Feuerwehr auf dem Tag der Vereine

Am diesjährigen Tag der Vereine, im Palatin Kongresszentrum, nahm auch der Förderverein der Feuerwehrabteilung Wiesloch teil. Mehrere Feuerwehrmitglieder stellten die Arbeit der Feuerwehr und des Fördervereins dar und beantworteten Fragen interessierter Besucher. Im Außenbereich wurde der Vorausrüst- und Einsatzleitwagen ausgestellt.

Die Wieslocher leben in einer sicheren Stadt

Über das Wochenende stellten sich Wieslochs Hilfsorganisationen der breiten Bevölkerung mit einem „Tag der Helfer“ vor. Neben der Feuerwehr Wiesloch prä-sentierten sich auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Malteser, das Technische Hilfswerk (THW) und die DRK-Rettungshundestaffel. Dass Stadtbrandmeister Peter Hecker am Samstagnachmittag mit einem zufriedenen Lächeln über den Platz vor der Feuerwache lief, hatte einen besonderen Grund: Alleine von der Feuerwehr Wiesloch waren am Samstag und Sonntag jeweils 40 Helfer im Einsatz, welche die zahlreichen Gäste kulinarisch verwöhnten und mit interessanten Vorführungen unterhielten. Beim THW, der Rettungshundestaffel, dem DRK und den Maltesern sah es ähnlich aus. Zwei Tage lang standen die ehrenamtlichen Helfer dem Publikum Rede und Antwort und stellten in Wort und Bild ihre lebensrettenden Institutionen vor. Das Motto des diesjähri-gen Tags der Helfer lässt sich mit einem Satz umschreiben: „Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit!“ Die offizielle Eröffnung fand am Samstagnachmittag im Beisein von Wieslochs Baubürgermeister Erwin Leuthe statt. Er freute sich, dass jede der teilnehmenden Hilfsorganisationen in Wiesloch nunmehr ein eigenes Domizil habe. Sein Lob galt den ehrenamtlichen Helfern, die ihre Freizeit opfern und damit Zeichen der Menschlichkeit setzten. Stolz war der Bürgermeister auf die Tatsache, dass die Freundschaft der Wieslocher Feuerwehr mit den Kameraden aus Riesa schon seit 15 Jahren anhält und dass von dort extra eine Delegation zum Tag der Helfer angereist kam. Für sie hatte Erwin Leuthe ein Gastgeschenk dabei. Jeder einzelnen Hilfsorganisation sprach Leuthe Dank und Anerkennung aus. Ihnen sei es zu verdanken, dass die Bürger nachts ruhig schlafen könnten.Anerkennung für den EinsatzNach der offiziellen Eröffnung schlenderte man an der Feuerwache beginnend hin zum Haus des DRK. Dort stand ein riesiger Einkaufswagen, der mit bunten Luftballons gefüllt war. Wer die richtige Anzahl erriet, durfte einen wertvollen Preis mit nach Hause neh-men. Die DRK Jugend verkaufte selbstgebackene Waffeln und besserte damit ihre Kas-se auf. Froh waren die DRK-Verantwortlichen, dass man das bei einem Unfall beschä-digte Einsatzfahrzeug durch ein neues (gebrauchtes) ersetzen konnte. Außerordentlich gut besucht waren auch die Zelte der Malteser. Hier konnte man sehen, dass nicht nur Menschen unterschiedslos Hilfe gewährt wird, sondern dass diese auf Wunsch auch täglich mit dem „Essen auf Rädern“ beliefert werden. Wie bei der Feuerwehr wird auch beim DRK und bei den Maltesern die Jugendarbeit großgeschrieben. Und der Nach-wuchs war auch beim Tag der Helfer in großer Zahl vertreten. Die Jugendfeuerwehr bot den Kindern und Jugendlichen ein Super-Programm. Hervorzuheben ist eine Rallye, bei der unter anderem das Löschen eines brennenden (kleinen) Hauses zu bewältigen war. Die ganz Kleinen fuhren glücklich und völlig gefahrlos mit kleinen Feuerwehrautos über die teilgesperrte Baiertaler Straße. Magische Anziehungspunkte waren natürlich auch die Einsatzfahrzeuge. Der Oldtimer LF 16 aus dem Jahr 1964 wurde ebenso bewundert wie das technisch ausgereifte TLF 20/40 aus dem Jahr 2007 oder das mit sämtlicher moderner Technik ausgestattete THW-Einsatzfahrzeug. An beiden Tagen wurden den Besuchern interessante Vorführungen geboten. Wie löschten unsere Vorfahren vor über 100 Jahren Brände? Dies wurde mit einer historischen Handspritze ebenso gezeigt wie die Löschung von brennendem Fett. So manche Hausfrau war erstaunt, welche verhee-rende Wirkung es hat, brennendes Fett mit Wasser zu löschen, und so mancher Auto-fahrer wird sich künftig hüten, Spraydosen im überhitzten Wagen liegen zu lassen. Und was der Feuerwehrmann Gernot Kramert den Zuschauern besonders ans Herz legte: „Investieren Sie fünf Euro oder etwas mehr und kaufen Sie sich einen Rauchmelder, denn dieses kleine Ding kann Ihnen mal das Leben retten!“ Über die richtige Brand-schutzerziehung referierte Stefan Seewöster in Wort und Bild. Außerordentlich gut be-sucht waren auch die Vorführungen der DRK-Rettungshundestaffel. Die Zuschauer durf-ten sich von den Einsatzmöglichkeiten der Vierbeiner an Ort und Stelle überzeugen. So zeigten Lucy, Blanca, Jina und Chica, wie sie darauf trainiert sind, Menschen in unweg-samem, unübersichtlichem Gelände zu finden und auf sie aufmerksam zu machen. Max und Kylie wurden als Mantrailing-Hunde ausgebildet, um vermisste Personen aufzufin-den, in dem sie der Fährte der gesuchten Personen folgen. Da glänzten nicht nur die Kinderaugen, als die vierbeinigen Lebensretter über wackelige Bretter, Gerüste, Dielen und Leitern liefen oder durch enge Röhren krochen. Und als sich die Rettungshunde am Schluss der Vorführungen mit einem lustigen Gebell verabschiedeten, wollte der Beifall fast kein Ende nehmen. Insgesamt zwei gelungene Tage: Eindrucksvoll konnte man die Einsatzbereitschaft der Rettungsorganisationen unter Beweis stellen und der Wieslocher Bevölkerung das Gefühl vermitteln, dass sie in einer sicheren Stadt lebt.

Pfingstzeltlager der Jugendfeuerwehr

Mit Sack und Pack trafen sich mehr als 30 Kinder und Jugendliche am Freitagmorgen vor Pfingsten am Wieslocher Feuerwehrgerätehaus. Die Jugendfeuerwehren aus Wiesloch und Schatthausen hatten zum gemeinsamen Pfingstzeltlager eingeladen. Nachdem auch die letzten Teilnehmer eintrafen und das Gepäck auf die Feuerwehrfahrzeuge verladen war, machten sich die Jugendgruppenleiter und deren Kinder auf den Weg nach Tairnbach. Über Wiesloch und Dielheim wanderte die Gruppe gemeinsam in Richtung Ziel und erreichte nach etwas mehr als einer Stunde die Hütte der Evangelischen Kirchengemeinde Wiesloch im Tairnbacher Wald. Im Anschluss eröffnete Jugendfeuerwehrwart Michael San José, gemeinsam mit Stadtbrandmeister Peter Hecker, das Zeltlager mit der Entzündung des Lagerfeuers. Viele weitere Unternehmungen und Aktionen standen auf dem Programm der kommenden Tage. Das Motto des ersten Abends lautete „Liederabend“, mit Unterstützung einer Gitarre sang man bis spät in die Nacht. Samstagmorgen unternahm die Gruppe einen Ausflug ins Schwetzinger Frei- und Hallenbad Bellamar und absolvierte ein Fussballtunier auf dem Lagersportplatz. Sonntags stand die große Lagerolympiade auf dem Plan, u.a. musste beim Spiel „Montagsmaler mit dem Mund“ großes Geschick bewiesen werden. Am gleichen Tag wurde zum Grillabend eingeladen, um auch den Eltern einen Einblick in das Lagerleben zu ermöglichen. Zahlreiche Eltern waren der Einladung gefolgt und brachten Salate und Kuchen mit in das Lager, auch das Förderverein- Ehrenmitglied Frau Erste Bürgermeisterin Ursula Hänsch lies es sich nicht nehmen am gemeinsamen Treffen teil zu nehmen. Am Pfingstmontag stand dem Feuerwehrnachwuchs ein ganz besonderer Ausflug bevor, mit den Mannschaftstransportwagen ging es nach Heidelberg zur Berufsfeuerwehr. Die neue Feuerwache der Berufsfeuerwehr war Ziel der Fahrt, dort wurde die Gruppe durch die verschiedenen Räumlichkeiten wie z.B die große Fahrzeughalle, die Atemschutz- Übungsstrecke oder die Feuerwehrleitstelle geführt. Der im Lager verbliebene Teil formte derweil Salzteigfiguren, bemalte T-Shirts, goss Kerzen und nahm am Nachmittag an einer zweiten Führung in Heidelberg teil. Ein ereignisreicher Tag endete schließlich bei einem leckeren Abendessen. Nach vier Tagen Aufenthalt in der Natur nahm auch das diesjährige Zeltlager ein Ende und die Kinder und Jugendlichen fuhren am Dienstagmorgen zurück nach Wiesloch und Schatthausen. Ein Dank gilt den aktiven Kameraden der Feuerwehr Wiesloch, der Heildelberger Berufsfeuerwehr und der Evangelischen Kirchengemeinde Wiesloch, die neben dem tollen Wetter dazu beitrugen, dass das Zeltlager zu einem besonderen Erlebnis wurde.

Ganztagesdienst zur Menschenrettung

Einen ganzen Tag ihrer Freizeit nahmen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch Zeit, um verstärkt die Menschenrettung über alle Formen von Leitern zu üben. Das Ausbildungs- und Übungsprogramm für diesen Samstag begann schon um 8 Uhr und war straff geplant. Der Vormittag war für Stationsausbildung vorgesehen. Die Teilnehmer des Ganztagesdienstes übten und vertieften ihr Wissen über Leitern in kleinen Gruppen.Die Feuerwehren verfügen über eine Vielzahl von verschiedenen Leiterarten, die alle für unterschiedliche Einsatzszenarien und Situationen genutzt werden können und alle ihre eigenen Besonderheiten aufweisen. Neben der wohl Imposantesten, der Drehleiter, verfügt die Wieslocher Feuerwehr auch über eine Reihe von tragbaren Leitern und Sprungrettern, um Menschen aus den oberen Stockwerken von Gebäuden zu retten. Gerade die tragbaren Leitern müssen zum Einsatz kommen, wenn die baulichen Gegebenheiten einen Einsatz der Drehleiter nicht zulassen.Aus diesem Grund hatten die Dienstverantwortlichen Andreas Wippel, Eike Ottmann, Peter Hecker, Rico Graeppel und Sebastian Hodapp, die Stationen entsprechend verteilt. Am Gebäude der Realschule wurden unterschiedliche Techniken zum Leiterstellen und Steigen sowie die dazugehörigen Einsatztaktiken von Drehleiter und Sprungretter gelernt.Nach einem gemeinsamen Mittagessen galt es dann für die Mannschaft das erlernte in zwei realitätsnahen Übungen an einem leerstehenden Gebäude des PZN Wiesloch anzuwenden. In zwei Szenarien galt es mehrere Personen aufzufinden und entsprechend der Situation und Gefährdung angemessen zu retten.Unterbrochen wurde die Übung durch einen Heckenbrand in der Lempenseite. Der Einsatz konnte jedoch durch das Tanklöschfahrzeug und einem Löschfahrzeug, das aufgrund der Grundausbildung vollbesetzt im Feuerwehrhaus Wiesloch war, abgearbeitet werden, so dass es nicht zu übermäßigen Verzögerungen kam.Die Meinung der Dienstteilnehmer war einstimmig: Wieder einmal konnte durch Kombination von Theorie-, Ausbildungs- und Praxisinhalten die Fertigkeiten mit den Gerätschaften der Feuerwehr trainiert und verbessert werden.

Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen

Die Grundausbildung im Unterkreis Wiesloch begann am 10. März diesen Jahres, also vor ungefähr drei Monaten. In der Zeit bis zum 3. Mai haben daran insgesamt 22 Feuerwehrleute aus den Ortsfeuerwehren Baiertal, Dielheim, Horrenberg-Balzfeld Malsch, Rauenberg, Rettigheim, Malschenberg und Wiesloch, sowie von der Werkfeuerwehr des PZN teilgenommen.In diesen drei Monaten haben alle Teilnehmer viel über verschiedenste feuerwehrtechnische Dinge gelernt, so zum Beispiel den Aufbau eines Löscheinsatzes, das Vorgehen bei einem Verkehrsunfall oder wie man richtig miteinander funkt. Am vergangenen Samstag wurde das Wissen und die Fertigkeiten bei der Abschlussprüfung auf die Probe gestellt. Alle angehenden Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen mussten ihr Fachwissen bei einer theoretischen Prüfung mit 25 Fragen unter Beweis stellen, außerdem „erste Hilfe“ leisten, Knoten machen, verschiedene Geräte erklären können, einen Schaumangriff aufbauen und eine Leiter stellen.An jeder Station musste eine bestimmte Anzahl von Punkten erreicht werden, um die Prüfung zu bestehen.Nach einer Zeit des Wartens wurden dann die Ergebnisse verkündet: Jeder hatte die Truppmann Teil 1 Ausbildung, also die Ausbildung zum Feuerwehrmann oder zur Feuerwehrfrau bestanden.Für einige der neuen Feuerwehrmänner aus Wiesloch kam direkt im Anschluss auch schon der erste richtige Einsatz, ein Heckenbrand. Dieser konnte mit Unterstützung der erfahrenen Kameraden aber schnell unter Kontrolle gebracht werden.Abends feierten dann alle zusammen beim Grillen und die drei Monate der Grundausbildung fanden so einen schönen Abschluss.

Feuerwehr rettet bei Brand Bewohnerin

Gerettet werden konnte am späten Montagabend die 79- jährige Bewohnerin eines Hauses in Baiertal. Gegen 22.54 Uhr wurden die Helfer von Feuerwehr und Rettungsdienst in die Baiertaler Schulstraße gerufen. Aus bisher ungeklärten Umständen kam es dort zu einem Zimmerbrand. Die Bewohnerin der Wohnung, die sich nicht mehr selbst in Sicherheit bringen konnte, wurde von der Feuerwehr über die Drehleiter gerettet und anschließend an den Rettungsdienst und Notarzt übergeben. Die Feuerwehren aus Baiertal, Schatthausen und Wiesloch waren mit circa 35 Feuerwehrleuten und 9 Fahrzeugen vor Ort und konnten den Brand auf ein Zimmer beschränken. In solchen Fällen rückt die Wieslocher Gesamtfeuerwehr mit dem sogenannten Wieslocher Löschzug aus. Ein Löschzug bedeutet nicht wie allgemein vermutet ein Feuerwehrfahrzeug, sondern die Zusammensetzung verschiedener Fahrzeuge mit unterschiedlicher Ausstattung und Funktion. Kommt es in Wiesloch oder einem der Stadtteile zu einem Wohnungs- oder Gebäudebrand, so rücken stets zwei Löschgruppenfahrzeuge unterschiedlicher Abteilungsfeuerwehren sowie das neue Tanklöschfahrzeug, die Drehleiter und der Einsatzleitwagen zum Brandort aus. Gerade am vergangenen Wochenende konnte das Zusammenspiel der Abteilungsfeuerwehren Wiesloch und Baiertal in einem großangelegten Übungsdienst getestet werden, die Schlagkraft wurde gestern unter Beweis gestellt. Im Zusammenhang mit Wohnungsbränden rät die Feuerwehr zur Anbringung von Rauchmeldern, die einen Brand durch seine Rauchentwicklung bereits im Anfangsstadium durch ein lautes Piepsgeräusch anzeigen.

Kellerbrand in Mehrfamilienhaus – Den Ernstfall geprobt

Erstaunt waren dieses Wochenende die Bewohner der Spitzwegstraße als die Wieslocher Feuerwehr, gemeinsam mit der Abteilung Baiertal an der Hausnummer 4 ihre Fahrzeuge aufstellte. Als Einsatzszenario nahm man an, dass im zweiten Untergeschoss ein Waschmaschinenbrand durch einen Kurzschluss ausgelöst wurde. Der Hausmeister bemerkte dies, Löschversuche blieben erfolglos. Daraufhin wurde die Wieslocher Feuerwehr alarmiert. Nach dem Eintreffen wurden die Einsatzkräfte durch den Hausmeister in Empfang genommen, welcher durch eine konkrete Befragung des ersten eingetroffenen Gruppenführers sehr wichtige und detailierte Informationen geben konnte. Bereits die ersten Momente sind bei einem solchen Einsatz ausschlaggebend über den Erfolg und den Verlauf des Einsatzes. Daher empfiehlt es sich im Ernstfall nach dem alarmieren der Feuerwehr, in Sicherheit auf diese zu warten um Insiderinformationen über das Objekt, das Geschehen oder gar Verletzte geben zu können.Schnell war die Lage klar: Nach den gescheiterten Löschversuchen gelang es dem Hausmeister nicht mehr, die Kellertür zu verschließen. So entwickelte sich der Kleinbrand in den Kellerräumen schnell zu einem sehr gefährlichen Szenario. Kaminartig wurden die giftigen Rauchgase durch das Treppenhaus nach oben gezogen. Durch diesen Effekt wurde der einzige sichere Rettungsweg für die Bewohner zur verhängnisvollen Rauchfalle. Trotzdem gelang es den Statisten, Freiwillige der Jugendfeuerwehr, sich auf den Balkonen im ersten und vierten Obergeschoss in Sicherheit zu bringen. Nach dem sie auf sich Aufmerksam machten, konnten sie über die Drehleiter und teilweise über Steckleiterteile in Sicherheit gebracht werden. Im Vordergrund stand dieses Wochenende die Zusammenarbeit mit einem zweiten Löschgruppenfahrzeug einer weiteren Abteilung. Bereits seit über einem Jahr hat die Wieslocher Gesamtwehr den sogenannten Wieslocher Löschzug in der Alarm- und Ausrückeordnung durch ein weiteres Löschgruppenfahrzeug einer Abteilung ergänzt. Der Ernstfall hat schon oft gezeigt, dass dieser Entschluss gerade tagsüber für die Wieslocher Bürger die sicherste Variante bietet. Durch zusätzliches Personal mit ergänzender Technik, welche parallel alarmiert wird und fast zeitgleich eintrifft kann ein reibungsloser Ablauf des Einsatzgeschehens gewährleistet werden. In diesem Übungsfall zeigte sich die Effektivität durch eine parallele Arbeitsweise. Während der die Wieslocher Kameraden die Einsatzstelle über den Haupteingang erreichten und Ihren Schwerpunkt auf die Personensuche legte, konnte sich das Baiertaler Löschgruppenfahrzeug über den Hintereingang auf der Rückseite des Gebäudes in den Keller vorarbeiten. Nicht durch Brände sondern durch Kontamination mit Rauchgasen entstehen heutzutage die meisten Schäden an Einrichtungsgegenständen und Wohnungen. Auch die Anzahl der verstorbenen Opfer durch Rauchgasvergiftungen sind wesentlich höher, als bei Opfern durch Verbrennungen. Die Feuerwehr arbeitet mit diesen Erkenntnissen schon seit einigen Jahren und legt daher den Schwerpunkt auf Be- und Entlüftung der Einsatzstelle. In der Regel wird der Rauch durch diese Entlüftungsmaßnahmen gezielt durch eine Ausgangsöffnung gelenkt oder man versperrt ihm durch sogenannte Rauchvorhänge den Weg. Von den Leihen ist solches Material nicht immer in Reichweite. Trotzdem kann hier jeder mitwirken den Schaden zu minimieren. Versuchen sie Türen zu Brandräumen geschlossen zu halten und überlassen sie das Öffnen der Feuerwehr. An dieser Stelle bedankt sich die Feuerwehr, sowie die Übungsleitung bei der Hausverwaltung der Spitzwegstraße 4 und den Bewohnern. Die Erkenntnisse der Wochenendübungen können nun in die Ausbildungskonzepte einfließen und umgesetzt werden. Nicht immer wird die ehrenamtlichen Arbeit der Feuerwehrfrauen und –männer so unterstützt.

PKW-Brand rasch gelöscht

Zu einem Fahrzeugbrand wurde die Wieslocher Feuerwehr in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 01:00 Uhr gerufen. Auf der L 723 (früher B 39) brannte zwischen der Abfahrt Wiesloch-Zentrum und der Auffahrt zur Autobahn A 6 ein PKW aus noch ungeklärter Ursache. Der Fahrer hatte sich glücklicherweise unversehrt in Sicherheit bringen können. Beim Eintreffen des LF 16 stand der Motorraum des Fahrzeugs in hellen Flammen. Ein Trupp, der sich bereits während der Anfahrt mit Atemschutz ausgerüstet hatte, nahm rasch den Schnellangriffschlauch vor und konnte so die Flammen schnell ersticken. Mit Schaum wurde dann sichergestellt, dass sich der Brand nicht erneut entfachen konnte. Die übrigen Einsatzkräfte sicherten gemeinsam mit der Besatzung des VRW/ELW und der Polizei die Einsatzstelle ab.

US- Feuerwehrmann zu Gast

Auch ein Feuerwehrmann gehörte der Delegation aus Sturgis an, die in der vergangenen Woche die Weinstadt Wiesloch besuchte. Chris Harmon ein 29- jähriger Berufsfeuerwehrmann, dessen Hobby auch gleichzeitig die Feuerwehr ist, besuchte zunächst mit Stadtrat und Feuerwehrmitglied Gerolf Sauer die neue Wache der Heidelberger Berufsfeuerwehr.Am Mittwochabend war Chris Harmon schließlich auch bei der Wieslocher Feuerwehr zu Gast, dort wurde er u. a. von Kamerad Michael Roth betreut.Auf der Wieslocher Rettungswache konnte sich der Gast die Vorgehensweisen einer deutschen Feuerwehr anschauen, die Feuerwehrfrauen und –männer hielten gerade einen Übungsdienst zum Thema Brandbekämpfung ab. So konnte er die Schlauchvornahme im Treppenhaus, den eigentlichen Innenangriff sowie das Durchsuchen verrauchter Räume beobachten. Auch die Räumlichkeiten der Feuerwehr sowie den Fuhrpark bekam der amerikanische Feuerwehrkamerad erklärt. Jürgen Bodri, Abteillungskommandant der Feuerwehr Wiesloch freute sich über den Besuch und dankte für die Betreuung des Gastes

Kontinuierliche Verbesserung durch Drehleiterfortbildung

Zwölf Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch nahmen vom 10. bis 13. April an einer dreitägigen Weiterbildung für Drehleitermaschinisten teil. Die Wieslocher Feuerwehr besitzt seit 1996 eine Drehleiter als Hubrettungsgerät, um bei Bränden und Hilfeleistungen Menschen aus Höhen und Tiefen retten zu können. Für die Bedienung der Drehleiter, technisch eines der anspruchvollsten Fahrzeuge der Feuerwehr, wurde immer wieder eine Reihe von Maschinisten neu ausgebildet. Erstmals wurde nun eine Fortbildung durch zwei Referenten der Herstellerfirma Metz in Wiesloch abgehalten, um die bisher ausgebildeten Maschinisten weiter zu sensibilisieren und in ihrer Tätigkeit noch besser zu machen.Nach einer kurzen Theorieeinheit wurde besonders in der Praxis durch die Referenten Wert darauf gelegt, die Drehleiter und ihre Bediener in Grenzsituationen zu bringen, die keiner der Maschinisten in den unzähligen Einsätzen, die diese vorweisen konnten, je erlebt hatte. Auf diese Weise konnte praktisch ausprobiert und bewiesen werden, dass das Rettungsgerät trotz „vorsätzlicher“ Überladung im Normalbetrieb fast nicht umzuwerfen ist. Auch wurde trainiert, die Drehleiter ohne die Hilfe ihrer Vielzahl von Computern sicher zu bedienen. Gerade dies verlangt von den Maschinisten nicht nur räumliches Denken, sondern auch Umsicht und feinfühlige Bedienung der Ventile und Hebel.Weitere Lektionen waren das Suchen und Beheben von möglichen technischen Störungen, um so einen einwandfreien Betrieb aufrecht erhalten zu können, sowie der Kranbetrieb. Am Ende der Fortbildung waren sich alle einig: Obwohl jeder der Teilnehmer bisher viele Stunden mit der Drehleiter gearbeitet hatte, konnte doch jeder neue Aspekte aufgreifen, die ihm im Einsatz und bei Übungen helfen können, noch effektiver und besser zu arbeiten.