haben aber natürlich auch die Chance Teil bei der Feuerwehr zu werden. Ganz gleich ob Frau, Mann, mit oder ohne Migrationshintergrund, wir suchen Menschen mit den verschiedensten Talenten, die sich bei uns engagieren möchten.
Was viele Menschen nicht vermuten, ist bei uns jedoch Alltag. Hier sitzen Handwerker mit Psychologen, Metzger mit Lehrern und Selbstständige mit Angestellten in einem Boot und erfüllen gemeinsam die spannenden Aufgaben der Feuerwehr.

Wir freuen uns über jedes neue Gesicht in unseren Reihen. Vielleicht fühlst genau Du dich deshalb gerade angesprochen. Informationen und Hintergründe zu unserem Hobby befinden sich auf dieser Webseite. Gerne kannst Du jederzeit Kontakt zu uns aufnehmen: info[at]feuerwehr-wiesloch.de

Falls keine Möglichkeit besteht, sich aktiv bei uns einzubringen, bietet sich die Chance Fördermitglied zu werden. Informationen zu unserem Förderverein finden sich hier.

Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch, Abt. Wiesloch
Baiertalerstr. 2
69168 Wiesloch

Jürgen Bodri

Abteilungskommandant

Jürgen Bodri steht an der Spitze der Abteilungsfeuerwehr Wiesloch.<br>Kontakt: juergen.bodri[at]feuerwehr-wiesloch.de


Hier kommen einige unserer Mitglieder und ehemaligen Weggefährten zu Wort:

Thomas Hörer

Metzgermeister

„Wer gar zuviel bedenkt, wird wenig leisten“ – soll Friedrich Schiller einmal gesagt haben. An was die Begründer der Feuerwehr alles denken mussten, lässt sich heutzutage nur erahnen, was sie leisteten, ist jedoch bis heute sichtbar. Auf der ganzen Welt werden Feuerwehren zu Hilfe gerufen, wenn sich Menschen in Not befinden und sich nicht selbst helfen können. Egal, ob bei Bränden, Unfällen, Überschwemmungen, Erdbeben. Eine Situation anzutreffen, bei der Menschenleben oder Sachwerte in Gefahr sind und diese zu schützen, ist jedes Mal eine neue Herausforderung. Genau diese Herausforderung ist es, die unsere Arbeit so interessant macht, denn jeder Einsatz ist auf seine Art und Weise verschieden. Die Sicherheitseinrichtungen in Gebäuden und Fahrzeugen werden immer besser, im Gegenzug werden aber auch unsere Gerätschaften immer moderner. Mit ihnen arbeiten zu können, bedeutet am Ball zu bleiben und sich weiterzubilden. Die Wieslocher Feuerwehrfamilie setzt sich aus Frauen und Männern aus allen Gesellschaftsschichten und Nationalitäten zusammen. Hier sind verschiedene Berufsgruppen, wie zum Beispiel Lehrer, Ingenieure, Psychologen, Handwerker, Beamte, Arbeiter, Schüler und Studenten genauso Alltag, wie Mitglieder anderer Nationalitäten und Religionen. Es wird viel über Integration geredet und nachgedacht, bei uns wird sie gelebt. Hier sitzen alle in einem Löschfahrzeug und jeder gibt sein Bestes, um anderen zu helfen, ohne groß darüber nachzudenken, warum und wofür. Hat er also doch Recht unser Friedrich Schiller.<br>Als ich vor nahezu 30 Jahren in die Jugendfeuerwehr eintrat, wusste ich genauso wenig, was mich erwartet, wie wenn ich heute zu einem Alarm ins Feuerwehrhaus fahre, um gemeinsam mit meinen Kameradinnen und Kameraden auszurücken. Eines weiß ich aber auf jeden Fall: Es war eine richtige Entscheidung, die ich heutzutage genau so treffen würde wie damals.

Helga Brand

psychologin

Ich bin als psychologische Fachberaterin in die Feuerwehr eingetreten. Unterstützung der Einsatzkräfte, Betreuung von Betroffenen in Akutsituationen und Präventionsarbeit sind die Dinge, die ich durch meinen Beruf gut einbringen kann.Als Mitglied der Feuerwehr schaute ich mir Übungen und Ausbildungstage an und sah Feuerwehrleuten bei der Arbeit zu. Für mich war das so spannend, dass ich mich entschlossen habe, mich auch als Feuerwehrfrau ausbilden zu lassen. Ich habe handwerklich und technisch viel dazugelernt. Körperlich ist Feuerwehrarbeit eine echte Herausforderung, vor allem für eine Frau. Aber wenn man praktisch und konkret Menschen helfen kann, spürt man, dass man etwas Gutes und Wichtiges tut. Das motiviert mich in der Wieslocher Feuerwehr.

Stefan Seewöster

wirtschaftsingenieur

Als ich 12 Jahre alt war, fragte mich meine Mutter, ob ich nicht in die Jugendfeuerwehr gehen wollte. Dort sollte eine neue Gruppe der Jugendfeuerwehr aufgestellt werden.Ich war bis zu diesem Zeitpunkt weder familiär „vorbelastet“, noch sonst irgendwie feuerwehrtechnisch vorgebildet. Da auch noch zwei meiner besten Freunde mitmachten, kam ich also zur Jugendfeuerwehr mit den Gruppenleitern Michael Bader und Peter Hecker. Es war eine sehr erlebnisreiche und spannende Zeit mit Zeltlagern, Wettkämpfen und der Kameradschaft. Zum Ende der Jugendfeuerwehrzeit beschäftigte ich mich mit der Möglichkeit der zehnjährigen Verpflichtung zur Feuerwehr, um vom Grundwehrdienst freigestellt zu werden. Eigentlich gab es hier auch keine lange Überlegung. Mir machte die Arbeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl sehr viel Spaß, sodass ich mich selbstverständlich verpflichtete. Während meines Studiums und anschließendem beruflichen Wegzuges nach Dresden, war zwar leider kein aktiver Dienst möglich, doch der Kontakt zur Feuerwehr riss nie ab, sodass klar war, dass ich wieder verstärkt aktiv bin, als ich wieder in heimatlichen Gefilden landete. Nunmehr bin ich seit über 25 Jahren bei der Feuerwehr, habe alle wesentlichen Ausbildungen absolviert und bin immer noch sehr gerne und aktiv dabei. Die Feuerwehr spiegelt das komplette gesellschaftliche Gefüge wider. Hier ist es egal, ob du Handwerker, Freiberufler, Student, Auszubildender oder Akademiker bist. Deine Herkunft, ob deutsch, türkisch, italienisch oder spanisch, ist genauso egal, wie dein Geschlecht.<br>Wir alle sind mit Leib und Seele Feuerwehrleute. Jeder leistet das, was er kann und will. Das ist es, was mich an der Feuerwehr immer noch reizt und auch stolz macht. Wenn die Gesellschaft so wäre wie die Feuerwehr, bräuchte man über Gleichberechtigung und Integration gar nicht reden. Hier wird es gelebt.

Marco Friz

Politikwissenschaftler

Tue „ehrenamtlich“ Gutes und sprich darüber. So oder ähnlich lautet mein Leitspruch, wenn man mich fragt,weshalb ich diesem Hobby nachgehe und was mich bei meinen Sonderaufgaben besonders antreibt. Ich bin familiär „vorbelastet“ und fand, fasziniert von den großen Feuerwehrautos und Erzählungen meines Vaters und Großvaters, zur Wieslocher Jugendfeuerwehr. Meine Familie ist bereits in der vierten Generation aktiv, die jüngste vertreten mein Bruder und ich. Heute fasziniert mich vor allem die Abwechslung, die dieses Ehrenamt ausmacht. Bedingt durch die nicht planbaren Einsätze kann man im Moment nicht sicher sein, dass man es zur Verabredung am Abend schafft und nicht bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn beschäftigt ist. Viele soziale Kompetenzen konnte ich bereits aus meinem Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch ziehen. Dabei kann ich sagen, dass mir einige Erfahrungen im Studium und der beruflichen Orientierung sehr nützlich waren. Vor allem engagiere ich mich in der Nachwuchs- und der Öffentlichkeitsarbeit unserer Wehr. Hierbei macht es mir riesigen Spaß über unsere Arbeit zu berichten und so mitzuhelfen, dass Ansehen unserer Feuerwehr positiv zu beeinflussen. Nicht wegzudenken ist aber auch die Kameradschaft in der Feuerwehr, die unser spannendes, manchmal aber auch sehr schwieriges Hobby überhaupt erst möglich macht. Zuallererst fallen mir dazu Stunden ein, die man mit seinen Feuerwehrkameraden und -kameradinnen im Feuerwehrhaus verbringt, um das Erlebte nachzuarbeiten. Auch kommt es schon einmal vor, dass man nach dem Einsatz einfach noch etwas in der Wache bleibt und sich über „Gott und die Welt“ unterhält. Ich freue mich über jeden Menschen, der zu uns stößt und wünsche mir für die Zukunft eine starke Feuerwehr Wiesloch, die auch weiterhin auf ehrenamtlichem Fundament gründet.

Rouven Klemisch

elektroniker

Schon als kleines Kind war ich immer von den großen roten Autos fasziniert.Als ich endlich das richtige Alter erreicht hatte, konnte ich der Jugendfeuerwehr Wiesloch beitreten. Schon damals hat mich die Technik und vor allem die Kameradschaft begeistert. Nun, in der Einsatzabteilung der Feuerwehr Wiesloch, ist diese Begeisterung immer noch vorhanden. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche für Menschen dazu sein, die sich nicht mehr selbst zu helfen wissen und professionelle Hilfe erwarten, motiviert mich, mich in der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch zu engagieren.

Patrick Bader

industriemechaniker

Abwechslungsreich, spannend & kameradschaftlich: Das sind die drei Schlagwörter, mit denen ich unsere Feuerwehr spontan beschreiben würde.<br><br>Man weiß nie, mit was man es zu tun hat, wenn auf dem Meldeempfänger zu lesen ist: „Technische Hilfe 3“, „Feuer 3“ oder selbst „Feuer 1“. Keine derartige Meldung ist sehr aussagekräftig und dennoch versuche ich bei jeder Meldung, wenn es mir möglich ist, das Gerätehaus zu erreichen und natürlich ein Einsatzfahrzeug zu besetzen. Oft weiß ich absolut nicht, was mich erwartet, bis wir am Einsatzort eintreffen. Doch egal was ich bisher erlebt habe, bereut habe ich es noch nie! Allein dieser enorme Adrenalinstoß, wenn der Piepser einen Einsatz meldet, verleitet mich ohne darüber groß nachzudenken bei irgendetwas Unbekanntem mitzuhelfen bzw. meinen Beitrag zum Einsatzerfolg beisteuern zu können.<br><br>Kameradschaft ist ein weiterer, für mich sehr wichtiger Faktor, bei der Feuerwehr mit Engagement dabei zu sein. So anstrengend der Einsatz auch war, ich bin jederzeit froh, meine Kameraden im Feuerwehrhaus anzutreffen. Miterleben zu können, wie auch in Übungen oder Schulungen jeder Hand in Hand zusammenarbeitet und füreinander da ist, motiviert mich ebenso. Ich finde, das macht dieses Ehrenamt zu etwas ganz Besonderem.

Jürgen Bodri

Elektrotechniker

Ursprünglich kam ich als kleiner Junge spontan nach einer Christbaumsammlung zur Feuerwehr, weil mir es so gefallen hatte, wie die größeren Jugendlichen die Tannenbäume auf die LKWs verluden. Natürlich war und ist das nicht die Hauptaufgabe der Feuerwehr. In der Jugendgruppe lernte man schließlich für was die ganze Feuerwehrtechnik, die verschiedenen Schläuche, Verteiler und Strahlrohre zu gebrauchen sind. Die Kameradschaft kam hinzu. Man bemerkte, dass man sich aufeinander verlassen können muss. Man lernte, dass Aufgaben gemeinsam besser gemeistert werden. Schließlich kam die Grundausbildung und der Einsatzdienst. Bei Einsätzen muss man schnell agieren, alles was man vorher „im Trockenen“ geübt hat, muss blind beherrscht werden. Wenn es sein muss, nachts um drei, wenn man wenige Minuten vorher noch im warmen Bett lag. Die Bevölkerung erwartet professionelle Hilfe.<br> <br>Heute kann ich in verantwortlicher Position lenken, neue Ideen einbringen, um die Arbeit der Feuerwehr effektiver und somit die Hilfe der Bevölkerung besser werden zu lassen und vor allem um die Pflichtaufgabe der Kommune auch in Zukunft möglichst lange ehrenamtlich und somit kostengünstig zu halten.

Frieder Kircher

feuerwehrbeamter a.d.

Was motiviert mich Feuerwehrmann zu sein?<br>Ich habe es 1970 beim Aufsatzwettbewerb der Jugendfeuerwehr des Landkreises Heidelberg geschrieben.<strong><br><br>Ist es heute auch noch so?</strong><br>Nach über 43 Jahren ist es schon so selbstverständlich, dass man es fast nicht mehr weiß. Ich glaube, als Feuerwehrmänner sind wir spezielle Spezies. Wir sind immer aufmerksam und immer bereit, einzugreifen wenn es notwendig wird. Dazu werden Feuerwehrmänner  auch frühzeitig ausgebildet und erzogen. Mit dem Blick, was passieren könnte gibt es immer eine gewisse „Voralarmiertheit“. Aber gleichzeitig auch das Wissen, dass man in der Lage ist, die schwierigen Herausforderungen zu lösen. Heute als leitender Branddirektor der Berliner Feuerwehr und im Alter von 57 Jahren beherrsche ich natürlich nicht mehr jeden Handgriff der erforderlich ist, um eine Pumpe in Betrieb zu setzen oder Schere und Spreizer richtig beim Verkehrsunfall anzusetzen. Aber ich habe den Überblick, was im Notfall zu tun ist und einen ganzen Baukasten voller Werkzeuge, wie man mit Krisen und Notfällen umgeht. Was auch immer wieder Motivation ist, Feuerwehrmann zu sein ist die Chance, durch gemeinsames Handeln mit gleich denkenden Kollegen und Kameraden etwas zu erreichen, damit die Welt ein bisschen besser, dass Leid der Menschen gelindert wird, Gefahrenzustände beseitigt oder durch Gefahrenvorbeugung künftige Probleme vermieden werden. Das kann man als Feuerwehrmann erreichen – ob im Großen oder im Kleinen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass es nur gemeinsam geht – Feuerwehrarbeit ist Teamarbeit, keine Einzelleistung. Aber wir wissen, dass wir gemeinsam, und nur so, unschlagbar sind. Davon möchte ich auch weiter wie bisher junge Menschen überzeugen, denn das habe ich auch von meinen Vorbildern in Wiesloch so gelernt.  Das macht Spaß und das ist erfüllend. Deshalb bin ich Feuerwehrmann.<br><br><strong>Zur Person: </strong>Frieder Kircher ist Gründungsmitglied der Wieslocher Jugendeuerwehr, die 1967 ins Leben gerufen wurde. Nach der Jugendfeuerwehr war er lange Zeit aktives Mitglied der Einsatzmannschaft, bevor er nach dem Studium des Bauingenieurswesens in den Dienst der Berufsfeuerwehr Berlin trat. Dort war Frieder Kircher bis 2019 Bestandteil der höchsten Führungsebene und als leitender Branddirektor verantwortlich für die Direktion Nord, der 910 hauptberufliche Einsatzkräfte sowie circa 750 ehrenamtliche Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr angehören. 

Melanie Kutning

medizinische fachangestellte

A little description about this person will show up here.Eigentlich wollte ich nie zur Feuerwehr. Ich dachte immer, man muss ein Held und besonders mutig sein – und am besten noch ein Mann. Doch vor fünf Jahren schnupperte ich „Feuerwehr-Luft“ und fand das sehr spannend. Aber – ganz klar – zur Feuerwehr kann ich trotzdem nicht! Ich bin ja zu alt, habe ein Kind und kann das alles gar nicht, dachte ich damals. Inzwischen kann ich nur sagen: ich habe mich geirrt! Auch als Quereinsteigerin wurde ich sofort integriert und habe viel gelernt. Ich bin keine Heldin, aber ich kann gemeinsam mit meinen Kameradinnen und Kameraden helfen. Inzwischen bin ich Jugendwartin einer Bambini- und Jugendfeuerwehr, fahre Einsätze und habe tolle Erlebnisse mit Kindergartengruppen und Schulklassen bei Brandschutzerziehungen. Ich habe hier als „Zugezogene“ sehr schnell Anschluss gefunden, Selbstbewusstsein gewonnen und kann nur eines sagen: Jede/r ist wichtig und kann helfen! Egal woher man kommt, wie alt man ist und welchen Beruf man hat! Die Feuerwehr ist wie eine große Familie. Ja, und inzwischen bin ich sogar in zwei Feuerwehren.

Sebastian Hodapp

wirtschaftsinformatiker

Feuerwehreinsätze zu führen ist wie Projektmanagement. Man hat nur begrenzte Zeit und Mittel um den Einsatz- oder Projekterfolg zu erzielen.<br>Damit enden jedoch die Gemeinsamkeiten zwischen meiner Arbeitsstelle bei der SAP AG in Walldorf als Prozessberater und meiner Tätigkeit in der Wieslocher Feuerwehr. Denn während mein Beruf eher theoretischer Natur ist, bedeutet Feuerwehr meist handwerkliche und körperliche Arbeit gepaart mit Entschlossenheit und Pragmatismus.  Feuerwehren werden immer dann gerufen, wenn alle anderen Mechanismen und Vorkehrungen versagt haben, alles Geplante schief gelaufen ist und dringende Hilfe benötigt wird. Was also könnte mehr motivieren, als solche Situationen zu meistern, über sich hinauszuwachsen und Hilfe zu bringen, wo sie benötigt wird? Das ist es, was mich als freiwilliger Feuerwehrmann in der Wieslocher Feuerwehr motiviert.

Sebastian Leib

rettungsingenieur

Wenn Sie die 112 wählen, erwarten Sie professionelle Hilfe – und wir bieten sie Ihnen!<br>Dieses Prinzip hat mich schon im Grundschulalter so fasziniert, dass ich es kaum abwarten konnte, mit zehn Jahren endlich zur Jugendfeuerwehr gehen zu dürfen. In unzähligen Ausbildungsstunden, erfolgreichen Wettkämpfen und ausdauernden Übungen wurde ich damals an den Einsatzdienst herangeführt, bis ich mit 18 Jahren endlich meinen eigenen Funkmeldeempfänger bekam und zu den Einsätzen mitfahren durfte. Damals wie heute ist es in meinen Augen einfach nur beeindruckend, wenn man sich klar macht, dass knapp 150 Bürger in der  Stadt Wiesloch für den Schutz von mehr als 26.000 Einwohnern sorgen. Sie gehen nach der Arbeit noch ins Feuerwehrhaus, um sich weiterzubilden, zu üben und den organisatorischen Rahmen zu bilden; wenn sie alarmiert werden, sind sie da. Egal, ob sie ihren Arbeitsplatz verlassen, oder sich weit nach Mitternacht aus dem warmem Bett quälen. Sie sind immer bereit, ihren Nächsten zu helfen, ohne Bezahlung, manchmal mit Dank, aber immer in der Gewissheit, das Richtige zu tun und Hilfsbedürftigen die Hilfe zu bieten, die sie erwarten.