Gemeinsam in den Hafen der Ehe

Kamerad Sebastian Hodapp und seine Sofia heirateten kürzlich

Kürzlich gaben sich Feuerwehrkamerad Sebastian Hodapp und seine Sofia das „Ja-Wort“. Bürgermeister Ludwig Sauer traute die beiden in einer wunderschönen Zeremonie im Wieslocher Gerbersruhpark. Nicht fehlen durften die Kameraden der Abteilung Wiesloch, die etwas abseits von der Zeremonie eine Aufgabe für das frisch vermählte Brautpaar vorbeitet hatten. Wie es sich gehört, musste das Ehepaar gemeinsam eine brennende Hütte löschen, wozu ihnen eine sogenannte Kübelspritze zur Verfügung gestellt wurde. Gekonnt pumpte Sebastian, während seine Sofia das Strahlrohr hielt und die Flammen löschte. Nach kurzem Applaus entschwand das Paar in den blau-weißen Wieslocher Himmel, denn Sebastian steuerte beide mit der Drehleiter in die Höhe. Aus den Händen von Abteilungskommandant Jürgen Bodri erhielten beide im Anschluss ein kleines Präsent, verbunden mit den besten Wünschen für die gemeinsame Zukunft.

Geschrieben von Marco Friz

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Feuerwehrarbeit während der Corona-Pandemie

Zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Mitglieder und Gewährleistung der Einsatzfähigkeit

Gemeinsame Ausbildungsdienste, Arbeiten in den Feuerwehrhäusern, der Einsatzdienst oder die gemeinsame Kameradschaftspflege: Das Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr ist sehr vielschichtig und gerade dies macht den Reiz für viele der rund eine Million freiwilligen Feuerwehrleute in Deutschland aus. Normalerweise ist auch in jedem der vier Feuerwehrhäuser in Wiesloch und den Stadtteilen pulsierendes Leben zu finden, dort ist immer etwas los. Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist jedoch auch für die Feuerwehrabteilungen Baiertal, Frauenweiler, Schatthausen und Wiesloch nichts wie je zuvor. Das Feuerwehrleben ist ein anderes geworden. Die circa 300 Angehörigen der Einsatzabteilungen, Jugendfeuerwehren und der Alters- und Ehrenabteilungen mussten sich sehr rasch umstellen und harte Einschnitte in Kauf nehmen, um die Feuerwehr als Teil der “kritischen Infrastruktur” und jedes einzelne Mitglied vor dem Coronavirus zu schützen.
 
Bereits im Februar, als sich die Infektionswelle mit einer Zunahme der Fälle in Europa abzeichnete, begann die Recherche zum Umgang mit diesem Virus, wozu die Feuerwehrleute und die Stadtverwaltung in Kontakt mit Ärzten und dem Gesundheitsamt traten. Ab Anfang März konstituierte sich ein Krisen- und Führungsstab aus den Abteilungsführungen der vier Feuerwehrabteilungen, der Führung der Gesamtfeuerwehr und der Leitung des Ordnungsamts. Seit dieser Zeit bespricht der Stab mehrfach wöchentlich die Entwicklung des Virus-Geschehens und leitet Maßnahmen ein, die eine Ausbreitung des Infektionsgeschehens in den Reihen der Feuerwehr so gut es geht verhindern oder rasch eindämmen sollen. Sehr einschneidende Maßnahmen sind das Betretungsverbot zu allen Feuerwehrhäusern, ausgenommen zum Einsatzdienst und die Einstellung des gesamten Aus- und Fortbildungsbetriebs. Bis auf weiteres müssen die Feuerwehrleute kreativ sein und auf digitale Medien umsteigen, um die Aus- und Fortbildung weiterzuführen. Die Reduzierung von Einsätzen, speziell von sogenannten Kleinalarmen, also Einsätzen der kleinsten Stufe, war von Beginn an ein wichtiges Ziel des Krisen- und Führungsstabs. Dabei orientierte man sich daran, dass die ehrenamtlichen Helfer weniger oft in den Einsatz kommen müssen und damit einer möglichst geringen Infektionsgefahr ausgesetzt sind. Das vorübergehende Verbot des Verbrennens pflanzlicher Abfälle soll Fehlalarme durch starke Rauchentwicklung im gesamten Stadtgebiet verhindern. Einsätze weiterer kleiner Alarmschwellen, so zum Beispiel Brandmeldealarme und Notfalltüröffnungen, werden derzeit mit reduziertem Personal abgearbeitet.
 
In der Öffentlichkeit wurden die Anpassungen, die die Feuerwehr einführen musste, bereits seit mehreren Wochen auffällig. Alle Feuerwehrleute tragen im Einsatzdienst schon längere Zeit konsequent Mund-Nase-Schutzmasken und Schutzbrillen. Diese Maßnahme wurde eingeführt, um den Schutz der Wehrleute zu erhöhen. Einerseits der Schutz der Kräfte untereinander, während des engräumigen Zusammentreffens in den Einsatzfahrzeugen, andererseits zum Schutz Dritter. Darüber hinaus wurde eine Standard-Einsatzregel (SER) erlassen, die im Einsatzdienst das Vorgehen bei Corona-Verdachtsfällen und bestätigten Infektionen regelt.
 
Um die Beschaffung von Schutzkleidung für den Einsatzfall kümmert sich der Krisen- und Führungsstab ebenfalls. Schon sehr früh stellte es sich als große Herausforderung dar, die nötigen Schutzmaterialien, so zum Beispiel Schutzmasken der Schutzstufen FFP2 und FFP3, sowie Schutzkittel zu bestellen. Selbst an OP-Schutzmasken war fast nicht heranzukommen. Nicht nur der stark gestiegene Preis schlug sich hier nieder, die schiere Verfügbarkeit stellte die Verantwortlichen vor großes Kopfzerbrechen. Zusätzlich zum verfügbaren Lagerbestand der Wehr wurde über verschiedene Kanäle Schutzmaterial organisiert. Unter anderem halfen örtliche Unternehmen, wie zum Beispiel Skillqube, Kissel + Wolf und Heidelberger Druckmaschinen bei der Beschaffung von Schutzmasken, Schutzbrillen und Desinfektionsmittel. Hier half auch das Zulieferer-Netzwerk der Unternehmen. Kreativ war der Ansatz einiger Feuerwehrleute, die mit einem 3D-Drucker einfache Schutzvisiere, sogenannte Face Shields, für den Einsatz im Zusammenhang mit infektiösen Patienten herstellten. Als Basis für die Online-Kommunikation des Krisen- und Führungsstabs sowie die digitale Weiterführung der Aus- und Fortbildung kann seit Beginn der Pandemie auf die bei Skillqube genutzte Technologie zurückgegriffen werden.
Eine große Herausforderung dieser Tage ist es, die Einschränkungen für die einzelnen Feuerwehrleute so gering wie derzeit nötig zu halten und gleichzeitig den individuellen Schutz vor einer Ansteckung so groß wie möglich zu gestalten. Dabei informieren die Abteilungsführungen aus dem Krisen- und Führungsstab heraus regelmäßig ihre Feuerwehrangehörigen. Das Ergebnis einer umfangreichen Mitgliederumfrage wird in Kürze unter anderem auf die Aus- und Fortbildung ausgerollt, um den Bedarf der individuellen Weiterbildung auch weiterhin zu ermöglichen und auf die Anforderungen der Feuerwehrangehörigen bestmöglich einzugehen. Daneben erhoffen sich die Verantwortlichen Einblicke darüber, wie die Mitglieder die Maßnahmen bewerten und mittragen. Denn nur gemeinschaftlich und kameradschaftlich, so wie es die Freiwillige Feuerwehr auch zu “normalen” Zeiten lebt, wird diese Situation für alle erträglich durchzuhalten sein.
 
Es bleibt festzuhalten, dass das, was die vier Abteilungsfeuerwehren der Gesamtfeuerwehr Wiesloch im besonderen Maße auszeichnet, nämlich die Kameradschaftspflege, derzeit stark zurückstecken muss. Auch für den Feuerwehr-Nachwuchs und die verdienten Mitglieder in den Alter- und Ehrenabteilungen ist momentan kein Zusammenkommen möglich. Die Jugendfeuerwehren haben erste digitale Angebote und kleine “Challenges” ausgerufen, um weiterhin in Kontakt zu bleiben. Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung stehen mit ihrer langjährigen Erfahrung zur Seite. Die Öffentlichkeit wird bis auf Weiteres auf Veranstaltungen, wie zum Beispiel den Tag der Helfer oder weitere Feste der Abteilungsfeuerwehren verzichten müssen. Abgesehen von den fehlenden Einnahmen für die Fördervereine, welche deutliche Spuren hinterlassen werden, ist die Nachwuchswerbung und Öffentlichkeitsarbeit nur mehr digital möglich.
 
Ein großes Dankeschön der Verantwortlichen gilt allen Feuerwehrmitgliedern. Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf Ihre Gesamtfeuerwehr verlassen, dafür nehmen alle Mitglieder eine noch größere Gefahr als ohnehin schon auf sich. Aber auch den Angehörigen der Feuerwehrleute gilt großer Respekt. Denn auch in unsicheren Zeiten wie dieser müssen sie zeitweise auf ihre Lieben verzichten. Schöne Zeichen der Bevölkerung und der lokalen Wirtschaft sind Respektsbekundungen und Spenden verschiedener Form. Zwei ausgewählte Beispiele sind eine Osterüberraschung der Jugend des Golfclub Wiesloch Hohenhardter Hof e.V. und die Aktion “Wiesloch näht”. Die Golf-Jugend spendete den Angehörigen der Feuerwehr einen schokoladigen Gruß, der noch am Osterwochenende die Mitglieder erreichte. “Wiesloch näht” brachte mit Hilfe der Bevölkerung rund 120 Behelfs-Mund-Nase-Masken zur Feuerwehr, die die Ehrenamtlichen Kräfte künftig bei Ihren Einkäufen oder gemäß der gerade eingeführten Maskenpflicht tragen können. Damit können sich die Feuerwehrangehörigen in ihrer Freizeit selbst und auch Dritte etwas schützen. Mit ihrem individuellen Verhalten und ihrer Vorsicht schützen die ehrenamtlichen Feuerwehrleute parallel auch die Feuerwehr, in dem sie ihre Ansteckungsgefahr zumindest nicht erhöhen. Die Masken wurden in Wiesloch an einem eigens eingerichteten “Masken-Drive-In”, einer infektionssicheren Übergabe, an die Mitglieder ausgegeben. Allen Unterstützern und Spendern dankt die Feuerwehrführung.

Geschrieben von Marco Friz

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Schwere Unwetter blieben vergangenes Jahr aus

Ein Blick auf das Jahr 2019 bei der Jahreshauptversammlung der Abteilung Wiesloch

Kürzlich kamen die Mitglieder der Abteilungsfeuerwehr Wiesloch und ihres Fördervereins bei ihrer Jahreshauptversammlung zusammen. Jürgen Bodri, Abteilungskommandant der Kernstadtwehr und Vorsitzender des Fördervereins, durfte zahlreiche Anwesende, darunter die Angehörigen der Abteilungsfeuerwehr, Mitglieder des Vereins und zahlreiche Ehrengäste in der Feuerwache begrüßen. Darunter Oberbürgermeister Dirk Elkemann, Stadtbrandmeister Peter Hecker sowie die beiden Ehrenkommandanten Rainer Kircher und Gerolf Sauer. Von der benachbarten Feuerwehr Rauenberg war Abteilungskommandant Julian Haupt anwesend, ebenso Unterkreisführer Michael San José.

Zunächst erhoben sich die Anwesenden für die übliche Totenehrung. Abteilungskommandant Jürgen Bodri erinnerte an alle umgekommenen Feuerwehrfrauen und -männer weltweit und an das Patenkind der Feuerwehr Wiesloch Jacqueline Brixner.

In seinem Jahresbericht widmete sich Bodri den Zahlen, Daten und Fakten des Jahres 2019. Stolz berichtete er von einer Personalsteigerung in allen Teilbereichen der Abteilung Wiesloch. ”Ich freue mich über eine starke und große Mannschaft, wie es sie noch nicht gab. Gleichzeitig wünsche ich mir diesen Fokus auch bei Einstellungen von städtischen Mitarbeitern, die sich ehrenamtlich bei der Feuerwehr engagieren möchten”, so der Abteilungskommandant.  Zum 31. Dezember 2019 zählte man 161 Mitglieder. 104 Frauen und Männer zählen zur Einsatzabteilung (Vorjahr 87), 47 Kinder und Jugendliche sind in der Jugendfeuerwehr engagiert (Vorjahr 39) und zehn Mitglieder zählt die Alters- und Ehrenabteilung (Vorjahr 8). Hinzu kommen 63 Mitglieder im Förderverein. Der Anteil weiblicher Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung stieg erfreulicherweise leicht an.

233 Einsätze mussten vergangenes Jahr durch die Abteilung Wiesloch abgearbeitet werden, trotz Ausbleiben üblicher Unwetter eine konstant hohe Anzahl für die Einsatzabteilung. Erfreulicherweise blieb es am Neujahrsmorgen 2019 ruhig, erst am 6. Januar war die Hilfe der Feuerwehr gefragt, als bei einem medizinischen Notfall eine Wohnungstür für den Rettungsdienst geöffnet werden musste. Brennender Unrat am Silvesterabend 2019 beendete das Einsatz-Jahr für die Abteilung Wiesloch. Zwischen zwei Einsätzen lagen 2019 im Durchschnitt rund 37,4 Stunden oder 1,56 Tage. Nicht selten folgten Einsätze jedoch auch innerhalb kürzester Zeit aufeinander. Die Ehrenamtlichen wurden für den Einsatzdienst aus ihrer Freizeit oder der Arbeitszeit gerissen, ohne genau zu wissen wie viel Zeit der Einsatz in Anspruch nehmen wird. Diese schwierige Planbarkeit verlangt den Feuerwehrkräften ein großes Maß an Flexibilität und Verständnis ab und ist daher sehr wertzuschätzen. Am häufigsten gefordert war die Abteilung im November, als 28 Einsätze abzuarbeiten waren und über die Sommerzeit, in der die meisten Kräfte ihren wohlverdienten Urlaub verbringen. Im Juli und August musste 25 beziehungsweise 27 Mal ausgerückt werden. Am häufigsten innerhalb einer Woche wurde man im Februar (4. bis 10.2.) und April (22. bis 28.4.) tätig. Zehn Einsätze sollten binnen Wochenfrist auf die Feuerwehrleute warten. Am häufigsten innerhalb eines Tages ging es am 10.3. in den Einsatz. Hier mussten unter anderem Unwetterfolgen beseitigt werden, es ging sieben Mal in den Einsatz. Ruhiger war es im Januar (7 Einsätze) und im Dezember (11 Einsätze).

Um für den vielschichtigen und anstrengenden Einsatzdienst optimal vorbereitet zu sein, widmeten sich die ehrenamtlichen Feuerwehrleute zahlreichen Stunden in Aus- und Fortbildung. Am Standort, im Unterkreis und an der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg hielt man sich in Taktik und Technik fit. Für das große Engagement der Einsatzabteilung, insbesondere aber für die Vorbereitung und Durchführung durch das Ausbilder-Team bedankte sich Abteilungskommandant Jürgen Bodri. Im Speziellen bedankte sich Bodri bei den Atemschutzgeräteträgern, die sich durch jährliche Belastungsübungen und gesundheitliche Check-Ups für Brandeinsätze bereithalten. Ein Bereich, der Atemschutzeinsatz, dem besonderer Fokus der Feuerwehrführung und des Abteilungsausschusses gilt.

Doch neben dem Einsatzdienst und der Vorbereitung darauf gab es noch weitere Termine, die auf ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen warteten. So standen neben dem arbeitsintensivsten Wochenende, dem Tag der Helfer, weitere kulturelle Veranstaltungen auf dem Plan. Man stellte beispielsweise eine Wachbereitschaft an Wein & Markt, leistete das gesamte Jahr über Brandsicherheitswachdienste im Palatin Kulturzentrum ab oder unterstützte die Durchführung des Sommer- und Martinsumzugs. Bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Ehrenkommandant Rainer Kircher stellte die Wehr einen Brandsicherheitswachdienst und begrüßte den Geehrten mit einem großen Spalier. Stellvertretend für die Feuerwehr Wiesloch sprach Orhan Bekyigit über das Wirken Kirchers.

Ebenso stand die Kameradschaftspflege im Fokus: An verschiedenen Feierlichkeiten, wie zum Beispiel der Osterfeier und dem Sommergrillfest konnten die Feuerwehrleute ihre Partnerinnen, Partner und Kinder mit zur Feuerwehr bringen. Gleiches galt für den Sommerausflug, der eine Reisegruppe an den Starnberger See in Bayern führte. Am Kameradschaftsabend und der Weihnachtsfeier ließ man das Jahr gebührend und kameradschaftlich ausklingen. Für das Gelingen einer freiwilligen Feuerwehr ist das Zusammenkommen und der Austausch in der Feuerwehrfamilie unabdingbar. Angehörige, die das Ehrenamt Feuerwehr unterstützen und zu Verzicht bereit sind, sind ein wichtiger Bestandteil für das Funktionieren des Ganzen.

Die körperliche Fitness stand beim Stadtlauf im April im Zentrum und ab dem Herbst, als sich eine Gruppe zusammenfand, die den Feuerwehrsport freitags in der Sporthalle Frauenweiler anbietet.
Auch die Brandschutzerziehung sollte besondere Erwähnung in der Hauptversammlung finden. Bereits seit zehn Jahren übernimmt diese Aufgabe Melanie Kutning, die besonders gewürdigt wurde. Mehr als ein Dutzend Termine mit rund 200 teilnehmenden Kindern führte Melanie Kutning mit weiteren Kameraden 2019 durch.

Weitere Projekte waren Umbaumaßnahmen im und am Feuerwehrhaus, beispielsweise die Modernisierung der Funkzentrale, die Einrichtung eines Bereitschaftsraums und einer zentralen Damenumkleide. Abteilungskommandant Bodri dankte den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Abteilung Wiesloch, den hauptamtlichen Gerätewarten und der Stadtverwaltung für die Umsetzung dieser Maßnahmen. Ebenso dankte Bodri den Mitgliedern der Fahrzeugausschüsse, die ihre Arbeit, die Vorbereitung der Ausschreibung für den neuen Mannschaftstransportwagen, den Einsatzleitwagen und die Drehleiter, abschließen und die Vergabe durch den Gemeinderat vorbereiteten. Der Jahresbericht schloss mit einem Bildervideo der Einsätze des vergangenen Jahres.

Im Anschluss berichtete Jugendfeuerwehrwart Niclas Waibel über die Aufgabenfülle des Nachwuchses. Die 47 Kinder und Jugendlichen wurden auf unterschiedliche Art und Weise auf den Feuerwehrdienst vorbereitet. Nahezu wöchentlich kam das Betreuerteam in fünf dem Alter nach gestaffelten Jugendgruppen zusammen. Ob bei den Gruppenstunden oder großen Aktionen, wie zum Beispiel der Christbaumsammlung oder der Nikolausaktion, dem eigenen Zeltlager in Tairnbach, stets war bei Jugendfeuerwehr etwas los. Waibel dankte allen Helfern der aktiven Mannschaft die das Jahr über die Jugendfeuerwehr unterstützt haben.
Kassenwart Michael Bader gab einen Einblick in den Kassenbericht des Fördervereins. Auf ihn folgte die jährliche Entlastung des Kassenwarts sowie des Vereinsvorstands. Zur Prüfung der Kasse wurden Gerhard Kirschenlohr bestätigt und Steffen Grieb neu in das Amt gewählt. Frank Lauer schied auf eigenen Wunsch nach längerer Zeit aus dem Amt aus.

Bevor verschiedene Grußworte an die Anwesenden gerichtet wurden, gab Jürgen Bodri einen Ausblick auf das Jahr 2020. Neben der Aus- und Fortbildung der Einsatzmannschaft, zu der der stellvertretende Abteilungskommandant Marco Friz kurz berichtete, sowie weiteren Regelterminen warten weitere Aufgaben auf die Frauen und Männer der Abteilung Wiesloch. So sind der Bauprozess und die Ausgestaltung der drei neuen Feuerwehrfahrzeuge mit den Aufbauherstellern zu besprechen. Im Feuerwehrhaus warten die Vollendung verschiedener Umbaumaßnahmen und viele weitere Aufgaben.

Oberbürgermeister Dirk Elkemann richtete Grußworte für die Stadtverwaltung und den Gemeinderat die Versammlungsteilnehmer. Er überbrachte Grüße von Bürgermeister Ludwig Sauer und der Stadtverwaltung und sprach den Ehrenamtlichen seinen Respekt aus. “Ich freue mich sehr über ihren zunehmenden Personalstand und die Tatsache, dass sie dabei durchschnittlich sogar weiblicher werden”, brachte es der Oberbürgermeister auf den Punkt. Ebenso dankte er für das Engagement im Einsatzdienst, wo er sich bei einigen Großeinsätzen vor Ort ein Bild der Lage machen konnte. “Auch ihre Ausstattung liegt mir am Herzen und da bin ich mit unserem Gemeinderat einer Meinung. Aber das allerwichtigste ist, kommen Sie stets gesund wieder”, schloss der OB sein Grußwort. Stadtbrandmeister Peter Hecker richtete der den Angehörigen der größten Abteilungsfeuerwehr den Dank der Gesamtwehrführung um ihn und seine Stellvertreter Ronald Martin und Matthias Eberle aus. Er bedankte sich bei allen Mitgliedern der Einsatzabteilung für das geleistete Engagement und das “stetige Leben im Feuerwehrhaus”. Unterkreisführer Michael San José überbrachte die Grußworte von Kreisbrandmeister Udo Denz. Er beschrieb die Bedeutung der Wieslocher Feuerwehr für die Städte, Gemeinden und Feuerwehren rund um Wiesloch.

Am Ende der Versammlung richtete Ehrenkommandant Rainer Kircher einige Worte an die Anwesenden. Er freute sich darüber, “dass nun aufgeht, was man vor einiger Zeit gesät hat” und beschrieb das “große Kapital”, welches in der Feuerwehr für Stadt und Bevölkerung liegt. Ausführliche Informationen zu den Aktivitäten sind im neuen Jahresbericht für 2019 zu lesen. Dieser ist unter www.feuerwehr-wiesloch.de im Bereich „News“ abzurufen (Link).

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Erneut tausende Christbäume eingesammelt

Am vergangenen Samstag herrschte reges Treiben in den Straßen und Gassen von Wiesloch, Frauenweiler, Baiertal und Schatthausen. Grund hierfür war die alljährlich stattfindende Christbaumsammlung, welche die Jugendfeuerwehren durchführten.
Schon morgens waren zahlreiche Kinder und Jugendliche, unterstützt durch ihre Betreuerteams und Angehörige der Einsatzabteilungen, unterwegs. Von Haus zu Haus zogen sie, um die Bäume aufzunehmen und an zentralen Punkten bereitzulegen. Dort wurden die Bäume von Lastwagen oder Traktoren aufgenommen. Der Großteil der ausgedienten Bäume wurde dem Holzhackschnitzelwerk des Schulzentrums zugeführt. Dort werden die gehäckselten Bäume zur Nahwärmeversorgung des Schulzentrums genutzt. Ein kleiner Teil wurde auf dem Parkplatz am WieTalBad zur abendlichen Verbrennung bereitgelegt. Gewärmt durch Glühwein, Kinderpunsch und das Feuer verfolgten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Verbrennung am Abend.
Großer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern der Aktion und den Firmen und Einrichtungen, welche für die Sammlung ihre Fahrzeuge zur Verfügung stellten. Dies waren der Winzerkeller Wiesloch, BIWU Wiesloch, Malteser Hilfsdienst Wiesloch, THW Wiesloch-Walldorf, THW Heidelberg, Bauhof Wiesloch, UBP, Lebenshilfe Wiesloch, Stroh Holzbau, Dorobek, Landgasthof Gänsberg, Alexander Böing, sowie die Familien Gärtner und Dortants. Ebenso danken die Verantwortlichen der Bevölkerung für ihre Spendenbereitschaft.

Geschrieben von Stefan Mittenzwei

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Erfolgreiches Fahrsicherheitstraining

Vor kurzem konnten insgesamt acht Kameraden an einem LKW-Fahrsicherheitstraining, speziell für Feuerwehrmänner und -frauen, teilnehmen. Zunächst galt es im Theorieunterricht, welcher in den Räumlichkeiten der Berufsfeuerwehr Heidelberg stattfand, die fahrphysikalischen Kenntnisse aufzufrischen. Aber auch Wissen aus der Fahrschule und Besonderheiten der Einsatzfahrten wurde wiederholt. Im zweiten Teil des Trainings ging es dann an die praktischen Übungen. Auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes in Heidelberg waren mehrere Stationen für die Teilnehmer aufgebaut. Neben Gefahren- und Zielbremsungen wurde auch eine glatte Fahrbahn simuliert, auf welcher sich der Bremsweg verlängerte. Ebenso wurde verschiedene Rangieraufgaben bewältigt, welche dazu dienten, die Fahrzeugmaße besser kennen und einschätzen zu lernen. Die Durchfahrt durch eine Rettungsgasse oder enge Straßen in der Innenstadt konnten ebenfalls in verschiedenen Geschwindigkeiten und Methoden gefahrlos geübt werden.

Geschrieben von Stefan Mittenzwei

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Ehrenspalier für den Ehrenkommandanten

Rainer Kircher wurde die Ehrenbürgerwürde der Stadt Wiesloch verliehen

Am vorletzten Sonntag wurde der Ehrenkommandant der Wieslocher Feuerwehr Rainer Kircher mit einem großen Spalier aus Feuerwehrangehörigen der vier Abteilungen der Gesamtfeuerwehr und Jugendfeuerwehrangehörigen am Palatin willkommen geheißen. Grund hierfür war die Verleihung der Ehrenbürgerwürde durch die Stadt Wiesloch. Nicht nur im Bereich der Feuerwehr, der Rainer Kircher bereits seit 66 Jahren angehört und wo er unter anderem als Gründungsvater der Jugendfeuerwehr gilt, hat er zahlreiche Spuren hinterlassen. Ob im Bereich der Naherholung oder der Pflege der heimischen Kultur, man stößt überall auf Projekte, die Rainer Kircher mit Hilfe seiner vielen Mitstreiter umgesetzt hat. Für die Feuerwehr hielt Orhan Bekyigit, Bundesbeauftragter für Interkulturelles im Deutschen Feuerwehrverband, eine Laudatio auf den Geehrten. Er zeichnete den Feuerwehr-Werdegang von Rainer Kircher nach und hob wichtige Meilensteine besonders hervor. So beispielsweise die Gründung der Jugendfeuerwehr und die Integration von Mädchen, Frauen, Feuerwehrangehörigen mit ausländischen Wurzeln oder körperlicher Beeinträchtigung. Auch ging Orhan Bekyigit auf die Entwicklung der Feuerwehr in Sachen Technik und Unterbringung ein. In Frieder Kircher grüßte ein alter Freund und Weggefährte per eingespielten Video. Nach mehr als zwei Stunden endete die Veranstaltung mit einer Rede des Geehrten, in der er insbesondere das „Wir“ als Grundlage für seine Verdienste anführte. „Denn nichts von dem was ich erreicht habe, hätte ich alleine schaffen können“, so Rainer Kircher.

Weitere Berichte zur Veranstaltung:

Geschrieben von Stefan Mittenzwei

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Motorsägenlehrgang in Haßloch schaffte Grundlagen

Gemeinsame Ausbildung auf Unterkreisebene

Vergangene Woche besuchte der erste Teil einer großen Gruppe Feuerwehrfrauen und -männern des Unterkreises Wiesloch einen Motorsägenlehrgang in Haßloch. Die Ausbilder Der Firma WoodCommander gestalteten einen abwechslungsreichen Tag mit verschiedenen Station rund um die Technik und das Handling von Motorsägen. Diese werden durch die Feuerwehren auf den Fahrzeugen mitgeführt und kommen beispielsweise bei der Beseitigung von Sturmschäden zum Einsatz. Vorbereitend für den Übungstag am vorletzten Samstag gab es wenige Tage zuvor noch eine Theorieeinheit, bei welcher elementare Punkte zur Unfallverhütung, Fällen von Bäumen und Handling einer Säge bereits besprochen wurden. Zum Auftakt begrüßte Unterkreisführer Michael San José die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Unterkreisfeuerwehren sowie von der Feuerwehr Leimen und bedankte sich für die Durchführung bei Markus Rieger von der ausführenden Firma.

Am darauffolgenden Praxistag in einem Haßlocher Waldstück konnte dann jeder das in der Theorie angesprochene Wissen endlich in der Praxis umsetzen. Durch die einzelnen Stationen konnte noch einmal gezielter auf die verschiedene Situationen eingegangen werden. Hierbei konnten auch ungeübtere Kameradinnen und Kameraden die wertvolle Zeit nutzen um sich dem Gerät vertraut zu machen. Neben dem einfachen „Scheibchenschneiden“ wurde auch ein Szenario unter Spannung simuliert, welche die Firma WoodCommander extra in das Programm mit aufgenommen hat, da es ebenfalls in den Aufgabenbereich der Feuerwehr fällt. Am Ende des Tages hat jeder erfolgreich alle Stationen durchlaufen und war nun mit der Technik der Säge an sich und mit dem Vorgehen beim Fällen von Bäumen und dem Lösen von unter Spannung stehender Bäume vertraut. Alles in allem ein sehr gelungener Ausbildungstag für alle Teilnehmer aus dem Unterkreis. Ende November wird dann die zweite Gruppe zum Praxistag nach Haßloch fahren.

Geschrieben von Robin Schweikert

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Kameradschaftsabend mit Rekordbeteiligung

Ehrungen und Beförderungen für Angehörige der Feuerwehrabteilung Wiesloch

Die Festhalle auf dem Gelände des PZN war kürzlich bis auf den letzten Platz gefüllt. Grund hierfür war der Kameradschaftsabend der Wieslocher Feuerwehr, die zentrale Veranstaltung für Ehrungen und Beförderungen der ehrenamtlichen Feuerwehrleute. Abteilungskommandant Jürgen Bodri begrüßte zu Beginn die Mitglieder seiner Abteilung mit ihren Partnerinnen und Partnern, die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr sowie die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung. „Ich freue mich, dass wir heute einen Kameradschaftsabend mit Rekordbeteiligung feiern, es sind 170 Personen anwesend – mehr als je zuvor. Ich bin stolz darauf, dass wir es in der heutigen Zeit, in der die Feuerwehren landauf landab darum kämpfen Personal bei einem Alarm zusammenzubekommen, so einen Zulauf haben und so einen tollen Abend feiern können“, konnte Bodri zu Beginn feststellen.
 
Herzlich willkommen heißen durfte der Abteilungskommandant auch zahlreiche Ehrengäste. Für die Stadtverwaltung konnte Bodri Oberbürgermeister Dirk Elkemann, Fachgruppenleiter Jürgen Morlock, die Feuerwehrsachbearbeiterin Susanne May und Stadtbrandmeister Peter Hecker begrüßen. Die Kreisfeuerwehrführung vertraten Unterkreisführer Michael San José sowie die beiden stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwartinnen Lisa Wiener und Louise Helfmann, daneben vom Kreisfeuerwehrverband Rhein-Neckar der stellvertretende Vorsitzende Silvio Schädel. Außerdem waren die beiden Ehrenkommandanten Rainer Kircher und Gerolf Sauer unter den Gästen. Für die Nachbar- und Werkfeuerwehren waren die Kommandanten Julian Haupt (Feuerwehr Rauenberg), Orhan Bekyigit (Werkfeuerwehr HDM) sowie Michael Milker (Werkfeuerwehr PZN) anwesend, Andreas Linke vertrat das THW Wiesloch-Walldorf. Zur Freude der Feuerwehr nahm auch die Familie des leider viel zu früh verstorbenen Feuerwehr-Patenkinds Jacqueline an der Veranstaltung teil.
 
In seiner Ansprache ging Abteilungskommandant Jürgen Bodri auf das zu Ende gehende Jahr und die damit verbundenen Aktivitäten innerhalb und außerhalb des Einsatzdienstes ein. Er zählte auf, dass man bei den 190 Einsätzen zum Stichtag der Veranstaltung bereits verschiedenste Gerätschaften einsetzen musste, die in der Regel nur selten eingesetzt werden. Darunter mehrfach Sprungpolster oder den Wasserwerfer des Tanklöschfahrzeugs, der bei mehreren Großbränden zum Einsatz kam. Es musste aus offenen Gewässern angesaugt oder in einer Art Kranbetrieb eine Person aus dem Leimbach gerettet werden. Er beschrieb wie man sich auf die unterschiedlichen Einsatzbereiche in der Ausbildung vorbereitete, ebenso wie man die Pflege der Kameradschaft, so zum Beispiel beim Sommerausflug nach Bayern, durchführte. „Heute funktioniert die Leistungsfähigkeit die Feuerwehr Wiesloch aus rein ehrenamtlicher Motivation heraus“, brachte es Jürgen Bodri auf den Punkt. Zuletzt führte der Abteilungskommandant zu einem Thema aus, welches ihm besonders am Herzen liegt. Er ging auf die Notwendigkeit ein, dass die Atemschutz-verfügbarkeit gesichert und ausgebaut werden muss. Er dankte am Ende seiner Ausführungen allen Kameradinnen und Kameraden sowie deren Partnern und Partnerinnen.
Nach einem gemeinsamen Abendessen begann der offizielle Teil des Festabends mit den Grußworten. Oberbürgermeister Dirk Elkemann überbrachte die Grüße der Stadtverwaltung und des Gemeinderats. Er zeigte sich beeindruckt ob der Leistungsfähigkeit seiner Feuerwehr, die er hautnah bei den Großeinsätzen auf dem AVR-Gelände, beim Explosionsunglück in der Schwetzingerstraße oder der Räumung eines Hochhauses in der Königsberger Straße erleben durfte. „Es ist für mich immer wieder beeindruckend zu sehen, wie Ihre Zusammenarbeit funktioniert“, unterstrich der Oberbürgermeister. Im weiteren Verlauf ging er auf Investitionen in das Wieslocher Feuerwehrhaus ein und versicherte die Unterstützung der Verwaltung bei sicherheitsrelevanten Investitionen.
Unterkreisführer Michael San José und Stadtbrandmeister Peter Hecker drückten den Feuerwehrleuten ebenso ihre Anerkennung aus. San José überbrachte die Grüße von Kreisbrandmeister Udo Dentz und Neuigkeiten der Kreisfeuerwehr. Stadtbrandmeister Peter Hecker richtete seinen Blick auf die Gesundheit der Feuerwehrleute, denen er bei allem Engagement mitgab, auch die Zeit neben ihrem „Hobby“ zu genießen und achtsam mit sich und ihrer Umwelt zu sein.
Ehrungen und Beförderungen für langjährige Mitgliedschaften und absolvierte Lehrgänge beschlossen den offiziellen Teil des Abends. Zunächst wurden Cedric Clausen, Maximilian Ehrhard und Pascal Klimmeck aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übergeben und zu Feuerwehranwärtern ernannt. Gleiches wurde Sina Eichler zuteil, die als Quereinsteigerin zur Wehr stieß und nun Feuerwehranwärterin ist. Es folgte die Beförderung in den Dienstgrad Feuerwehrmann für Nico Klimmeck und Marcel Schneider. Oberfeuerwehrmann dürfen sich künftig Mario Bader, Karl Bruder, Timo Kahlig, Felix Metzler und Stefan Mittenzwei nennen, Jan Förderer und Dennis Friz Hauptfeuerwehrmann. Nach dem erfolgreichen Absolvieren des Führungslehrgangs Gruppenführer wurden Stefan Glasl, Jonas Mittenzwei und Katharina Paul in den Dienstgrad Löschmeister respektive Löschmeisterin befördert. Georg Hirsch trägt künftig den Dienstgrad Oberlöschmeister.
 
Ehrungen wurden zwei Wieslocher Firmen und verdienten Feuerwehrleuten zuteil. Die Unternehmen Waibel und Skillqube unterstützen bereits seit mehreren Jahren die Abteilungsfeuerwehr Wiesloch, in dem sie Teile ihrer Belegschaft für den Einsatzdienst freistellen, sollte es während der Arbeitszeit zu Feuerwehreinsätzen kommen. Daneben ließen die Firmen der Feuerwehr Spenden zukommen, die unter anderem zur Einrichtung eines Bereitschaftsraums und zum Austausch der Feuerwehrhausbeleuchtung genutzt werden konnten. Von der Geschäftsführung für die Skillqube GmbH nahmen Julia Wallburg und Georg Hirsch die Ehrung „Partner der Feuerwehr“ aus den Händen des stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverband Rhein-Neckar Silvio Schädel entgegen. Für die Waibel Elektroanlagen GmbH erhielt Geschäftsführer Rolf Waibel die Ehrung. Jonas und Stefan Mittenzwei erhielten für ihren besonderen Einsatz beim Umbau des neuen Ausbildungsfahrzeugs der Jugendfeuerwehr die Ehrenmedaille der Jugendfeuerwehr Rhein-Neckar-Kreis in Silber aus den Händen der stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwartinnen Lisa Wiener und Louise Helfmann.
Für sein zehnjähriges Engagement erhielt Daniel Ahmeti eine Ehrung aus den Händen von Abteilungskommandant Jürgen Bodri. Mittlerweile 15 Jahre gehören Davide Agrillo, Sebastian Leib und Simon Paul der Wehr an. Sie erhielten eine staatliche Ehrung, das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze, von Unterkreisführer Michael San José, verbunden mit einer kleinen Laudatio. Etwas ausführlicher gestaltete sich die anschließende Ehrung von drei sehr verdienten Feuerwehrkameraden. Für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Frank Lauer, Gerolf Sauer und Karlheinz Schweinfurth das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold in besonderer Ausführung. San José zeichnete den jeweiligen Werdegang der drei Kameraden nach. Bereits als Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr gehören Karlheinz Schweinfurth und Gerolf Sauer der Feuerwehr an. Während Karlheinz Schweinfurth durch besonderes Engagement im Bereich der Maschinistenausbildung und als jahrzehntelanger Schriftführer seine Spuren hinterlassen hat, war Gerolf Sauer lange Zeit Abteilungskommandant der Wehr und letzter ehrenamtlicher Stadtbrandmeister. Heute ist Sauer Ehrenkommandant aller Wieslocher Feuerwehrabteilungen. Frank Lauer engagierte sich, wie die beiden anderen, als Führungskraft in der Wehr und übernahm insbesondere im Bereich der ehrenamtlichen Gerätewartung Verantwortung. Unter großem Beifall erhielten die Kameraden gemeinsam mit ihren Frauen neben der Ehrung eine Würdigung der Abteilung.
 
Inzwischen Tradition und fester Bestandteil des Kameradschaftsabends ist das inoffizielle Programm zur zweiten Abendhälfte. Zunächst trat eine Tanzgruppe des TV Dielheim auf. Mit einstudierten Tänzen auf verschiedene Musik-Hits brachten die Damen den Saal in Stimmung und riefen ihr ganzes Können ab. Ihnen folgte anschließend der Haupt-Act des Abends, „Bühne frei für die Magic Firefighters“, hieß es. Die Truppe aus einigen jüngeren Feuerwehrmitgliedern hatte sich bereits seit dem Spätsommer auf ihren Auftritt vorbereitet. Verschiedene Darbietungen, wie zum Beispiel ein Toiletten-Sketch, ein digitales Schattentheater, ein abgewandeltes Musikvideo zu einem bekannten Lied, Tänze und eine Preisverleihung rissen das Publikum von den Stühlen.
 
Wie immer gilt ein besonderer Dank der Abteilungsführung allen Unterstützern und Helfern des Abends. Dazu zählen die Kameraden der Werkfeuerwehr PZN, die die logistische Unterstützung übernahmen sowie den Magic Firefighters und dem TV Dielheim für deren hervorragende Auftritte. Dank gilt ebenso der Küchengemeinschaft für das Ausschmücken des Festsaals sowie der Nachbar-Feuerwehr Walldorf und den Abteilungsfeuerwehren für die Übernahme der Einsatzbereitschaft.  
 

Geschrieben von Marco Friz

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Politischer Besuch bei der Wieslocher Feuerwehr

MdL Karl Klein und der Politische Staatssekretär Wilfried Klenk kamen in die Weinstadt

Vor kurzem wurde der Wieslocher Feuerwehr ein hochrangiger Besuch zuteil. Nach Zusammentreffen beim Polizeiposten St.Leon-Rot und der DLRG St.Leon-Rot kamen der Landtagsabgeordnete Karl Klein (CDU) und der Politische Staatssekretär Wilfried Klenk (CDU) aus dem Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg vorletzte Woche im Wieslocher Feuerwehrhaus an.
Auf dem Programm von Klenk und Klein stand ein Gespräch mit Vertretern der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch. Stadtbrandmeister Peter Hecker, stellvertretender Stadtbrandmeister Ronald Martin, Abteilungskommandant der Abteilung Wiesloch Jürgen Bodri , stellvertretender Abteilungskommandant der Abteilung Wiesloch Marco Friz sowie die beiden hauptamtlichen Gerätewarte Thomas Hörner und Stefan Glasl begrüßten gemeinsam mit Wieslochs Bürgermeister Ludwig Sauer und den Angehörigen des Gemeinderates Michael Wanner, Barbara Dortants und Markus Grimm den politischen Besuch.

In seiner Funktion als Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit stellte Marco Friz die Freiwillige Feuerwehr Wiesloch vor. Im Jahr 2018 waren die rund 300 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden der Gesamtfeuerwehr Wiesloch, mit ihren vier Abteilungsfeuerwehren, 327 mal im Einsatz. Stolz sei man darauf, dass sich mittlerweile 40 Frauen und Mädchen bei der Feuerwehr engagieren – mit steigender Tendenz.

Der Dialog mit Klenk und Klein drehte sich insbesondere um die drei Themen, die laut Friz der Wieslocher Feuerwehr besonders am Herzen lägen: Motivation im Ehrenamt, Ausbildung auf Landesebene (Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg) und Zuwendungen. „Wir haben Zulauf, aber das ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte Friz und stellte die vielfältigen Aktionen der Feuerwehr dar, um Mitglieder und Aktive zu gewinnen.

Klenk, seit 1972 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oppenweiler, dankte den Wieslocher Feuerwehrkameraden, die unter dem treffenden Motto „Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit“ agieren, für ihr großartiges Engagement. „Ich lege Wert darauf, mit Praktikern vor Ort ins Gespräch zu kommen“, sagte der Staatssekretär. Auch sprach Klenk die zunehmende Übergriffe auf Polizei und Rettungskräfte an, die nicht zu tolerieren seien und hart bestraft werden müssten. Ferner wies der CDU-Politiker auf die Auszeichnung „ehrenamtsfreundlicher Betriebe“ hin: „Das betrifft auch die Feuerwehr. Es ist gut und wichtig, dass es Betriebe gibt, die dieses unersetzliche ehrenamtliche Engagement unterstützen.“

Landtagsabgeordneter Klein widmete sich unter anderem den Themen Zuwendungen und Ausgleichsstock. Die CDU beabsichtige durch eine Änderung des kommunalen Finanzausgleiches die  Nachteile großflächiger Kommunen, in den relativ wenig Menschen wohnen,  durch die Einführung eines so genannten Flächenfaktors auszugleichen.
Für die Stadt und die Feuerwehr bedankten sich Bürgermeister Ludwig Sauer und die Feuerwehrführung für den Besuch von Herrn Klein und Herrn Klenk. Sie hoben die Bedeutung des Termins und den damit ermöglichten direkten Austausch mit politischen Entscheidungsträgern hervor.

Geschrieben von Matthias Busse (Büro MdL Klein)

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Offizielle Übergabe des neuen Gerätewagen Transport

Vielseitiges Fahrzeug stärkt die Leistungsfähigkeit der Abteilung Wiesloch

Kürzlich wurde im feierlichen Rahmen das jüngste Einsatzfahrzeug an die Abteilungsfeuerwehr Wiesloch übergeben. Der neue Gerätewagen Transport (GW-T) auf Basis eines MAN-Fahrgestells und eines feuerwehrtechnischen Aufbaus der bayerischen Firma Junghanns löst ein Vorgängerfahrzeug ab. Dieses musste bereits im Jahr 2017 mit wirtschaftlichem Totalausfall ausgemustert werden.
Noch vor der eigentlichen Übergabe wurde auch auf einen Einsatzzweck des neuen Fahrzeugs mit einem Impulsvortrag durch den Feuerwehrarzt des Kreisfeuerwehrverbands Rhein-Neckar-Kreis eingegangen. Dr. Eric Henn referierte über die Themen „Krebsgefahr im Feuerwehrdienst“ und „Hygiene im Brandeinsatz“. Er schilderte Erkenntnisse aus verschiedenen repräsentativen Studien, die sich mit den genannten Themen beschäftigten. Gemäß der Erkenntnisse schilderte der Feuerwehrarzt den wissenschaftlich belegten Zusammenhang zwischen Brandbekämpfung und einem erhöhten Krebsrisiko. Doch sollte der Vortrag keineswegs Panik hervorrufen, Dr. Henn verwies auf organisatorische und bauliche Maßnahmen, die eine Kontaminierung minimieren können und ganz allgemein auf die Aufgabe, ein Bewusstsein für die gesundheitlichen Gefahren zu wecken. Zum Ende bescheinigte Dr. Eric Henn der Wieslocher Feuerwehr auf einem guten Weg zu sein. Neben einer räumlich getrennten Umkleide für Damen, die bereits eingerichtet wurde, erwähnte er Hinweisschilder, die das Betreten mit Einsatzuniform nur noch in bestimmten „Schwarz-Bereichen“ gestatten und die Vorzüge des neuen Gerätewagen Transport. Mit dem Fahrzeug wird es künftig möglich sein, kontaminierte Kleidung noch an der Einsatzstelle abzulegen und neue saubere Kleidung anzuziehen. Damit reduziere die Wieslocher Feuerwehr die Verschleppung von Brandrauch-Bestandteilen und erhöhe somit aktiv den Gesundheitsschutz der ehrenamtlichen Feuerwehrleute.

Abteilungskommandant Jürgen Bodri bedankte sich für den kurzweiligen und informativen Vortrag beim Kreisfeuerwehrarzt. Im Anschluss skizzierte er die Entstehung des neuen Gerätewagen Transport. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, einem Fahrzeug aus dem Jahr 1989, ist der neue GW-T sehr vielseitig einsetzbar und erweitert die Möglichkeiten der Wieslocher Feuerwehr. So führt das Fahrzeug bereits direkt eine Basis-Logistik mit, die an Einsatzstellen benötigt wird. Ersatz-Einsatzkleidung und Sitzgelegenheiten werden ebenso an Board mitgeführt wie ein festverbauter Lichtmast und Absperrmaterial. Seine vielseitige Verwendung wird durch einige Rollcontainer sichergestellt. Ob ein mobiler Stromerzeuger oder eine Tragkraftspritze, Atemschutz-Nachschub oder Unterbaumaterial: Das Fahrzeug kann mit der verbauten Ladebordwand mit einer Hubkraft von zwei Tonnen individuell und für nahezu verschiedene Einsatzzwecke beladen werden. Bodri bedankte sich bei den Kameraden, die sich im Fahrzeugausschuss mit den technischen Details und der Ausschreibung beschäftigt hatten, ebenso bei den ausführenden Firmen. Sein besonderer Dank galt den anwesenden Mitgliedern des Gemeinderats und der Verwaltung, die der notwendigen Beschaffung zugestimmt hatten und dem Landkreis für den finanziellen Zuschuss. Er mahnte an, dass die Vorbereitung der Ersatzbeschaffung bereits 2011 begonnen hatte und durch Verschiebung der Ersatzbeschaffung das Vorgängerfahrzeug zwischenzeitlich durch den Totalausfall ausgeschieden war.

Bürgermeister Ludwig Sauer sprach die Glückwünsche im Namen der Verwaltung und des Gemeinderats aus. Er ging darauf ein, dass man zu lange mit der Ersatzbeschaffung gewartet habe und versicherte, dass er sich persönlich dafür einsetze, künftig eine ähnliche Situation vermeiden zu wollen. Er bedankte sich bei allen Beteiligten, ausdrücklich beim städtischen Gemeinderat und dem Fahrzeugausschuss. Bürgermeister Sauer schloss sich der stellvertretende Stadtbrandmeister Ronald Martin für die Führung der Gesamtfeuerwehr an. Er beschrieb die Bedeutung des Fahrzeugs für den Einsatzdienst und dankte ebenso für die Mühen bei der Beschaffung.

Vor der Segnung des Fahrzeugs sprachen Unterkreisführer Michael San José und Ehrenkommandant Rainer Kircher. San José überbrachte die Grüße des Kreisbrandmeisters und verwies auf die Bedeutung für den Unterkreis Wiesloch und den Landkreis. Er bescheinigte der Wieslocher Feuerwehr damit an Leistungsfähigkeit gewonnen zu haben. So konnte mit der Segnung durch den evangelischen Pfarrer Dr. Andreas Blaschke und den katholischen Diakon Michael Barth-Rabbel die Veranstaltung ihrem Höhenpunkt und Ende entgegen gehen. Zuletzt übergaben Bürgermeister Sauer und die beiden stellvertretenden Stadtbrandmeister Matthias Eberle und Ronald Martin noch ein offizielles Maskottchen. Grisu der Drache soll neben dem göttlichen Segen seine Hand über das Fahrzeug und seine Besatzung halten.

Geschrieben von Marco Friz

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