Die Wehr freut sich auf’s Jubiläum

Feuerwehrabteilung Wiesloch wird 2013 150 Jahre alt – „Wir wollen das ganze Jahr präsent sein“

Wiesloch. (oé) Die Feuerwehrabteilung Wiesloch zählt zusammen mit der Abteilung Baiertal zu den traditionsreichsten Wehren im Kreis: Die Baiertaler feierten letztes Jahr ihr 150-jähriges Bestehen, die Abteilung Wiesloch ist dieses Jahr mit dem gleichen Jubiläum dran. Schon seit zwei Jahren bereiten sich Wieslochs Floriansjünger auf dieses Ereignis vor – kein leichtes Unterfangen zusätzlich zum Übungsbetrieb und den zahlreichen Einsätzen (siehe separaten Artikel). Zum Glück konnte man die zusätzliche Arbeit auf viele Schultern verteilen.
Feuerwehrleute „von jung bis alt“ haben an den Vorbereitungen fürs Jubiläum mitgewirkt, freut sich Abteilungskommandant Jürgen Bodri. Einen „Riesenaufwand“ bedeutete vor allem die Festschrift, die die 150-jährige Geschichte der Wieslocher Wehr in Wort und Bild darstellen soll. Ludwig Sauer, Projektleiter für das gesamte Jubiläum, verspricht eine Broschüre, die zum Lesen und Schmökern einladen will: angereichert mit Erlebnisberichten von großen Einsätzen, aber auch mit viel Fachwissen rund um die Feuerwehr.Erscheinen soll das Werk im März, wenn das Jubiläumsjahr so richtig Fahrt aufnimmt. „Wir wollen das ganze Jahr über präsent sein“, umschreibt Ludwig Sauer das Konzept. Das Jubiläum soll seinen Worten zufolge „nicht viel Geld kosten“ und die aktiven Feuerwehrleute auch „nicht zu sehr beanspruchen“. Vor allem deshalb, weil niemand absehen kann, wie sehr die Feuerwehrleute durch Einsätze gefordert werden.
Den Auftakt des Jubiläumsjahres bildet eine Großübung der Jugendfeuerwehr am 2. März auf dem Gelände der Firma Kissel und Wolf am Bahnhof. „Wir wollen die verschiedenen Facetten der Feuerwehr darstellen“, schildert Jürgen Bodri die Absicht der übers ganze Jahr verteilten Veranstaltungen. Einen solchen Aspekt macht zum Beispiel der Entsendungsgottesdienst für die neuen Feuerwehrseelsorger aus dem gesamten Kreisgebiet deutlich, der am 8. März in der Dreifaltigkeitskirche stattfindet. Feuerwehrseelsorger sind ehrenamtlich tätig, durchlaufen eine zweijährige Ausbildung und helfen Feuerwehrleuten, aber auch den Opfern von Unglücksfällen und deren Angehörigen bei der Bewältigung traumatischer Erlebnisse. Nach dem Totengedenken am 20. April auf Wieslochs Hauptfriedhof geht der Veranstaltungsreigen weiter mit einer Ausstellung historischer Feuerwehrfahrzeuge, die am 4. Mai im Rahmen der Oldtimerrallye „Kurpfalz Klassik“ in der Innenstadt stattfindet. Die Feuerwehr kooperiert dabei mit den „Freunden historischer Fahrzeuge“ und wird wohl auch ihr eigenes Traditionsfahrzeug aus dem Jahr 1964 präsentieren. Ein fester Termin im Jahreskalender der Floriansjünger ist der Tag der Helfer, der dieses Jahr am 11. und 12. Mai gemeinsam mit den anderen Hilfsorganisationen wieder rund um Feuer- und Rettungswache stattfindet.
Neues Fahrzeug kommt
Dann soll auch das neue Rüstfahrzeug für technische Hilfeleistungen in Dienst gestellt werden, das die Flotte der Feuerwehr mit ihren neun Einsatzfahrzeugen (und zwei Fahrzeugen der Jugendwehr) verstärkt. Als „Jubiläumsgeschenk“ wollen die Floriansjünger das neue Fahrzeug aber nicht verstanden wissen. Für sie ist es vor allem ein „Arbeitsgerät“. Gleichwohl ist man der Stadt dankbar, dass sie „die Notwendigkeit anerkannt hat. Obwohl die finanzielle Situation nicht so rosig ist“, so Sauer. Ein weiterer Höhepunkt ist am 21. September der Wieslocher Rettungstag auf dem Winzerfestplatz, wo die Bevölkerung Übungs- und Ausbildungseinheiten der Feuerwehr miterleben kann. Dabei soll auch über die ADAC-Rettungskarte aufgeklärt werden, die den Einsatzkräften im Ernstfall sicherheitsrelevante Informationen rund um das jeweilige Fahrzeug liefert. Etwa, wo an der Karosserie Spreizer und Schere anzusetzen sind. Oder wie eine nachträgliche Auslösung des Airbags verhindert werden kann. Der Besitzer sollte diesen „Steckbrief“ seines Autos griffbereit hinter die Vorderblende klemmen.
Das Jubiläum endet schließlich mit dem Festbankett am 26. Oktober im Palatin, zu dem die Feuerwehr prominente Gäste für eine Talkrunde erwartet. Die Organisatoren haben bereits beim Präsidenten des deutschen Feuerwehrverbandes und auch beim baden-württembergischen Innenminister angefragt. Tags darauf findet zudem auf Anregung von Ehrenkommandant Rainer Kircher ein Konzert mit den Malscher Letzenbergstaren und Fabienne Bender in der evangelischen Stadtkirche statt. Begleitend zu diesen Hauptereignissen gibt es im Jubiläumsjahr noch eine ganze Reihe kleinerer Veranstaltungen, oft zusammen mit Partnern: Ludwig Sauer nennt zum Beispiel die Lesung einer Kinderbuchautorin, die im Feuerwehrhaus ihr Buch über die Feuerwehr vorstellt (gemeinsam mit der Stadtbibliothek). Zudem wollen die Floriansjünger Geschäftsleute gewinnen, um deren Schaufenster mit Feuerwehrmotiven dekorieren zu können. Und schließlich ist auch ein Kurs mit der VHS geplant, bei dem Kinder und Jugendliche einen Tag bei der Feuerwehr verleben können.
Jürgen Bodri macht kein Geheimnis daraus, dass man damit auch ein wenig Nachwuchswerbung betreiben will. Noch ist Wieslochs Wehr personell bestens aufgestellt. Die aktive Mannschaft zählt 70 Einsatzkräfte, Männer wie Frauen; die Jugendwehr hat circa 40 Mitglieder; nicht zu vergessen die Alters- und Ehrenabteilung. Allerdings denkt man auch bei der Feuerwehr über die Folgen des demografischen Wandels und anderer Herausforderungen nach: etwa die Ganztagesschule, die künftig auch Auswirkungen auf die Jugendabteilungen der Feuerwehr haben könnte, oder die wachsende Beanspruchung im Berufsleben, mit denen das zeitintensive Ehrenamt Feuerwehr immer schwerer in Einklang zu bringen ist.

Geschrieben von Andreas Kloé (Rhein-Neckar-Zeitung)

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Die Feuerwehr hatte viel zu tun

Wiesloch. (oé) 2012 war ein arbeitsreiches Jahr für Wieslochs Feuerwehr. 164 Einsätze zählten die Floriansjünger der Kernstadt insgesamt: „Eine gewaltige Zahl“, so Abteilungskommandant Jürgen Bodri, zumal 2012 kein großes Unwetter zu verzeichnen war, das die Einsatzzahlen mit einem Schlag in die Höhe treibt. Die Einsätze für 2012 lagen um knapp ein Viertel über denen des Vorjahres, bewegten sich allerdings im langjährigen Mittel, so Marco Friz, der Pressebeauftragte der Wieslocher Wehr. 80 Prozent der Einsätze fanden in Wiesloch und seinen Stadtteilen statt. Zu Brandeinsätzen (vom brennenden Papierkorb bis zum Wohnungsbrand) mussten die Floriansjünger der Weinstadt im vergangenen Jahr 47 Mal ausrücken. Ein ausgesprochener Großbrand war zwar zum Glück nicht darunter, dennoch war erneut ein Todesopfer zu beklagen. Beim Brand eines Krankenzimmers im PZN kam Ende Januar ein Patient ums Leben, 15 Personen wurden verletzt. Aufsehen erregt hat auch ein Trafobrand im Oktober, nachdem bei Bauarbeiten eine Stromleitung beschädigt und ein Kurzschluss ausgelöst worden war, der die Stromversorgung für Teile Wieslochs lahmlegte.

Den Löwenanteil der Einsätze machen nach wie vor die technischen Hilfeleistungen aus: Notfalltüröffnungen, umgestürzte Bäume und die Unterstützung des Rettungsdienstes beim Abtransport von Patienten zählen ebenso dazu wie Verkehrsunfälle, zu denen die Feuerwehr gerufen wird: Nicht selten finden diese Einsätze auf der Autobahn statt und oft müssen Verletzte geborgen werden. Ein tödlicher Unfall war aber im vergangenen Jahr zum Glück nicht dabei.

Was die Feuerwehrleute ebenfalls freute: Unter den zahlreichen Fehlalarmen war keine einzige böswillige Alarmierung. Und: Ihre Arbeit wird von den Bürgern wahrgenommen. Das zeigen die rund 110 000 Besuche auf der Homepage der Wieslocher Wehr allein 2012.

Geschrieben von Andreas Kloé (Rhein-Neckar-Zeitung)

Christbaumsammlung am 12.01.2013

Am Samstag, den 12. Januar 2013, ab 08:30 Uhr, werden durch die Jugendfeuerwehren in Wiesloch und seinen Stadtteilen Baiertal, Frauenweiler und Schatthausen Weihnachtsbäume eingesammelt. Die Verantwortlichen der Jugendfeuerwehren bitten darum, bereits am Tag zuvor, oder am frühen Morgen, die Bäume gut sichtbar an den Straßenrand zu stellen. Bei Mehrfamilienhäusern oder großen Grundstücken empfiehlt es sich, die Bäume an einem zentralen Platz zu sammeln. Auch bittet die Jugendfeuerwehr darum, sämtlichen Baumschmuck, wie beispielsweise Lametta und Christbaumkugeln zu entfernen und keine Spenden unmittelbar an den Bäumen zu befestigen. Denken Sie daran: Gelegenheit macht Diebe und ihre Spende kommt ggf. nicht dem gewünschten Zweck zu.
Um eine kleine Spende für den Abholservice werden die Kinder und Jugendlichen direkt an der Haustüre bitten und hierzu von ca. 08:30 Uhr bis in die Nachmittagsstunden klingeln. Zu erkennen sind sie an der bekannten Jugendfeuerwehruniform.
Nach dem 12. Januar an die Straße gestellte Christbäume werden nicht nachträglich abgeholt und müssen gesondert entsorgt werden.

Information: Die Weihnachtsbäume werden der Nahwärmeversorgung des Schulzentrums zugeführt. Ein kleiner Teil wird auf dem Parkplatz des WieTalBads verbrannt. Gegen 19:30 Uhr wird dort das Feuer entzündet.

Feuerwehr wurde zu Bundesligaspiel eingeladen

Kürzlich erhielten die Einsatzkräfte der Weinstadt eine freundliche Einladung zu einem Bundesligaspiel der TSG 1899 Hoffenheim. Von Herrn Gerhard Oswald und seiner Familie wurde den Feuerwehren aus Walldorf & Wiesloch sowie dem Guggenmusik-Verein aus Forst ein Besuch der Partie 1899 vs. Borussia Dortmund ermöglicht. Gemeinsam traf man sich am 16. Dezember zur Abfahrt nach Sinsheim in die dortige Rhein-Neckar-Arena. Dort konnte man noch Getränke und Speisen zu sich nehmen, um die „Hoffema-Jungs“ auch standesgemäß zu unterstützen.
Leider hat unsere Unterstützung nicht viel genutzt: Trotz einer sehr ansehnlichen ersten Halbzeit verlor Hoffenheim mit 1 zu 3 Toren gegen den amtierenden Fußballmeister.
Die Niederlage trübte die Stimmung allerdings nur kurz, hat man doch selten die Gelegenheit mal ein solch schönes Stadion zu besuchen.
Die Führung der Wieslocher Feuerwehr möchte sich recht herzlich für die Einladung bedanken und wünscht Familie Oswald ein frohes Weihnachtsfest.

Geschrieben von Marco Friz

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Erste-Hilfe-Kenntnisse aufgefrischt

Mit einem schweren häuslichen Notfall, einer üblen Verletzungen nach einem Motorsägenunfall sowie einer Verletztenrettung nach einer betrieblichen Havarie konfrontierte Andreas Münch die Kameradinnen und Kameraden bei der Erste-Hilfe-Auffrischung am vergangenen Mittwoch. Allerdings konnte die Ausbildung erst eine halbe Stunde später als geplant beginnen, da das LF 20 und der VRW/ELW zu einem realen Einsatz in die Hesselgasse ausrücken mussten (vergl. Nr. 154 unter der Rubrik „Einsätze“). Nachdem alle Einsatzkräfte wieder zurück waren, konnte Andreas mit einer kurzen theoretischen Einführung beginnen, bevor die Helfer nun selbst bei den eingangs genannten Szenarien gefordert waren. Unter den kritischen Augen der übrigen Dienstteilnehmer musste jeweils ein Fünferteam die Aufgabenstellung lösen. Einig waren sich alle, dass eine regelmäßige Auffrischung unumgänglich ist und letztlich die erforderliche Sicherheit für den Einsatz bringt.

Geschrieben von Ludwig Sauer

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Abschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch am vergangenen Samstag

Eine Situation, die so hoffentlich nie Realität werden wird: der Löschzug der Wieslocher Feuerwehr braust mit Sondersignal zur Kurpfalzwerkstatt im Gewerbegebiet „In den Weinäckern“. Einsatzleitwagen, 1. Löschfahrzeug, Drehleiter und Tanklöschfahrzeug – „volles Programm“! Die Brandmeldeanlage der Werkstatt hatte Alarm ausgelöst.

Dass es sich leider nicht um einen Fehlalarm handelt, wird den Einsatzkräften rasch klar, denn am Eingang empfängt sie ein völlig aufgelöster Betriebsangehöriger. „Im Lager müsse es brennen, alles stünde unter Rauch“, so der Mitarbeiter, der offensichtlich unter Schock steht. „ Ja, es werden auch noch Kollegen vermisst“, erfährt Einsatzleiter Karlheinz Schweinfurth von dem Mann. Ein Blick in die Brandmeldezentrale mit den Laufkarten und Plänen erlaubt eine erste Orientierung in dem weiträumigen Objekt. Während der Fahrt hatten sich die beiden ersten Einsatztrupps bereits mit Atemschutz ausgerüstet. Mit ihrer Ausrüstung – darunter auch eine Wärmebildkamera – dringen sie in den verrauchten Bereich ein. Sie wissen, dass sie die vermissten Mitarbeiter schnell finden und in Sicherheit bringen müssen. Der Einsatzleiter weist die übrigen Kräfte ein. Zuvor hatte er umfangreiche Verstärkung angefordert. Glücklicherweise ist das 2. Löschfahrzeug schon kurz vor der Einsatzstelle und wird gleich da sein. Alles muss jetzt Hand in Hand  und vor allen Dingen schnell gehen, damit die Mitarbeiter möglichst unverletzt gerettet werden können. Trotz der großen Anspannung laufen die Rettungsarbeiten in geordneten Bahnen. Nur die Fahrzeuge, die auf dem Firmengelände unbedingt benötigt werden, beziehen dort auch Stellung. Die übrigen Fahrzeuge bleiben auf der Straße stehen, auch die große Drehleiter. Da die Werkstatt-, Verwaltungs- und Therapiegebäude eingeschossig sind, kann dieses mal auf die wertvollen Dienste des Hubrettungsgeräts verzichtet werden. Das heißt natürlich nicht, dass es für die Fahrzeugbesatzung nichts zu tun gibt: Der Einsatztrupp nimmt einen großen Lüfter vor, mit dem der Brandrauch zurückgedrängt werden kann. Dann stehen diese Einsatzkräfte wie auch die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs als Reserveatemschutztrupps zur Verfügung. Mit einem großen Gerätewagen mit Ladebordwand werden weitere Atemschutzgeräte herangeschafft. Nicht sichtbar für die zahlreichen Zuschauer, unter ihnen Bürgermeisterin Ursula Hänsch sowie die ehrenamtlichen Stellvertreter des Oberbürgermeisters Klaus Rothenhöfer und Jürgen Adam, werden auf der Gebäuderückseite die ersten Mitarbeiter aus dem Gebäude getragen. Intensiv und fieberhaft wird von mehreren Trupps nach deren weiteren Kollegen gesucht, was aufgrund der starken Verqualmung nicht einfach ist. Die Raucherzeuger der Feuerwehr sorgen mit ihrem „Diskonebel“ für erschreckend realistische Bedingungen. Mit vereinten Kräften werden auch die letzten beiden Mitarbeiter aufgefunden und rasch in Sicherheit gebracht. Im gegenüberliegenden Therapiegebäude können sie, geschützt vor den Unbilden der Witterung, medizinisch erstversorgt werden. Nach der Rettung dieser Personen können sich die Einsatzkräfte ganz auf die Brandbekämpfung konzentrieren. Bald ist auch dieses Ziel der jährlichen Abschlussübung der Wieslocher Feuerwehr erreicht und die Zuschauer haben nun selbst Gelegenheit, sich die Örtlichkeiten zu betrachten. Da die Räume immer noch leicht verraucht sind, können sie sich in etwa vorstellen, was hier noch vor wenigen Minuten los war.

Als Ludwig Sauer, der gemeinsam mit Orhan Bekyigit die Übung ausgearbeitet hat, gerade ein paar erklärende Worte an die Zuschauer richten will, ertönen die Meldeempfänger der Wehrleute. Die Leitstelle meldet einen schweren Verkehrsunfall auf der B 39 bei Mühlhausen: ein PKW mit zwei Insassen ist einen Abhang teilweise hinabgestürzt und droht weiter abzurutschen. Jetzt ist auch ganz real richtig Eile geboten. Ein Teil der Helfer macht sich unverzüglich mit dem Rüstwagen und dem Einsatzleitwagen auf den Weg, die restliche Mannschaft verstaut die Gerätschaften in den übrigen Fahrzeugen.
Danach findet eine Nachbesprechung der getroffenen Maßnahmen und eine Begehung der Räumlichkeiten statt. Abteilungskommandant Jürgen Bodri nutzt dabei die Gelegenheit, sich bei den Zuschauern für ihr Interesse und bei seinen Leuten für das gezeigte Engagement zu bedanken. Besonders dankt er aber den sieben Jungfeuerwehrmännern, die als Verletzte fungierten, sowie den Verantwortlichen der Lebenshilfe Wiesloch, welche die Räumlichkeiten großzügig und sehr kurzfristig zur Verfügung gestellt haben. Hermann Neu, Armin Gilbert und Andreas Bopp, die selbst als freiwillige Feuerwehrleute in Hoffenheim bzw. in St. Leon engagiert sind, hatten sich diesen Nachmittag extra freigehalten und standen ihren Wieslocher Kameraden für alle Fragen zur Kurpfalzwerkstatt zur Verfügung.

Info: Für die Bilder danken wir unseren Haus- und Hof-Fotografen Thomas Junkert und Reinhold Hirth. Ein Dankeschön auch an Marvin Detloff von der Jugendfeuerwehr Walldorf.

Geschrieben von Ludwig Sauer

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Ausbildungsmodul „Technische Hilfe allgemein“ erfolgreich beendet

Ende November fand der zweite Hilfeleistungstag in diesem Jahr statt. Damit wurde der letzte Ausbildungsabschnitt in 2012, die sogenannte„allgemeine Technische Hilfeleistung “, abgeschlossen.
Zwei Wochen zuvor wurde bereits in der Halbtagesausbildung einiges zum Thema Personenrettung verinnerlicht. Passend zum Thema trafen sich die „Truppmann Teil 2“- Teilnehmer bereits zwei Stunden vor dieser Ausbildung, um sich zusätzliches Wissen anzueignen. Dabei standen vor allem das Arbeiten mit dem Trennschleifer und der Umgang mit Tauchpumpen auf dem Programm. 
In der darauffolgenden Ausbildung konnte man sich das Vorgehen bei einer speziellen Art von Personenrettung aus größerer Tiefe aneignen: Mit zwei Steckleiterteilen und einem Standrohr wurde ein Gestell aufgebaut, von dem aus der Feuerwehrmann im Ernstfall hinunter zur betroffenen Person abgeseilt werden kann, um ihr zu helfen. 
Im zweiten Abschnitt wurde praxisnah der Umgang mit Karabinern, verschiedenen Seilen und Knoten erklärt. Dazu wurden den Teilnehmern die jeweiligen Richtlinien und Verhaltensweisen nahegebracht.
Am Hilfeleistungstag wurde das erworbene Wissen nun in die Praxis umgesetzt. Nach einem kurzen Frühstück machten man sich auf den Weg zum Ottheinrich-Gymnasium in Wiesloch und fand dort folgendes Szenario vor: Eine Person war in einen Schacht gestürzt und muss gerettet werden.
Der Angriffstrupp wurde dazu mit Hilfe der Steckleiter nach unten geschickt, um Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen zu können. Nach kurzer Überlegung wurde die Drehleiter so in Stellung gebracht, dass der Korb über dem Schacht war. Jetzt konnte die Person mit dem Rollgliss, einem Rettungs- und Abseilgerät, nach oben befördert werden.
Die nächste Station wurde beim Bahnhof Wiesloch-Walldorf eingerichtet. Eine hilflose Person, von einem Dummy dargestellt, lag im ersten Stock eines Parkhauses und musste gerettet werden. Erschwerend kam hinzu, dass sich das Parkhaus Rohbau befinden sollte und keine Treppen zur Verfügung standen. Um das Parkhaus herum waren überall Baugruben, sodass man die Möglichkeit ausschließen musste, den verletzten Menschen ganz einfach mit einer Trage zu retten. 
Der Lösungsweg hierbei war, einen Seilzug aufzuspannen, mit dem die Person über die Grube auf die andere Seite gebracht werden konnte.
Nach dem Mittagessen und einer kurzen Ruhephase mache man sich gemeinam auf den Weg zum Klettergarten in Wiesloch. Dort mussten Übungen durchgeführt werden, die dem Teambuildung dienten. Die erste Aufgabe war das Durchqueren eines „Spinnennetzes“, bei der niemand das Netz selbst berühren durfte. Dazu musste genau überlegt werden, welche Person durch welche Stelle hindurch transportiert werden kann.
Die zweite Aufgabe bestand darin, eine ca. 2,50m hohe Wand zu erklimmen. 
Nachdem alle Herausforderungen gemeistert waren, ging es ans Klettern. Hierbei folgte zunächst eine Sicherheitseinweisung und kurz darauf durfte losgelegt werden. Auch bei solch „spaßigen“ Aktionen steht natürlich eine ernste Intension im Hintergrund. Vor allem Kameraden mit noch wenig Erfahrung konnten sich gut an entsprechende Höhen gewöhnen und herausfinden, wo ihre Grenzen diesbezüglich sind.
Gegen Ende erklärten die Trainer des Klettergartens, wie sie eine Höhenrettung im Ernstfall durchführen müssen. Diese Vorgehensweise konnte von den Feuerwehrangehörigen auch gleich noch geübte werden.

Ein gut durchorganisierter und spannender Tag war damit zu Ende. Man konnte sehr viel mitnehmen und auch im spaßigen Teil einige Erfahrungen sammeln.

Geschrieben von Patrick Bader

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Brandrisiken durch Adventskränze und Christbäume

Landesbranddirektor Hermann Schröder hat zum Beginn der Adventszeit vor den Gefahren durch unsachgemäßen Umgang mit Kerzen gewarnt.

„Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit kommt es durch Unachtsamkeit oder Leichtsinn immer wieder zu Bränden. Vergessene oder falsch angebrachte brennende Kerzen können leicht zur lebensbedrohenden Gefahr werden. Oft genügt ein Funke, um einen ausgetrockneten Kranz oder Christbaum explosionsartig zu entfachen.“ Das sagte Schröder am Freitag, 30. November 2012, in Stuttgart.


Christbäume und Adventskränze sollten auf einer nicht entflammbaren Unterlage stehen. Außerdem sollten unbedingt nichtbrennbare Kerzenhalter verwendet werden. Wichtig sei, die Kerzen immer senkrecht in die Halter zu stecken. Abgebrannte Kerzen müssten besonders bei trockenen Gestecken, Kränzen oder Weihnachtsbäumen rechtzeitig ausgewechselt werden. 

Am Weihnachtsbaum sollten die Kerzen von oben nach unten angezündet und in umgekehrter Reihenfolge gelöscht werden. Der Baum sollte auch gegen Umkippen gesichert sein. Es müsse auf alle Fälle darauf geachtet werden, dass Äste nicht in Brand geraten könnten. Besonders wichtig sei es, Kerzen nicht zu nah an Vorhängen oder brennbaren Verkleidungen von Wänden beziehungsweise Decken zu platzieren. Als Christbaumschmuck oder Dekorationsmaterial für Kränze und Gestecke sollten nur nichtbrennbare Produkte verwendet werden. Die bei vielen beliebten Wunderkerzen hätten am Weihnachtsbaum und in der Nähe von brennbaren Gestecken nichts zu suchen.

Brennende Kerzen sollten nie unbeaufsichtigt bleiben. Es sei wichtig, beim Verlassen des Zimmers immer daran zu denken, alle Kerzen zu löschen. Wer am Weihnachtsbaum nicht auf natürlichen Kerzenschein verzichten möchte, sollte einen Eimer Wasser griffbereit haben.

Sinnvoll sei auch eine so genannte Haushaltslöschdecke.

 „Ich rate dringend dazu, schon jetzt – vor Inkrafttreten der gesetzlichen Pflicht – Rauchwarnmelder in alle Häuser und Wohnungen einzubauen. Denn die kleinen Warngeräte können in allen geschlossenen Räumen Leben retten“, sagte Schröder. Rauchmelder seien nicht teuer und könnten problemlos auch von Laien angebracht werden. Der Landesbranddirektor erinnerte außerdem daran, bei bereits installierten Geräten regelmäßig die Funktionsfähigkeit zu überprüfen und gegebenenfalls die Batterien zu erneuern.

Weitere Informationen zu Rauchwarnmeldern und Brandschutz gibt es bei der örtlichen Feuerwehr.

Geschrieben von Innenministerium Baden-Württemberg

Einladung zur Jahresabschlussübung am 08.12.2012

Die Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch, Abteilung Wiesloch, findet am kommenden Samstag, den 8. Dezember 2012, um 16.30 Uhr in der Kurpfalz-Werkstatt in der Straße „In den Weinäckern“ statt. Zuschauer sind herzlich dazu eingeladen. Die Feuerwehrangehörigen treffen sich um 16.00 Uhr im Feuerwehrhaus.

Geschrieben von Ludwig Sauer

Lackiererei Schüttler unterstützt Feuerwehrarbeit

Spendenaufruf im Rahmen des Jubiläums

Um die Jubiläumsfeierlichkeiten der Wieslocher Feuerwehr zu unterstützen, spendete der Lackierfachbetrieb Schüttler kürzlich 500 € an deren Förderverein. Bereits seit Jahren ist Firmeninhaber Harald Schüttler Gönner und Freund der ehrenamtlichen Kräfte. Lackierarbeiten im Rahmen der Einrichtung des Führungsraumes stellte er kostenfrei zur Verfügung, auch Großübungen konnten in den Räumlichkeiten seines Unternehmens bereits durchgeführt werden.
„Den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch unterstütze ich gerne, die gute Zusammenarbeit freut mich sehr“, sagte Harald Schüttler im Rahmen der Spendenübergabe an Abteilungskommandant Jürgen Bodri und Ludwig Sauer, den Projektverantwortlichen für das Jubiläum.
Man kann sich sicherlich vorstellen, dass die Organisation und Durchführung dieses besonderen Ereignisses für die Wehrleute nicht nur eine große personelle Zusatzbelastung, sondern auch eine  finanzielle Herausforderung darstellt. Sie sind daher für jede Art von Unterstützung dankbar.

Folgende Spendenkonten stehen für Zuwendungen im Rahmen des Jubiläums zur Verfügung:
Sparkasse Heidelberg (672 500 20), Konto 9200681
Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim (672 922 00), Konto 21245305

Geschrieben von Marco Friz

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