Jugendfeuerwehren in Deutschland erhalten Deutschen Nationalpreis 2013

Ehrenamtliches Engagement und gesellschaftliche Integrationsleistung gewürdigt

Berlin / Hamburg – Der Deutsche Nationalpreis geht in diesem Jahr an die rund 18.000 Jugendfeuerwehren in Deutschland. Das gab die Deutsche Nationalstiftung heute in Hamburg bekannt. Der Preis würdigt das ehrenamtliche Engagement und die gesellschaftliche Integrationsleistung durch die Jugendorganisation der Feuerwehren in Deutschland. Am Mittwoch, dem 5. Juni 2013, werden die Jugendfeuerwehren den Preis im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses entgegen nehmen.

„Der Deutsche Nationalpreis ist für die 240.000 Mädchen und Jungen in den Jugendfeuerwehren eine einzigartige Auszeichnung und ein toller Beleg, dass Engagement und Teamgeist zeitlose Trendsetter sind“, erklärt Johann Peter Schäfer, Bundesjugendleiter der Deutschen Jugendfeuerwehr. „Für unseren Verband bedeutet der Preis eine besondere Würdigung des ehrenamtlichen Engagements der Kameradinnen und Kameraden in den Freiwilligen Feuerwehren. Insbesondere die Bemühungen der Jugendfeuerwehren rund um die Themen Integration und Demokratieförderung werden besonders hervorgehoben.“ Zu den Gründen für die Preisvergabe zählen neben der Vermittlung der Grundfertigkeiten des Brandschutzes, der Feuerwehrtechnik und der Ersten Hilfe vor allem die vielfältig und breit angelegte Jugendarbeit, soziale Aufgaben, praktisch gelebte Demokratie, Internationalität und Freizeitgestaltung in den Jugendfeuerwehren.

Auch Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), zeigt sich beeindruckt: „Jugendfeuerwehren sind der Grundstein für die Zukunft der Feuerwehren in Deutschland und damit in besonderer Weise wichtig für unsere Gesellschaft. Der Preis unterstreicht die große Bedeutung des freiwilligen Engagements als unverzichtbaren Teil unseres Gemeinwesens.“

Die Deutsche Nationalstiftung
Die von Helmut Schmidt 1993 gegründete überparteiliche, unabhängige und gemeinnützige Deutsche Nationalstiftung will das Zusammenwachsen Deutschlands fördern, die nationale Identität der Deutschen bewusst machen und die Idee der deutschen Nation als Teil eines vereinten Europas stärken. Sie veranstaltet internationale Jugendprojekte, Tagungen, Diskussionsforen und vergibt seit 1997 jährlich den mit 50.000 Euro dotierten Deutschen Nationalpreis an Menschen und Institutionen, die sich um die Ziele der Stiftung beispielhaft verdient gemacht haben.

Information
In Wiesloch sind rund 40 Jungen und Mädchen in den Reihen der Jugendfeuerwehr. Informationen zu unserem Nachwuchs befinden sich auf www.jugendfeuerwehr-weisloch.de

Geschrieben von Deutscher Feuerwehrverband

Balsam für die Seele

Feuerwehr entsendet zwölf neue Feuerwehrseelsorger

Sie müssen die Polizei bei der Überbringung einer Todesnachricht unterstützen, sie spenden Unfallbeteiligten und Rettern Trost bei und nach schweren Unfällen und sie geben denjenigen Halt, die gerade mit ansehen müssen, wie ihr Hab und Gut in Flammen aufgeht: Die Rede ist von den ehrenamtlichen Feuerwehrseelsorgern, die bei den Feuerwehren im Rhein- Neckar-Kreis ihren Dienst tun und bei solchen Einsätzen Erste Hilfe für die Seele leisten.
Da sich das Aufgabengebiet in den letzten Jahren immer weiter entwickelt hat und nicht nur Seelsorger über eine Ausbildung verfügen, um diesen Dienst zu übernehmen, wurde die Feuerwehrseelsorgeeinheit in Psychosoziale Notfallversorgung kurz PSNV umbenannt. Über Mitgliedermangel in der PSNV kann sich Thomas Eisermann, Leiter der Einheit im Rhein Neckar Kreis, nicht beklagen. Im Gegenteil, erst dieser Tage konnten wieder zwölf neue Feuerwehrseelorger im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes entsandt werden.
In der Wieslocher Dreifaltigkeitskirche fand hierzu der Entsendungs-gottesdienst unter großer Beteiligung von Feuerwehrangehörigen aus dem gesamten Kreisgebiet statt und reihte sich damit in die Jubiläumsfeierlichkeiten der Wieslocher Feuerwehr ein. Besondere Höhepunkte waren der Feuerwehrchor der Feuerwehr Ladenburg und die private Band Morgenlicht von und mit dem Feuerwehrseelsorger Hans-Peter Wey, die ihr musikalisches Können eindrucksvoll unter Beweis stellten. Die Seelsorger gingen im Gottesdienst auf die besonderen Umstände der Feuerwehrarbeit und der psychosozialen Nachsorge ein. War es den Feuerwehrleuten vor Gründung der Feuerwehrseelsorge selbst überlassen, sich in der Gemeinschaft oder auf eigene Faust über belastende Erlebnisse auszutauschen, können heute die geschulten und ausgebildeten Seelsorger herangezogen werden.
Diese kommen dann entweder direkt am Ereignisort zum Einsatz oder zur Nachbereitung im jeweiligen Feuerwehrhaus. Dabei steht jeder Feuerwehr und jedem Angehörigen frei, das Angebot zu nutzen. Die ständig steigenden Alarmierungszahlen – zwischen 130 und 160 pro Jahr –  zeigen jedoch, dass das Angebot der PSNV gerne genutzt und hoch geschätzt wird.

Da diese Aufgabe auch keine geringe Belastung für die Seelsorger selbst ist, unterstützen sich diese in Gesprächsrunden immer wieder gegenseitig und geben sich in der Gemeinschaft Halt.

Pfarrer Alexander Hafner von der Seelsorgeeinheit Wiesloch bedankte sich, die Feierlichkeiten in der Dreifaltigkeitskirche ausrichten zu dürfen. Er habe allergrößten Respekt vor der Arbeit und den Leistungen der Feuerwehrleute und ihrer Seelsorger. Ihm tat es die evangelische Pfarrerin Birgit Wasserbäch aus Heidelberg gleich. Im Anschluss an den Gottesdienst kamen die Feuerwehrvertreter bei einem kleinen Empfang im Dreifaltigkeitssaal zusammen. Ausgerichtet hatte die Zusammenkunft die Wieslocher Feuerwehr mit tatkräftiger Unterstützung des DRK-Ortsvereins aus der Weinstadt.

In und für die Wieslocher Wehr engagiert sich Helga Brand in der PSNV, die von Berufswegen als Psychologin über weitreichende Erfahrungen verfügt. Mit der Entsendung und dem kirchlichen Segen ist sie nun offiziell und eigenständig einsetzbares Mitglied dieser wichtigen Einrichtung geworden.
Helga Brand stieß vor mehr als zwei Jahren zur Feuerwehr und hat neben einer Ausbildung zur Feuerwehrseelsorgerin auch die einschlägigen Feuerwehrlehrgänge durchlaufen. Sie wird inzwischen regelmäßig zu Einsätzen alarmiert. Dabei ist die Arbeit nicht ausschließlich auf den Bereich Wiesloch beschränkt, sondern erstreckt sich über den gesamten Rhein-Neckar-Kreis.

Wie wichtig die Arbeit von Seelsorgern ist, zeigte sich zuletzt bei schlimmen Unglücken, wie dem verheerenden Brand in Backnang mit acht Todesopfern oder dem schrecklichen Amoklauf in Winnenden und Wendlingen, bei denen Kollegen aus den dortigen Regionen über Tage und Wochen zum Einsatz kamen.

Geschrieben von Marco Friz

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Entsendungsgottesdienst der Feuerwehrseelsorger am kommenden Freitag

Feuerwehrseelsorgerin Helga Brand absolvierte zweijährige Ausbildung

Am kommenden Freitag, den 08.03.2013, 18 Uhr, veranstaltet der Kreisfeuerwehrverband einen Entsendungsgottesdienst für Feuerwehrseelsorger. Im Rahmen des 150-jährigen Feuerwehrjubiläums findet diese Veranstaltung in der Wieslocher Dreifaltigkeitskirche statt.

Schon seit mehr als zehn Jahren existiert das Feuerwehrseelsorgeteam Rhein-Neckar-Kreis (FST). Es kommt zum Einsatz, wenn sich Feuerwehreinsätze ereignen, die eine professionelle Nachbereitung notwendig machen. Dazu zählen beispielsweise schwere Verkehrsunfälle, Brände und ganz allgemein gesehen Ereignisse, bei denen Menschen schwer verletzt, getötet oder traumatisiert werden. Auch bei der Überbringung von Todesnachrichten leistet das FST wertvolle Hilfe in den schwersten Stunden. Traditionsgemäß wird die Ausbildungszeit der neuen Seelsorger mit einem gemeinsamen Entsendegottesdienst abgeschlossen.

In der Wieslocher Wehr engagiert sich Helga Brand, die von Berufswegen als Psychologin über weitreichende Erfahrung verfügt. Sie stieß vor mehr als zwei Jahren zur Feuerwehr und hat neben einer Ausbildung zur Feuerwehrseelsorgerin auch die einschlägigen Feuerwehrlehrgänge durchlaufen. Sie wird inzwischen regelmäßig zu Einsätzen alarmiert. Dabei ist die Arbeit nicht auf den Bereich Wiesloch beschränkt, sondern erstreckt sich über den gesamten Rhein-Neckar-Kreis.

Unterstützt wird die Arbeit des FST durch die jeweiligen örtlichen Feuerwehren mit Fahrern und Fahrzeugen.

Geschrieben von Marco Friz

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Feuerwehr-Großübung bereitete großen Spaß

200 Jugendliche kamen bei Kissel + Wolf zum Einsatz – Erste Jubilläumsveranstaltung

200 Teilnehmer mit 23 Fahrzeugen und 35 Löschrohren: Das war die stolze Bilanz der Jugendfeuerwehr-Großübung am vergangenen Samstag beim Wieslocher Chemieunternehmen Kissel + Wolf (KIWO). Historischen Hintergrund der ersten Jubiläums-Veranstaltung bildete eine Explosion am 01. März 1943, bei dem an Ort und Stelle die Wieslocher Feuerwehr zum Einsatz kam. Nicht erst seit dieser Zeit besteht zwischen Kissel + Wolf und der Feuerwehr eine gute Verbindung (siehe seitlicher Bericht zur Spendenübergabe).

Als sich um 14 Uhr die ersten Martinshörner auf den anrückenden Einsatzfahrzeugen ankündigten, hatten sich geschätzt 200 bis 300 Zuschauer vor dem KIWO-Sitz unweit des Bahnhofs versammelt. Gespannt verfolgten Groß und Klein, wie nach und nach die zwölf verschiedenen Jugendfeuerwehren eintrafen. Unterstützt wurden diese von Jugendrotkreuz und Malteser Jugend aus Wiesloch.
Fiktive Alarmmeldung für alle lautete zuvor „Explosion mit Folgebrand“ in den Gebäuden B3, B5 und A3. Auf dem gesamten Werksgelände und rundherum bezog der Feuerwehrnachwuchs daraufhin Position, um die vereinbarten Aufgaben zu übernehmen. So lautete beispielsweise der Auftrag für die Kids aus Frauenweiler und Schatthausen „verletzte Mitarbeiter“ aus dem Verwaltungsgebäude zu retten und an die Helfer in Weiß zu übergeben. Die jüngsten Wieslocher Kinder wurden hierfür aufwendig geschminkt und durften spielerisch die Verletzten darstellen. Überall wurden eilig Schläuche ausgerollt und aufwendig die Wasserversorgung sichergestellt. Pumpen wurden angeworfen, Wasserwerfer aufgebaut und die Einsatzstelle professionell abgesichert. Sämtliche Hydranten durften herhalten, um die angenommen Flammen eilig zurückschlagen zu können. Selbst auf dem Parkplatz des Bahnhofs wurde ein Hydrant für das kostbare Nass angezapft. Und weil die Flammen sich laut Übungsplan auf weite Teile des KIWO-Stammsitzes ausgebreitet hatten, kamen die Malscher Jugendlichen selbst auf dem Deck des Busbahnhofs zum Einsatz. Von dort aus schirmten sie ein Bürogebäude vor dem roten Hahn ab. Hautnah konnten die Zuschauer im Betriebsgelände verfolgen, wie gut die Jungendlichen bereits mit der Löschtechnik umgehen können. Routiniert wurde dort mit vollem Einsatz gelöscht, nasse Kleidung von dem ein oder anderen sogar gerne in Kauf genommen. Um dem Publikum die Hintergründe der Übung und das Vorgehen zu erklären, kam Ludwig Sauer von der Wieslocher Feuerwehr als Moderator zum Einsatz.
Bei allen Teilnehmern kam der Spaß sichtlich nicht zu kurz. Da selbst Petrus ein Feuerwehrfreund zu sein scheint, konnten die Aufgaben bei wunderbarem Sonnenschein erledigt werden. Auch bei den etwas außerhalb des Werks gelegenen Jugendfeuerwehren gab es so keine langen Gesichter.
Nach gut einer Stunde waren die gesteckten Ziele schließlich erreicht, KIWO gelöscht und Verletzte gerettet. Vom Wieslocher Jugendfeuerwehrwart Manuel Hecker, der als Übungs-Einsatzleiter fungierte, wurde deshalb „Feuer schwarz“ vermeldet.
Weit gefehlt, dass nun alle Schläuche liegen blieben und man eilig den gemütlichen Teil ansteuerte.Ganz wie bei der aktiven Wehr wurden zuallererst die Löschfahrzeuge eingeräumt und „klar Schiff gemacht“. Erst dann kam man im Lagergebäude zusammen, um sich bei heißen Würstchen und Getränken zu stärken.

Jürgen Schwarz, Betriebsleiter bei Kissel + Wolf, dankte bei einer kurzen Ansprache den Jugendlichen und ihren Verantwortlichen für den Einsatz. „Mit wie viel Begeisterung ihr alle an diese Übung herangegangen seid und welch tollen Teamgeist ihr untereinander an den Tag legt, finde ich bemerkenswert“, so Schwarz.
Er freute sich überdies für solch eine Übung der Ausrichter gewesen zu sein. Kreisjugendfeuerwehrwart Gregor Wipfler sprach ebenso seinen großen Respekt an den Feuerwehrnachwuchs aus, der ihn „sehr positiv“ in die Zukunft blicken lässt.
Verantwortlich für die Ausarbeitung und Leitung der Großübung zeichnete der Wieslocher Jugendfeuerwehrwart Manuel Hecker. Er dankte seinem Team, allen Helfern sowie den Beteiligten Jugendfeuerwehren. Aus Wiesloch, Baiertal, Frauenweiler, Schatthausen, Rauenberg, Walldorf, Malsch, Sandhausen, St.Ilgen, Rot, Dielheim und Horrenberg-Balzfeld waren die Teilnehmer laut Manuel Hecker gekommen.
Als kleines Dankeschön überreichte er zwei Mannschaftsbilder an KIWO. Hecker ließ es sich auch nicht nehmen, für die kommenden Jubilläumsveranstaltungen zu werben. Demnach findet schon am kommenden Freitag, 08. März, 18 Uhr, die Entsendung der Feuerwehrseelsorger in der Wieslocher Dreifaltigkeitskiche statt.
Bürgermeisterin Ursula Hänsch brachte es zum Schluss auf den Punkt: Sie dankte für „eine ganz tolle Veranstaltung“, welche sie den Nachmittag „sehr genießen“ ließ.

Info: Wir danken Reinhold Hirth und Ralf Brenner für die Bilder und den Kameraleuten für die zahlreichen Videos.
Videos: Weitere Videos befinden sich hier (vielen Dank an Stefan Zirkel) und hier (vielen Dank an Alexander Hald).

Geschrieben von Marco Friz

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Ausbildung der Drehleitermaschinisten

Schon über 30-mal musste die Feuerwehr Wiesloch in diesem Jahr ausrücken.
Ob zu Verkehrsunfällen oder zu Bränden: Bei den Einsätzen war immer das ganze Fachwissen der Floriansjünger gefragt. Bei einem Drittel dieser Einsätze musste auch die Drehleiter der Kernstadtwehr mit zum Einsatzort eilen. Bei solchen Einsätzen müssen dann besonders die Drehleitermaschinisten ihr ganzes Können unter Beweis stellen. Hier gilt es, das Hubrettungsfahrzeug schnell und vor allem sicher in Stellung zu bringen, um den kompletten einsatztaktischen Wert ausschöpfen zu können. Das war auch das Hauptthema bei der diesjährigen Ausbildung der Drehleitermaschinisten, welche am vergangen Samstag und am Mittwochabend stattfand. Die Fachgebietsleiter Marco Weissmann und Markus Penninger haben sich für die Übungen keine einfachen Einsatzszenarien ausgedacht und stellten so die Teilnehmer vor zum Teil schwierige, aber nicht unlösbare Aufgaben. Realistische und eigentlich immer alltägliche Probleme waren beispielswiese geparkte Autos im Aufstellbereich der Drehleiter, aber auch schwer zugängliche Anleiterstellen.
Die Teilnehmer zeigten sich am Ende der zweistündigen Ausbildung, welche immer in kleinen Gruppen mit maximal vier Drehleitermaschinisten durchgeführt wurde, begeistert über die Ausbildung und dankten den Ausbildungsleitern für die realistischen und sehr gut durchdachten Einsatzszenarien. Bei den abschließenden Nachbesprechungen war man aber auch einstimmig der Meinung, dass dieses komplexe Einsatzfahrzeug ständiges Üben voraussetzt, um die Einsatzmöglichkeiten immer komplett nutzen zu können.

Geschrieben von Marco Weissmann

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10 Einsätze innerhalb von 3 Tagen

Schon länger liegt eine derartige Einsatz-Serie für die Wieslocher Feuerwehr zurück, wie sie Ende der vorvergangenen Woche stattgefunden hatte.
Ganze zehn Einsätze beschäftigten die Wehrleute seit Donnerstag, den 31.01.2013. Gegen Nachmittag wurden die Einsatzkräfte mit der Meldung „Technische Hilfe 3 – Verkehrsunfall“ alarmiert. Für die angerückten Helfer stellte sich heraus, dass in Schlossstraße ein Radfahrer angefahren wurde. Nachdem das Unfallopfer bereits von der Polizei zwischen zwei PKWs befreit war, vom Rettungsdienst eilig versorgt und ins Krankenhaus gebracht wurde, begab sich die Feuerwehr schnell auf den Rückweg in die Rettungswache.
Die Hoffnung schnell wieder zum Alltagsgeschehen zurückkehren zu können, war jedoch etwas  zu vorleilig: Circa eine Stunde später erfolgte ein erneuter Alarm, um mit dem Tanklöschfahrzeug und der Drehleiter Überlandhilfe in Malsch zu leisten. Zu diesem Zeitpunkt dachten viele Feuerwehrleute wohl noch an nichts Schlimmeres. Die Lage in Malsch spitzte sich allerdings immer weiter zu, sodass die Leitstelle die komplette Abteilung Wiesloch alarmierte. So allmählich wurde dem Einzelnen bewusst, dass es sich nicht mehr um eine übliche „Lappalie“ zu handeln schien: In Malsch standen zwei Lagerhallen einer Ziegelfirma im Vollbrand. Abgesehen von der enormen Größe des Feuers und dem alarmierten Schlauchwagen, der bei einem solch großen Einsatz schon länger nicht mehr zum Einsatz gekommen ist, gibt es eine weitere Besonderheit dieses Brandes. Anfangs brannte die erste Halle, die Zweite erst etwas später, durch ein brennendes Fließband, das über der B3 lief und wie eine Zündschnur wirkte. Als man sich ein Bild des Ausmaßes machen konnten, wurde umgehend ein Vollalarm für den gesamten Unterkreis Wiesloch herausgegeben. Zudem kamen weitere Freiwillige Feuerwehren aus dem südlichen Rhein-Neckar-Kreis sowie die Berufsfeuerwehr Heidelberg zum Einsatz. Nach insgesamt sechs Stunden konnte „Feuer schwarz!“ gemeldet werden und die Wieslocher Einheit zurück in die Weinstadt fahren. 


Nach einer Stärkung im Gerätehaus begaben sich die meisten Einsatzkräfte endlich nach Hause. Doch auch in dieser Pause konnte man von keiner großartigen Erholung sprechen. Kaum im Bett gelegen, ertönte der Funkmelder schon wieder: Auf der Autobahn war der Reifen eines LKWs geplatzt, der dadurch außer Kontrolle geriet, die Mittelleitplanke mitriss und umfiel. Der Fahrer war glücklicherweise nur leicht verletzt. Die Feuerwehr musste die Leitplanke demontieren.

Nachdem auch dieser Einsatz bewältigt war, meldete sich die Leitstelle ein weiteres Mal mit der Frage, ob sich noch Rettungskräfte im Feuerwehrhaus aufhielten. Die letzten Helfer begaben sich nach drei mehr oder weniger großen Einsätzen unmittelbar hintereinander auf den Vierten in Folge. Glücklicherweise war es für die Feuerwehr selbst nichts weiter Dramatisches: Ein Einbruch in Altwiesloch war zu verzeichnen und so musste die Tür gesichert werden. Völlig erschöpft und müde konnten sich die Zähesten unter den Feuerwehrleuten gegen 6 Uhr morgens endlich auf den wohlverdienten Heimweg machen. 
Kaum einigermaßen Schlaf nachgeholt, wurde die Wärmebildkamera zweimal hintereinander zur Ziegelfabrik nach Malsch gefordert, um erneut aufflammende Glutnester frühzeitig entdecken zu können. Samstags gerieten sogar wieder Holzspäne in Brand. Was danach folgte, war eine Reihe an Kleinalarmen, von denen es bis jetzt noch keine langfristige Erholung zu geben scheint.

Zu hoffen bleibt, dass der „Marathon“ langsam ein Ende findet. Glücklicherweise sind in allen erwähnten Einsätzen, insbesondere beim Großbrand, keine Todesopfer oder schwer Verletzte zu verzeichnen. Doch eine Tatsache wird jedem Feuerwehrmann auf’s Neue bewusst, wenn sich die Ereignisse wieder überschlagen: In der Feuerwehr muss man immer und zu jeder Tageszeit bereit sein zu helfen. Egal ob „Türe sichern“ oder Großbrand, fachliches Wissen und körperliche Fitness müssen auch nach wochenlanger Pause sofort abrufbar sein. Das macht dieses Ehrenamt so abwechslungsreich und spannend.


Information: In der Woche nach der Fertigstellung unseren Berichts wurden wir noch zu drei Verkehrsunfällen gerufen (Einsätze 21 bis 23). Bild Nr. 1 stammt von PR-Video. Wir danken für das Bereitstellen des Materials.

Geschrieben von Patrick Bader

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Feuerwehr-Jubiläum steht ganz im Fokus von 2013

Hauptversammlung der Abteilungsfeuerwehr Wiesloch

Zur Hauptversammlung der Kernstadtfeuerwehr und des dazugehörigen Fördervereins versammelten sich die Mitglieder am vergangenen Samstag in der Feuerwache Wiesloch.
Jürgen Bodri, Abteilungskommandant der Wehr und Vorsitzender des Fördervereins, begrüßte die Anwesenden und ließ das zurückliegende Jahr Revue passieren.

164 Einsätze hatten die Frauen und Männer in der Jahresfrist zu bewältigen. Hierzu zählten technische Hilfeleistungen, Brände, Fehlalarme und sonstige Einsätze wie z.B. die Feuerwehr-Seelsorge (siehe auch RNZ-Bericht vom 05.01.2013). Um den Einsätzen gerecht zu werden, hielten sich die ehrenamtlichen Kräfte das Jahr über in Aus- und Fortbildungen fit, die in verschiedenen Modulen zu absolvieren waren. Darüber hinaus wurden zahlreiche Sonderaktivitäten wie Brandschutzerziehungen und Brandsicherheitswachdienste durchgeführt. Bodri dankte seiner Mannschaft für das hohe Engagement, wofür er auch von externer Seite Anerkennung weitergeben konnte.
Jugendfeuerwehrwart Manuel Hecker berichtete von den Aktivitäten des Nachwuchses, der in 2012 ein eigenes Zeltlager veranstaltete. Rund 60 Übungsdienste wurden von den vier Jugendgruppen im abgelaufenen Jahr durchgeführt. Vier junge Erwachsene konnten Ende des letzten Jahres von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzmannschaft übergeben werden.
Im Anschluss an den Jugendfeuerwehrbericht wurde die Satzung des Fördervereins durch einstimmigen Beschluss geändert: Nachdem in 2012 zwei stellvertretende Abteilungskommandanten (Michael Roth & Eike Ottmann) in ihr Amt gewählt wurden, bietet die Satzungsänderung des Fördervereins nun die Möglichkeit, zwei stellvertretende Vorsitzende im Vereinsvorstand zu installieren.
Nach der Satzungsänderung wurde eine Ehrung vom letztjährigen Kameradschaftsabend nachgeholt. Ludwig Sauer hielt auf Oberfeuerwehrfrau Angelika Burkhardt eine Laudatio: Sie ist seit 1992 Mitglied der Abteilungsfeuerwehr und leistet neben ihrer Arbeit als Krankenpflegerin im PZN und Mitglied der dortigen Werkfeuerwehr Einsatz- und Übungsdienst bei der Wieslocher Abteilungswehr. Hierfür erhielt sie eine Ehrung für 20-jährige Mitgliedschaft, verbunden mit einem Dankeschön der Abteilungsführung und einem Blumenstrauß.

Fokus der Hauptversammlung bildete nun der Ausblick auf die Veranstaltungen des 150-jährigen Jubiläums. Jürgen Bodri warf zunächst einen kurzen Blick auf die Vergangenheit der Wehr mit dem Werdegang von Mannschaft, Technik und Unterkunft.
Um an 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Wiesloch zu erinnern, werden in diesem Jahr rund zehn Veranstaltungen durchgeführt: Den Anfang nimmt das Festjahr mit der Jugendfeuerwehr-Großübung bei Kissel und Wolf am 02. März, gefolgt vom Gottesdienst der Feuerwehrseelsorger am 08. März. Im April wird den Verstorbenen der Wehr gedacht (20. April) sowie in Verbindung mit der Stadtbibliothek eine Lesung aus einem Kinderbuch zum Thema Feuerwehr veranstaltet (25. April). Am 04. Mai nimmt die Wehr mit ihren Oldtimer-Fahrzeugen an der Kurzpfalz-Klassik in der Innenstadt teil. Dort wird auch bereits für den Tag der Helfer am darauffolgenden Wochenende geworben (11. bis 12. Mai). Höhepunkt des Tags wird die Übergabe des neuen Rüstwagens sein.
Für Kinder bietet die Wehr am 08. Juni in Kooperation mit der Volkshochschule einen „Tag bei der Feuerwehr“. Interessierte Feuerwehrangehörige aus den umliegenden Gemeinden können am Wieslocher Rettungstag teilnehmen. Am 21. September wird hierzu der Festplatz an der Eishalle in einen Trainingsparcours zum Thema Unfallrettung verwandelt. Für Bürgerinnen und Bürger warten Informationen zur ADAC-Rettungskarte.
Am 26. & 27.Oktober.2013 wird schließlich das Ende der Feierlichkeiten mit dem großen Festbankett im Palatin eingeleitet. Samstags werden an dieser Veranstaltung im speziellen Rahmen 150 Jahre Feuerwehr gedacht. Am Sonntag bildet das Konzert der Letzenbergstare in der Evangelischen Stadtkirche einen würdigen Abschluss der Feierlichkeiten.
Abteilungskommandant Jürgen Bodri stimmte die Mannschaft auf das Jubiläum ein, dem er mit seiner engagierten Wehr sehr positiv entgegen blickt.

Grußworte richteten Bürgermeisterin Ursula Hänsch und Stadtbrandmeister Peter Hecker an die Versammlung. Frau Hänsch dankte im Namen von Verwaltung und Gemeinderat für die Arbeit der Feuerwehrfrauen und –männer. Sie warf dabei besonderen Blick auf Aktivitäten neben dem regulären Einsatz- und Übungsdienst. So hob sie stellvertretend für das breitgefächerte Engagement die Rauchmelderberatung der Wehr hervor, für die junge Familien sehr dankbar seien. Die Bürgermeisterin warnte scherzhaft davor, dass man bei den zahlreichen Feierlichkeiten fest mit ihr rechnen könne, bevor sie im Herbst des Jahres ihren Ruhestand antritt. Seinen Respekt für die Leistung der Mannschaft zollte Stadtbrandmeister Peter Hecker. Er unterstrich die Bedeutung des Jubiläums für Stadt und Feuerwehr und bedankte sich beim Festausschuss für die umfangreiche Vorbereitung des Jubiläums.

Am Ende der Versammlung sorgte Ehrenkommandant Rainer Kircher für eine kleine Überraschung: Er präsentierte ein Übereinkommen mit der Wieslocher Werbegemeinschaft, die mit ihrer Wiesloch Card die Feuerwehr unterstützen möchte. Hierzu bietet sich am Freitag, den 10. Mai.2013, und Samstag, den 11.Mai 2013, die Gelegenheit, mit einem Einkauf in der Weinstadt gleichzeitig eine gute Tat zu verbinden. Die Punkte der Wiesloch Card – Inhaber, die an den beiden Tagen ihre Karte vorlegen, werden der Feuerwehr gutgeschrieben und im Anschluss zukommen.

Geschrieben von Marco Friz

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Feuerwehr beim Neujahrsempfang der Stadt Wiesloch

„Ehrenamt: Mitmachen – in Wiesloch Ehrensache“, so lautete das Motto des diesjährigen Neujahrsempfangs der Stadt Wiesloch im Palatin. Auch die Feuerwehr präsentierte sich bei dieser Veranstaltung und konnte kräftig Werbung für das 150-jährige Jubiläum machen. Kaum ein Blick dürfte nicht auf die Mannschaft gefallen sein, die sich in alten Uniformen und mit der historischen Spritze in Position gebracht hatte. Zentraler Punkt der Veranstaltung war eine Talkrunde, an der Abteilungkommandant Jürgen Bodri teilnahm. Er sprach unter anderem zu den Herausforderungen im „Ehrenamt“ Feuerwehr.

Unser Hauptbrandmeister Karlheinz Schweinfurth wurde für sein jahrzehntelanges Engagement in der Feuerwehr die Ehrenplakette der Stadt verliehen. Eine Liste der Träger der Ehrenplakette ist auf der Homepage der Stadt Wiesloch zu finden.
Für die Feuerwehr war die kurzweilige Veranstaltung einerseits eine Würdigung der Freiwilligen und andererseits eine willkommene Gelegenheit für das Jubiläum zu werben.


Bilder: Reinhold Hirth & Helmut Pfeifer

Geschrieben von Marco Friz

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Spende vom Ingenieurbüro Seewöster

Die Wieslocher Feuerwehr konnte kürzlich vom Ingenieurbüro Seewöster ein Spende von 500 Euro zur Unterstützung der Jubiläumsfeierlichkeiten entgegennehmen.
Bereits seit Jahren ist Firmeninhaber Stefan Seewöster, selbst aktiver Feuerwehrmann, Gönner und Freund der ehrenamtlichen Kräfte.
Die Feuerwehr bedankt sich recht herzlich bei Herrn Seewöster und allen anderen Unterstützern, die mit Ihrer Spende die Jubiläumsfeierlichkeiten durchführbar machen.

Das Bild zeigt Yvonne Richter und Stefan Seewöster vom Ingenieurbüro Seewöster, Abteilungskommandant Jürgen Bodri und Jubiläums-Projektleiter Ludwig Sauer in historischer Feuerwehruniform.

Geschrieben von Jürgen Bodri

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Wieder Nachwuchs in der Feuerwehrfamilie

Am 02. Januar erblickte Joscha, der Sohn von Petra und Kevin Brehm, das Licht der Welt. Joscha maß 52 Zentimeter und wog ganze 3800 Gramm.
Den jungen Eltern wünscht die ganze Feuerwehr alles Gute und freut sich jetzt schon auf Verstärkung in der Jugendfeuerwehr in 2021.

Geschrieben von Marco Friz

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