Feuerwehr hat alle Hände voll zu tun

Nicht nur die vielen Einsätze halten die Ehrenamtlichen in Atem

Bei 26 Einsätzen waren die Frauen und Männer der Abteilungsfeuerwehr Wiesloch seit Ende Mai gefragt. Damit wurde die Einsatzmannschaft in den zurückliegenden drei Wochen mehr als einmal täglich alarmiert. Darüber hinaus standen mehrere Veranstaltungen, Arbeitssitzungen, die Ausbildung der Einsatzmannschaft und die Wettkampfvorbereitung der Jugendfeuerwehr auf dem Plan. Alles ehrenamtlich, versteht sich.

Gerade erst hatte die Feuerwehr den schönen aber sehr arbeitsreichen Mai, mit dem Tag der Helfer und dem Zeltlagerwochenende hinter sich gebracht. Doch wer nun ein Durchatmen erwartete, sah sich nicht bestätigt. Am Monatsende startete eine sehr arbeitsreiche Zeit, die auch drei Wochen nach ihrem Beginn nicht enden zu wollen scheint. Den Auftakt der Serie bildeten eine Notfalltüröffnung und ein PKW-Brand am 26. Mai. Es folgten ein Brandmeldealarm und zwei Umwelteinsätze, als Öl in den Leimbach eingetreten war und schnell beseitigt werden musste. Weitere Brandalarme, Alarmierungen zu technischen Hilfeleistungen, ein weiterer Umwelteinsatz und eine Tierrettung schlossen sich die Tage und Wochen danach an. Fast alles, was das breite Einsatzspektrum der Feuerwehren abbildet, war gefordert. So mussten die Helfer zum Monatswechsel bei einem schweren Verkehrsunfall in Schatthausen tätig werden. Drei der vier Abteilungsfeuerwehren befreiten dort den eingeschlossenen Fahrer aus seinem verunfallten Wagen. Alleine rund um Fronleichnam musste die Feuerwehr ein halbes Dutzend Mal ausrücken, wobei sie einer erkrankten Person mit einem Drehleiter-Transport halfen und kurz nach Mitternacht zu einem vermeintlichen Kellerbrand gerufen wurde. Eher kurios war eine technische Hilfeleistung, die aufgrund eines eingeklemmten Fingers notwendig wurde. Ein spielendes Kind blieb mit seinem Finger in einer ausrangierten Kuchenform stecken und musste aus dieser Zwangslage ganz behutsam befreit werden.
Während der Jubiläumsfeierlichkeiten der Nachbarwehr Walldorf blieben die Funkmeldeempfänger ebenso nicht still. Gemeinsam mit der Feuerwehr Reilingen stellte die Wieslocher Abteilungswehr die Einsatzbereitschaft für die Astorstadt sicher. Während dieser Zeit ereigneten sich Brandmeldealarme im Walldorfer Gewerbegebiet Süd und in St. Leon-Rot, wohin die Walldorfer Wehr regulär mit ihrem Hubrettungsfahrzeug ausrückt. Beide Fälle stellten sich jedoch schnell als Fehlalarme heraus. Weitere Kleinbrände und Brandmeldealarme wechselten sich mit einer Tierrettung ab. Hier musste Jungmardern geholfen werden, die in einen Lichtschacht gefallen waren. Auch im WieTalBad war die Arbeit der Feuerwehr gefragt. Dort kam es am vergangenen Donnerstag zu einem Defekt der Wasseraufbereitung, wodurch sich das Technikgebäude mit Chlordämpfen angereichert hatte. Zum Wochenbeginn riefen die Funkmeldeempfänger zu einem schweren Verkehrsunfall auf die A6. Am Ende eines Rückstaus ereignete sich ein Auffahrunfall, bei dem ein LKW-Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt wurde. Die Feuerwehr befreite den Mann mit hydraulischem Rettungsgerät, sodass er nach kurzer Zeit in Richtung Klinik transportiert werden konnte. Die letzten Einsätze wurden durch eine Ölspur, einen Scheunenbrand in Mühlhausen und einen Verkehrsunfall in der Meßplatzstraße nötig, bei dem man unter anderem Verletzte versorgte.
„Ich bin froh und dankbar, dass trotz dieser Einsatzbelastung die Ehrenamtlichen immer noch mitten in der Nacht aufstehen“, stellt Abteilungskommandant Jürgen Bodri fest. „Den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter, die bei der Feuerwehr sind, zu den Einsätzen gehen lassen, danke ich sehr.“

Um während des Einsatzdienstes schnell und zielführend handeln zu können, stand auch während der zurückliegenden Zeit die Ausbildung der Kräfte nicht still. In Halbtageseinheiten übte die Mannschaft Taktik und Technik bei der Brandbekämpfung und kam dabei ordentlich ins Schwitzen. Während des hochsommerlichen Wochenendes vom 6. und 7. Juni wurden die Handgriffe bei Bränden verinnerlicht und eine gemeinsame Übung in der Innenstadt durchgeführt. Dem nicht genug, wartete man der Nachbarwehr Walldorf bei deren Jubiläumsfeierlichkeiten auf und besuchte zahlreiche Feuerwehrfeste in der Umgebung. Der Nachwuchs trainierte derweil dreimal wöchentlich für die höchste Auszeichnung innerhalb der Deutschen Jugendfeuerwehr. Regulären Arbeitssitzungen folgte am vergangenen Wochenende ein gemeinsamer Besuch bei der Interschutz-Messe in Hannover.

Auch Bürgermeister Ludwig Sauer dankt den Frauen und Männern für das große Engagement der letzten Tage. Bei einem Teil dieser Einsätze, insbesondere bei dem schweren LKW-Unfall auf der Autobahn, konnte er sich selbst davon überzeugen, wie professionell die Helfer vorgehen und wie die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen und Hilfsdiensten klappt. Ebenso beeindruckt ihn, dass viele der jüngeren Helfer zusätzlich als Betreuer in der Jugendfeuerwehr mitwirken und somit ihre Erfahrungen weitergeben und den Kindern und Jugendlichen gute Vorbilder sind. Wie Abteilungskommandant Bodri ist auch er den Arbeitgebern sehr dankbar, die die Helfer für die vielen Einsätze freistellen. Dies sei sicherlich nicht selbstverständlich.

Geschrieben von Marco Friz

Herzliche Glückwünsche zum 90. Geburtstag

Delegation der Feuerwehr besuchte Ehrenmitglied Adolf Löffelmann

Am Samstag, den 13.06.2015, konnte unser Alterskamerad Adolf Löffelmann seinen 90. Geburtstag feiern. Eine Abordnung der Stadt- und Abteilungswehr mit Stadtbrandmeister Peter Hecker, Abteilungskommandant Jürgen Bodri, den Ehrenkommandanten Rainer Kircher und Gerolf Sauer, den Zugführern Karlheinz Schweinfurth und Ludwig Sauer sowie dem Verantwortlichen für das alte LF 16, Gerhard Kirschenlohr, besuchte den Jubilar und überbrachte ihm ein Präsent. Der Jubilar ist der Wieslocher Feuerwehr bereits im Jahr 1959 beigetreten. Er bekleidete 19 Jahre lang das verantwortungsvolle Amt des Gerätewarts und sorgte dafür, dass die Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände stets in einsatzbereitem Zustand waren. Er hütete, reinigte und wartete die Einsatzwagen dabei immer so, als wären sie sein Eigentum. Oft wurde er dabei von seiner ganzen Familie unterstützt. Er übernahm jedoch nicht nur für die Gerätschaften Verantwortung, sondern stellte sich als Gruppenführer auch Führungsaufgaben innerhalb der Wehr und der angegliederten Katastropheschutzeinheit des Bundes. Neben mehreren Auszeichnungen auf Kreis- und Landesebene, zuletzt im Jahr 2010 die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands Rhein-Neckar-Kreis, erhielt er bereits als höchste Auszeichnung der Wieslocher Feuerwehr deren Ehrenmitgliedschaft. Zur besonderen Freude von Adolf Löffelmann hatte die Abordnung das alte LF 16 mitgebracht. Auch der guten Pflege des Jubilars ist es zu verdanken, dass das alte Feuerwehrfahrzeug trotz seiner 51 Jahre noch überaus gut dasteht. Adolf Löffelmann lud seine Feuerwehrkameraden zu einem leckeren Abendessen ein.

Geschrieben von Ludwig Sauer

Volles Haus beim Tag der Helfer

Großer Besucherandrang an beiden Festtagen | Cool Breeze heizte am Samstagabend ein

Auf einen erfolgreichen Tag der Helfer blicken die Angehörigen der Feuerwehr und der weiteren beteiligten Hilfsorganisationen zurück. Fast durchgängig herrschte dichter Andrang entlang der Festmeile. Besonders bei den Vorführungen musste schnell sein, wer einen Blick aus der vordersten Reihe ergattern wollte. Am Samstagabend sorgte die Band Cool Breeze für ausgelassene Stimmung in der Fahrzeughalle der Feuerwehr. Bis auf den letzten Platz war alles besetzt. Auch das Wetter meinte es mit den Besuchern und Veranstaltern gut, die Sonne zeigte sich häufig.

Weiterführende Informationen und Bilderstrecken der Presse:

Geschrieben von Marco Friz

Am 16. und 17. Mai beim Tag der Helfer vorbeischauen

Die Wieslocher Hilfsorganisationen laden zum Blick hinter die Kulissen ein

Anfassen, Erleben und Staunen was ehrenamtliches Engagement in einer Hilfsorganisation bedeutet. Hierzu laden Feuerwehr, Deutsche Rotes Kreuz, DRK-Rettungshundestaffel, Malteser Hilfsdienst, Polizei und Technisches Hilfswerk am 16. und 17. Mai rund um das Feuerwehrhaus in der Baiertaler Straße ein. Beim Tag der Helfer bekommen Interessierte einen Blick hinter die Kulissen geboten. Neben Informationen aus erster Hand, zu Mannschaft und Gerät, sowie Vorführungen ist unter anderem mit Köstlichkeiten vom Grill, Kuchen und Eis für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Für Radfahrer bietet die Wieslocher Polizei am Sonntag wieder die beliebte Fahrradcodieraktion an. Mit einer kleinen Eröffnungszeremonie startet die Veranstaltung samstags ab 12 Uhr. Am Sonntag sind die Besucher zwischen 10 und 18 Uhr zum Vorbeischauen eingeladen (zeitliche Details sind unten zu finden).

Bei der Feuerwehr besteht die Möglichkeit, sich über aktive und passive Mitwirkungsmöglichkeiten und zum Thema Brandschutz informieren. Unter anderem bieten die Helfer Informationen zur Rauchmelderpflicht und die Ausgabe von PKW-Rettungskarten an. Gestaunt werden darf bei gemeinsamen Schauübungen und Führungen durch die Fahrzeugausstellung. Für Speis und Trank sorgen das breite Speisenangebot im Erdgeschoss und das Florianscafé im Obergeschoss des Feuerwehrhauses. Der allseits beliebte Unterhaltungsabend mit Live-Musik von Cool Breeze empfängt sein Publikum am Festsamstag um 20 Uhr in der Fahrzeughalle.
Eine gemeinsame Spielerallye aller Hilfsorganisationen und ein Teddybärenkrankenhaus (nur Sonntag) beim Deutschen Roten Kreuz freuen sich auf die kleinen Besucher der Veranstaltung. Daneben bietet das Rote Kreuz Angebote zur Notfallvorsorge und einen musikalischen Auftritt der Band „Scones“ am Sonntag Vormittag an. Der Malteser Hilfsdienst informiert unter anderem über seinen Rettungs- und Sanitätsdienst sowie das Projekt „First Responder“. Seinen speziellen Fuhrpark mitsamt Gerätschaft stellt das Technische Hilfswerk vor. Die Rettungshundestaffel Rhein-Neckar/Heidelberg demonstriert die Zusammenarbeit von Mensch und Tier bei Such- und Rettungseinsätzen.

Informationen zur Fahrradcodieraktion der Polizei, Sonntag,17. Mai ab 10 Uhr: Wer sein Fahrrad codieren lässt, hat länger etwas von ihm. Codierte Fahrräder werden nicht so leicht zur Beute von Dieben und geben mit der 15-stelligen Eigentümer-Identifizierungs-Nummer (EIN) eine klare Auskunft darüber, wem ein Fahrrad tatsächlich gehört. Von dem individuellen Codiersystem können Fahrradeigentümer profitieren, deren Räder noch ohne Codierung sind.
Wer sein Fahrrad am 17. Mai kostenfrei mit einer Codiernummer und dem Aufkleber „Finger weg – Rad ist codiert“ versehen lassen will, sollte sich vorher telefonisch bei der Polizei anmelden. Sonst kommt es erfahrungsgemäß zu Wartezeiten. Ab sofort kann mit dem Bezirksdienst des Polizeireviers Wiesloch während der „üblichen Geschäftszeiten“ (8:00  -16:00 Uhr) unter der Rufnummer 06222-57090 ein Termin vereinbart werden. Bei der Anmeldung können bereits Einzelheiten zum Fahrrad und Eigentümer angegeben werden. Am Codiertag sind mit dem Fahrrad ein Kaufbeleg und in jedem Fall ein gültiger Ausweis des Eigentümers vorzulegen. Nach der Codierung wird ein Fahrradpass mit der Codiernummer ausgehändigt.

Alle Programmpunkte und Informationen auf einen Blick:

Samstag, 12 Uhr Eröffnung

Sonntag, 10 bis 18 Uhr

Vorführungen (Parkplatz Ost)
Samstag: 14:30 Uhr, 17:00 Uhr
Sonntag: 12:00 Uhr, 14:30 Uhr, 17:00 Uhr


Geführte Fahrzeugbesichtigungen (ab Infostand Feuerwehr)
Samstag: 13:30 Uhr, 16:00 Uhr
Sonntag: 13:30 Uhr, 16:00 Uhr

Für Kinder
Samstag: Spielerallye, durchgängig, bei jeder Organistation   
Sonntag: Spielerallye, durchgängig, bei jeder Organistation  
Sonntag: Teddybärenkrankenhaus, durchgängig, Rettungswache DRK

Fahrradcodieraktion Polizei (neben Infostand Feuerwehr)    
Sonntag: Ab 10 Uhr    

Musikalische Umrahmung
Samstag: Cool Breeze, ab 20:00 Uhr, Feuerwehrhaus
Sonntag: Scones, am Vormittag, Rettungswache DRK   

Geschrieben von Marco Friz

Team der Feuerwehr beim Stadtlauf am Start

Die vier Teilnehmer der Abteilungswehr schlugen sich beim Lauf über 10 Kilometer beachtlich

Am Sonntag nahm ein vierköpfiges Team der Feuerwehr am diesjährigen Stadtlauf der TSG Wiesloch teil. Thomas Mantz, Jonas Mittenzwei, Isabelle und Markus Penninger schlugen sich bei strahlendem Sonneschein und sporadisch auftretendem Gegenwind beachtlich. Unter dem Applaus zahlreicher Zuschauer kamen sie mit Zeiten zwischen 50:27 und 1:11:35 im Waldstation an.

Geschrieben von Marco Friz

Schönes Ambiente an der Osterfeier

Am vergangenen Samstag lud die traditionelle Osterfeier im Wieslocher Feuerwehrhaus die Aktiven und deren Familien zum gemeinsamen Verweilen und Schlemmen ein. 

Zunächst war mittags bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen genügend  Zeit, sich auszutauschen während die Jüngsten sich in der Spieleecke vergnügen konnten. 

Am Abend verköstigte die neue Küchenmannschaft die Gäste mit einem reichhaltigen Büffet. 

So gestaltete sich der Tag zu einem angemessenen Einklang auf das bevorstehende Osterfest. Glücklicherweise störte kein Einsatz die Familienfeier. 

 

Geschrieben von Patrick Bader

Schauübung auf Feuerwehrtag von Auto Wagner

Zuschauern wurde Können bei der Rettung nach Verkehrsunfällen demonstriert

Am 1. und 2. April lud der Wieslocher Volvo- und Ford-Partner Auto Wagner zum Feuerwehrtag in die Güterstraße ein. Neben Vertretern der umliegenden Feuerwehren galt die Veranstaltung aus Fachvorträgen und Demonstrationen auch der breiten Öffentlichkeit.

Die Wieslocher Abteilungsfeuerwehr demonstrierte ihr Können bei der Rettung nach Verkehrsunfällen am Donnerstagabend. In einer Schauübung zeigten die Frauen und Männer der Feuerwehr, wie sie eingeschlossene PKW-Insassen im Ernstfall befreien. Im vergangenen Jahr mussten die Einsatzkräfte bei neun schweren Unfällen in und um Wiesloch sowie auf der nahen A6 tätig werden. Oberstes Ziel der Retter ist es, verunglückte Personen bis spätestens eine Stunde nach dem Unfallereignis in die Klinik einzuliefern. Zwischen der Ankunft der Hilfskräfte und dem Abtransport von Verletzten in umliegende Kliniken bleiben der Feuerwehr für die eigentliche Rettung durchschnittlich 20 Minuten. Wie die Übung anschaulich darlegte, bedarf es hierzu einem Mix aus moderner Rettungstechnik und einstudierten Abläufen. Dabei ist reibungslose Hand-in-Hand-Arbeit zwischen allen beteiligten Hilfsorganisationen gefragt.

Zur Übung auf dem Ausstellungsgelände von Auto Wagner fuhr die Feuerwehr mit Einsatzleitwagen, Löschgruppenfahrzeug und Rüstwagen heran. Angeführt wurden sie von einem modernen Demonstrationsfahrzeug von Volvo. Auf der Freifläche waren zwei Schrottfahrzeuge in einer Art Frontalzusammenstoß hergerichtet, wie es bei Unfällen auf Landstraßen nicht selten der Fall ist. Nach dem Absitzen von den Fahrzeugen, ging denn alles ganz rasch seinen Weg. Ein Teil der Mannschaft sicherte die beiden Wagen, weitere Kräfte begannen derweil zügig aber behutsam eine Öffnung zu den Insassen zu schaffen. Weitere Feuerwehrleute legten die notwendigen Gerätschaften bereit oder kümmerten sich um die Erstversorgung der „verletzten“ Fahrer. Rauenbergs Abteilungskommandant Julian Haupt stellte sich als Fahrer eines Fahrzeugs zur Verfügung.

Vom stellvertretenden Abteilungskommandanten Michael Roth wurde die Szenerie für die zahlreichen Zuschauer moderiert. Er erklärte Schritt für Schritt der Rettungsmaßnahmen und wies auf dabei auf die besonderen Herausforderungen für die Wehr hin. In modernen Fahrzeugen gestalten der Feuerwehr verschiedene Systeme das Leben nicht immer leicht. Höherfeste Stähle, zahlreiche Airbags oder alternative Antriebe zählen hierzu. „Mit all diesen Herausforderungen müssen unsere Kräfte umgehen können. Was Fahrzeuginsassen bei einem Unfall schützen soll, kann während der Rettung zum Teil hinderlich werden“, erläuterte Michael Roth. Lautes Knacken und Knattern der Hydraulik-Aggregate begleitete die Befreiung der beiden Wageninsassen. Tür für Tür wurde von den beiden Fahrzeugen abgetrennt. Auf der einen Seite sorgte ein Hydraulikzylinder nun für den benötigten Platz zur Befreiung des Verunfallten. Beim zweiten Wagen sorgte das Zusammenspiel der schweren Rettungsschere und des Spreizers zunächst für Beinfreiheit und anschließend für das sichere Abtrennen des Fahrzeugdachs. Keine 20 Minuten nach der Ankunft war das Übungsziel der Rettung somit erreicht. Großer Applaus brandete auf dem Gelände auf. Michael Roth bedankte sich bei Ulrike Aull, Geschäftsführerin von Auto Wagner, für die Übungsmöglichkeit im Rahmen des Feuerwehrtages.

Hinweis: Wer sich über das Können der Feuerwehr und der weiteren Wieslocher Hilfsorganisationen informieren möchte, hat dazu wieder auf dem Tag der Helfer am 16. und 17. Mai Gelegenheit.

Bilder 1 – 7: H&B Pressebild Pfeifer

Geschrieben von Marco Friz

Bundesverdienstkreuz für Gerhard Herrmann

Feuerwehr mit Abordnung auf der Verleihungszeremonie | Gemeinsames Geschenk der Wieslocher Hilfsorganisationen überreicht

Kürzlich erhielt Gerhard Herrmann, der Ehrenvorsitzende des DRK-Ortsvereins Wiesloch, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Er wurde hiermit für sein vielfältiges soziales und bürgerschaftliches Engagement geehrt.

Mit einer Abordnung würdigte die Feuerwehr Wiesloch das Wirken von Gerhard Herrmann. Gemeinsame Berührungspunkte mit der Feuerwehr gibt es in seiner schon seit Jahrzehnten andauernden DRK-Karriere einige. So ist Gerhard einer der Initiatoren des seit 1979 jährlich durchgeführten „Tag der Helfer“, dem gemeinsamen Tag der offenen Tür aller Wieslocher Hilfsorganisationen. Als Organisator zahlreicher Hilfstransporte nach Osteuropa konnte er durch seine unnachahmliche Art auch Feuerwehrleute als Helfer gewinnen. Ob im Einsatz oder bei weniger kritischen Themen, mit Gerhard Herrmann kann man schon immer reibungslos zusammenarbeiten, er ist stets ein verlässlicher Partner.

Gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk Wiesloch-Walldorf und den Wieslocher Maltesern übergaben Stadtbrandmeister Peter Hecker und Abteilungskommandant Jürgen Bodri ein Präsent an den Geehrten, verbunden mit Wünschen für ein rastloses Rentnerdasein bei guter Gesundheit.

Weiterführende Informationen:

Bilder: Reinhold Hirth

Geschrieben von Marco Friz

Vielfältige Aufgaben waren für die Feuerwehr zu bewältigen

Jahreshauptversammlung der Abteilungswehr Wiesloch | Einsatzzahlen wegen ausgebliebenem Unwetter leicht rückläufig

Fast 140 Männer, Frauen und Kinder engagieren sich aktuell in der Feuerwehrabteilung Wiesloch. Diese beeindruckenden Zahlen stellte Abteilungskommandant Jürgen Bodri kürzlich auf der Jahreshauptversammlung der Kernstadtwehr und ihres Fördervereins vor. Hierzu durfte er die Mitglieder im vollbesetzten Lehrsaal der Feuerwache begrüßen. Besonders willkommen hieß er  Bürgermeister Ludwig Sauer, den städtischen Fachgruppenleiter Jürgen Morlock, Stadtbrandmeister Peter Hecker, sowie die beiden Ehrenkommandanten Rainer Kircher und Gerolf Sauer. Von den umliegenden Feuerwehren waren die Kommandanten Michael Milker (Werkfeuerwehr PZN), Orhan Bekyigit (Werkfeuerwehr HDM) und Frank Eck (Feuerwehr Walldorf) zu Gast.

Bürgermeister Ludwig Sauer dankte den Feuerwehrleuten im Namen der Stadtverwaltung und des Gemeinderats. „Zwar war das vergangene Jahr auf den Einsatzdienst bezogen nicht ganz so turbulent, dennoch waren wieder Alarme zu verzeichnen, die sehr einprägsam waren“, stellte Sauer fest. Er verwies auf den Brand im Hotel Mondial, bei dem sich das „Gesamtsystem der Feuerwehr und Rettungsdienste in unserer Stadt“ wieder einmal „voll und ganz bewährt“ hätte. 60 Gäste mussten beim nächtlichen Feuer im Juli zum Teil noch aus ihren Hotelzimmern gerettet werden. Vor allem für die „kleinen Dinge“, die zusätzlich zum Einsatzdienst erledigt wurden, dankte der Bürgermeister. Stadtbrandmeister Peter Hecker verdeutlichte in seinen Grußworten den Stellenwert der Abteilung Wiesloch für die Gesamtwehr. Er zollte seinen Respekt für die Leistung der Frauen und Männer.

Nachdem man den verstorbenen Kameraden in einer Schweigeminute gedacht hatte, folgte der Jahresbericht für das abgelaufene Jahr. Jürgen Bodri stellte Zahlen und Fakten vor, sowie Momente und Erlebnisse, die sich in 2014 zugetragen haben. Die Zahl der Feuerwehrangehörigen in der Einsatzmannschaft hat sich demnach leicht auf 76 erhöht. Es kamen drei neue Mitglieder hinzu, ein Angehöriger schied bedauerlicher Weise durch beruflichen Wegzug aus. Besonders freute Bodri der Anschluss zweier junger Feuerwehrleute aus Wieslochs portugiesischer Partnerstadt Amarante. Antonio Azevedo und Nadine Lima kamen durch das Förderprogramm „The job of my life“ nach Wiesloch und absolvieren hier eine Berufsausbildung.
Im Jahr 1 nach dem Jubiläum durfte man sich keineswegs auf die faule Haut legen. 159 Einsätze, 45 Aus- und Fortbildungsdienste, sowie 25 Brandsicherheitswachdienste galten für die Einsatzabteilung per Jahresfrist zu absolvieren. Nicht selten während Zeiten, zu denen die „Normalbürger“ ihre Nachtruhe genießen oder entspannt ihrem Freizeitvergnügen nachgehen konnten. Die Mehrzahl aller Einsätze entfiel 2014 auf die Kategorie „Technische Hilfeleistungen“. Hierzu zählen zum Beispiel Verkehrsunfälle oder Notfalltüröffnungen. Die restlichen Einsätze, die es zu bewältigen galt, waren auf Brände zurückzuführen (33%), Fehleinsätze (22%) und sonstige Einsätze, wie zum Beispiel Tierrettungen (1%). Von allen Einsatzorten entfielen rund 80 Prozent auf die Kernstadt selbst. Hauptsächlich riefen die Alarme die Feuerwehr während Werktagen auf den Plan. In 119 Fällen musste in diesem Zeitraum ausgerückt werden. Dabei fiel der Hauptanteil von fast 40 Prozent auf die Zeit zwischen 7 und 17 Uhr, also zur allgemeinen Arbeitszeit. Alle Zahlen und Fakten präsentiert die Feuerwehr zusammengefasst in ihrem kürzlich erschienenen Jahresbericht. Dieser steht ab sofort zum Download (Link) bereit.

Um für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein, wurde in 45 Aus- und Fortbildungsdiensten trainiert. Über das ganze Jahr verteilt widmeten sich die Frauen und Männer den Themen ABC-Gefahrstoffe, Brandbekämpfung, sowie der Technischen Hilfe „allgemein“ und bei Verkehrsunfällen. Darüber hinaus wurden die Maschinisten für Löschfahrzeuge sowie Drehleiter und die Atemschutzgeräteträger geschult. Weil der Wieslocher Feuerwehr als Stützpunktwehr eine besondere Rolle zukommt, wurden ihre Sonderfahrzeuge bei der Ausbildung verschiedener Nachbarwehren aus dem Unterkreis herangezogen. Rüstwagen, Drehleiter und Tanklöschfahrzeug wurden in  die jeweilige Standortausbildung integriert, um die Zusammenarbeit im Einsatzfall zu trainieren. Zusätzlich zum Einsatz- und Ausbildungsdienst sorgten die ehrenamtlichen Angehörigen für den Brandschutz bei 25 Veranstaltungen. Im Palatin Kulturzentrum und bei städtischen Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Stadtfest und dem Winzerfest, kommen die Feuerwehrleute im Rahmen sogenannter Brandsicherheitswachdienste zum Einsatz.

Präventionsarbeit für Jung und Alt wurde innerhalb der Brandschutzerziehung geleistet. Hier durften bei 14 Terminen rund 250 Kinder und Jugendliche erfahren, was die Freiwillige Feuerwehr macht und welche Gefahren von Feuer und Rauch ausgehen. Senioren aus der Weinstadt wurden am Jahresende in ähnlicher Weise informiert.

Jugendfeuerwehrwart Manuel Hecker stellte in einem weiteren Tagesordnungspunkt die Arbeit des Nachwuchses vor. Sein zehnköpfiges Betreuerteam investierte in die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen rund 450 Stunden. Die stolze Zahl von 59 Mitgliedern zeigt deutlich, wie das Angebot der Jugendfeuerwehr ankommt. Hecker wies darauf hin, dass im Laufe des Jahres 7 junge Feuerwehrleute die Einsatzmannschaft verstärken und ihre Jugendfeuerwehrlaufbahn damit beenden werden.

Nach der Entlastung der Fördervereinskasse und einem kurzen Ausblick auf das aktuelle Jahr konnte Abteilungskommandant Jürgen Bodri die Jahreshauptversammlung beschließen und zur gemeinsamen Zusammenkunft im Anschluss einladen.

Geschrieben von Marco Friz

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Die Rathausstürmung am 14. Februar

Traditionell wird das Wieslocher Rathaus am Fastnachtssamstag von der KG Blau-Weiß und deren Verbündeten gestürmt. Während im letzten Jahr unser oberster Dienstherr mit der Drehleiter aus dem Rathaus entführt wurde, unterstützen wir in diesem Jahr das Rathausteam gemeinsam mit dem Bauhof. Thema war – wie so oft – die finanzielle Lage unserer Stadt. Mit historischem Gerät sollte den Narren eindringlich vor Augen geführt werden, dass sich die Übernahme der Macht wirklich nicht lohnt. Zu diesem Zweck hatten wir das LF 16, Baujahr 1964, den GW-Dekon von 1989, die Handdruckspritze aus dem 19 Jahrhundert und die ebenfalls historische Handsirene aufgeboten. Auch die Uniformen entsprachen leider nicht ganz dem heutigen Stand. Der Bauhof steuerte seinen historischen Unimog aus dem Jahr 1981 bei, der immer noch treue Dienste leistet und an diesem Tag von unserem Gerätewart Dominik gesteuert wurde. Zwei alte Straßenkehrerwagen, sogenannte „Japaner“ von 1917, vervollständigten den „beklagenswerten“ Fuhrpark, der Mitleid generieren sollte. Über den Verlauf der (gelungenen) Aktion erhielten wir folgenden Bericht:

D’Feiawehr unn d‘ Rothausstirmung

D’Rothausstirmung war sou schweer,
dank uns‘re schnelle Feiawehr!
Mi‘m alde LF unn em Spritzewarre,
hewwe‘s g’habt net leicht die Narre!

Jürgen, Marco, Jochen, Gerhard,
hewwe gezeigt, dass es koon Wert hat,
sich mit de Städtler ozuleje,
denn des gibt Ärja unn koon Seje!

Die Strategie der annere Seit,
hot denne kaum e Sorg bereit!
Mit Taktik unn mit viel Geschick,
als Geheimwaff noch de Dominik
mi‘m Unimog aus alde Daare,
ging’s de Narre an de Kraare.

Es war e langes Hi- unn Her:
Fa die war‘s leicht, fa d’annere schwer.
Doch letschdlich hewwe sie ei‘gelenkt
unn denne s’ganze Rothaus geschenkt.

Uff jeden Fall hot’s Spaß gemacht!
Ma sieht sich next Johr an Fasenacht!

Helau

Die zwee Meeschda
(Metzga unn Birja)

Bildquelle: Hans-Joachim Janik – WiWa-Lokal.de

Geschrieben von Thomas Hörner

Bildquelle: Hans-Joachim Janik – WiWa-Lokal.de

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Bildquelle: Hans-Joachim Janik – WiWa-Lokal.de

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