Tore hoch und Türen auf: Tag der Helfer am 1. und 2. Juni

Festmeile am Feuerwehrhaus lädt Klein und Groß zum Verweilen ein

Die Hilfsorganisationen aus Wiesloch laden auf das erste Juni-Wochenende die Bevölkerung zum diesjährigen Tag der Helfer ein. Deutsches Rotes Kreuz, Freiwillige Feuerwehr, Malteser Hilfsdienst und Technisches Hilfswerk freuen sich darüber, in diesem Jahr den 40. Geburtstag des Tags der Helfer feiern zu können. 1979 gegründet, dient der zentrale Tag der offenen Tür schon lange dazu, die Arbeit der Organisationen und ihrer fast ausschließlich ehrenamtlichen Angehörigen zu erklären und neue Mitglieder zu gewinnen. Auf einer Festmeile in der Baiertaler Straße, zwischen dem Wieslocher Feuerwehrhaus und der DRK-Rettungswache, können Interessierte am Samstag, den 1. Juni und Sonntag, den 2. Juni einen Blick hinter die Kulissen werfen. Los geht es am Samstag, um 14 Uhr, am Sonntag öffnet man um 10 Uhr Tore und Türen mit einer gemeinsamen Eröffnungszeremonie.
 
Die Freiwillige Feuerwehr Wiesloch informiert an beiden Festtagen unter anderem über aktive und passive Mitwirkungsmöglichkeiten. In gemeinsamen Schauübungen und Führungen durch die Fahrzeugausstellung präsentieren die Feuerwehrleute ihre Taktik und Technik. Darüber hinaus wird es Vorträge über Gefahren im Haushalt und Heimrauchmelder geben. Für das leibliche Wohl ist mit dem Speisen- und Getränkeangebot in der Fahrzeughalle und im Florianscafé im Obergeschoss bestens gesorgt. Am Samstag wird die Jugendfeuerwehr ein vom Förderverein gebraucht beschafftes Ausbildungsfahrzeug übergeben. Um 15:30 Uhr findet die Übergabe mit einer Ansprache und Fahrzeugsegnung statt. Am ersten Festtag wartet auch der beliebte Unterhaltungsabend auf sein Publikum. Ab 20 Uhr startet die Live-Musik mit der Band Annimels in der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses.
Der Malteser Hilfsdienst Wiesloch präsentiert an beiden Tagen die Dienste seines Ehrenamts. Neben den Erste-Hilfe-Kursen, dem Sanitätsdienst und dem First Responder wird die Abteilung Integrationsdienst vorgestellt. Mit verschiedenen Crepés kommt der „kleine“ Hunger auch bei den Maltesern nicht zu kurz. Noch vor der offiziellen Eröffnung, die am Sonntag um 10 Uhr durchgeführt wird, lädt der Integrationsdienst zum ersten Werkstatt-Cafe in die neue MITmach-Werkstatt in der Baiertalerstr. 3, gegenüber des Feuerwehrhaues, ein. Die MITmach-Werkstatt ist eine offene Bürger-Werkstatt, ein offener Treffpunkt zum gemeinsamen Werkeln und Ausprobieren für Jung und Alt, Einheimische und Zugezogene.
Am Sonntag erweitern das Deutsche Rote Kreuz Wiesloch und das Technische Hilfswerk Wiesloch-Walldorf mit ihren Angeboten das Festprogramm. Beim Deutschen Roten Kreuz bewirbt man den Rettungs- und Sanitätsdienst und bietet einen Frühschoppen an. Beim THW wartet „Technik zum Anfassen“. Die Festmeile wächst somit am zweiten Tag auf den Bereich bis zur DRK-Rettungswache, wo unter anderem eine große Fahrzeugschau auf die Festbesucher und Besucherinnen wartet.
 
In verschiedenen Vorträgen referieren die Hilfsorganisationen beispielsweise über Gefahren im Haushalt, Rauchwarnmelder, Kindernotfälle und das Thema AED (automatisierter externer Defibrillator, auch Laiendefibrillator genannt).
 
Mit einer Spielerallye der Hilfsorganisationen ist für ein spannendes Programm für die kleinen Festgäste gesorgt. Dazu gibt es am Samstag Anlaufstellen bei der Feuerwehr und den Maltesern, am Sonntag zusätzlich beim Deutschen Roten Kreuz und beim Technischen Hilfswerk. Ebenfalls am Sonntag wird eine Hüpfburg vor der DRK-Rettungswache auf kleine Besucher warten.
 

Alle Informationen & Daten auf einen Blick:

 
Tag  Uhrzeit  Ort
 
Zeitrahmen
Samstag, 1.6.2019 Ab 14:00 Uhr Baiertaler Straße 2, Wiesloch
Sonntag, 2.6.2019

Ab 10:00 Uhr |

Ende 18:00 Uhr

Baiertaler Straße 2, Wiesloch
 
Vorführungen
Samstag 16:30 Uhr Parkplatz Ost
Sonntag

12:30 Uhr |

16:00 Uhr

Parkplatz Ost & Höhe SPHV, gegenüber dem Feuerwerhhaus
 
Vorträge   
Samstag  17:30 Uhr (Fw) Infostand der Feuerwehr   
Sonntag 13:15 Uhr (DRK)
   14:30 Uhr (MHD)
15:30 Uhr (Fw)

Geführte Fahrzeugbesichtigungen

Samstag

16:00 Uhr

Infostand der Feuerwehr  
Sonntag

12:00 Uhr |

15:00 Uhr

 
Spielerallye für Kinder 
Samstag Ab 14 Uhr Entlang der Festmeile bei der Feuerwehr und den Maltesern
Sonntag Ganztägig

Entlang der Festmeile bei allen Hilfsorganisationen

 
Musikalische Umrahmung 
Samstag 20 Uhr

Band Annimels

Feuerwehrhaus

Geschrieben von Marco Friz

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Flatterulme soll an Tag der Helfer erinnern

Hilfsorganisationen kamen zu Baumpflanzung im Gerbersruhpark zusammen

Zu einer gemeinsamen Baumpflanzung kamen kürzlich die Verantwortlichen der Wieslocher Hilfsorganisationen mit der Stadtverwaltung zusammen. Grund ist das bevorstehende Jubiläum des Tags der Helfer am 1. und 2. Juni, der dieses Jahr seinen 40. „Geburtstag“ feiert.

Am Eingang zum Stadtwingert steht seit wenigen Wochen eine junge Flatterulme, Baum des Jahres 2019, die künftig an die Entstehung des Tags der Helfer im Jahr 1979 erinnert. Wie Bürgermeister Ludwig Sauer in einer kurzen Ansprache verdeutlichte, soll der Baum vor allen Dingen eine Würdigung für die Arbeit der Ehrenamtlichen von Deutschem Roten Kreuz, Feuerwehr, Maltesern und Technischem Hilfswerk sein. „Ganz besonders sichtbar wird ihr Engagement am Tag der Helfer, welcher in Wiesloch eine nicht mehr wegzudenkende Veranstaltung geworden ist. Ich möchte den Initiatoren meinen herzlichen Dank aussprechen, auch denjenigen, die heute nicht mehr dabei sein können, sowie den amtierenden Verantwortlichen“, so Sauer. Besonders dankte der Bürgermeister dem Ideengeber der Pflanzung Rainer Kircher. Wie der Ehrenkommandant der Feuerwehr Wiesloch betonte, „soll der Baum daran erinnern, dass aus etwas Jungem und Verletzlichem etwas Nachhaltiges und Stolzes erwachsen kann. Gemeinsam mit euch Gründern haben wir im Jahr 1979 den Grundstein für eine erfolgreiche und enge Zusammenarbeit gelegt, darauf können wir bis heute stolz sein“, fasste Rainer Kircher zusammen.

Neben den amtierenden Führungsgespannen der Gründungsorganisationen kamen zur Veranstaltung zahlreiche bei der Gründung involvierte Personen. Darunter Gerhard Herrmann, Ehrenvorsitzender des DRK-Ortsvereins Wiesloch, Gerolf Sauer und Rainer Kircher, Ehrenkommandanten der Feuerwehr Wiesloch, sowie Rolf Krämer und Karlheinz Schweinfurth. Für die Verwaltung waren Bürgermeister Ludwig Sauer und der zuständige Fachgruppenleiter Jürgen Morlock anwesend.

Geschrieben von Marco Friz

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Feuerwehrdelegationen aus Amarante und Vila Meã in Wiesloch

Städtepartnerschaften der Stadt Wiesloch

Große Freude herrscht stets im Rathaus bei den Verantwortlichen für die Wieslocher Städtepartnerschaften, wenn, wie dieser Tage geschehen, eine Delegation aus einer Partnerstadt der Weinstadt zu Gast ist. Jüngst konnte man Besuch aus der portugiesischen Partnerstadt Amarante empfangen. Da dieser ganz im Zeichen der Feuerwehr stand, war das umfassende Programm am Wochenende speziell darauf zugeschnitten.

Der Abordnung gehörten von Seiten der Stadt Amarante Stadtrat Dr. Andriano Santos als Vertreter des Stadtpräsidenten sowie der für Zivil- und Katastrophenschutz zuständige Mitarbeiter der Stadt Hélder Ferreira an. Die Feuerwehrdelegationen wurden von den Kommandanten Rui Ribeiro aus Amarante sowie António Ferreira aus Vila Meã geleitet. Während die erste Begrüßung durch die Wieslocher Feuerwehr bereits auf dem Frankfurter Flughafen erfolgte, ließen Oberbürgermeister Dirk Elkemann und Bürgermeister Ludwig Sauer es sich nicht nehmen, die Gäste persönlich in der Feuerwache in Wiesloch willkommen zu heißen. Beim Rundgang durch die Feuerwache erläuterte Stadtbrandmeister Peter Hecker Aufgaben, Aufbau und Alarmierung der Feuerwehr in Wiesloch und seinen Stadtteilen. Dem stv. Abteilungskommandanten Marco Friz oblag es, die Ausstattung und Ausrüstung der Feuerwehr anschaulich darzustellen. Mit Hilfe der Übersetzung durch Paula Ramos, Peter Christiansen und Antonio Pereira gelang es rasch, in einen Dialog über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in beiden Systemen einzusteigen.

So sind die beiden Feuerwehren Amarante und Vila Meã für den gesamten Kreis bzw. die Region Amarante mit ca. 53.000 Einwohnern zuständig. Auch aufgrund der Tatsache, dass die „Bombeiros voluntários“ – wie die Freiwillige Feuerwehr auf Portugiesisch heißt – den gesamten Kranken- und Rettungsdienst mit übernehmen, verfügen sie über viele hauptamtliche Kräfte. Ein großer Schwerpunkt liegt in Portugal bei der Waldbrandbekämpfung. So werden sehr wendige und geländegängige Fahrzeuge mit größeren Wasservorräten vorgehalten. Die Feuerwehr Amarante besitzt zusätzlich noch einen großen Sattelschlepper mit Tankauflieger, mit dem 32.000 Liter Löschwasser an Einsatzstellen geschafft werden können. Auch die persönliche Schutzausrüstung der Portugiesen trägt mehrstündigen Einsätzen im unwegsamen Gelände Rechnung. Sehr erfreulich ist, dass sich auch in Portugal viele Jugendliche der Freiwilligen Feuerwehr als Kadetten anschließen. Da eine Gruppe der Wieslocher Jugendfeuerwehr mit ihrem Löschfahrzeug gerade zu einer Übung ausrückte, bestand auch hier Gelegenheit zu einem Austausch.

Nach einem leckeren Abendessen im Feuerwehrhaus, das Birgit und Michael Bader wie immer gekonnt vorbereitet hatten, saß man gemütlich zusammen, wobei immer wieder interessante Details für Erstaunen sorgten. So gibt es in Portugal einen Wettbewerb unter den Feuerwehren, bei dem diejenige örtliche Gliederung, die den meisten Elektroschrott sammelt, einen Rettungswagen als Preis bekommt. Ganz verständlich, dass man in Amarante besonders stolz ist, auf diesem Weg schon einmal ein Fahrzeug erhalten zu haben.

Am Samstagmorgen machten sich Gäste und Gastgeber gemeinsam mit den Löschfahrzeugen, Baujahr 1963 und 1988, auf den Weg nach Lambrecht in die Pfalz. Die dortige Freiwillige Feuerwehr veranstaltete aus Anlass ihres 150-jährigen Bestehens ein Feuerwehr-Oldtimertreffen. Der Einladung waren viele Feuerwehren aus Baden-Württemberg, Hessen und der Pfalz gefolgt, sodass sich die Portugiesischen Gäste ein schönes Bild über historische Feuerwehrfahrzeuge in Deutschland machen konnten. Interessant war aber auch eine spontan organisierte Besichtigung des aktuellen Fuhrparks der Feuerwehr Lambrecht. Für ein „Aha-Erlebnis“ sorgte dabei ein Unimog-Waldbrandlöschfahrzeug: Die Feuerwehr im Pfälzer Wald trägt damit bereits den zunehmenden Waldbrandgefahren Rechnung. Obwohl das Wetter an diesem Tag sich nicht von seiner besten Seite zeigte, war die Ausfahrt mit den historischen Feuerwehrfahrzeugen durch die pittoreske Landschaft um Neustadt sicher ein besonderes Erlebnis. Dazu trug auch der Besuch des Doms zu Speyer auf der Rückfahrt nach Wiesloch bei.
Am Sonntagvormittag stand eine Stadtführung durch Wiesloch auf dem Programm. Stadtrat Klaus Rothenhöfer, der bekanntlich auch dem Freundeskreis der Wieslocher Städtepartnerschaften vorsteht, verstand es wie immer ausgezeichnet, Interesse für die Wieslocher Historie zu wecken. Sowohl schöne Momente der Stadtgeschichte, als auch unrühmliche wurden von ihm prägnant und nachvollziehbar gewürdigt. Immer mal wieder ging er auf Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Partnerstädten ein und hob in diesem Zusammenhang ebenso die vielen Kunstwerke im öffentlichen Raum hervor, denn auch Amarante ist eine sehr kunstsinnige Stadt. Dem versierten Kenner gelang es, selbst den Wieslocher Teilnehmern noch viele interessante Dinge, die diese so noch nicht kannten, anschaulich zu erklären.

Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Stadt Heidelberg: Zunächst begab sich die Gruppe auf den Heidelberger Hausberg, den Königstuhl, wo die fantastische Aussicht genossen werden konnte. Ebenso beeindruckend war der Besuch im Heidelberger Schoss. Dann wurde das Programm mit der Besichtigung der Heidelberger Feuerwache wieder fachlich, aber nicht minder interessant und kurzweilig. Joachim Buchholz, hauptberuflich bei der Heidelberger Feuerwehr, ehrenamtlich bei den Freiwilligen der Weinstadt, nahm sich viel Zeit für die Gäste und zeigte ihnen kompetent seinen modernen Arbeitsplatz. Besonders die technischen Werkstätten für Atemschutz und Schlauchpflege stießen auf großes Interesse. Sehr Interessant auch das Taucherfahrzeug mit dem entsprechenden Equipment sowie die Trainingsstrecke für Atemschutzgeräteträger, auf der die Wehrleute unter möglichst realistischen Bedingungen für die schwierigen Einsätze vorbereitet werden.
Den Blick über den „Feuerwehr-Tellerrand“ ermöglichte ein Besuch beim THW-Ortsverband Wiesloch-Walldorf am Montagvormittag. Der gemeinsame Ortsverband hat seine Unterkunft im Gewerbegebiet von Frauenweiler gegenüber der dortigen Feuerwehrabteilung. Tobias Block, seines Zeichens Ortsbeauftragter des THW, und Zugtruppführer Lukas Hudelmayer beschrieben prägnant die Aufgaben der Bundesanstalt THW, die direkt dem Bundesminister des Innern untersteht und die sehr vereinfacht gesagt für die schwere technische Hilfeleistung auch im Ausland zur Verfügung steht. Mit der Feuerwehr wird sehr eng zusammengearbeitet, so wird beispielsweise die THW-Führung bei einer größeren Alarmstufe für die Feuerwehr Wiesloch gleich mitalarmiert.

Die wunderschöne und gepflegte Parkanlage des PZN mit seinem denkmalgeschützten Gebäudeensemble sollte jeder Besucher der Stadt gesehen haben. Daher wurde für Montagnachmittag eine Besichtigung organisiert. Zuvor informierte der Kommandant der Werkfeuerwehr der Klinik, Michael Milker, über seine Einheit. Er hob dabei die gute Zusammenarbeit mit der städtischen Feuerwehr hervor. So ist er selbst und sind weitere Wehrleute Angehörige beider Feuerwehren. Großes Plus der Werkfeuerwehr ist die gute Ortskenntnis, aber auch die genaue Kenntnis der besonderen Situation einer sehr großen und weiträumigen psychiatrischen Klinik.

Nach diesem gelungenen Abschluss eines kurzweiligen Wochenendes in Wiesloch hieß es für Gastgeber und Gäste Abschied zu nehmen. Beide Seiten waren sich einig, dass die Beziehung zwischen den Partnerstädten in den zurückliegenden Tagen nicht nur auf dem Feuerwehrsektor weiter vertieft werden konnten. Man freue sich, so die einhellige Meinung aller, ganz besonders auf den Gegenbesuch in Amarante. Neben den bereits genannten Personen gebührt Matthias Eberle und Thomas Hörner ein besonders Dankeschön für die Vorbereitung und Organisation des Besuchs seitens der Feuerwehr.

Geschrieben von Ludwig Sauer

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Spannender Besuch bei der Feuerwehr in Zabkowice Slaskie

Über Ostern besuchte eine Delegation aus Wiesloch die polnische Partnerstadt Zakowice Ślaskie. Ein Schwerpunkt des Kurzbesuchs war auch das Thema Feuerwehr, um hier die Möglichkeiten einer Neubelebung des Austauschs und der Zusammenarbeit auszuloten. Denn bereits vor einigen Jahren hatten schon einmal gegenseitige Besuche stattgefunden. Auch an einem Feuerwehr-Wettbewerb in Polen hatte eine Mannschaft der Gesamtfeuerwehr Wiesloch teilgenommen.
 
Nach langer, aber störungsfreier Fahrt wurde die Delegation, die aus Bürgermeister Ludwig Sauer, Stadtbrandmeister Peter Hecker, den Jugendgemeinderäten Sara Lee Holzmeier und Lukas Hecker sowie Alice Viehweger von der Stadtverwaltung als versierte Dolmetscherin bestand, von der Stadtspitze der Partnerstadt mit Bürgermeister Marcin Orzeszek und dem Stadtratsvorsitzenden Andrzej Dominik herzlich begrüßt. Nach einem leckeren Mittagessen begab man sich gemeinsam auf eine spannende Besichtigungstour.
 
Die polnische Kreisstadt mit etwas über 22.000 Einwohnern unterhält in ihren insgesamt 19 Stadtteilen und Landgemeinden 5 Stützpunkte der Freiwilligen Feuerwehr. In der Kernstadt selbst gibt es – ungewöhnlich für deutsche Verhältnisse – eine Berufsfeuerwehr. Diese ist jedoch staatlich organisiert und für den ganzen Landkreis zuständig. Zunächst wurden die Feuerwehrhäuser der Freiwilligen Feuerwehren in Tarnow und Braszowice besucht. Die jeweiligen Kommandanten zeigten stolz ihre modernen Löschfahrzeuge, die wie in Deutschland mit Geräten für die Brandbekämpfung, als auch für die technische Hilfeleistung ausgerüstet sind. Anders als in Wiesloch rückt allerdings die Feuerwehr auch zu medizinischen Notfällen aus, wenn ein Rettungswagen nicht in kürzester Zeit zur Verfügung steht. Sie übernimmt damit die Funktion eines First-Responders, den es zumindest in Baden-Württemberg bei der Feuerwehr so nicht gibt. Auf der Wache der Berufsfeuerwehr sind ein Löschzug mit zwei Hilfeleistungslöschfahrzeugen und einer Gelenkbühne sowie weitere Fahrzeuge und Boote stationiert. Rüstwagen und Gerätewagen-Gefahrgut rücken im Bedarfsfall von anderen Stützpunkten an. Alarmiert werden die Kräfte von der Leitstelle für ganz Niederschlesien in Breslau. Die eigene Leitstelle kann aber ebenfalls Notrufe entgegennehmen. Die beiden Dolmetscherinnen Halina Tokarczyk und Alice Viehweger übersetzten die fachlichen Gespräche gekonnt, sodass keine Fragen offen blieben. Die Wieslocher bedankten sich mit Feuerwehr-Jubiläumswein und Festbroschüren für die freundliche Aufnahme in allen drei Feuerwachen. Man freue sich, so der einhellige Tenor, auf weitere gegenseitige Besuche.
 

Geschrieben von Ludwig Sauer

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Geburtenreiche Monate in der Feuerwehrfamilie

Drei Kinder von Feuerwehrkameraden erblickten das Licht der Welt

Zur großen Freude der Feuerwehrfamilie erblickten in den vergangenen Monaten drei Kinder von Feuerwehrkameraden der Abteilung Wiesloch das Licht der Welt. Am Ende des vergangenen Jahres kam Mia-Sophie, die Tochter von Mario Bader und seiner Freundin Emily Gretz auf die Welt. Es folgte im Februar Lene, die Tochter von Kamerad Eike Ottmann und seiner Frau Isabelle. Zuletzt machte der Storch bei Familie Kirschenlohr Halt: Hilde Luzia, die Tochter von Kamerad Gerd Kirschenlohr und seiner Frau Katharina kam im März auf die Welt. Im Namen der gesamten Feuerwehrfamilie wünscht die Abteilungsführung den jungen Eltern alles Gute und eine wundervolle Zukunft.

Geschrieben von Marco Friz

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An Ostern führte der Ausflug zu den Alpakas

Osterfeier der Abteilung Wielsoch an Karsamstag

Am Ostersamstag trafen sich die Angehörigen der Abteilungsfeuerwehr Wiesloch mit ihren Familien im Feuerwehrgerätehaus zur traditionellen Osterfeier. Wie schon in den vergangenen Jahren war für den Mittag ein Besuch in einer Wieslocher Einrichtung geplant. Dieses Jahr ging es zu einer Führung an den Dörrbachhof. Dort wurde der Gruppe ein Einblick in den familiär geführten Hühnerhof gegeben. Inhaberin Monika Rausch-Förster zeigte zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern wie die Tiere gehalten und die Eier gesammelt und sortiert werden. Highlight des Ausflugs waren die beiden Alpakas, die die Besucher hautnah erleben durften. Die Kinder durften am Ende des Aufenthaltes auf dem gesamten Hof auf Ostereiersuche gehen. Mit glücklichen Kinderaugen machte sich die Gruppe zum Abendessen auf den Rückweg ins Feuerwehrgerätehaus. Dort wartete schon ein reichhaltiges Buffett auf die Familien. Während die Kinder sich im Anschluss austoben konnten, war für die Erwachsenen bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. So konnte man den erlebnisreichen Tag gemütlich ausklingen lassen. Ein Dankeschön der Abteilungsführung gilt den Organisatoren rund um die Küchengemeinschaft und den Verantwortlichen des Dörrbachhofs.

Geschrieben von Patrick Bader

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Ausblick auf das kommende Jahr bei Hauptversammlung der Jugendfeuerwehr

Mitte März fand die diesjährige Hauptversammlung der Jugendfeuerwehr Wiesloch statt. Als Ehrengäste konnten Stadtbrandmeister und Kommandant Peter Hecker, die stellvertretenden Kommandanten Ronald Martin und Matthias Eberle, Abteilungskommandant Jürgen Bodri, die beiden stellvertretenden Abteilungskommandanten Marco Friz und Manuel Hecker, die Ehrenkommandanten und Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr Gerolf Sauer und Rainer Kircher, sowie Jürgen Schwarz von der Firma Kissel+Wolf von Jugendfeuerwehrwart und Vorsitzendem des Fördervereins Niclas Waibel begrüßt werden.
Mit knapp 40 Kindern und Jugendlichen, davon zehn weiblich, sind weiterhin hohe Mitgliederzahlen zu verzeichnen. Aufgeteilt in 4 Gruppen wurden die Mitglieder im vergangenen Jahr von zwölf Jugendgruppenleitern und Jugendgruppenleiterinnen betreut.
Waibel führte durch das vergangene Jahr, im Januar ging es traditionell mit der Christbaumaktion los. Es wurden wieder zahlreiche Bäume im gesamten Stadtgebiet gesammelt und ein kleiner Teil am Abend auf dem Parkplatz des WieTalBads verbrannt. Im weiteren Jahresverlauf wurde der Sommertagsumzug mit zahlreichen Kindern und Jugendlichen begleitet. Im Mai wurde die Einsatzabteilung beim Tag der Helfer wieder durch Spül- und Ordnungsdienste, aber auch am Infostand und bei den Vorführungen unterstützt. Nur eine Woche später stand dann auch schon das Zeltlager an. Im vergangenen Jahr wurden fünf Tage in Stutensee verbracht. Bei Stockbrot, Nachtwanderung, Spielerallye und vielem mehr kam keine Langeweile auf. Im Juli wurde dann die Firma „Kissel + Wolf“, langjähriger Partner und Unterstützer der Jugendfeuerwehr, bei ihrem 125-jährigen Firmenjubiläum unterstützt. Des Weiteren wurde der Anlass genutzt, um die Bereichsübung der Jugendfeuerwehren auf dem Firmengelände auszurichten. Mit 250 Teilnehmern und 30 Fahrzeugen bot sich den Zuschauern ein imposantes Bild. Der im vergangenen Jahr in Heidelberg stattgefundene Landesfeuerwehrtag wurde von den Jugendfeuerwehren des Rhein-Neckar-Kreises unterstützt. So waren auch einige Jugendgruppenleiter aus Wiesloch in Heidelberg vertreten und betreuten dort eine Mitmach-Station. Während der Sommerferien wurde wieder ein Ausflug für die Kinder und Jugendlichen angeboten. Im vergangenen Jahr führte dieser in die „Sprungbude“ nach Heidelberg. Dort konnten sich alle auf zahlreichen Trampolinen austoben, im Anschluss konnten sich die Teilnehmer im Wieslocher Feuerwehrhaus noch stärken. Auch konnte im vergangenen Jahr eine neue Sitzgelegenheit am Otmar-Alt-Brunnen in der Fußgängerzone eingeweiht werden, diese ist dem Jubiläum der Jugendfeuerwehr im Jahre 2017 gewidmet. Am Kameradschaftsabend Ende Oktober konnten zwei Jugendliche an Jürgen Bodri und seine Einsatzabteilung übergeben werden. Gegen Ende des Jahres wurden in und um Wiesloch wieder vermehrt Nikoläuse gesichtet. Mit über 100 Aufträgen konnten wieder zahlreiche Kinderaugen bei der Nikolausaktion zum Leuchten gebracht werden. Den Abschluss des Jahres bildete die Weihnachtsfeier, welche in die Weinberge führte. Dort galt es in Gruppen zahlreiche Aufgaben zu bewältigen. Mit einem Hoodie mit aufgesticktem Jugendfeuerwehrlogo verabschiedete sich das Gruppenleiterteam dann in das nächste Jahr.
Im Jahre 2018 konnten weiterhin gleich vier neue Gruppenleiter ihre Ausbildung abschließen. Timo Kahlig, Tillmann Bruder, Mona Zirkel und Robin Schweikert wurde somit alles Nötige an die Hand gelegt, um in Zukunft den Nachwuchs der Wieslocher Feuerwehr adäquat auszubilden.
Bei den folgenden Berichten der Jugendgruppen berichteten die jeweiligen Gruppenleiter über das vergangene Jahr ihrer Gruppe. So konzentrierten sich die Jüngsten der Jugendfeuerwehr vor allem mit den Grundlagen der Feuerwehr, auch Spiel und Spaß kommen hier nicht zu kurz. Die Mitglieder der Gruppe 3 stiegen schon etwas tiefer in die Materie ein und beschäftigten sich intensiv mit dem Löschangriff und den Fahrzeugen der Feuerwehr. Die Jugendlichen der Gruppe 2 konnten im vergangenen Jahr erfolgreich die Jugendflamme 2 absolvieren. Im Fokus der Ältesten, der Gruppe 1, stand die Vorbereitung auf die Feuerwehr Grundausbildung, welche alle im Jahr 2019 antreten.
In seinen Grußworten lobte Peter Hecker die vorbildliche Jugendarbeit. Er hob hervor, dass die meisten Kameraden der Einsatzabteilung der Jugendfeuerwehr entstammen. Rainer Kircher gab einen Exkurs in die Geschichte der Jugendfeuerwehr und wies auf den bevorstehenden Tag der Helfer hin. Dieser jährt sich 2019 zum 40. Mal.
Im Anschluss gab Kassier Patrick Bader einen Einblick in das Kassenbuch, er wurde im Anschluss einstimmig entlastet. Thomas Hörner und Stefan Seewöster wurden erneut in das Amt der Kassenprüfer gewählt.
Nachdem der langjährige Elternvertreter Ralf Brenner gemäß der Satzung aus seinem Amt ausschied wurde Georg Hirsch einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt. Jugendfeuerwehrwart Niclas Waibel dankte Ralf Brenner für seine langjährige Unterstützung und Mitarbeit, er übergab ihm ein Präsent in Form eines Pullovers und eines Handtuches, jeweils mit dem Logo der Jugendfeuerwehr versehen. Der Vorstand des Fördervereins besteht somit nun aus Niclas Waibel, Patrick Bader und Georg Hirsch.
Niclas Waibel ging in seinem Ausblick für 2019 kurz und prägnant auf die wichtigsten anstehenden Veranstaltungen ein, dies sind das zum einen das Pfingstzeltlager und der Sommerausflug. Zum anderen sind es die Abzeichen, die Jugendflamme und die Leistungsspange, welche 2019 von verschiedenen Gruppen angestrebt werden.
Bevor im Anschluss an die Sitzung die traditionelle Saftbar zum Verweilen und Gesprächen lud, konnte noch das neue Fahrzeug der Jugendfeuerwehr besichtigt werden. Das Fahrzeug wurde Mitte 2018 gebraucht durch den Förderverein angeschafft und anschließend in Eigenleistung über unzählige Stunden umgebaut, um ein auf die Jugenddienste abgestimmtes Fahrzeug zu erhalten. Weiterhin konnte der Jugendraum offiziell unter seinem neuen Namen „Rainer-Kircher-Saal“ eingeweiht werden. Das bereits am Kameradschaftsabend 2018 übergebene Schild wurde durch ein Porträt von Rainer Kircher ergänzt. Auf der Rückseite sind einige Worte zur Person Rainer Kircher zu finden. Somit ist nun für alle Besucher der neue Name ersichtlich.

Geschrieben von Stefan Mittenzwei

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Großzügige Spende für die Jugendfeuerwehr

Am Samstagmorgen durfte sich die Jugendfeuerwehr Wiesloch über eine Spende des örtlichen Lions Club Wiesloch in Höhe von 5.000 € freuen. Hiermit wurde die herausragende Arbeit der Beteiligten der Jugendfeuerwehr bestätigt. Die Spende unterstützt die Jugendfeuerwehr in der Anschaffung und den Umbaumaßnahmen an dem neuen Fahrzeug, mit welchem die Kinder und Jugendlichen nun auch weiterhin die Grundlagen des Feuerwehrwesens praktisch lernen können. Die gesamte Jugendfeuerwehr freut sich über eine solche Anerkennung aus der Weinstadt und bedankt sich herzlichst bei den großzügigen Spendern des Lions Clubs. Ein ausführlicher Bericht zur Anschaffung des neuen Löschgruppenfahrzeugs der Jugendfeuerwehr Wiesloch folgt in Kürze.

Geschrieben von Robin Schweikert

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Handgriffe für den Brandeinsatz trainiert

Wieslocher Abteilungswehr schloss kürzlich Übungsblock Brandbekämpfung ab

Mit einer Ganztagesausbildung ging im März der erste Übungsblock der Abteilungsfeuerwehr Wiesloch zu Ende. Seit Januar beschäftigten sich die ehrenamtlichen Frauen und Männer der Einsatzabteilung mit dem Thema „Brandbekämpfung“.

Zu Beginn des Jahres kamen die Führungskräfte zu einer Objektbegehung zusammen. Es ging zum Gelände der Wieslocher Firma Kissel + Wolf GmbH, wo die gesamte Unternehmensleitung die Feuerwehr willkommen hieß. Angeführt von den Geschäftsführern Gerhard Spies und Tammo Hess, sowie von Betriebsleiter Jürgen Schwarz besichtigten die Gruppen- und Zugführer die brandschutztechnischen Einrichtungen und besondere Räumlichkeiten des Betriebs. Anschließend kam die Gruppe zu einem kurzweiligen Austausch zusammen.

An drei weiteren Mittwochabenden widmete sich die Einsatzmannschaft in einer Objektübung und in Stationsausbildungen den Handgriffen, die im Brandeinsatz gefragt sind. Um den Ausbildungsstand zu prüfen, führte man zunächst eine Einsatzübung durch. In einem leerstehenden Gebäude in der Südlichen Zufahrt trainierten die Helferinnen und Helfer das Vorgehen bei einem ausgedehnten Werkstattbrand, bei dem mehrere Personen in einem „verrauchten“ Betrieb als vermisst galten. Hier musste nicht nur ein Löschangriff und die Menschenrettung durchgeführt werden, auch musste zunächst gewaltsam Zugang geschaffen werden.

Neben dem Umgang mit Atemschutzgeräten, darunter der sogenannten Einsatzkurzprüfung und den Grundsätzen für den Atemschutzeinsatz, warteten drei weitere Stationen auf die Feuerwehrleute aus der Kernstadt. An einer Übungstür von der Nachbarwehr Walldorf trainierten die Kräfte das Öffnen von Türen im Brandeinsatz. Kommt es zu einem Ernstfall, der das gewaltsame Öffnen von Türen nötig macht, ist der sichere und schnelle Umgang mit Brechwerkzeugen gefragt. Ebenso intensiv beschäftige man sich mit den vorhandenen Wärmebildkameras. Mit Hilfe dieser Geräte ist bei einem Brand selbst bei Nullsicht eine Orientierung und damit auch eine zielgerichtete Personensuche möglich. Wenn Personen bei einem Brand vermisst werden, sind das schnelle Auffinden und die Rettung oberste Prioritäten der Feuerwehr. Für diese Fälle trainierten die Floriansjünger verschiedene Rettungstechniken.

Um das erlernte Wissen noch einmal ausführlich anzuwenden, stand zum Abschluss des Übungsblocks eine Ganztages-Ausbildung auf dem Plan. Am 9. März fing das Wochenende für die ehrenamtlichen Kräfte daher schon sehr früh an. Samstagmorgen, um 8:30 Uhr begrüßte das Ausbilderteam die Teilnehmer zum sogenannten „Brandbekämpfungstag“. Mit der Einheit „Brennen und Löschen“ startete der Tag durch die beiden Kameraden Dr. Jürgen Graf und Michael San José. Beide demonstrierten in zahlreichen Versuchen sehr anschaulich die Wirkung unterschiedlicher Löschmittel. Ebenso gingen die Ausbilder auf die grundlegenden Zusammenhänge des Verbrennungsvorganges ein.

Zum Abschluss der Ausbildung galt es noch zwei Löschzug-Übungen durchzuführen. In einem ersten Szenario, welches auf dem Klinikgelände des PZN Wiesloch stattfand, diente ein Kellerbrand als Annahme. Es mussten mehrere vermisste Personen gerettet und eine Brandbekämpfung durchgeführt werden. Dass die Abläufe im Brandeinsatz sitzen, zeigte die schnelle Rettung der drei „Vermissten“. In einer Manöverkritik ging das Ausbilderteam mit den Übungsteilnehmern auf positive und negative Aspekte der Übung ein.
Das zweite Szenario hieß „Brand in einer Gaststätte“, wozu die Kräfte wieder das Abrissgebäude in der Südlichen Zufahrt ansteuerten. Dort wartete schon ein aufgeregter „Nachbar“ auf den Einsatzleiter, der in die Situation einwies. In routinierter Abfolge wurden die Befehle gegeben, die auf Menschenrettung und Brandbekämpfung lauteten. Nach und nach arbeiteten die Übungsteilnehmer ihre Aufträge ab, wozu sie auch die Drehleiter einsetzen. Am Nachmittag ging die Ausbildung in diesem Bereich für das Jahr 2019 zu Ende.

Ein herzliches Dankeschön der Abteilungsführung gilt den folgenden Unternehmen und Einrichtungen, die die Ausbildung unterstützt haben. Dazu zählen die Firmen Kissel + Wolf GmbH und WHB GmbH, das THW Wiesloch-Walldorf, die Werkfeuerwehr PZN, sowie die Feuerwehr Walldorf. Ebenso dankt man dem Ausbilderteam um Patrick Bader, Dennis Friz, Marco Friz, Dr. Jürgen Graf, Rouven Klemisch, Thomas Mantz, Michael Milker, Katharina Paul, Simon Paul, Michael San José und Jochen Ulmer

Geschrieben von Marco Friz

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Große Aufgabenfülle für die Wieslocher Feuerwehr

Bei der Jahreshauptversammlung der Abteilung Wiesloch blickte man auf das Jahr 2018 zurück

Die Mitglieder der Abteilungsfeuerwehr Wiesloch und ihres Fördervereins kamen vor Kurzem bei der Jahreshauptversammlung zusammen. Als amtierender Abteilungskommandant und Vorsitzender des Fördervereins begrüßte Jürgen Bodri die Angehörigen der Abteilung, die Mitglieder des Vereins und zahlreiche Ehrengäste. Darunter Bürgermeister Ludwig Sauer, Stadtbrandmeister Peter Hecker und die beiden Ehrenkommandanten Rainer Kircher und Gerolf Sauer. Von den benachbarten Feuerwehren waren die Kommandanten Orhan Bekyigit (Werkfeuerwehr HDM) und Julian Haupt (Feuerwehr Rauenberg, Abteilung Rauenberg) und Michael Milker (PZN Werkfeuerwehr) der Einladung gefolgtm, ebenso Unterkreisführer Michael San José.
Nach der Totenehrung widmete sich Jürgen Bodri den Zahlen, Daten und Fakten des vergangenen Jahres in seinem Bericht für das zurückliegende Jahr. Ihm zufolge zählten zum 31. Dezember 2018 134 Mitglieder zur Abteilungsfeuerwehr Wiesloch. 87 Frauen und Männer sind in der Einsatzabteilung engagiert, 39 Kinder und Jugendliche zählt die Jugendfeuerwehr und acht Mitglieder die Alters- und Ehrenabteilung. Hinzu kommen mehr als 60 Mitglieder im Förderverein.

Der Einsatzdienst stellte einen Großteil der Aufgaben der Wehr dar. Per Jahresfrist standen 250 Einsätze zu Buche, in etwa eine Steigerung um 17 Prozent zum Vorjahr (212 Einsätze). „Erneut stieg die Anzahl der Einsätze, was zwar durch verschiedene Unwetter zu erklären ist, allerdings im jahrelangen Trend liegt“, erklärte Bodri. „Schaut man auf die Anzahl der angetretenen Einsatzkräfte, bin ich allerdings momentan zufrieden und beruhigt, ohne dies jedoch als gegeben anzuerkennen“, führte der Abteilungskommandant weiter aus. Mit einem Anteil von 80 Prozent beschäftigten Einsätze im Gebiet der Kernstadt die Wehr. Darüber hinaus unterstützte man die Abteilungswehren der Stadtteile, die Umkreisfeuerwehren und betreute man den Abschnitt der Bundesautobahn 6, in Fahrtrichtung Sinsheim und Mannheim. Eine große Belastung stellte die hohe Anzahl an Fehleinsätzen mit fast 30 Prozent dar. Brände galt es in 16 Prozent aller Fälle zu bewältigen, technische Hilfeleistungen in 57 Prozent aller Fälle. Für die Vorbereitung auf den Einsatzdienst absolvierten die ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer zahlreiche Stunden Aus- und Fortbildung. Ob am Standort oder auf Lehrgängen im Unterkreis Wiesloch oder der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg, mit Ausnahme der Sommerferien wurde sich ständig fit gehalten und auf die Gegebenheiten im Einsatzdienst vorbereitet. Für das Engagement der Einsatzabteilung und die Mühe der Ausbilder-Mannschaft dankte Jürgen Bodri ausdrücklich.

Neben dem zentralen Ereignis des Jahres, dem Tag der Helfer, standen für die Wehr weitere kulturelle Veranstaltungen auf dem Plan, die man unterstütze. Ob bei zahlreichen Brandsicherheitswachdiensten im Palatin Kulturzentrum oder bei Wein & Markt, der Unterstützung des Sommer- oder Martinsumzugs – auf die Feuerwehr war immer Verlass.
Man konzentrierte sich aber auch wieder darauf, das wichtige Gut der Kameradschaft zu pflegen. Hierfür standen verschiedene Feierlichkeiten, wie zum Beispiel die Osterfeier oder das Sommergrillfest auf dem Plan. Im Juli fuhr eine große Gruppe zum Sommerausflug an die Mosel. Auch dort konnte man viele schöne Stunden in der Feuerwehrfamilie verbringen. Sportlich betätigten sich einige Mitglieder über das gesamte Jahr und nahmen ganz nach dem Motto „Fit For Fire Fighting“ an verschieden sportlichen Wettkämpfen teil.
Eine wichtige Aufgabe der Feuerwehr ist und bleibt die Brandschutzerziehung junger Menschen. Mehr als ein Dutzend Termine mit rund 200 teilnehmenden Kindern führte Melanie Kutning mit weiteren Kameraden durch, wofür Jürgen Bodri seinen Dank aussprach. Weitere Projekte waren Umbaumaßnahmen im und am Feuerwehrhaus und die Bildung von Fahrzeugausschüssen, die die Beschaffung neuer Fahrzeuge vorbereiteten Der Jahresbericht schloss mit einem Bildervideo der Einsätze des vergangenen Jahres.
Jugendfeuerwehrwart Niclas Waibel ließ im Jahresbericht für die Jugendfeuerwehr die Aufgabenfülle des Nachwuchses Revue passieren. Seinen Ausführungen zufolge wurden 39 Kinder  und Jugendliche auf verschiedene Art und Weise auf den Feuerwehrdienst vorbereitet. In fünf Jugendgruppen organisiert, kam das Betreuerteam fast wöchentlich mit den jeweiligen Mitgliedern zusammen. Nachdem im Vorjahr das 50-jährige Jubiläum bestritten wurde, konzentrierten sich die Maßnahmen 2018 ganz auf die Ausbildung, dabei durfte der Spaß nicht zu kurz kommen. Ob bei der Christbaumsammlung, dem eigenen Zeltlager im Landkreis Karlsruhe oder verschiedenen Wettkämpfen: Immer war bei der Jugendfeuerwehr etwas los. Niclas Waibel dankte allen Helfern der aktiven Mannschaft die das Jahr über die Jugendfeuerwehr unterstützt haben.
Kassenwart Michael Bader gab einen Einblick in den Kassenbericht des Fördervereins. Auf ihn folgte die jährliche Entlastung des Kassenwarts sowie des Vereinsvorstands. Zur Prüfung der Kasse wurden Gerhard Kirschenlohr und Frank Lauer für ein weiteres Jahr bestätigt.

Bevor verschiedene Grußworte an die Anwesenden gerichtet wurden, gab Jürgen Bodri einen Ausblick auf das bereits angelaufene Jahr 2019. Neben der Aus- und Fortbildung der Einsatzmannschaft und zahlreichen Terminen zur Pflege der Kameradschaft warten weitere Aufgaben auf die Frauen und Männer der Abteilung Wiesloch. So steht als eine der Hauptaufgabe die Vorbereitung für die Ausschreibung von drei neuen Fahrzeugen auf dem Plan. Mit der Auslieferung des neuen Gerätewagen Transport kann ein vorübergehendes Provisorium abgelöst werden. Weitere Arbeiten im Feuerwehraus sind im vollen Gange und werden nach Kräften durch die ehrenamtlichen Feuerwehrleute unterstützt. Auch dieses Jahr wartet auf die Mitglieder wieder ein Sommer-Ausflug, welcher durch den Förderverein bezuschusst wird und diesmal die Reisegruppe an den Starnberger See führt.
Bürgermeister Ludwig Sauer richtete die Grußworte für die Stadtverwaltung und den Gemeinderat an die Versammlung. Er dankte für die Mühen im vergangenen Jahr, die neben dem teilweise anstrengenden Einsatzdienst viele weitere Bereiche der Feuerwehr umfassen. Ausdrücklich dankte er den Betreuerinnen und Betreuern der Jugendfeuerwehr. Auch weiterhin sicherte er die Unterstützung der Verwaltung zu, bei der der Umsetzung bereits begonnener und bevorstehender Maßnahmen. „Maßnahmen, die wir als gut investiertes Geld sehen“, unterstrich der Bürgermeister. Stadtbrandmeister Peter Hecker richtete der größten der vier Abteilungsfeuerwehren den Dank der Gesamtwehrführung aus. Er unterstrich, wie sehr er die Arbeit schätzt und ging exemplarisch auf die hohe Anzahl Einsätzen ein, die der Unterstützung des Rettungsdienstes gelten. Er bedankte sich bei allen Mitgliedern der Einsatzabteilung für das geleistete Engagement.
Wie gewohnt richtete Ehrenkommandant Rainer Kircher am Ende der Versammlung einige Worte an die Anwesenden. So ist es ihm wichtig, den Dank der Bürgerschaft mitzuteilen. Noch sehr häufig wird ihm gerade von älteren Menschen mitgeteilt, wie sehr man die Arbeit und das Wirken der Wehr schätzt.
Ausführliche Informationen zu den Aktivitäten sind im neuen Jahresbericht für 2018 zu lesen. Dieser ist hier abrufbar.

Geschrieben von Marco Friz

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