Neues Tanklöschfahrzeug und Mannschaftstransportwagen für die Wieslocher Feuerwehr
Wiesloch. (HCE) Wenn die Große Kreisstadt Wiesloch trotz Ebbe im Stadtsäckel noch 299.000 Euro (plus 71000 Euro Landeszuschuss) für ein neues Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr locker macht, dann ist dies ein besonderes Ereignis. Der diesjährige Tag der Helfer wurde mit der Übergabe des neuen TLF 20/40 eingeleitet, wobei es als Beigabe noch einen kleinen Mannschaftswagen gab. An zwei Tagen gab es eine Fahrzeugschau der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks sowie Vorführungen und Brandschutzerziehung zu sehen.
„Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit“ stand über dem großen Transparent vor der mit blau-weißen Tüchern dekorierten Fahrzeughalle, und genau darum ging es auch in der von der Stadtkapelle unter Leitung ihres Dirigenten Harald Weber musikalisch umrahmten Feierstunde. „Sicherheit für unsere Bürger“, wie Oberbürgermeister Franz Schaidhammer betonte, und „das in unserer Freizeit“, wie Wieslochs Stadtbrandmeister Peter Hecker in seiner Begrüßung erklärte. Mit Übergabe des neuen Löschfahrzeuges, dessen Vorgänger aus dem Jahr 1979 er, damals zwölf Jahre als, als „hochmodern“ in Erinnerung habe, versprach Hecker „auch weiterhin Gesundheit und Leben aller Bürger zu schützen“. Er appellierte an Gemeinderat und Stadtverwaltung „uns dabei zu unterstützen“.
Wenn das neue Fahrzeug sprechen könnte, „würde es Papa sagen“ – und zwar zum neuen Kommandanten der Abteilung Wiesloch, Jürgen Bodri, dem Hecker „als federführendem Projektleiter für die Ersatzbeschaffung“ damit das Mikrofon übergab. Bereits im Jahr 2005 habe der Gemeinderat den Ersatz des mittlerweile 28 Jahre alten Tanklöschfahrzeuges beschlossen, das in dieser Zeit „rund 1500 Einsätze und natürlich unzählige Übungsstunden absolvierte“. Fast 900 Arbeitsstunden habe der im Spätjahr 2005 gebildete Fahrzeugausschuss geleistet, um „ein für unsere Bedürfnisse optimales Fahrzeug auszuwählen“. Eingespart wurde in der Vorauswahl etwa eine teure Druckluftschaumanlage. Mit dem eingesparten Geld von etwa 27.000 Euro habe man auch einen gebrauchten Mannschaftstransportwagen beschaffen können, der in 150-stündiger Eigenarbeit für seine Bestimmung modernisiert wurde.
Unter Applaus der zahlreichen Zuschauer drückten OB Schaidhammer, Bürgermeisterin Ursula Hänsch, Stadtbrandmeister Hecker und Kommandant Bodri gemeinsam den großen roten Knopf, wobei sich das Garagentor langsam öffnete und die beiden neuen Fahrzeuge auf den Vorplatz fahren konnten. Bodri beschrieb die Vorzüge des neuen Tanklöschfahrzeuges; „nach der Drehleiter unser teuerstes Fahrzeug“, wie Schaidhammer betonte. Nach der Übergabe des symbolischen Fahrzeugschlüssels an Bodri und unter den Klängen von „It’s Gospel“ der Stadtkapelle weihten Dekanin Susanne Schneider-Riede und Pfarrer Berthold Enz die neuen Fahrzeuge, „um sie in Gottes Namen in Dienst zu stellen“ und baten im Segensspruch für beide Fahrzeuge „um Schutz des heiligen Florians, dem Schutzpatron der Feuerwehr“.
„Der Landeszuschuss könnte größer sein – wir bemühen uns“, meinte der Landtagsabgeordnete Karl Klein. Er dankte „den Feuerwehrkameraden für ihre Verpflichtung, sich für die Sicherheit der Menschen einzusetzen“. Ebenso dankte Klein seinem Kollegen Schaidhammer und dem Wieslocher Gemeinderat, „für die bestmögliche Ausbildung der Feuerwehrkameraden sowie ihre optimale Ausrüstung zu sorgen“, denn davon würden nicht nur die Wieslocher, „sondern auch die Umlandgemeinden profitieren“. Im Namen des Kreisbrandmeisters sowie seiner Kollegen betonte Unterkreisführer Jürgen Förderer aus Dielheim, dass „kein Feuerwehrkamerad Fahrzeuge für sich selbst braucht – sondern für die Sicherheit der Bürger“.