Erfolgreiche Abschlussübung der Feuerwehr Wiesloch

Ehemaliges Wohnheim diente als Kulisse für die Übung | Weihnachtsfeier im Anschluss

Am vergangenen Samstag fand die alljährliche Abschlussübung der Wieslocher Feuerwehr statt. Angenommen wurde eine Gasexplosion, durch welche das betroffene Gebäude teilweise einstürzte und ein Brand entstand. Kurz nach der Alarmierung rückte der Rüstzug, bestehend aus Rüstwagen, Löschgruppenfahrzeug, Einsatzleitwagen und Tanklöschfahrzeug, zum ehemaligen Wohnheim in der Walldorfer Straße aus. Praktisch zeitgleich machten sich auch das Löschgruppenfahrzeug aus Baiertal, der Mannschaftstransportwagen sowie die Drehleiter mit Blaulicht und Martinshorn auf den Weg. Als die Einsatzkräfte ankamen, bot sich ein Bild der Verwüstung: Das Gebäude war zur Hälfte eingestürzt, in der anderen Hälfte war offensichtlich ein Brand entstanden, denn es quoll dichter Rauch aus Fenstern und Türen. Schon auf der Anfahrt hatte sich ein Teil der Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten ausgerüstet. So konnten sie schon kurz nach dem Eintreffen in die verrauchten Bereiche vordringen und nach eingeschlossenen Personen, gespielt von Angehörigen der Jugendfeuerwehr, suchen. Die ersten wurden auch schnell gefunden und gerettet. Dank der Wärmebildkamera wurden auch die restlichen Opfer in den verrauchten Bereichen schnell in Sicherheit gebracht. Parallel begannen die Besatzungen der Drehleiter und des Rüstwagens mit der Rettung einer weiteren Person, welche durch ein entstandenes Loch im Boden vom Obergeschoss in ein darunterliegendes Geschoss fiel. Hier wurde simuliert, dass dieser Raum nur durch das Loch zugänglich sei. Außerdem war der darüber liegende Raum nur durch das Fenster zu betreten, was die Rettung zusätzlich erschwerte. Die Einsatzkräfte mussten die verletzte Person also zunächst durch das Loch in das Obergeschoss bringen, um sie von dort durch das Fenster aus dem Gebäude zu retten. Während die Rettungsarbeiten hier in vollem Gange waren, begann die Brandbekämpfung und ein Lüfter wurde in Stellung gebracht, um das Gebäude rauchfrei zu bekommen. Kurz darauf war das Feuer dann gelöscht und auch die letzte Person mit Hilfe der Drehleiter gerettet. Während der gesamten Übung erläuterte Ludwig Sauer, Bürgermeister und langjähriges Mitglied der Feuerwehr, den Zuschauern das Geschehen auf dem Übungsgelände. 

Wie wichtig es ist für den Ernstfall zu üben, wurde erst zwei Tage zuvor deutlich, als eine Person aus ihrer völlig verrauchten Wohnung gerettet werden konnte.

Die Feuerwehrführung möchte sich für die Möglichkeit bedanken, auf dem Gelände in der Walldorfer Straße üben zu dürfen. Ebenso gilt den für die Übungsausarbeitung verantwortlichen Kameraden ein Dankeschön. Im Anschluss an die Übung wurde das Jahr bei der gemeinsamen Weihnachtsfeier ausklingen gelassen. 

Information: In der Vorwoche wurde das ehemalige Wohnheim vom THW Wiesloch-Walldorf und weiteren Ortsvereinen in einer aufwendigen Übung „eingerissen“. Ein statisch einwandfreier Teil blieb über die Woche bestehen und diente somit der Feuerwehr als „Kulisse“. Auf dem Gelände entsteht bald ein neues Asylbewerberheim des Landkreises Rhein-Neckar.

Geschrieben von Stefan Mittenzwei

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Gefahrgutzug auf dem Gelände der Deutschen Bahn im Einsatz

Gemeinsame Übung der Feuerwehren Wiesloch und Rauenberg

Am vergangenen Donnerstag hatten die Angehörigen des Gefahrgutzuges Wiesloch-Rauenberg die Möglichkeit, auf dem Gelände der Deutschen Bahn in Heidelberg zu üben.

Ein speziell angefertigter Übungszug wurde durch die Deutsche Bahn nach Heidelberg verbracht, um dort den Feuerwehren der Metropolregion Rhein-Neckar eine spannende und praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen. Mit fünf Fahrzeugen und 22 Mann fanden sich die Teilnehmer beider Wehren gegen 17 Uhr auf dem Gelände ein und wurden von den Mitarbeitern der Deutschen Bahn herzlich empfangen. Im Anschluss wurden die Einsatzkräfte in einem theoretischen Teil auf mögliche Einsatzszenarien im Schienenverkehr vorbereitet. Von Seiten der Bahn fand hierzu ein Vortrag statt, in welchem man auf mögliche Gefahrenstoffe, welche auf den Schienen transportiert werden, vorbereitet wurde. Darüber hinaus wurde aufgezeigt, in welchen unterschiedlichen Fahrzeugen die Stoffe transportiert werden, wie diese gekennzeichnet sind und welche Sicherheitsvorrichtungen vorhanden sein müssen. Zum Abschluss des Theorieteils wurden mit eindrucksvollem Videomaterial vergangene Gefahrgutunglücke gezeigt und die taktische Vorgehensweise in einem solchen Fall besprochen.

Da es im Einsatzfall außerordentlich wichtig ist, die Sicherheitsvorrichtungen an Gefahrgutzügen sowohl zu kennen als auch bedienen zu können, fand im Anschluss an den Theorieteil eine Besichtigung eines solchen Transportwagens statt. Hier wurden die verschiedenen Sicherheitsvorrichtungen gezeigt und auf die Unterschiede bei der Bedienung hingewiesen. Ein besonderes „Highlight“ war die Besichtigung des Innenlebens eines Gefahrgutwagens. Hierzu kam ein für die Schulungsmaßnahmen umgebauter Wagon zum Einsatz.  
Den Abschluss der Ausbildung stellte ein praktischer Teil dar. Hier konnten unsere Kräfte an einem Übungswagon das Abdichten verschiedener Leckagen trainieren. Diese erstreckten sich von undichten Ventilen über kleine runde Löcher bis hin zu großen Schlitzen. Besonders wichtig war hier, dass wir mit den feuerwehreigenen Geräten arbeiten konnten und somit sehr realitätsnah üben konnten. Durch die hohe Anzahl der verschiedenen Leckage Arten kamen verschiedenste Spezialgeräte zur Abdichtung zum Einsatz.

Wir möchten uns daher nochmals recht herzlich bei der Deutschen Bahn für die tolle Gelegenheit dieser Übung bedanken und hoffen auch in der Zukunft auf solch positive Unterstützung.

Info: Wir danken Julian Haupt und Björn Dobroschke für den Text und die zur Verfügung gestellten Bilder.

Geschrieben von Julian Haupt (Feuerwehr Rauenberg)

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Großeinsatz am Samstagnachmittag

Realistische Einsatzübung am PZN

Trotz mehrmaliger Ankündigungen in der Presse glaubten sicher viele Bürger am Samstagnachmittag an ein schweres Unglück, das sich auf dem Gelände des PZN ereignet hat. Eine wahre Armada von Feuerwehr-, Rettungsdienst-, THW- und Polizeifahrzeugen fuhr mit Sondersignal zum alten Forensikgebäude im Osten des Klinikgeländes. Ein angenommener und äußerst realistisch dargestellter, schwerer Brand im Keller des Gebäudes bedrohte eine Vielzahl von Patienten, denen der Fluchtweg aus den Krankenräumen versperrt war. Während Atemschutztrupps der Klinikfeuerwehr und mehrerer Ortsfeuerwehren zur Menschenrettung in das Gebäude eindrangen, versuchten andere von außen mit schwerem technischen Gerät die Gitter zu entfernen und das Sicherheitsglas aufzubrechen. Derweil wurde vor dem Gelände ein Bereitstellungsraum für die Rettungs- und Notarztwagen eingerichtet. Nach und nach wurden dort die teilweise schwerverletzten Personen versorgt. Eine Einsatzleitung wurde bei unserem ELW/VRW aufgebaut, die die Einsatzstelle strukturierte und Kräfte gezielt nachforderte. Unsere Abteilung war neben dem ELW/VRW mit dem LF 20, der DLK 23/12 und dem TLF 20/40 im Einsatz. Außerdem fungierten einige unserer Aktiven und Jugendlichen als Verletztendarsteller. Ein ausführlicher Bericht folgt in der nächsten Woche.

Bilder: Björn Dobroschke, Feuerwehr Rauenberg-Malschenberg

Geschrieben von Ludwig Sauer

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In neue Gerätschaften eingearbeitet

Planungen für den Rettungstag laufen auf Hochtouren

Am vergangenen Wochenende nutzte die Wieslocher Feuerwehr die Gelegenheit, mit  dem jüngsten Einsatzfahrzeug, dem Rüstwagen (RW) zu üben. Dabei konnte mit neuester Technik gearbeitet werden, die der „fahrende Werkzeugkasten“ mit sich bringt. 

Unbekannt war das Auto an diesem Wochenende keinem mehr. Bereits im Vorfeld wurde die Mannschaft intensiv in die Gerätschaft eingewiesen. 

Die Truppführer-Anwärter trafen sich schon einige Stunden zuvor, um Grundlagen der Technischen Hilfe zu wiederholen. In diesem Fall wurde das Anheben und Sichern schwerer Gegenstände, wie Autos, geübt. 

Der darauffolgende Dienst, wahlweise direkt im Anschluss oder am Sonntagmorgen, galt der gesamten Mannschaft.
Hierbei stand vor allem das „Sichern“ im Vordergrund und die Kameraden konnten erstmals mit der noch unbekannten Technik „Paratech“ üben. Es handelt sich dabei um ein pneumatisches Absicherungsset, das Vorteile, wie zum Beispiel die einfache Handhabung und die erhöhte Sicherheit des Anwenders mit sich bringt. Praktisch geübt, konnte die Gerätschaft an einem extra dafür beschafften ausgedienten LKW. Dieser wurde am Heck angehoben. Die Herausforderung war dabei, das Fahrzeug anzuheben, ohne dass es zur Seite bzw. nach vorne verrutscht. Dazu musste es zum Teil mit dem besagten Absicherungssystem fachmännisch gesichert werden.

Der Dienst wurde in Vorbereitung auf den Wieslocher Rettungstag im September, der anlässlich des 150-jährigen Jubiläums stattfindet, ausgearbeitet. Entgegen des jährlich ausgerichteten Hilfeleistungstages, der ausschließlich die Abteilungswehr Wiesloch betrifft, ist der diesjährige Rettungstag dafür gedacht, sowohl uns, als auch andere Wehren auszubilden. Dazu werden teilweise externe Ausbilder hinzugezogen. Darüber hinaus soll die Bevölkerung anschaulich und verständlich über die Arbeit der Feuerwehr informiert werden. Das Programm ist für alle Altersgruppen abwechslungsreich und interessant gestaltet.
Ein Highlight des Tages wird die offizielle Übergabe des Rüstwagens sein. 

Die Feuerwehr freut sich bereits heute, zahlreiche Besucher zu diesem Event am 21. September auf dem Wieslocher Festplatz begrüßen zu dürfen. 

Geschrieben von Patrick Bader

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Sonderfahrzeuge bei Ausbildung der Feuerwehr Malschenberg zu Gast

Zusammenarbeit mti Drehleiter und Tanklöschfahrzeug wurden trainiert

Mit ihren Sonderfahrzeugen ist die Wieslocher Feuerwehr hin und wieder Bestandteil der örtlichen Ausbildung von Nachbarwehren. Was im Ernstfall reibungslos klappen soll, wird deshalb „in Ruhe“ trainiert. Anbei ein kleiner Bericht der Feuerwehr Malschenberg:

Am vergangenen Mittwochabend wurde der Ausbildungsblock „Brand“ mit einem Praxisteil zum Thema Dachstuhlbrand abgeschlossen. Die Wieslocher Drehleiter (DLK 23/12), das Tanklöschfahrzeug (TLF 20/40-SL) und sechs Feuerwehrkameraden aus Wiesloch  kamen auf Einladung, um einen besonderen anschaulichen Praxisteil zu gestalten.
Die Drehleiter aus Wiesloch ist ein wichtiger Bestandteil in der Alarmierung der Feuerwehren im Unterkreis Wiesloch. Nicht nur bei Bränden sondern auch bei der Technischen Hilfeleistung ist die Drehleiter ein wichtiges Einsatzmittel. So wird die Drehleiter immer wieder auch bei Einsätzen in Malschenberg alarmiert.
Jürgen Bodri erörterte die einsatztaktischen Besonderheiten. Wohl einer der wichtigsten Punkte damit die Drehleiter effektiv und schnell eingesetzt werden kann, ist der Aufstellungsort und genügend Platz für das Einsatzfahrzeug. Anschaulich zeigte uns das Team der Feuerwehr Wiesloch die Funktionen der Drehleiter.

Information: Die Feuerwehr Wiesloch bedankt sich für den Text und die Bilder bei Björn Dobroschke von der Feuerwehr Malschenberg

Geschrieben von Björn Dobroschke (Feuerwehr Malschenberg)

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Mit Schweiß und Durchhaltevermögen ans Ziel

Vier neue Atemschutzgeräteträger in der Wieslocher Feuerwehr

Am letzten Wochenende schlossen vier aktive Feuerwehrmänner aus unseren jüngsten Reihen, Jochen Ulmer, Jonas Mittenzwei, Niclas Waibel und Nils Förderer, die Prüfung zum Atemschutzgeräteträger ab. Die Ausbildung wurde an drei Samstagen bei der Berufsfeuerwehr Heidelberg mit jeweils praktischen und theoretischen Unterrichtseinheiten durchgeführt. 

Am Atemschutzgerät truppweise angeschlossen zu sein, erfordert ein hohes Maß an körperlicher Fitness und Verantwortungsbewusstsein. Auch Vertrauen in den Trupppartner spielt eine wesentliche Rolle, da es notwendig ist, sich stets aufeinander verlassen zu können. Die reibungslose Zusammenarbeit im Trupp ist für den Einsatzerfolg ausschlaggebend.

Als Voraussetzung, um zum Lehrgang überhaupt zugelassen zu werden, muss man sich einer ärztlichen Gesundheits – und Belastungsuntersuchung, der sogenannten „G26“, unterziehen. 

All diese Faktoren stellten die jungen Kameraden unter Beweis, sodass sie jetzt mit Stolz ihr „A“, das für „Atemschutzgeräteträger“ steht, auf ihrem Helm tragen dürfen. Somit können sie diese Funktion im körperlich wohl anspruchsvollsten Teil des Feuerwehralltags einnehmen. 

Wir wünschen den Kameraden weiterhin viel Erfolg bei ihrer Feuerwehrkarriere und dass sie jederzeit gesund aus den Einsätzen zurückkehren. 

Geschrieben von Patrick Bader

Menschliche Sinne wurden trainiert

Ausbildung im Bereich „Brandbekämpfung“ erfolgreich abgeschlossen

Am 06. und 07. April 2013 wurde mit der Halbtages-Ausbildung das Modul Brandbekämpfung abgeschlossen. Zu Grunde lag der diesjährigen Ausbildung ein besonderer Fokus auf die menschlichen Sinne.

Seinen Anfang nahm das erste Modul des Jahres mit dem Gruppen- und Zugführer-Dienst am 20. März. Bereits hier wurde den Führungskräften abverlangt, nur mittels visuellem Eindruck von Aufnahmen verschiedener Wohngebäude eine Abschätzung über Raumaufteilung, Anzahl Wohneinheiten und besonderer Gefahren abzugeben. Gemeinsam musste diese Vorgabe in einer bestimmten Zeit erfüllt werden. Darüber hinaus wurde die angepasste Alarm- und Ausrückeordnung bei Brandmeldealarmen besprochen.

Am vergangenen Wochenende wurde nun hauptsächlich praktisch geübt. Vor dem eigentlichen Wochenenddienst für die gesamte Einsatzmannschaft wurden mit Teilnehmern der standortbezogenen Truppmann Teil 2-Ausbildung die Abweichungen zwischen der Feuerwehr-Dienstvorschrift 3 („Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz“) und der Standard-Einsatz-Regel „Feuer 3“ besprochen.

In der jeweils halbtägigen Ausbildung erwarteten die Einsatzmannschaft eine Stationsausbildung aus drei Stationen und eine abschließende Löschzugübung zur Vertiefung der erlernten Einheiten. Zunächst hielt die  Feuerwehrseelsorgerin Helga Brand einen Kurzvortrag zu den Themen „Reaktion von eingeschlossenen Menschen“ und „Ansprache von unter Schock stehenden Personen“. Bei Feuerwehreinsätzen ist es nämlich weniger die Ausnahme, als mehr die Regel, dass die Kräfte am Ereignisort auf Menschen treffen, die situationsbedingt psychisch überlastet sind und daher nicht mehr rational reagieren. In diesem Schockzustand übernehmen die entwicklungsgeschichtlich älteren Gehirnstrukturen die Verhaltenssteuerung, indem seelische Notfallprogramme wie Flucht, Angriff oder Erstarren aktiviert werden. Das Wissen um diese Zusammenhänge kann helfen vermisste Personen schneller aufzufinden und auf Betroffene angemessen zu reagieren.

Aktiv werden, konnten die Angehörigen bei der anschließenden Station „Brand in KFZ-Betrieb“. Eigens hierfür wurde der Bereich Fahrzeuggrube und Werkstatt hergerichtet. Ziel der Übung war das Auffinden einer vermissten Person und einer abblasenden Gasflasche. Um die Aufgabe zu erschweren und realitätsnaher zu gestalten, mussten die Atemschutzgeräteträger diese Aufgabe bei „Nullsicht“, also komplett verdunkelten Atemanschlüssen durchführen. Hier musste man sich wohl oder übel auf den Tast- und Hörsinn verlassen und den sogenannten Seitenkriechgang in Erinnerung rufen. Auch die Station „Orientierung“  verlangte den Feuerwehrfrauen- und männern viel ab. Um die Übung nicht zu leicht zu gestalten, wurde der Jugendraum mit Tischen in einen völlig anderen Raum verwandelt. Während ein Trupp in das Obergeschoss vordringen musste, war der Sicherheitstrupp beauftragt über die ständige Position des Angriffstrupps im Bilde zu sein. Hierzu musste der Standort durch die Funkgespräche herausgefiltert und dokumentiert werden. Zur Überprüfung der Richtigkeit musste der Sicherheitstrupp nun bei einem plötzlichen Atemschutznotfall vordringen und auf dem schnellsten Wege zu den Kameraden finden. Schwerpunkt dieser Übung lag auf dem Hörverstehen der Angehörigen. Eben dieses Hörverstehen wurde auch bei der abschließenden Einheit „Figuren bauen“ abverlangt. Während eine Gruppe eine vorgegebene Figur aus Legosteinen vor sich hatte, musste eine weitere Gruppe diese exakt nachbauen. Dabei war man jeweils durch Räume getrennt, so dass per Funk die Informationen übermittelt werden mussten.

Höhenpunkt der Ausbildung war die Löschzugübung am Ende: Bestehend aus dem Löschgruppenfahrzeug, Einsatzleitwagen, Drehleiter und Tanklöschfahrzeug bezog der Löschzug Position am Landratsamt. Von dort aus wurden die Einheiten wie bei einem Realeinsatz zum Brand eines Landschulheims abgerufen. In der Walldorfer Straße sollte es in einem Komplex zu einer starken Rauchentwicklung gekommen sein. Vor Ort, auf dem Gelände eines ehemaligen Asylbewerberwohnheims, wurde ein Gebäude mit dichtem Diskonebel verraucht. Ein Ausbilder mimte den geschockten Hausmeister des Komplexes, der in dem Gebäude noch drei  weitere Personen vermisste.
Daraufhin wurden vom Gruppenführer und seinem Einsatzleiter die Maßnahmen eingeleitet. Ein Trupp drang schnell in das Gebäude zur Personenrettung vor. Parallel sorgte die Drehleiter für die Rettung einer „Reinigungskraft“ im Obergeschoss und stellte die Anleiterbereitschaft sicher. Eine weitere Person wurde vom Team des Tanklöschfahrzeugs mit der Steckleiter gerettet. Währenddessen stand ständig ein Sicherrungstrupp bereit – ein weiterer Trupp unterstützte die Lösch- und Rettungsarbeiten. Schnell wurde der „giftige“ Rauch aus dem Gebäude geblasen. Hand in Hand wurden alle Übungsziele in Windeseile erfolgreich abgearbeitet – verbesserungswürdige Kleinigkeiten wurden in der abschließenden Manöverkritik besprochen.

Abteilungskommandant Jürgen Bodri bedankte sich bei den verantwortlichen Ausbildern Eike Ottmann, Manuel Hecker, Joachim Lauer und Marco Friz für die Ausarbeitung der Ausbildung. Sein Dank galt ebenso der Firma Holfelder für die Bereitstellung des Übungsgeländes.

Geschrieben von Marco Friz

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Maschinistenlehrgang in Ladenburg

An vier Samstagen im März trafen sich fast 30 Feuerwehrmänner und -frauen in Ladenburg, um dort zu Maschinisten für Löschgruppenfahrzeuge ausgebildet zu werden. Im Rahmen der Feuerwehrtätigkeiten obliegt es dem Maschinisten, mit dem Feuerwehrfahrzeug sicher zur Einsatzstelle zu fahren. Dort angekommen, ist es seine Aufgabe, die Geräte, die auf dem Fahrzeug mitgeführt werden, bereitzustellen und in Betrieb zu nehmen. Ein besonderes Augenmerk lag im Zuge der Ausbildung auf den fest eingebauten Feuerlöschpumpen und Stromerzeugern. Außerdem wurde auf tragbare Pumpen (z.B. Gefahrgutpumpen), ottomotor-betriebene Geräte (z.B. Kettensäge, Trennschleifer), elektrische Verbraucher (z.B. Elektrosägen), pneumatische Hebekissen und hydraulische Rettungsgeräte eingegangen.

Den Höhepunkt der Ausbildung stellte der dritte und vierte Ausbildungstag dar, an dem der Umgang mit Feuerlöschpumpen ganz praktisch am Ufer des Neckars geübt wurde. Sowohl die Wasserentnahme aus dem offenen Gewässer, als auch die Einspeisung der Pumpe mit Wasser aus dem Hydrantennetz wurde von jedem Lehrgangsteilnehmer mehrmals geübt. So konnten am Ende 29 Feuerwehrmitglieder aus dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis (davon sieben aus dem Unterkreis Wiesloch) und ein Gast aus dem Landkreis Karlsruhe ihre Urkunden über die erfolgreiche Teilnahme des Lehrgangs in Empfang nehmen. Von unserer Abteilung nahm Sebastian Leib an der Ausbildung teil und verstärkt somit künftig den „Maschinistenkader“.

Geschrieben von Sebastian Leib

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Ausbildung der Drehleitermaschinisten

Schon über 30-mal musste die Feuerwehr Wiesloch in diesem Jahr ausrücken.
Ob zu Verkehrsunfällen oder zu Bränden: Bei den Einsätzen war immer das ganze Fachwissen der Floriansjünger gefragt. Bei einem Drittel dieser Einsätze musste auch die Drehleiter der Kernstadtwehr mit zum Einsatzort eilen. Bei solchen Einsätzen müssen dann besonders die Drehleitermaschinisten ihr ganzes Können unter Beweis stellen. Hier gilt es, das Hubrettungsfahrzeug schnell und vor allem sicher in Stellung zu bringen, um den kompletten einsatztaktischen Wert ausschöpfen zu können. Das war auch das Hauptthema bei der diesjährigen Ausbildung der Drehleitermaschinisten, welche am vergangen Samstag und am Mittwochabend stattfand. Die Fachgebietsleiter Marco Weissmann und Markus Penninger haben sich für die Übungen keine einfachen Einsatzszenarien ausgedacht und stellten so die Teilnehmer vor zum Teil schwierige, aber nicht unlösbare Aufgaben. Realistische und eigentlich immer alltägliche Probleme waren beispielswiese geparkte Autos im Aufstellbereich der Drehleiter, aber auch schwer zugängliche Anleiterstellen.
Die Teilnehmer zeigten sich am Ende der zweistündigen Ausbildung, welche immer in kleinen Gruppen mit maximal vier Drehleitermaschinisten durchgeführt wurde, begeistert über die Ausbildung und dankten den Ausbildungsleitern für die realistischen und sehr gut durchdachten Einsatzszenarien. Bei den abschließenden Nachbesprechungen war man aber auch einstimmig der Meinung, dass dieses komplexe Einsatzfahrzeug ständiges Üben voraussetzt, um die Einsatzmöglichkeiten immer komplett nutzen zu können.

Geschrieben von Marco Weissmann

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Erste-Hilfe-Kenntnisse aufgefrischt

Mit einem schweren häuslichen Notfall, einer üblen Verletzungen nach einem Motorsägenunfall sowie einer Verletztenrettung nach einer betrieblichen Havarie konfrontierte Andreas Münch die Kameradinnen und Kameraden bei der Erste-Hilfe-Auffrischung am vergangenen Mittwoch. Allerdings konnte die Ausbildung erst eine halbe Stunde später als geplant beginnen, da das LF 20 und der VRW/ELW zu einem realen Einsatz in die Hesselgasse ausrücken mussten (vergl. Nr. 154 unter der Rubrik „Einsätze“). Nachdem alle Einsatzkräfte wieder zurück waren, konnte Andreas mit einer kurzen theoretischen Einführung beginnen, bevor die Helfer nun selbst bei den eingangs genannten Szenarien gefordert waren. Unter den kritischen Augen der übrigen Dienstteilnehmer musste jeweils ein Fünferteam die Aufgabenstellung lösen. Einig waren sich alle, dass eine regelmäßige Auffrischung unumgänglich ist und letztlich die erforderliche Sicherheit für den Einsatz bringt.

Geschrieben von Ludwig Sauer

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