Besuch der Wieslocher Hausfrauen bei der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch

In fünf Minuten Einsatzbereit ist das Ziel, erfuhren die Gäste die zahlreich der Einladung der freiwilligen Feuerwehr Wiesloch gefolgt waren. Abteilungskommandant Jürgen Bodri hieß sie alle herzlich willkommen. Er vermittelte die Struktur der Feuerwehr und deren Funktion. Etwas trockene Statistik kündigte er ebenfalls an, die aber durch erlesene Weine vom Weingeschäft „Wein & Genuß“ der Fam. Scheuermann, aufgelockert wurde. Bei 164 Einsätzen im Jahr 2012 hatten 72 Aktive (davon 4 Frauen) alle Hände voll zu tun. Brandeinsätze waren es 56 (meist PKW, Mülltonnen, Gartenhäuschen) und sage und schreibe 41 Fehlalarme. Einige durch Firmen deren automatische Feuermelder bei der kleinsten Unregelmäßigkeit direkt bei der Feuerwehr Alarm auslösen. Herr Bodri verwies auch darauf wie wichtig Rauchmelder für Privatwohnungen seien.
Die Technischen Hilfseinsätze betrugen 59 z.B. Verkehrsunfälle, Ölspuren, verschließen von aufgebrochenen Eingangstüren u.v.m. Gefahrguteinsätze kommen seltener vor (unsachgemäße Entsorgung von Chemikalien). Die Seelsorge vor Ort mit ausgebildeten Fachkräften (Psychologen und Geistlichen) zählt genauso zu ihren Aufgaben wie Personen, die eine ärztliche Behandlung benötigen und nicht auf normalem Weg aus der Wohnung können, aus dem Haus zu bringen.
Ganz großen Wert legt die Feuerwehr auch auf ihre Jugendarbeit (39 Kinder). Spielerisch werden sie an die Aufgaben herangeführt und das ganze Jahr durch sind Aktivitäten angesagt. Mit 17 Jahren kann die Grundausbildung begonnen werden, der zahlreiche Spezialausbildungen folgen können z.B. Kettensäge- Heiß– Drehleiter–Führungsausbildung. Das ganze Jahr über finden ca. 30 Übungsdienste statt.
Ein fester Bestandteil der Feuerwehr ist auch die Brandschutzerziehung in Grundschulen und Kindergärten. Beim „Schlapperlatzprojekt“ der Stadt Wiesloch (Erstbesuch bei Neugeborenen) legt die Feuerwehr einen Rauchmelder bei.

Die Geschichte der freiwilligen Feuerwehr (1863) erläuterte Herr Ludwig Sauer. Er verstand es immer wieder mit schmunzeln auf die Festschrift hinzuweisen, in der alles nachzulesen sei was er erzähle. Nach so vielen „trockenen“ Informationen folgte der Rundgang durchs Feuerwehrhaus. Während einige sich die Fahrzeuge und den Umgang mit Atemschutzgeräten (30 kg) zeigen ließen, wagten andere die Auffahrt mit der Drehleiter. Gelernt haben die Damen und Herren auch, dass es einen Einsatzwagen –Rüstwagen- gibt der nicht ausschließlich bei Bränden gebraucht wird, sondern bei Verkehrsunfällen.

Für den überaus interessanten Vortrag über das Wirken und die Geschichte der freiwilligen Feuerwehr Wiesloch bedankte sich Elke Walter die Vorsitzende der Wieslocher Hausfrauen im Namen aller.

Info: Für den Text sowie die Bilder bedankt sich die Feuerwehr bei Frau Ursula Hillenbrand von den Wieslocher Hausfrauen

Geschrieben von Ursula Hillenbrand (Wieslocher Hausfrauen)

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Alter Rüstwagen stark gefordert

Nachfolger steht in den „Startlöchern“

Unser betagter Rüstwagen RW 2 musste in der vergangenen Woche nahezu täglich zu einem Einsatz ausrücken, zwei mal davon sogar auf den „Kraichgau-Highway“ in Richtung Sinsheim. Auch an diesem Montag und Dienstag wurde er bei zwei Fahrbahnverunreinigungen eingesetzt. Dabei schlug sich das 28 Jahre alte Fahrzeug, das mit seinem umfangreichen Gerätepark bei nahezu allen technischen Hilfeleistungen gefragt ist, zwar sehr wacker, doch hat der jahrelange Einsatz- und Übungsdienst deutliche Gebrauchsspuren hinterlassen.

Teile der Beladung wurden bereits auf das neue Fahrzeug verladen, das im bayerischen Hohenlinden unweit von München auf seine Fertigstellung und Abholung harrt. Am kommenden Wochenende erwartet dann die Wieslocher Feuerwehr eine anstrengende Aktion: Am Freitag wird eine Delegation nach Bayern reisen, um das neue Fahrzeug in Empfang zu nehmen. Dabei muss die Vollständigkeit der umfangreichen Beladung kontrolliert werden. Die anwesenden Maschinisten werden in die Technik des Fahrzeugs eingewiesen. Sie fungieren dann als Multiplikatoren für den Rest der Mannschaft. Über das ganze Wochenende werden nämlich alle Maschinisten, aber auch die Mitfahrer instruiert, damit das neue Fahrzeug nach seiner Ankunft zeitnah in den Einsatzdienst gehen kann.

Geschrieben von Ludwig Sauer

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Jugendfeuerwehr präsentierte sich auf Kinderfest

Beim Löschen durften Groß und Klein selbst einmal Hand anlegen

Am vergangenen Samstag nahm die Jugendfeuerwehr aus der Kernstadt am 1. Internationalen Kinderfest der Alevitischen Gemeinde Wiesloch teil. Ein Infostand informierte die Besucher ganz allgemein über die Arbeit des Feuerwehrnachwuchses und speziell zum Thema Integration. Höhenpunkt der Präsentation war allerdings die Vorführung eines Löschangriffs, wozu die Jugendlichen mit Blaulicht und Martinshorn auf den Hof gefahren wurden und dort ihr ganzes Können demonstrierten. Selbst Hand anlegen, durften Interessierte an bereitgestellten Feuerlöschern und einem kleinen „Modellhaus “, aus dem auf Knopfdruck Flammen schlugen. Kinder und Erwachsene ließen sich nicht zwei Mal einladen, was einen regen Andrang am Stand der Feuerwehr bedeutete.

Orhan Bekyigit, Integrationsbeauftragter des Deutschen Feuerwehrverbands und Mitglied der Wieslocher Feuerwehr, berichtete derweil von den Erfolgen der Wieslocher Feuerwehr im Hinblick auf das Thema Integration. Ihm zufolge sind bundesweit durchschnittlich ein Prozent aller Feuerwehrleute Menschen mit Migrationshintergrund, während es in Wiesloch rund zehn Prozent sind. Dabei sind große Bevölkerungsgruppen genauso repräsentiert, wie vermeintlich kleinere. Gemeinsam mit Jugendfeuerwehrwart Manuel Hecker freute sich Orhan Bekyigit über die Veranstaltung, wofür man die Teilnahme der Jugendfeuerwehr bereits im April vereinbaren konnte (siehe unser Bericht hier). Künftig sollen laut Bekyigit weitere solche Präsentation durchgeführt werden.

Info: Wer Mitglied der Jugendfeuerwehr Wiesloch werden möchte, kann sich jeden Mittwoch, ab 18 Uhr, im Feuerwehrhaus, in der Baiertaler Straße 2 informieren. Einzige Voraussetzung für eine Mitgliedschaft bildet ein Mindestalter von acht Jahren.

Geschrieben von Marco Friz

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Feuerwehr beglückwünscht zur Geburt

Am frühen Dienstagmorgen erblickte Tim, der Sohn von Stephanie und Bastian Martin, das Licht der Welt. Tim brachte bei 47 Zentimetern Körpergröße ganze 3450 Gramm auf die Waage. Gemeinsam mit seinen Eltern wird der Sprössling noch ein paar Tage in der Klink verbringen.

Die Feuerwehr gratuliert zur Geburt und wünscht alles Gute für die Zukunft.

Geschrieben von Marco Friz

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Feuerwehr durfte hautnah erlebt werden

Im Rahmen des Feuerwehr-Jubiläums konnten Kinder die Wieslocher Feuerwehr besuchen

Ein breites Angebot an Informationen und Veranstaltungen möchte die Wieslocher Feuerwehr der Bevölkerung im Jubiläumsjahr bieten. Neben den bereits erfolgten Informationsveranstaltungen für die heimische Wirtschaft und Vereine bietet man für die Bevölkerung zahlreiche Gelegenheiten, sich an Ort und Stelle, also bei der Feuerwehr selbst zu informieren. Bereits im Mai fand hierzu der Tag der Helfer statt, kurz zuvor konnte junges Publikum bei der Kinderbuch-Lesung vorbeischnuppern.

Am vergangenen Wochenende bot sich für Kinder die Möglichkeit, einen Nachmittag bei der Feuerwehr zu verbringen. Gemeinsam mit der VHS führte die Jugendfeuerwehr „einen Tag bei der Feuerwehr“ durch. Unterstützt von Helfern aus der Einsatzmannschaft traf man sich am Samstagnachmittag bei wunderbarem Wetter am Feuerwehrhaus.
Zunächst wurde den Mädchen und Jungen dort ein Video vorgeführt, das vom Notruf bis zum Ausrücken der Feuerwehr den gesamten Ablauf darstellt. Denn man kann nicht früh genug lernen, dass im Notfall per Notruf 112 die Feuerwehr zu verständigen ist und wo man mit einem solchen Notruf landet. Um den Kindern die Angst vor Feuerwehrleuten mit Atemschutzgeräten zu nehmen, wurde im Anschluss die Ausrüstung eines Feuerwehrangehörigen bei Brandeinsätzen vorgestellt. Klar, dass die Kinder hier anfassen und erfahren durften, wie man sich bei der Feuerwehr vor den Gefahren von Flammen und Rauch schützt. Gleich danach ging es auf einer Führung durch die Räumlichkeiten der Feuerwache. Die Funkzentrale mit ihrer Technik und die Fahrzeughallen, in denen die großen Löschfahrzeuge und die Drehleiter geparkt sind, waren dabei die Highlights. Fahrzeug für Fahrzeug wurde den Kindern erklärt, auch durften sie Platz nehmen und erfahren, wie sich im Ernstfall auf der Anfahrt zu einem Einsatz ausgerüstet wird.
Den zweiten Teil des Nachmittags bildete eine Ausfahrt zum Festplatz. Groß war die Freude, als jedes Kind mit der Drehleiter in die Höhe fahren durfte. Von dort oben kann man ganz Wiesloch und die Nachbargemeinden sehen – ein Ausblick, den man nur ganz selten bekommen kann. Es folgte das Spritzen mit dem großen Tanklöschfahrzeug. Unter Anleitung durfte mit dem großen Wasserwerfer auf dem Dach einmal so richtig „gelöscht“ werden. Dabei blieben die Kleider nicht trocken, was aber bei der Sonne besonders erfrischend war.

Zum Abschluss des Tages fuhren die Kinder mit dem Löschfahrzeug zurück in die Feuerwache, wobei das Martinshorn ganz kurz den Eindruck vermittelte, man sei selbst schon groß und befinde sich im Einsatz. Große Kinderaugen verrieten einen spannenden Nachmittag, aus dem vielleicht schon bald eine neue Feuerwehrfrau oder ein Feuerwehrmann hervorgehen wird.

Geschrieben von Marco Friz

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Jahresstatistik 2012 der Feuerwehren

„Mit über 8.000 geretteten Menschen bei mehr als 100.000 Einsätzen im Land haben die Feuerwehren in Baden-Württemberg einmal mehr das hohe Niveau ihrer Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt“, sagte Innenminister Reinhold Gall bei der Bekanntgabe der Jahresstatistik 2012.

Im vergangenen Jahr seien 8.030 Menschen gerettet worden, 284 Menschen mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Einsätze der insgesamt 1.099 Feuerwehren im Land habe sich um 3,7 % auf 102.201 erhöht. Dies sei umso bemerkenswerter, da die Zahl der Feuerwehrangehörigen von 110.034 auf 109.499 leicht zurückgegangen sei.

Im Jahr 2012 seien 94 Tote bei Bränden, davon 18 bei Fahrzeugbränden zu beklagen gewesen. Allein bei dem Unglück in der Behinderteneinrichtung in Titisee-Neustadt hätten 14 Menschen ihr Leben verloren.

Mit Blick auf die leicht zurückgegangene Zahl der Feuerwehrangehörigen um 0,5 % auf 109.499 betonte Innenminister Reinhold Gall: „Das zeigt uns, dass wir nicht nachlassen dürfen, bei der Bevölkerung für das Ehrenamt im Bereich der Feuerwehr zu werben. Wir müssen verstärkt auch Bürgerinnen und Bürger ansprechen, für die ein Engagement in einem Ehrenamt nichts Vertrautes ist, und sie für diese Gemeinschaftsaufgabe gewinnen“. 1.990 Feuerwehrangehörige (im Vorjahr 1.934) seien hauptamtlich im Einsatz gewesen, so dass der leichte Rückgang bei den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten fast hätte kompensiert werden können.
Hinzu kämen 5.968 Feuerwehrangehörige bei den 166 Werkfeuerwehren im Land, davon 1.159 hauptamtliche Kräfte. Es falle auf, dass sowohl bei den Gemeindefeuerwehren als auch bei den Werkfeuerwehren eine Zunahme der hauptamtlichen Kräfte zu verzeichnen sei.

Erfreulich sei, dass sich die Zahl der weiblichen Feuerwehrangehörigen im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 % erhöht habe. In den 997 Jugendfeuerwehren in Baden-Württemberg mit 27.354 Angehörigen sei der Anteil der Mädchen mit 14,2 % leicht gestiegen. Bei den aktiven Feuerwehrangehörigen betrage der Frauenanteil aber erst 4,3 %. „Die Frauen sind insgesamt noch zu schwach in den Einsatzabteilungen der Feuerwehr vertreten. Darauf müssen wir weiterhin bei der Personalwerbung achten und Frauen und Mädchen noch stärker motivieren, dieses interessante Ehrenamt auszuüben“, so der Innenminister.

Im Bereich der technischen Hilfeleistung (Einsätze bei Verkehrsunfällen, bei Unfällen mit Gefahrstoffen oder bei Unwetterschäden) seien die Gemeindefeuerwehren bei 43.266 Einsätzen gefordert gewesen. Mit einem Anteil von 42,3 % hätte damit die technische Hilfeleistung, wie auch in den Vorjahren, den Haupteinsatzbereich dargestellt.
Die Tendenz der letzten Jahre mit immer weniger Einsätzen bei Großbränden habe sich im Jahr 2012 nicht fortgesetzt. Es seien 1.026 Großbrände zu bekämpfen gewesen, 83 mehr als im Vorjahr. Die Brandbekämpfung habe aber mit einem Anteil von 18,5 % exakt den gleichen prozentualen Anteil an den Einsätzen wie 2011 gehabt und liege damit immer noch an zweiter Stelle des Einsatzspektrums.

Bei der Vorstellung der Feuerwehrjahresstatistik wies der Innenminister mit Blick auf das Einsatzgeschehen rund um die überstandene Hochwasserlage erneut darauf hin, wie wertvoll ehrenamtliche Helfer seien: „Ohne den selbstlosen Einsatz der Männer und Frauen der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks, der Hilfsorganisationen und der Polizei wäre der Schaden wesentlich höher. Auch im Namen der Landesregierung danke ich allen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in den Dienst der Bevölkerung gestellt haben. Mein Dank gilt dabei auch den stillen Helfern im Hintergrund in den Rathäusern, Landratsämtern, Regierungspräsidien und dem Innenministerium.“

Den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Feuerwehrangehörigen sprach der Innenminister für die im Jahr 2012 geleistete Arbeit seinen besonderen Dank und seine Anerkennung aus.

Weitere Informationen unter:


www.innenministerium.baden-wuerttemberg.de (Bereich Feuerwehr)

www.rauchmelder-lebensretter.de

www.jugendfeuerwehr.de

Geschrieben von Innenministerium Baden-Württemberg

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Beherztes Eingreifen verhinderte Schlimmeres

Heidemarie Wagner aus Wiesloch wurde jetzt für ihr vorbildliches Verhalten geehrt

Viele stehen teilnahmslos herum, kümmern sich nicht um die Belange anderer, schauen weg und entziehen sich der Verantwortung.
Anders verhalten hat sich im April dieses Jahres die Wieslocher Bürgerin Heidemarie Wagner, die durch ihr beherztes und couragiertes Eingreifen einen Brand schlimmeren Ausmaßes verhindern konnte.
Für ihr umsichtiges und vorbildliches Engagement beim Feuer auf dem Balkon eines Wohnhauses in der Hesselgasse wurde sie jetzt von Bürgermeisterin Ursula Hänsch, Kriminalhauptkommissar Günther Bubenitschek, dem Geschäftsführer des Vereins Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar, und dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Jürgen Bodri geehrt – und zwar im Rahmen der Aktion „Beistehen statt Rumstehen“.

Am Sonntag, 7. April, bemerkte Heidemarie Wagner auf dem erwähnten Balkon Rauchentwicklung. Vergeblich klingelte sie an der Tür der Wohnung und auch telefonisch waren die Anwohner nicht zu erreichen. Kurz entschlossen rief sie die Polizei an, die dann unverzüglich die Feuerwehr zum Einsatzort beorderte. „Durch das Verhalten von Frau Wagner konnten wir mit unseren Einsatzkräften Schlimmeres verhindern“, erläuterte Jürgen Bodri. Auf dem Balkon hatte sich der Inhalt eines Eimers entzündet und das Feuer hätte sich, so stellten die Feuerwehrleute damals fest, schnell ausbreiten können. „Zumal ich sehen konnte, das in unmittelbarer Nähe noch alte Pflanzen standen, auf die das Feuer hätte übergreifen können“, erklärte Heidemarie Wagner, die ihre Vorgehensweise als „selbstverständlich“ bezeichnete. „Es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die mit offenen Augen und Ohren und mit dem dazugehörenden Handlungsbewusstsein unterwegs sind“, lobte Günther Bubenitschek das beherzte Eingreifen von Heidemarie Wagner. Als Anerkennung erhielt sie von Ursula Hänsch ein Päckchen mit „Wiesloch-Talern“ und es gab den obligatorischen Blumenstrauß, die Festschrift der Feuerwehr sowie eine Urkunde. Vor allem wurde die Vorbildfunktion hervorgehoben, an der sich auch andere Bürger orientieren können. Die Initiative der Vereine Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar, „Sicheres Heidelberg“ und „Sicherheit in Mannheim“ richten sich inhaltlich an der bundesweiten Aktion „Tu was“ aus. „Es geht dabei nicht nur um die Verhinderung von Straftaten, vielmehr wollen wir die Menschen motivieren, in allen Notsituationen initiativ zu werden, um so Schaden von der Allgemeinheit abzuwenden“, betonte Günther Bubenitschek.

Information: Der Bericht stammt aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 01./02.06.2013, das Bild wurde uns von H&B Pressebild Pfeifer zur Verfügung gestellt.

Geschrieben von Hans-Dieter Siegfried (Rhein-Neckar-Zeitung)

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Wieslocher Feuerwehr war im Dauereinsatz

Unwettereinsätze und weitere Alarme beschäftigten die Feuerwehr seit Freitag Nachmittag

Bereits die Vorwarnungen des Deutschen Wetterdienstes ließen am vergangenen Donnerstag nichts Gutes vermuten: Dauerregen bis Samstag, den 01. Juni, mit Regenmengen von mehr als 50 Litern pro Quadratmetern lautete die Erwartung der Meteorologen.
Gedanklich machten sich die Feuerwehren der Region sowie im gesamten Süden und Osten der Republik auf ein anstrengendes Wochenende gefasst.

Zum ersten Alarm für die Abteilungswehren Wiesloch und Baiertal kam es bereits am Freitagnachmittag gegen 15 Uhr. Durch den Dauerregen trat in Dossenheim der Mühlbach über den Deich. Ein angrenzendes Wohngebiet wurde überflutet, der Deich selbst durch die Wassermassen beschädigt. Eilig mussten Sicherungsmaßnahmen des Deiches eingeleitet, Keller leergepumpt und weitere Schäden behoben werden. 
Neben der örtlichen Wehr kamen zahlreiche Feuerwehren aus dem ganzen Rhein-Neckar-Kreis sowie Einheiten des THW zum Einsatz. Aus Wiesloch und Baiertal wurden Kräfte mitsamt Mannschaftstransportwagen angefordert, um die aufwendigen Arbeiten vor Ort zu unterstützen. Wie bei solchen Großschadenslagen üblich, wurde Hand in Hand zusammengearbeitet, um Schäden einzugrenzen.
Fast parallel zum ersten Einsatz forderte das Führungs- und Lagezentrum des Rhein-Neckar-Kreises weitere Einheiten von Feuerwehr und THW für den Transport von Sandsäcken aus dem gesamten Kreisgebiet nach Weinheim an. Dort war der Flußpegel der Weschnitz durch den Dauerregen bedrohlich angestiegen. Der Deich des Gewässers wies bereits erste Schäden auf, wodurch Wasser austreten konnte. Die Weinheimer Feuerwehr sicherte und kontrollierte bereits den Deich. Um auf weitere Schäden und alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, wurden deshalb zusätzliche Sandsäcke angefordert. 
Aus Wiesloch wurde der Gerätewagen Transport entsandt, um in Walldorf Nachschub aufzunehmen. Die Kameraden aus der Astorstadt hatten in einem Betrieb rund 950 Sandsäcke gefüllt und diese auch mit dem eigenen Transportwagen nach Weinheim gebracht. Dort wurde die „Fracht“ an einem zentralen Sammelpunkt abgeladen.

In Wiesloch und Baiertal selbst rückten die Kräfte ab Samstagvormittag aus. Während in der Kernstadt ein Keller in der Beethovenstraße unter Wasser stand, hatte es in Baiertal ein Gebäude schwerer in Mitleidenschaft gezogen. Dort war ein Baum auf eine Stromleitung gestürzt, drückte diese nieder und hob in der Folge einen Dachständer samt Dach aus den Verankerungen. Nachdem vom Energieversorger der betroffene Bereich stromlos geschaltet wurde, konnte die Feuerwehr den Baum entfernen und für eine provisorische Abstützung des Daches sorgen. Mit Bauspriesen des Rüstwagens wurde das Dach abgestützt und mittels Folie vor weiteren Witterungseinflüssen geschützt. Zu diesen Arbeiten wurde auch die Wieslocher Drehleiter herangezogen.

Noch während der Arbeiten in Baiertal erfolgte der nächste Notruf für die Einsatzkräfte. Mit dem Alarmstichwort „Verkehrsunfall – PKW überschlagen“ führte dieser Alarm auf die BAB 6 in Fahrtrichtung Heilbronn. Möglicherweise bedingt durch die Witterung kam dort ein PKW von der Fahrbahn ab und überschlug sich im angrenzenden Grünstreifen. Aus Wiesloch rückten die noch im Feuerwehrhaus befindlichen Kräfte unverzüglich mit den ersten Fahrzeugen auf die Autobahn aus, vom Einsatz in Baiertal wurde der schwere Rüstwagen abgezogen, der nun ebenfalls zum Verkehrsunfall hinzufuhr. Beim Eintreffen der Helfer waren die Insassen bereits aus dem Fahrzeug befreit und wurden vom Rettungsdienst versorgt. Die Batterie des BMW wurde abgeklemmt, anschließend konnte die Einsatzstelle an die Autobahnpolizei übergeben werden. Doch schon die Rückfahrt ins Gerätehaus wurde durch den nächsten Auftrag unterbrochen. Ein Baum neben der A 6 ragte bedrohlich in die Fahrbahn und wurde daher von der Mannschaft des Rüstwagens entfernt.
Es folgten zahlreiche weitere Einsätze aufgrund vollgelaufener Keller, unterbrochen vom Brandmeldelalarm in einem Baumarkt und einer großflächigen Fahrbahnverschmutzung in Altwiesloch. Der Einsatz im Baumarkt erwies sich glücklicherweise als Fehlalarm, ausgelöst durch einen Defekt in der Sprinkleranlage. Am Sonntag folgten zwei Türöffnungen und ein weiterer vollgelaufener Keller.

Bis Sonntagmittag zählte die Feuerwehr in Wiesloch 16 Einsätze, in Baiertal mussten die ehrenamtlichen Kräfte drei Mal tätig werden, in Schatthausen ebenso drei Mal  – nicht mitgezählt Kontrollfahrten der zahlreichen Bäche.
Erwähnenswert findet die Feuerwehr die Reaktionen von Unwetter-Geschädigten, die sich überwiegend sehr freundlich für die Arbeit bedankten. Zum Teil wurden die Helfer mit Getränken und Essen versorgt und Bilder für die Einsatzdokumentation bereitgestellt. 


Wir danken den FeuerwehrenWalldorf und Familie Schwarz, die uns einen Teil der Bilder zur Verfügung gestellt haben.

Geschrieben von Marco Friz

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Neuer Rüstwagen wird voraussichtlich Ende Juni fertig gestellt

Am 31.05.2013 machte sich eine kleine Delegation auf den Weg nach Hohenlinden bei München, um bei der Firma Lentner eine weitere Baubesprechung durchzuführen. Da der Rüstwagen über eine umfangreiche Geräteausstattung verfügt und die zweckmäßige Anordnung dieser Gerätschaften auf dem Fahrzeug für den späteren Einsatz äußerst wichtig ist, erfordert der Ausbau eine gute Projektbegleitung. Dadurch können letzte Unklarheiten ausgeräumt und Lösungsmöglichkeiten im gemeinsamen Gespräch gefunden werden. Voraussichtlich kann das Fahrzeug bis Ende Juni fertiggestellt werden. Unsere Bilder zeigen das Fahrzeug im aktuellen Ausbauzustand.

Geschrieben von Ludwig Sauer

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Mit der Feuerwehr ausrücken, das wäre toll

Interaktive Lesung im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch

In Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehr mit der Stadtbibliothek Wiesloch entstand eine interaktive Lesung mit der Kinderbuchautorin Andrea Erne im Feuerwehrhaus Wiesloch. Rund 60 Kinder im Alter zwischen fünf und acht Jahren tauchten an dem Tag in die Welt der Feuerwehr ein.

Die Kinderbuchautorin Andrea Erne stellte ihr Buch „Alles über die Feuerwehr“ aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ vor und erklärte von den Unterschieden zwischen Freiwilliger und Berufsfeuerwehr über die Einsatzkleidung bis zum Ablauf bei einem Alarm alle interessanten Details. Auch auf die Aufgaben der Feuerwehr – Löschen, Retten, Bergen, Schützen – ging sie ein. Im Anschluss unternahmen die Kinder in kleinen Gruppen einen Rundgang durch die Feuerwache mit verschiedenen Spiel- und Informationsstationen.
So wurde an einem Modellhaus mit zwei Schläuchen des Kalibers D der „Löschangriff“ geübt und hoch hinaus ging es mit der Drehleiter vor der Feuerwache: zehn der möglichen 30 Meter. Eins der Löschfahrzeuge mit der Ausrüstung wurde besichtigt, die Funkzentrale besucht und schließlich konnten die Kinder erleben, wie einer der Feuerwehrleute die volle Ausrüstung mit Atemschutz anlegte.
Unter anderem darum geht es der Feuerwehr bei solchen Veranstaltungen. „Zum einen wollen wir unseren Nachwuchs sichern, zum anderen geht es darum, die Bevölkerung zu sensibilisieren“, sagt Marco Friz, Pressebeauftragter der Feuerwehr. „Mit Sensibilisieren ist zum Beispiel gemeint, den Kindern die voll ausgerüsteten Helfern zu zeigen, damit sie im Ernstfall keine Angst vor ihren Rettern haben.“ Mit dem Nachwuchs sehe es bei der Wehr momentan sehr gut aus. „Wir ruhen uns aber nicht darauf aus“, so Friz, denn immerhin sei die Jugend die Ressource der Zukunft und daher blicke man immer voraus.

Die zehnjährige Lily und der achtjährige Paul sind beide Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Ihnen hat die Lesung gefallen: „In unseren Gruppen machen wie ähnliche Spiele wie heute. Besonders Wasserschlachten machen Spaß,“ sagt Lily. „Aber auch Disziplin wird verlangt und wer nicht hört, muss auch schon mal in Uniform um den Festplatz laufen“, ergänzt Paul. Von den Teilnehmern der Lesung fand die siebenjährige Mia aus Wiesloch die Drehleiter am Besten. „Am liebsten wäre ich bis ganz nach oben gefahren“ sagte sie nach dem Erlebnis. Auch ihr Bruder Tim war von der Veranstaltung absolut begeistert. Er würde gerne „mit jedem einzelnen Auto durch die Stadt fahren“, sagt er mit Blick auf die Löschfahrzeuge. Und sein siebenjähriger Freund Niels ergänzt: „Zu einem Einsatz mit ausrücken, das wäre toll.“

Geschrieben von Nina Elzer (Rhein-Neckar-Zeitung)

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