Feuerwehr musste im Vorjahr knapp 300 Einsätze bewältigen

Gesamthauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch am vergangenen Freitag

297 Einsätze mussten die vier Wieslocher Feuerwehrabteilungen im vergangenen Jahr bewältigen. Vom brennenden Mülleimer bis zum Großbrand der Malscher Ziegelei reichte das umfangreiche Einsatzspektrum. Meist riefen die Funkmeldeempfänger die Wehrleute jedoch zu technischen Hilfeleistungen, wie etwa Verkehrsunfällen, Türöffnungen nach medizinischen Notlagen, Gefahrgutaustritten oder Unwettereinsätzen. Gut, dass sich die Stadt auf nahezu 300 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer verlassen kann und besonders erfreulich ist dabei, dass sich mehr als 100 Jugendliche in den vier Jugendfeuerwehren engagieren. Insbesondere Letzteres wurde bei der Gesamthauptversammlung der Wieslocher Feuerwehr gleich mehrfach gewürdigt.

Stadtbrandmeister Peter Hecker konnte sich über einen regen Besuch der Veranstaltung freuen. Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Ludwig Sauer, dem stellvertretenden Fachbereichsleiter im Rathaus Jürgen Morlock, den Ehrenkommandanten sowie den Kommandanten aus Rauenberg und der Heidelberger Druckmaschinen AG. In einer Schweigeminute gedachte man der verstorbenen Wehrleute, unter ihnen dem ehemaligen Baiertaler Kommandanten Werner Gefäller, der eine schmerzliche Lücke hinterlassen hat. Neben den eingangs erwähnten Fakten ging der Stadtbrandmeister auf eine Fülle von Übungen, Aus- und Weiterbildungen, Gerätewartdienste, Veranstaltungen sowie Sicherheitswachen ein. „Es sei schon sehr beeindruckend, was da im Einzelnen von den Ehrenamtlichen das ganze Jahr über geleistet wurde“, so Peter Hecker. Es habe sich aber auch gezeigt, dass dieses Pensum nur durch eine gute Zusammenarbeit aller vier Abteilungen zu bewältigen sei. Jüngste Einsätze in den Stadtteilen, wie ein Verkehrsunfall in Schatthausen, der Strohballenbrand in Baiertal oder die Ölverschmutzung während der dortigen Kerwe sprechen für eine dezentrale Feuerwehr vor Ort, die rasch eingreifen und dadurch größeren Schaden verhindern kann. Der stellvertretende Stadtjugendwart Alexander Stroh konnte von der traditionellen Christbaumsammlung, zwei Großübungen und der Ferienspaßaktion berichten, welche die Gesamtjugendfeuerwehr organisiert hat. Hinzu kommt noch ein bunter Strauß von Veranstaltungen der vier Jugendfeuerwehren in ihren eigenen Gruppen. Stellvertretender Gesamtkommandant und  hauptamtlicher Gerätewart Michael Schumacher dankte den ehrenamtlichen Gerätewarten für die unverzichtbare Unterstützung. Seine Kameradinnen und Kameraden bat er, Fahrzeuge und Ausrüstung weiterhin pfleglich zu behandeln und Mängel an den Geräten zeitnah zu melden, damit sie schnell behoben werden könnten. Denn schließlich genieße die ständige Einsatzbereitschaft und schnelle Verfügbarkeit höchste Priorität.

Bürgermeister Ludwig Sauer dankte den Wehrleuten für ihren Einsatz und seinen Kolleginnen und Kollegen im Rathaus für die Unterstützung der Feuerwehrarbeit. Auch der Gemeinderat stehe den Belangen der Feuerwehr offen gegenüber und nur im fairen Miteinander könnten die Herausforderungen der Zukunft bewältigt werden. Trotz der nach wie vor in allen Bereichen durchschlagenden Finanznot der Stadt konnten in den vergangenen Jahren die erforderlichen Ersatzbeschaffungen im Fuhrpark getätigt und mit der energetischen Sanierung im Wieslocher Feuerwehrhaus durch Austausch der Tore begonnen werden. Er bat um Verständnis, dass bei den Finanzen leider keine Entwarnung gegeben werden kann. Umso erfreulicher ist es daher auch, dass der BGV einen großen Stromerzeuger stiftet und dadurch den städtischen Haushalt entlastet. Was die Jugendarbeit der Feuerwehr anbelangt, so werden die Jugendfeuerwehren durch die demografische Entwicklung und die Ganztagsschulen sehr stark gefordert werden.

Ehrenkommandant Rainer Kircher griff diesen Gedanken auf und verband mit seinem Dank an die Wehrleute den Wunsch, dass die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt werden. So müsse man sich beispielsweise ernste Gedanken über Löscheinsätze bei Gebäuden machen, auf denen Photovoltaikanlagen installiert sind. Erst vor kurzem habe er einen Bericht über einen Brandeinsatz gelesen, bei dem aufgrund einer Solaranlage auf dem Dach eines Wohnhauses ein Löscheinsatz nahezu unmöglich war. Sorgen bereiten ihm auch großflächige Stromausfälle, von denen Wiesloch in der Vergangenheit ja selbst betroffen war. Nachdem diese durch Schmorbrände in Trafostationen (mit)verursacht oder verstärkt wurden, wäre seines Erachtens zu prüfen, ob diese Stationen mit automatischen Löschanlagen ausgestattet werden können, um Schäden möglichst zeitnah einzugrenzen. Nach diesen Denkanstößen, über die später noch eifrig diskutiert wurde, konnte der Stadtbrandmeister die Gesamthauptversammlung schließen.

Geschrieben von Ludwig Sauer

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Scheunenbrand im Ortskern von Malsch

In der Ortsmitte von Malsch brannte am Nachmittag des 26.02.2014 eine Scheune bzw. Gerätehalle in voller Ausdehnung. Das Feuer, das in den untergestellten landwirtschaftlichen Geräten, darunter 3 Traktoren, sowie einem Dieseltank reichlich Nahrung fand und schnell um sich griff, drohte auf die angrenzenden, teilweise direkt angebauten Gebäude überzugreifen.

Kurz vor 16.30 folgte die Alarmierung der Feuerwehr Malsch, die innerhalb kürzester Zeit mit ihren drei Einsatzfahrzeugen am Schadensort eintraf. Während die Besatzung des LF 8/6 aus nördlicher Richtung von der Hauptstraße einen Löschangriff vortrug bzw. die Nachbarbebauung abschirmte, leitete die Besatzung des StLF 10/6 einen Löschangriff von der Südseite her ein. Die getroffenen Maßnahmen wurden wenig später auf der Hauptstraße von der Feuerwehr Wiesloch mit einem kompletten Löschzug (DLK 23/12, TLF 20/40 SL, LF 20/16 sowie der Feuerwehr Rettigheim mit deren HLF 20/16 unterstützt. Dabei wurde der Brand mit dem Wenderohr der DLK von oben unterstützt. Auf der Südseite kam die Feuerwehr Malschenberg mit ihrem LF 8/6 zum Einsatz, um die Brandbekämpfung bzw. Riegelstellung zu verstärken. An einen Innenangriff, um die abgestellten Fahrzeuge und Geräte zu retten, war leider zu keinem Zeitpunkt zu denken, da die Flammen bereits alles Inventar und den gesamten Dachstuhl erfasst hatten. Das erhöhte Vorsicht angebracht war, wurde spätestens klar, als der südliche Giebel unter lautem Krachen nach Außen stürzte. Die auf der Südseite eingesetzten Trupps blieben glücklicherweise unversehrt, da sie sich außerhalb des Trümmerschattens aufhielten.

Zeitnah wurde die Führungsgruppe des Unterkreises Wiesloch alarmiert, die der örtlichen Einsatzleitung mit dem ELW/VRW der Feuerwehr Wiesloch assistierte. Zum gleichen Zweck waren auch Kreisbrandmeister Peter Michels mit seinen beiden Stellvertretern Kurt Lenz und Udo Dentz an die Einsatzstelle geeilt. Zusätzliche Atemschutzgeräte wurden mit dem GW-Transport der Feuerwehr Wiesloch herangeschafft.
Die Besatzung eines Rettungswagens der Wieslocher Malteser kümmerte sich um zwei Anwohnerinnen, die über Kreislaufprobleme klagten bzw. Brandrauch inhaliert hatten. Wegen des erheblichen Brandrauchs, der aufgrund der Wetterlage nur schlecht nach oben abzog, wurde die Feuerwehr Rauenberg mit dem GW-G alarmiert, um Rauchgasmessungen durchzuführen.
Ebenfalls an die Einsatzstelle beordert wurden die Führungskräfte des THW-Ortsverbands Wiesloch/Walldorf sowie ein Bausachverständiger des THW-Ortsverbands Ladenburg. Von den angedachten Abstütz- bzw. alternativ dazu möglichen Abbruchmaßnahmen wurde letztlich aber Abstand genommen.

Während der Einsatzmaßnahmen sperrte die Polizei die Ortsdurchfahrt Malsch (Hauptstraße) über mehre Stunden. Auch die parallel dazu verlaufende Kolpingstraße musste gesperrt werden, da hier die o.g. Einheiten des südlichen Einsatzabschnitts zugange waren.

Bilder: Björn Dobroschke, Feuerwehr Rauenberg-Malschenberg
Video: hier, morgenweb.de

Geschrieben von Ludwig Sauer

Erfolgreiche Ganztagesausbildung trotz kurzer Unterbrechung und Regenschauern

Ausbildungsabschnitt „Technische Hilfeleistung allgemein“ wurde abgeschlossen

Am vergangenen Samstag schloss die Einsatzabteilung ihre diesjährige Ausbildung „Technische Hilfeleistung allgemein“ mit einer Ganztageseinheit ab. Die im Vorfeld aufgefrischten Inhalte in den Bereichen „Ziehen“ und „Heben von Lasten“ standen dabei besonders im Fokus. In vier verschiedenen Einsatzübungen mussten diese auf dem Gelände des städtischen Bauhofs angewendet werden. Dabei wurden die von Mal zu Mal neu zusammengestellten Teams vor jeweils neue Herausforderungen gestellt. Wie im Ernstfall sollte auch hier zielstrebig, schnell und unter Beachtung des Eigenschutzes gearbeitet werden.
„Waldarbeiter unter Baum eingeklemmt“, so lautete die erste Meldung für den zur Übung bereitstehenden Rüstzug. Mit Löschgruppenfahrzeug, Rüstwagen, Tanklöschfahrzeug und Einsatzleitwagen rückten die 17 Kräfte an. Nach kurzer Abstimmung mit den Kameraden die die medizinische Erstversorgung vornahmen, wurden zunächst die Bäume gegen plötzliches Absacken gesichert. Anschließend wurden Maßnahmen eingeleitet, die eine Befreiung des eingeklemmtes „Waldarbeiters“ ermöglichen sollten. Dazu zählten das Verbinden der Last durch Spanngurte und gezieltes Anheben durch den Einsatz eines Hochdruckhebekissens. Nach rund einer viertel Stunde waren der Dummy befreit und alle Übungsziele erfolgreich absolviert. In einer anschließenden Manöverkritik wurden die getroffenen Maßnahmen reflektiert und Verbesserungsvorschläge von den Teilnehmern und den Ausbildern gemeinsam besprochen.
Nahtlos folgte die zweite Übung des Vormittags. An einer abschüssigen Stelle befand sich ein Dummy unter einem tonnenschweren Container. Dabei stand der Container so ungünstig, dass er gleich zu mehreren Seiten abzurutschen drohte. Aufgrund dieser Voraussetzungen musste gleichzeitig eine Sicherung eingezogen und das Anheben der schweren Last vorbereitet werden. Dabei kamen eine große Anzahl Unterbaumaterial und ein Hydraulikheber zum Einsatz. Um die Last geschickter im Container zu verteilen wurden Teile mit Schaufeln auf die Seite des Drehpunkts geschaufelt. Nachdem man sich kurz abgestimmt hatte, konnte der Container nun vorsichtig angehoben werden. Zentimeter für Zentimeter wurde Platz geschaffen, um die „Person“ aus ihrer Lage zu befreien. Nach rund 20 Minuten war dieses Ziel erreicht und die Einsatzübung konnte für beendet erklärt werden. Als sich die Mannschaft gerade für die dritte Übung des Tages bereitmachte, schrillten plötzlich die Meldeempfänger. Die unangekündigte Alarmübung im Palatin (siehe Bericht hier) unterbrach die Ausbildung für rund eineinhalb Stunden. Weil sich Feuerwehrleute aber „naturgemäß“ auf unplanbare Umstände einzustellen wissen, wurde der Tag nach der Alarmübung fortgesetzt.
Nach der Rückkehr sahen sich die Helfer einer Art überdimensionalem Mikado aus Baumstämmen gegenüber. Dieses bildete einen Unfall nach, bei dem Personen auf einem schlecht gesicherten Stapel von Baumstämmen herumgeklettert sind und diese ins Rutschen gebracht haben. Zwei Dummies waren unter und zwischen den Baumstämmen eingeklemmt und konnten durch die instabile Lager der Baumstämme nicht ohne weiteres befreit werden konnte. Schlüssel für die Rettung war, die einzelnen losen Baumstämme mit Spanngurten zu größeren Einheiten zu verzurren, die dann kontrolliert angehoben werden konnten. Lockere Stämme konnten derweil vorsichtig von Hand bei Seite geräumt werden. Stets wurde dabei Rücksprache mit den „Ersthelfern“ gehalten. Eine plötzliche Verschlechterung des Kreislaufzustands führte auch hier zur Notwendigkeit einer Crashrettung. Dabei muss der Patient so schnell wie möglich befreit werden, auch wenn es zu weiteren Verletzungen kommen kann. Im Gegensatz dazu steht eine patientenorientierte Rettung, bei der äußerst vorsichtig vorgegangen werden muss.  Konzentriert und mit den richtigen Mitteln gelang eine schnelle und erfolgreiche Befreiung.
Den letzten Übungseinsatz bildete ein Unfall mit Schuttcontainern. Dabei wurde simuliert, dass ein Arbeiter beim Absetzen eines Containers zwischen diesem und einem anderen Container eingeklemmt wurde. Durch gezieltes Auseinanderdrücken konnte genug Raum geschaffen werden, den Dummy zu befreien. Dabei bestand die Herausforderung in den kantigen bzw. schrägen Oberflächen, die sich nur bedingt als Widerlager eigneten. Der Einsatz eines Hochdruckhebekissens und geeignet eingebrachter Holzverkeilung erwies sich als schnelle und wirksame Maßnahme.
Gegen Nachmittag ging der sehr lehrreiche Tag für alle Beteiligten zu Ende. Fazit: Neue und altbewährte Gerätschaften zur technischen Hilfeleistung können zielgerecht und schnell eingesetzt werden. Der hohe Ausbildungsstand leistet auch weiterhin einen großen Anteil an der Sicherheit der Bevölkerung. Ein Dankeschön gilt den verantwortlichen Ausbildern, die wieder einmal eine sehr lehrreiche Ganztagesübung ausgearbeitet hatten. Verantwortlich zeichneten Ausbildungsleiter Michael Roth und sein Team aus Michael Raab, Gerhard Kirschenlohr und Dirk Burkhardt. Das Ausbilderteam lobt seinerseits die hartgesottenen Nachmittagsteilnehmer, die sich auch durch den dann strömenden Regen nicht von der Rettung der letzten Dummies abhalten ließen, und hinterher trotzdem noch eine halbe Stunde Säuberungskation mitgemacht haben

Geschrieben von Marco Friz

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Unangekündigte Alarmübung im Palatin

Der Ernstfall wurde erfolgreich geprobt

Helle Aufregung am Samstagvormittag gegen 10.00 Uhr in der Messplatzstraße und der Tuchbleiche: Vom Dach des Palatin steigt schwarzer Rauch in den regenverhangenen Himmel.

Die hoteleigene Alarmanlage heult unaufhörlich und wird nur von den Martinshörnern der im Minutentakt anrückenden Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr übertönt. Die Feuerwehren der Wieslocher Stadtteile treffen mit allem verfügbaren Gerät ein. Atemschutzgeräteträger haben sich bereits während der Anfahrt ausgerüstet und werden von ihren Gruppenführern mit Schläuchen und Rettungsgeräten ins 5. Geschoss  geschickt, wo der Brandherd liegen soll. Da dort alles verraucht ist, können  einige  der Hotelgäste nicht fliehen. Rettung naht durch die Drehleiter, die bereits vorsichtig am Gebäude vorbei rangiert und nun aufgerichtet wird. Zwischenzeitlich sind auch Oberbürgermeister Franz Schaidhammer und Bürgermeister Ludwig Sauer am Haupteingang des Hotels eingetroffen. Sie sprechen mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr, Bediensteten des Palatin und verängstigten Hotelgästen, darunter Gäste der Stadt aus Amarante und Fontenay-aux-Roses. Nach wie vor ist die Lage sehr unübersichtlich. Vorsorglich sperrt die Polizei die Messplatzstraße ab. Erst jetzt gibt Palatin-Geschäftsführer Klaus Michael Schindlmeier Entwarnung: Bei dem täuschend echten Szenario handelt es sich glücklicherweise nur um eine unangekündigte Alarmübung, von der nur die Mitarbeiter des Palatin, die als Statisten und Pyrotechniker fungierten, Stadtbrandmeister Peter Hecker und die Polizei wussten. Alle anderen Mitarbeiter, Gäste und Feuerwehrleute gingen bis dato von einem realen Unglück aus und können es kaum fassen, dass alles nur eine Übung sein soll. Erst langsam weicht die Anspannung bei allen Beteiligten. Erleichterung macht sich breit.

Es gibt aber auch kritische Fragen, ob man die Übung nicht doch hätte ankündigen sollen. Unisono antworten sowohl Peter Hecker, als auch Klaus Michael Schindlmeier darauf mit einem klaren Nein. Man wollte ja gerade mögliche Schwachpunkte im hohen Sicherheitsstandard des Hotels aufdecken. Bei einer angekündigten Übung wären mögliche Schwachstellen im Voraus ausgeräumt worden, da man ja „gut dastehen“ möchte. Doch auch so zeigten sich Hotel- und Feuerwehrchef sehr zufrieden vom Ablauf der Übung. Das Sicherheitskonzept und die getroffenen Maßnahmen der Feuerwehr haben sich bewährt, allenfalls „kleinere Stellschrauben“ müssen konzeptionell nachjustiert werden. Dass eine unangekündigte Übung dieses Ergebnis hervorbrachte, freut den Geschäftsführer, der sehr auf die Sicherheit seiner Gäste bedacht ist, ganz besonders. Er wie auch Stadtbrandmeister Peter Hecker bitten alle Betroffenen um Verständnis für alle Unannehmlichkeiten, die durch die Übung entstanden sind, seien es nun Lärmbelästigungen, Verkehrsbehinderungen oder Schrecksekunden. 

Weitere Aufnahmen der Übung gibt es hier (morgenweb.de).

Bildquelle: 1-3 (PR-Video/René Priebe)

Geschrieben von Ludwig Sauer

Bildquelle: PR-Video/René Priebe

Bildquelle: PR-Video/René Priebe

Bildquelle: PR-Video/René Priebe

Bildquelle: PR-Video/René Priebe

Bildquelle: PR-Video/René Priebe

Notruf 112: Eine Nummer für Hilfe in ganz Europa

Präsidenten von DFV und BBK informieren zum Tag des Notrufs am 11.2.



Berlin – 500 Millionen Menschen, ein Notruf: Über die kostenfreie Telefonnummer 112 erhalten Hilfesuchende in allen Ländern der Europäischen Union Schutz und Hilfe von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten. Doch nur etwa jedem vierten Europäer ist auch bewusst, dass diese lebensrettende Notrufnummer in allen EU-Staaten funktioniert. 



„Wir wollen die Menschen darüber informieren, dass der Notruf 112 nicht nur in Deutschland, sondern europaweit für schnelle, zuverlässige Hilfe steht“, erklären Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), und Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), zum Europäischen Tag des Notrufs am 11. Februar 2014.



In einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage gaben nur 17 Prozent der Deutschen bei der Frage nach einer europaweiten Notrufnummer die 112 an. Der Anteil der Bevölkerung in Deutschland, die die 112 als Notruf in allen EU-Staaten identifizieren kann, ist im Vergleich zu 2008 lediglich um fünf Prozentpunkte gestiegen. 



Um den Bekanntheitsgrad der lebensrettenden Telefonnummer zu steigern, findet am Dienstag, 11. Februar 2014, zum sechsten Mal der Europäische Tag des Notrufs statt. „DFV und BBK arbeiten Hand in Hand, um die Bevölkerung zu informieren und Beispiele guter Praxis aus der Arbeit vor Ort weiter zu verbreiten“, erläutern Kröger und Unger. 



Der Deutsche Feuerwehrverband stellt auf seiner Facebook-Seite www.facebook.de/112willkommen Hintergrundinformationen für Bevölkerung und Feuerwehren zur Verfügung. Zudem organisiert der DFV gemeinsam mit dem Internet-Radio 112 am 11. Februar eine Sondersendung, in der Experten und Akteure vor Ort zu Wort kommen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt auf seiner Webseite www.bbk.bund.de Tipps rund um Gefahrenfall und Notruf – etwa im umfangreichen „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“.

Geschrieben von Deutscher Feuerwehrverband

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Im Jubiläumsjahr waren mehr Feuerwehreinsätze zu bewältigen

Hauptversammlung der Abteilungswehr Wiesloch und des Fördervereins am vorvergangen Freitag

Am vorvergangenen Freitag versammelten sich die Feuerwehr- und Vereinsangehörigen zur Hauptversammlung der Abteilungsfeuerwehr Wiesloch und des dazugehörigen Fördervereins. Jürgen Bodri, Abteilungskommandant und Vereinsvorsitzender, begrüßte die Anwesenden in der Feuerwache Wiesloch. Zu den Ehrengästen zählte Bürgermeister Ludwig Sauer, der zuständige Fachbereichsleiter Jürgen Morlock, die Kommandanten der Werkfeuerwehr HDM und PZN, Orhan Bekyigit und Michael Milker sowie Kommandant Frank Eck von der Feuerwehr Walldorf. Ebenso durfte er die beiden Ehrenkommandanten Gerolf Sauer und Rainer Kircher sowie das neue Ehrenmitglied Ursula Hänsch willkommen heißen. Nach der Begrüßung und Totenehrung ließ Bodri das vergangene  „Jubiläumsjahr“ Revue passieren.

2013 stand ganz im Zeichen des 150. Geburtstages der Abteilungsfeuerwehr. In 15 großen Veranstaltungen wurde nahezu jede Zielgruppe angesprochen. Kinder und Jugendliche durften bei der Großübung oder Kinderbuchlesung teilhaben, Oldtimerfans kamen bei der Kurpfalzklassik auf ihre Kosten. Technikbegeisterte Feuerwehrleute zeigten beim „Wieslocher Rettungstag“ ihr Können. Freunde und Gönner der Wehr waren zum großen Festakt im Palatin geladen. Auch die die Kranken und Schwachen unserer Gesellschaft wurden nicht vergessen. Zu Gunsten des Kinderhospizes Sterntaler in Dudenhofen wurde ein Benefizkonzert veranstaltet.

„Es war ein überaus gelungenes Jahr – die ausschließlich positiven Rückmeldungen geben uns Recht“, zog Jürgen Bodri Bilanz. Er dankte seiner Mannschaft, den zahlreichen Spendern, der Presse sowie der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat.

Bei aller Freude über das gelungene Jubiläum erinnerte Jürgen Bodri aber auch daran, dass 2013 eine große Anzahl an Einsätzen bewältigt werden musste. 224 Mal mussten die 74 Frauen und Männer ausrücken. Zwei größere Unwetter, technische Hilfeleistungen verschiedener Art, Brände, Fehlalarme und Seelsorgeeinsätze forderten das ganze Können der Mannschaft. Besonders schwierig waren der Großbrand in Malsch und  die zahlreichen, teils sehr schweren, Verkehrsunfälle auf der A6. (siehe  Jahresbericht 2013). „Nebenbei“ wurde der alte Rüstwagen außer Dienst gestellt und das Nachfolgefahrzeug nach umfangreicher Einweisung in Betrieb genommen. Der neue Rüstwagen stellte seinen großen Einsatzwert bei zahlreichen Einsätzen im zweiten Halbjahr unter Beweis. Um auf den Einsatzdienst vorbereitet zu sein, hielten sich die ehrenamtlichen Kräfte das Jahr über in Aus- und Fortbildungen fit. Darüber hinaus wurden zahlreiche Sonderaktivitäten wie Brandschutzerziehungen und Brandsicherheitswachdienste durchgeführt. Auch hierfür sprach der Abteilungskommandant seinen Dank und Respekt aus.

Thomas Mantz wurde im Rahmen der Hauptversammlung für seine 20-jährige Dienstzeit geehrt. In Wiesloch engagiert sich der Hauptfeuerwehrmann im Einsatzdienst und bei den ehrenamtlichen Gerätewarten. Das neu bepflanzte Blumenbeet vor dem Feuerwehrhaus wurde unter seiner Leitung verwirklicht. Außerdem verstärkt er die Werkfeuerwehr des PZN.

Vom stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart Marco Friz wurde über die Aktivitäten des Nachwuchses berichtet. Zahlreiche Übungsdienste standen bei den vier Jugendgruppen 2013 auf dem Plan. Erfreulicherweise konnten im Berichtszeitraum neun neue Kinder bei der Jugendfeuerwehr begrüßt werden. Damit stieg die Mitgliederzahl auf 48 Kinder und Jugendliche. Daniel Ahmeti wurde auf dem Festakt von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzmannschaft übergeben. Zu den besonderen Highlights zählte Marco Friz die Großübung der Jugendfeuerwehr im März, die den Startschuss in das Jubiläumsjahr bildete, den Ausflug in den Europapark sowie das Bestehen der Jugendleistungsspange der Gruppe 1. Er dankte der Einsatzabteilung für die Unterstützung bei den Sonderaktionen der Jugendfeuerwehr sowie dem Gruppenleiterteam für das große Engagement.

Kassenwart Michael Bader berichtete im Anschluss über die Ausgaben und Einnahmen des Fördervereins. Durch die beiden Kassenprüfer Gerhard Kirschenlohr und Frank Lauer wurde ihm eine einwandfreie Kassenprüfung bescheinigt. Daraufhin wurde Bader einstimmig entlastet.

In seinen Grußworten überbrachte Bürgermeister Ludwig Sauer den Dank des Verwaltungsvorstands, der gesamten Stadtverwaltung und des Gemeinderats. Er hob den großen Einsatz der Kernstadtwehr und die Mehrbelastung im Jubiläumsjahr hervor. Für die „tolle Zusammenarbeit“ innerhalb der Wehr, so zum Beispiel in der Jugendarbeit, bei der Alterswehr oder der Feuerwehrseelsorge sprach er seinen großen Respekt aus. Auch eine gute Brandschutzerziehung und die vielen weiteren Fachthemen verdeutlichten den hohen Einsatzwillen innerhalb der Feuerwehr. Für die gute Zusammenarbeit mit den Abteilungs- und Nachbarwehren dankte er deren anwesenden Vertretern. In seiner Rede kündigte Sauer eine „kleine Überraschung“ für die Abteilungswehr an. So erhält diese voraussichtlich noch in diesem Jahr eine neue Tragkraftspritze von der BGV-Versicherung.

Stadtbrandmeister Peter Hecker wünschte sich in seiner Ansprache vor allem die gesunde Heimkehr der Feuerwehrfrauen und –männer. Er lobte die Arbeit in Ausbildung, Einsatz und beim Jubiläum und wünschte auch weiterhin eine so gute Hand, im Sinne der Gesamtfeuerwehr.

Seinen großen Dank an die Mannschaft und Abteilungskommandant Jürgen Bodri sprach Ehrenkommandant Rainer Kircher aus. In einer kurzen Jubiläumsrückschau verdeutlichte er den Stellenwert des Jubiläums und die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Zum Abschluss ließ es sich die ehemalige Bürgermeisterin Ursula Hänsch nicht nehmen, sich noch einmal ausdrücklich für die Ernennung zum Ehrenmitglied zu bedanken.

Info: In Kürze steht der Jahresbericht des Jahres 2013 hier zum Download bereit.

Geschrieben von Marco Friz

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Kritische Engstellen wurden gemeinsam angefahren

Feuerwehr und Gemeindevollzugsdienst nahmen Fahrbahnverengungen ins Visier

Wenn es im Ernstfall schnell gehen muss, werden Fahrbahnverengungen durch Falschparker zum großen Problem für Feuerwehr und Rettungsdienst. Nicht selten stehen die Fahrer von großen Löschfahrzeugen dann vor dem Problem, umständlich rangieren zu müssen, um Engstellen überhaupt passieren zu können. Auch anderen Hilfsorganisationen ergeht es ähnlich. Für das (Über)-Leben von Verletzten oder Eingeschlossenen bedeutet dies, dass wertvolle Sekunden verloren gehen können.

Am vergangenen Mittwoch fuhren Feuerwehr und Gemeindevollzugsdienst deshalb in einer gemeinsamen Aktion solche Problemstellen im Stadtgebiet an. An manchen dieser Stellen kam es in der Vergangenheit schon tatsächlich zu ärgerlichen Verzögerungen.

Fazit der aktuellen Überprüfung: Es war zwar etwas besser als in der Vergangenheit, dennoch war das Durchkommen an manchen Stellen sehr schwierig.

In diesem Zusammenhang weist die Straßenverkehrsbehörde darauf hin, dass nach § 12 der Straßenverkehrsordnung 

  • das Halten an engen und unübersichtlichen Straßenstellen nicht zulässig ist, eine Durchfahrtsbreite von 3,05 m muss gewährleistet sein
  • ein Abstand von 5 m vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen einzuhalten ist 
  • das Halten vor und in Feuerwehreinfahrten nicht zulässig ist
  • das Halten 5 m vor und hinter Fußgängerüberwegen nicht zulässig ist
  • das Parken vor Grundstückszufahrten und gegenüber schmalen Fahrbahnen (Fahrbahnbreite von bis zu 3 m) nicht zulässig ist
  • das Halten an unübersichtlichen Stellen z. B. an Gefällstrecken, hinter Straßenkuppen, bei Fahrbahnverschwenkungen, engen Kurven und Baustellen nicht zulässig ist.

Das Halten und Parken vor und in einer Feuerwehreinfahrt ist bußgeldbewährt und kann mit bis zu einem Punkt geahndet werden. Das gilt ebenso, wenn an engen und unübersichtlichen Stellen oder an schmalen Kurven geparkt oder gehalten wird und das Rettungsfahrzeug dadurch behindert wird.

Geschrieben von Marco Friz

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Mannschaft und Gerät wurden stark gefordert

Bewegen von Lasten und Höhensicherung wurden am Wochenende trainiert

Bei der Halbtagesausbildung am vergangenen Wochenende war voller Einsatz von Mannschaft und Gerät gefordert. In verschiedenen Stationen wurden das Ziehen und Heben von Lasten sowie das Thema Höhensicherung trainiert.

Dass schon ein leerer Bauschuttcontainer mit reiner Muskelkraft kaum zu verrücken ist, wurde bei einer der sechs Ausbildungsstationen deutlich. Dort musste mit dem Mehrzweckzug des neuen Rüstwagens eine horizontale Ortsveränderung des Containers herbeigeführt werden. Dieses Verfahren kann man sich vorstellen wie das Ziehen mit der Seilwinde des Rüstwagens, nur manuell ausgeführt. 
Zunächst galt es, Schäkel und Schwerlastgurte jeweils an Fest- und Zugpunkten (Tanklöschfahrzeug bzw. Container) anzubringen. Anschließend musste am Festpunkt der Mehrzweckzug eingebunden werden, um im letzten Schritt das am Zugpunkt befestigte Stahlseil anziehen zu können. So wurde man dem Ausbildungsziel „Ziehen“ gerecht.

Die weiteren Stationen warteten mit der Einheit „Heben“ auf die Feuerwehrleute. Ungleich schwerer, da zum Anheben von Lasten eine größere Anzahl an Gerätschaften zur Verfügung steht. Das passende Gerät musste aus diesen Gründen auf Zeit ausgewählt und zum Einsatz gebracht werden. 
Für das Anheben einer Stahlplatte reichte zunächst noch Muskelkraft aus, bei mehreren Stahlplatten musste dann schon ein druckluftbetriebenes Hebekissen eingesetzt werden. Die Aufgabe mehrere Zentner Pflastersteine anzuheben, ließ sich durch einen Hebebaum bewältigen. Nie vernachlässigt werden, durfte dabei das Sichern. Ein abgestimmtes Unterbauen von Lasten soll verhindern, dass diese unkontrolliert um- oder abstürzen können und Einsatzkräfte oder Verunfallte verletzen. Dies wurde besonders bei den finalen Aufgaben deutlich, als die schwersten „Brocken“ angehoben werden mussten. Einen zwischen 7 und 9 Tonnen schweren Schuttcontainer sollten die Ausbildungsteilnehmer rund 20 Zentimeter vom Boden bewegen. Nur so war an eine eingeklemmte „Person“ heranzukommen. Mit zwei Hydraulikhebern á 10 Tonnen Hubkraft realisierten die verschiedenen Gruppen diese Vorgabe nahezu gleich. Auch beim letzten Punkt der Einheit Heben wurde ähnlich vorgegangen. Eine „Person“, die zwischen einem Schutthaufen und einem PKW feststecken sollte, musste schnellstmöglich aus ihrer Zwangslage befreit werden. Hierzu wurden pneumatische Hebekissen eingesetzt, die das Fahrzeug sanft in die Höhe hoben. Mit dem passenden Unterbau konnte auch diese Herausforderung erfolgreich gemeistert werden.

Im dritten Ausbildungspart widmete man sich an der Drehleiter der Anwendung von Höhen-sicherungsmitteln. Bei Arbeiten in Höhen oder Tiefen stehen der Feuerwehr solche Geräte zur Verfügung. Praktische Beispiele dienten dazu, Vorteile und Einsatzbereiche von Höhensicherungssatz, -gerät und Rollgliss zu erfahren. Mit dem Rollgliss, einem Rettungs- und Abseilgerät für Personen, sollte man sich zur Vertrauensbildung selbst ein Stück in die Höhe ziehen. Hier spielte die passende Sicherung eine ebenso große Rolle.

Ein Dankeschön gilt dem TH-Ausbilderteam um Michael Roth, Michael Raab, Gerhard Kirschenlohr und Michael Schumacher. Mit der Ganztagesausbildung im Februar endet die diesjährige Ausbildung im Bereich „Technische Hilfe allgemein“.

Geschrieben von Marco Friz

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Christbaumsammlung am 11. Januar

Ab 08:30 Uhr wird in Wiesloch und den Stadtteilen gesammelt

Am Samstag, 11. Januar 2014, werden durch die Jugendfeuerwehren in Wiesloch und den Stadtteilen Baiertal, Frauenweiler und Schatthausen Weihnachtsbäume eingesammelt.

Ab 08:30 Uhr machen sich die Jugendlichen samt Betreuern auf den Weg durch die Straßen der Weinstadt und werden ab diesem Zeitpunkt an den Haustüren der Bürgerinnen und Bürgern klingeln.

Die Verantwortlichen der Jugendfeuerwehren bitten darum, bereits vor Beginn der Sammlung die Bäume gut sichtbar an den Straßenrand zu stellen. Bei Mehrfamilienhäusern oder großen Grundstücken empfiehlt es sich, die Bäume an einem zentralen Platz zu sammeln. Sämtlicher Baumschmuck, wie beispielsweise Lametta und Christbaumkugeln, sollten zu diesem Zeitpunkt entfernt sein. Auch Spenden sollten nicht unmittelbar an den Bäumen befestigt werden: Gelegenheit macht Diebe und die Spende kommt somit eventuell nicht dem gewünschten Zweck zu. Zu erkennen sind sie die „richtigen Spendenempfänger“ an der bekannten Jugendfeuerwehruniform. In Wiesloch, Baiertal und Frauenweiler sind die Jugendlichen überdies mit einer verplombten Spendendose ausgestattet.

Die Weihnachtsbäume werden der Nahwärmeversorgung des Schulzentrums zugeführt. Ein kleiner Teil wird auf dem Parkplatz des WieTalBads verbrannt. Gegen 19:30 Uhr wird dort das Feuer entzündet.

Wichtiger Hinweis: Nach dem 11. Januar an die Straße gestellte Christbäume können nicht nachträglich abgeholt werden und müssen durch die Eigentümer selbstständig entsorgt werden.

Geschrieben von Marco Friz

Das Feuerwehrjubiläum wurde ausgiebig zelebriert

Das ganze Jahr über war die Wehr präsent | Dank für vielfache Unterstützung

„Es war ein wunderschönes Jahr, voll mit verschiedenen Erlebnissen“, so fasst man bei der Wieslocher Feuerwehr das 150-jährige Jubiläum zusammen: 14 große Veranstaltungen und Aktionen zählte die Kernstadtwehr zwischen März und November 2013 – zusätzlich zu ihrem regulären Einsatz- und Übungsdienst. „Nebenbei“ wurde dafür gesorgt, das Jubeljahr in die Öffentlichkeit zu tragen und es auf Dauer in Erinnerung zu halten. Eine 200-seitige Festschrift gehörte beispielsweise ebenso dazu, wie Ausstellungen in Schaufenstern, die das ganze Jahr über Blicke auf sich zogen. Zwei eigens gepflanzte Kugelahorn-Bäume erinnern künftig auch an den runden Geburtstag. Dabei möchte man bei der Feuerwehr natürlich nicht die ganzen Spender und Gönner vergessen, die viele der Aktionen durch finanzielle, materielle oder logistische Unterstützung erst möglich machten. „Wir sind sehr dankbar, unabhängig davon, in welcher Form uns die Menschen geholfen haben“, bringt es Jubiläums-Projektleiter Ludwig Sauer auf den Punkt.

Bereits im Jahr 2010 begannen die Planungen für das Jubeljahr. Unzählige Treffen waren nötig, um ein Grundgerüst zu stellen, auf dem man im Jahr 2012 aufbauen konnte. Schon im damaligen Sommer waren die wichtigsten Eckpunkte beschlossen und die Daten kommuniziert. Natürlich wollte man bei der Feuerwehr auf Nummer sicher gehen und einer möglichst breiten Masse die Geschichte ihres Ehrenamts näher bringen. Dies war schließlich auch der Grund dafür, auf ein Jubiläum zu setzen, welches dezentral das ganze Jahr über stattfinden sollte.

Den ersten größeren Auftritt genoss man bereits auf dem diesjährigen Neujahrsempfang im Palatin. „Ehrenamt: Mitmachen – in Wiesloch Ehrensache“, so lautete das Motto der Veranstaltung. Dort konnten die Wehrleute auf ihren Geburtstag aufmerksam machen. Die geladenen Gäste empfing man hierfür eigens in historischer Montur. Zur Großübung im März meldete sich sogar die Sonne aus dem langen Winterschlaf zurück. 200 Teilnehmer der umliegenden Jugendfeuerwehren machten das Betriebsgelände von Kissel + Wolf (KIWO) in Wiesloch buchstäblich „nass“. Im gleichen Monat entsandte man in der Dreifaltigkeitskirche neue Feuerwehr-seelsorger in ihre wertvolle Aufgabe – unter ihnen die Wieslocher Feuerwehrfrau Helga Brand. Wie schnell Freud und Leid beieinander liegen können, ist gerade bei den Aufgaben der Feuerwehren offensichtlich. So verwundert es kaum, dass die Floriansjünger auch ihrer verstorbenen Angehörigen gedachten. Im April wurde ein beeindruckendes Totengedenken auf dem Wieslocher Stadtfriedhof begangen. Dort wurde an die vielen Menschen erinnert, die sich seit der Gründung der Wehr im Jahre 1863 in den Dienst für den Nächsten gestellt haben. Weil man bei der Freiwilligen Feuerwehr aber auch an die Zukunft denkt, diente der April gleichfalls zur Nachwuchswerbung. Hierfür konnte Unterstützung in der Kinderbuchautorin Andrea Erne gefunden werden. Sie las aus ihrem Feuerwehrbuch und lockte damit Dutzende Kinder in die Feuerwache. Beeindruckt von echten Feuerwehrleuten, dem tollen Buch und den vielen Fahrzeugen verbrachte man einen kurzweiligen Nachmittag. Fahrzeuge waren es auch, die im Mai viele Besucher in die Weinstadt lockten. Im Rahmen der Kurpfalz-Klassik stellte man zahlreiche historische Feuerwehrfahrzeuge aus. Alte Handdruckspritzen aus dem 19. Jahrhundert und motorisierte Gefährte aus dem letzten Jahrhundert säumten die gesamte Fußgängerzone. Eine Gruppe engagierter junger Feuerwehrleute restaurierte unter anderem für diese Veranstaltung in wochenlanger Arbeit die alte Wieslocher Handdruckspritze und den Hydranten-wagen. Trotz des „bescheidenen“ Wetters konnte man vielen Oldtimerfans eine Freude bereiten. Unterstützt wurden die Wehrleute von Feuerwehren aus dem gesamten Umkreis sowie den weiteren Wieslocher Hilfsorganisationen. Eine Woche später luden die Hilfsorganisationen zum gemeinsamen Tag der Helfer rund um die Rettungswache ein. An beiden Tagen präsentierte man das ehrenamtliche Engagement und ließ die Bevölkerung hinter die Kulissen schauen. Es folgten ein Besuch des Hausfrauenbunds und ein Tag bei der Feuerwehr im Juni. Egal ob bei Alt oder Jung, die Feuerwehr war und ist stets ein Magnet. Man konnte viel auf- und erklären und, hoffentlich, für die Zukunft einige neue aktive und fördernde Helfer finden. Eine „kleine“ Sommerpause hatten sich die 70 Frauen und Männer der Wehr im Juli und August redlich verdient. Die Zeit nutze man unter anderem, um sich in den neuen Rüstwagen einzuarbeiten. Größere Einsätze blieben in der Zeit jedoch nicht aus. Vom Unwetter, über brennende Fahrzeuge aller Art, bis hin zum schweren Verkehrsunfall – die Feuerwehr war stets schnell zur Stelle und auf sie war wie immer Verlass. Mit einem großen Beitrag im Winzerfestanzeiger läutete man den Endspurt des Jubeljahres ein. Im September stand der Wieslocher Rettungstag bevor. Eigens für die Veranstaltung wurde der Festplatz in einem logistischen Kraftakt in eine Ausbildungs- und Informationsmeile verwandelt. Interessierte Bürger und Feuerwehrleute aus der Region konnten von dieser Veranstaltung gleichermaßen profitieren. Herrliches Spätsommerwetter sorgte für einen vollen Platz und unvergessliche Stunden. Der neue Rüstwagen, der ein 28 (!) Jahre altes Vorgängerfahrzeug ersetzt, wurde an Ort und Stelle seiner künftigen Bestimmung übergeben. Als der Herbst Einzug hielt, unterstützte man sogar die baden-württembergischen Literaturtage in Wiesloch. Mit Hilfe der Baiertaler Kameraden begleiteten Wieslocher Feuerwehrleute eine Lesung von Pedro Sombrero in den Weinbergen. Lange herbeigesehnt wurde das Festbankett im Palatin. Hier durften sich die Feuerwehrleute zum ersten Mal selbst feiern. Hochkarätige Gäste, ein kurzweiliges Programm und ein perfekter Veranstaltungsort werden bei keinem der Anwesenden in Vergessenheit geraten. Stolz vom Erlebten genoss man am darauffolgenden Tag das Benefizkonzert in der evangelischen Stadtkirche. Dem Vokalensemble Letzenbergstare und Fabienne Bender lauschte ein Publikum, welches das Kirchenschiff bis auf den letzten Platz besetzte. Dabei konnte zugunsten des Kinderhospizes Sterntaler ein Spendenbetrag in Höhe von 2.000 Euro erzielt werden. Bei der Feuerwehr schaut man gerne über den Tellerrand hinaus, selbstverständlich unterstützt man die Schwächsten der Gesellschaft. Zu guter Letzt pflanzte man besagte Bäume zwischen dem Jugendzentrum und dem neuen Platz „Am Alten Bahnhof“. Abteilungskommandant Jürgen Bodri und Ehrenkommandant Rainer Kircher übergaben die Kugelahorn-Bäume an die Stadt und ihre Bevölkerung. Und weil das Jahr bekanntlich mit dem Weihnachtsfest seinem Höhepunkt  entgegensteuert, ließ sich die Jugendfeuerwehr eine tolle Aktion einfallen: Die jüngsten Angehörigen gestalteten Baumschmuck aus Feuerwehrmotiven, die den großen Weihnachtsbaum in der Fußgängerzone noch mehr herausputzten. Als Schlusspunkt eines gelungenen Jubiläumsjahrs ein wahrlicher Augenschmaus. 

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass die Wieslocher Feuerwehr zu Recht stolz auf ihre 150-jährige Geschichte sein kann und ihre Stadt ebenso. Frauen und Männern, die jederzeit bereit sind, ihren Mitmenschen bei Bränden, Unfällen oder Unwetterschäden beizustehen, sei größter Respekt entgegen zu bringen. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass sich dazu auch in Zukunft noch Menschen finden und die Wieslocher weiterhin ruhig schlafen können.

Hinweis: Ein Dankeschön gilt ebenso allen Fotografen, die die Jubiläumsfeierlichkeiten im Bild festgehalten haben. Im besonderen Maße haben uns H & B Pressebild Pfeifer, KircherPhoto, Karlheinz Pfeiffer, Reinhold Hirth und Thomas Junkert unterstützt.

Ausführliche Informationen und Bilder-Galerien sind hier zu finden.

Geschrieben von Marco Friz

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