Einsatzstatistik 2008 – Abteilung Wiesloch

Auch im vergangenen Jahr war die Wieslocher Feuerwehr wieder sehr stark gefordert. Dies belegt deren aktuell veröffentlichte Einsatzstatistik recht eindrucksvoll. Demnach wurden die Frauen und Männer der Abteilung Wiesloch insgesamt 252 mal alarmiert. Das Jahr 2008 hatte gerade erst begonnen, als auch schon zur ersten Hilfeleistung ausgerückt werden musste: bei einer Schlägerei war die Schaufensterscheibe eines Bekleidungsgeschäftes in der oberen Hauptstraße zu Bruch gegangen. Mit Holzplatten wurde das Ladengeschäft einbruchsicher gemacht und die auf der Straße verstreuten Scherben entfernt. Noch während diese Arbeiten im Gange waren, kam es vor einer benachbarten Kneipe zu einer weiteren Schlägerei zwischen mehreren alkoholisierten Jugendlichen. Hierbei wurde eine Person durch eine Glasflasche am Kopf schwer verletzt. Die Einsatzkräfte verständigten über die Leitstelle Rettungsdienst und Polizei und versorgten den stark blutenden Mann bis zum Eintreffen des Rettungswagens. Kurz vor dem Jahreswechsel ins neue Jahr 2009 dann der letzte Einsatz im alten Jahr: in der unteren Hauptstraße bei der Torbrücke brannte ein Papierkorb. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden, die Mannschaft nach getaner Arbeit wieder einrücken. Zwischen diesen beiden Einsätzen galt es, das ganze Jahr über ständig einsatzbereit zu sein, um bei der Vielzahl der Fälle wirksam Hilfe leisten zu können. Bei insgesamt 52 dieser Einsätze handelte es sich um Schadenfeuer. 46 mal ging es dabei um kleinere Brände bei denen maximal ein C-Strahlrohr mit entsprechendem Schlauch, eine Kübelspritze oder ein Feuerlöscher ausreichte, um der Flammen Herr zu werden. Die übrigen 6 Notfälle betrafen allerdings größere Schadensereignisse, die einen ganz erheblichen Aufwand an Material und Helfern erforderlich machten: hier ist an erster Stelle der Großbrand einer Lagerhalle im August in Reilingen zu nennen, bei dem die Wieslocher Feuerwehr mit 32 Wehrleuten und 5 Fahrzeugen nahezu 15 Stunden im Einsatz war. Beim Brand einer Lackfabrik in Walldorf ebenfalls im August eilte man gleich zweimal zu Hilfe: am Schadenstag selbst, um gemeinsam mit den Nachbarwehren die schon von weitem sichtbaren Flammen zu bekämpfen und am Tag danach, als ein Behälter, dessen Explosion wegen Überhitzung oder thermischer Reaktion zu befürchten war, von Spezialisten der BASF-Werkfeuerwehr unschädlich gemacht wurde. Ebenfalls überörtlich wurde man tätig, als im Februar ein gastronomisch genutztes Nebengebäude des Michelfelder Schlosses im Vollbrand stand und ein Übergreifen auf die Nachbarbebauung verhindert werden musste. Hier leisteten das neue Tanklöschfahrzeug, das im vergangenen Jahr beschafft werden konnte, sowie die Drehleiter wertvolle Dienste. Mit Hilfe der Drehleiter gelang es auch, bei einem Wohnungsbrand im April in Baiertal die Wohnungsinhaberin zu retten. Ein Angriffstrupp, der mit Atemschutzgeräten in die stark verrauchte Wohnung im Obergeschoss eingedrungen war, konnte die alte Dame zu einem Fenster bringen, von wo aus sie in den Korb der Drehleiter aufgenommen und in Sicherheit gebracht werden konnte. Traditionell wurde auch 2008 in den meisten Fällen, nämlich insgesamt 159 mal, zu so genannten „technischen Hilfeleistungen“ alarmiert. Vereinfacht gesagt kann man unter dieses Tätigkeitsfeld der Feuerwehr sämtliche Einsätze subsumieren, die weder Brände, noch Fehlalarme sind. Das breite Spektrum reicht dabei von der Beseitigung von Ölspuren, Sturmschäden oder Verkehrshindernissen über Türöffnungen, Unterstützungsmaßnahmen für den Rettungsdienst, Keller-Auspumpen, Schaufenstersicherung, Befreiung von Fahrstuhlbenutzern bis hin zu schweren Verkehrsunfällen. Bei letzteren musste insgesamt 17 mal wertvolle Hilfe geleistet werden, wobei mit dem Rüstwagen schweres Rettungsgerät auch in den Nachbargemeinden sowie auf der BAB 6 zum Einsatz gebracht werden musste. Der Starkregen am 30. Mai überschwemmte innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl von Kellern, Untergeschossräumen und Tiefgaragen. Insgesamt 81 (!) Einsätze galt es, an diesem Abend und am darauf folgenden Tag abzuarbeiten. Unterstützt wurde die Kernstadt-Wehr dabei von den drei Abteilungen der anderen Stadtteile sowie der Malscher Feuerwehr und dem THW. Die übrigen Wehren des Unterkreises waren in Walldorf im Einsatz, das von dem Unwetter noch stärker betroffen war. Auch Fehlalarme blieben im vergangenen Jahr leider nicht aus. 41 waren es insgesamt. Besonders ärgerlich und vollkommen unverständlich sind dabei die böswilligen Alarme. So wurden die Wehrleute insgesamt 8 mal mit unlauterer Absicht auf den Plan gerufen, obwohl überhaupt kein Notfall vorlag. Die empfindliche Strafandrohung sowie der Kostenersatz schrecken hier wohl noch zu wenig ab. Bei den übrigen 33 Fehlalarmen löste meist die Brandmeldeanlage eines Gewerbebetriebs oder einer Schule aufgrund eines technischen Defekts aus. Die Feuerwehr hat dann gar keine andere Wahl: da ja ein Brandereignis in einem „Objekt besonderer Art und Nutzung“ gemeldet wird, muss der vollständige Löschzug entsprechend der festgelegten Alarm- und Ausrückeordnung zu dem betreffenden Anwesen fahren. Es wäre fatal, erst einmal „jemanden zu schicken“, der nachsieht, ob es auch wirklich brennt. Wäre dies dann der Fall, so hätten die Einsatzkräfte wertvolle Zeit unwiederbringlich verloren. Der Brand könnte sich mit gravierenden Folgen ausdehnen und im schlimmsten Fall wäre eine Menschenrettung dann nicht mehr möglich. Daher muss – selbst wenn die Meldung mehrmals am Tag eintrifft – wie vorgegeben eingegriffen und gründlich nachgesehen werden. Wie wichtig dies ist, wurde einmal mehr deutlich, als Ende November die Brandmeldeanlage einer Großgärtnerei auslöste, weil in einem Schaltschrank ein Schwelbrand ausgebrochen war. Weitere aktuelle und detaillierte Infos nicht nur zu dieser Einsatzstatistik können der Internetseite der Wehr unter www.feuerwehr-wiesloch.de entnommen werden.

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Erfolgreiche Christbaumsammlung

Die Jugendfeuerwehr Wiesloch war am vergangenen Samstag wieder aktiv und hat den ganzen Tag über Christbäume der Wieslocher Bürger eingesammelt.
Schon um 8.00 Uhr morgens trafen sich die Kinder und Jugendlichen der Feuerwehr zusammen mit ihren Gruppenleitern und allen Helfern der aktiven Wehr, über die wir sehr dankbar sind.
In verschiedene Gruppen eingeteilt zogen dann alle durch Wiesloch, um an jeder Haustür zu klingeln und nach einem Christbaum und einer Spende für die Jugendfeuerwehr zu fragen.
Die Bäume wurden dann von Fahrzeugen abtransportiert.
Wie auch die Jahre zuvor wurde der größte Teil der Bäume gehäckselt und wird so der Wärmegewinnung des Schulzentrums zugeführt.
Als schöner Abschluss dieses Tages wurden die übrigen Tannenbäume abends unter den Augen von zahlreichen Anwohnern verbrannt.
Die Jugendfeuerwehr Wiesloch möchte sich für die zahlreichen Spenden bedanken. Außerdem gilt unser Dank den Malteser Wiesloch, dem Holzfachhandel Bellemann, dem Winzerkeller Wiesloch, der KFZ – Werkstatt Krotz & Blümler und dem THW, die auch dieses Jahr wieder Fahrzeuge zur Verfügung stellten um die logistische Herausforderung der Christbaumaktion zu bewältigen.

Den trockenen Weihnachtsbaum jetzt entsorgen

Deutscher Feuerwehrverband warnt vor Brandgefahr von Adventskränzen und trockenen WeihnachtsbäumenWährend der Feiertage verbreitet er besinnliche Stimmung, im neuen Jahr ist der Weihnachtsbaum nur noch eine Brandgefahr: Der Deutsche Feuerwehrverband appelliert, den Weihnachtsbaum aus der Wohnung zu entfernen, ehe dieser möglicherweise in Flammen aufgeht.Die Nadelbäume trocknen mit der Zeit aus, auch wenn sie regelmäßig gewässert werden. Auch für das einst grüne Adventsgesteck ist die Zeit um, denn vor allem mit beinahe niedergebrannten Kerzen ist es eine Gefahr.In vielen Gemeinden unterstützen die Jugendfeuerwehren im Rahmen der allgemeinen Jugendarbeit sowie des Umweltschutzes die Tannenbaum-Sammelaktionen. Informationen über Sammelorte und -zeiten liefern zumeist die örtlichen Behörden.Deutscher Feuerwehrverband e.V.

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Silvester – Arbeitsreichste Nacht für die Feuerwehr

Die arbeitsreichste Nacht des Jahres steht den 1,3 Millionen deutschen Feuerwehrangehörigen zu Silvester bevor: „Brände machen an Silvester den Großteil der Einsätze in Deutschland aus. Zumeist sind sie durch den unachtsamen Umgang mit Feuerwerkskörpern verursacht“, berichtet Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV).Vor allem Balkone, die etwa mit Möbeln oder ähnlichem voll gestellt sind, werden leicht zur – ungewollten – Zielscheibe der „Böllerei“. Auch der Rettungsdienst, der in großen Städten häufig von der Berufsfeuerwehr übernommen wird, verzeichnet vor allem Verletzungen – Fingerabrisse, Gehörschäden, Verbrennungen – durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern. Allein in Berlin verletzen sich nach Feuerwehrangaben aus diesem Grund jedes Jahr über 500 Personen in der Silvesternacht.Nicht geprüfte Knallkörper, illegal eingeführt oder auch selbst gebastelt, stellen eine besondere Gefahr dar. „Vor allem Minderjährige sind von Feuerwerkskörpern fasziniert. Erwachsene sollten daher mit ihren Kindern über die Gefahren reden. Wer umsichtig und verantwortungsvoll mit Böllern umgeht, kann als Vorbild so manche schwere Verletzung verhindern“, erklärt Ackermann.Der Deutsche Feuerwehrverband gibt folgende acht Tipps für eine möglichst sichere Silvesterfeier:Feuerwerkskörper und Raketen sind „Sprengstoff“. Lassen Sie Jugendliche unter 18 Jahren nicht damit hantieren.
Beachten Sie unbedingt die Gebrauchshinweise der Hersteller. Mit wenigen Ausnahmen ist eine Verwendung von Feuerwerk in geschlossenen Räumen verboten.
Nehmen Sie nach dem Anzünden einen ausreichenden Sicherheitsabstand ein. Werfen Sie Feuerwerkskörper und Raketen nicht blindlings weg – und zielen Sie niemals auf Menschen.
Zünden Sie nicht gezündete Feuerwerkskörper (Blindgänger) niemals noch einmal.
Stellen Sie auf keinen Fall Feuerwerkskörper selbst her. Bewahren Sie Feuerwerkskörper so auf, dass keine Selbstentzündung möglich ist. Tragen Sie Feuerwerk niemals am Körper, etwa in Jacken- oder Hosentaschen.
Schützen Sie Ihre Wohnung in der Silvesternacht vor Brandgefahren. Entfernen Sie Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen. Halten Sie Fenster und Türen geschlossen.
Halten Sie die örtlich vorgeschriebenen Abstände zu Reetdachhäusern ein.
Wählen Sie bei einem Brand oder Unfall sofort den Notruf 112. Nur eine schnelle Meldung bietet Gewähr für effektive Hilfe.
Die Feuerwehren wünschen den Menschen in Deutschland einen geruhsamen Jahreswechsel.

Fröhliche Weihnacht 2008

Die Freiwillige Feuerwehr Wiesloch wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern Wieslochs ein fröhliches und unfallfreies Weihnachtsfest 2008. Wie gewohnt sind wir im Notfall für sie unter der Notrufnummer 112 zu verständigen, 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr – auch an den Feiertagen selbstverständlich.

Christbaumsammlung am 10.01.2009

Weihnachten steht vor der Tür und in den nächsten Tagen wird wohl jeder seinen Christbaum kaufen. Spätestens nach den Feiertagen werden sich aber wieder Viele fragen, wohin mit dem Tannenbaum?Aus diesem Anlass wird die Jugendfeuerwehr Wiesloch auch nächstes Jahr die Christbäume einsammeln. Die Aktion wird am Samstag, den 10.01.2008 ab circa 8.00 Uhr durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie Ihren Christbaum restlos abgeschmückt haben um ihn für die Abgabe bereit zu machen. Die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr werden persönlich an Ihrer Haustüre klingeln um den Christbaum und eine kleine Spende entgegen zu nehmen.Wir bitten Sie eine Spende bereit zu halten, die direkt der Jugendarbeit der Jugendfeuerwehr zu Gute kommt.
Eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2009
wünscht Ihnen Ihre Jugendfeuerwehr Wiesloch.

Großübung in Altenpflegeheim

Gespenstisch wirkte die Szenerie in der Wieslocher Kurpfalzstraße am frühen Abend des vergangenen Samstags. Aus dem dritten Obergeschoss des ehemaligen Altenpflegeheims „Haus Kurpfalz“ drang dichter Rauch, flackernde Flammen waren zu sehen und auf den Balkonen machten mehrere Personen hektisch auf sich aufmerksam.Ursache der erschreckend realistisch wirkenden Situation war die Jahresabschlussübung der Wieslocher Feuerwehr. Dazu hatten sich mittlerweile zahlreiche Zuschauer rund um das Pflegeheim versammelt und bestaunten das Anrücken der Rettungskräfte. Angefangen mit dem Eintreffen von Feuerwehrfahrzeugen der Abteilungsfeuerwehr Wiesloch über die Rettungswagen von DRK und Malteser Wiesloch mit leitendem Notarzt, ein Löschgruppenfahrzeug aus Baiertal, ein großes Teleskopmastfahrzeug der Feuerwehr Walldorf bis hin zum Gerätewagen Atemschutz der Schwetzinger Feuerwehr. Zunächst beruhigten die Kräfte der Feuerwehr die aufgebrachten Mimen auf dem Vordach und den Balkonen und bereiteten einen umfangreichen Rettungseinsatz vor. Zu diesem Zweck wurden zahlreiche Personen von verschiedenen Balkonen über die Wieslocher Drehleiter und das Walldorfer Teleskopmastfahrzeug in Sicherheit gebracht und am Boden von den Helfern der Rettungsdienste untersucht und versorgt. Um zu demonstrieren, was passiert wenn eine Person sich nur durch einen Sprung in Sicherheit bringen kann, wurde eigens eine Übungspuppe in einen sogenannten Sprungetter geworfen. Beim folgenschweren Brand in Ludwigshafen wurden solche Geräte ebenfalls eingesetzt. Den Übungsverlauf moderierte Zugführer Ludwig Sauer über eine Lautsprecheranlage. Er informierte die Zuschauer u.a. über das Vorgehen der Rettungskräfte und die Bedeutung der verschiedenen ergriffenen Maßnahmen. Neben Wieslochs Erster Bürgermeisterin Ursula Hänsch und dem ehrenamtlichen Bürgermeister-Stellvertreter Jürgen Adam wohnten auch die Stadträte Gerolf Sauer und Helmut Pfeifer der Übung bei. Auch Unterkreisführer Jürgen Förderer, Ehrenkommandant Rainer Kircher sowie Wiesloch ältester Feuerwehrmann Hans Schweinfurth verschafften sich einen Eindruck vom Rettungseinsatz.

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Wieslocher Wehr nimmt an Typisierungsaktion teil

Als die Wieslocher Feuerwehr von der Erkrankung des Sohnes eines städtischen Mitarbeiters erfuhr, war den Kameraden sofort klar, dass dort geholfen werden muss.Zum Hintergrund: Der 11-jährige Lukas aus Reichelsheim leidet am Kostmann Syndrom, einer seltenen Erbkrankheit, bei der die Reifung der weißen Blutkörperchen gestört ist. Nur eine Stammzelltransplantation kann sein Leben retten.Am Sonntagmittag machten sich deshalb sechs Kameraden der Abteilungswehr Wiesloch nach Reichelsheim im Odenwald auf, um sich Blut abnehmen zu lassen. Der Eintrag in die deutsche Knochmarkspenderdatei kann nun nicht nur dem kleinen Lukas helfen, sondern bietet auch anderen Erkrankten Hoffnung auf einen passenden Stammzellenspender. So ist kürzlich ein Feuerwehrmann der Freiburger Feuerwehr an Leukämie erkrankt und kann nun gegenbenenfalls auch einen passenden Spender finden.Informationen zur Aktion und zum Spendenkonto gibt es unter:www.hilfe-fuer-lukas.deDie Feuerwehr Wiesloch drückt Lukas fest die Daumen!

Tannengrün-Brandfallen aus dem Verkehr ziehen

Deutsche Feuerwehren geben sieben Tipps für eine sichere AdventszeitFlackernde Lichter verbreiten in der dunklen Adventszeit besinnliche Stimmung in der Wohnung. Wenn jedoch aus dem romantischen Kerzenschein ein richtiges Feuer wird, ist es ganz schnell aus mit der Besinnlichkeit. Die Feuerwehren appellieren an die Umsicht der Bürger, Feuergefahren zu minimieren: „Jedes Jahr ereignen sich in Deutschland in der Adventszeit mehrere tausend folgenschwere Brände, die durch den sorgsameren Umgang mit Kerzen und die größere Verbreitung von Rauchmeldern vermieden werden könnten“, erklärt Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).Die Feuerwehren in Deutschland informieren zu diesem ersten Adventswochenende über die Brandrisiken in der Vorweihnachtszeit. „Unachtsamkeit etwa beim Umgang mit dem Adventskranz ist in dieser Zeit eine der häufigsten Ursachen für Wohnungsbrände“, sagt Ackermann. „Diese Brände werden meist viel zu spät entdeckt und führen dann oft zu Personenschäden durch Rauchgasvergiftungen.“Rauchmelder in der Wohnung verringern dieses Risiko enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben. „Die Lebensretter gibt es schon für einen recht geringen Preis im Fachhandel. Sie sollten in keinem Kinderzimmer und in keinem Schlafzimmer fehlen und sind das ideale Geschenk zum Nikolaus oder zu Weihnachten“, appelliert der DFV-Vizepräsident.Sieben Sicherheitstipps für eine sichere AdventszeitDamit es gar nicht erst so weit kommt, helfen sieben einfache Tipps der Feuerwehr, Brände zu verhindern: Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung. Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen oder an einem Ort mit starker Zugluft auf. Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins! Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie ganz heruntergebrannt sind. Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und ist dann umso leichter entflammbar – ziehen Sie solche Brandfallen rechtzeitig aus dem Verkehr. In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen ratsam. Diese sollten den VDE-Bestimmungen entsprechen. Achten Sie bei elektrischen Lichterketten – etwa auf dem Balkon – darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Detuscher Feuerwehrverband e.V.

Interessanter Vortrag der Kriminalpolizei

Auf großes Interesse stieß ein Vortrag der Wieslocher Kriminalpolizei zur Brandursachenermittlung. Neben unserer Mannschaft konnte Abteilungskommandant Jürgen Bodri auch Kameraden der Abteilungen Baiertal, Frauenweiler und Schatthausen begrüßen. Sein besonderer Gruß galt natürlich dem Referenten, Herrn Erstem Kriminalhauptkommissar Roland Eck, seines Zeichens Leiter der Wieslocher Kriminalaußenstelle. Herr Eck ging zunächst auf die Aufgaben der Schutz- und Kriminalpolizei an Brandstellen ein. Oberste Priorität hat natürlich auch für die Polizei die Rettung von Menschen und Tieren sowie der Schutz von Sachwerten. Die Polizei unterstützt dabei Feuerwehr und Rettungsdienst, in dem sie beispielsweise die Stellflächen für die Rettungsfahrzeuge freihält und den Einsatzort weiträumig absperrt, damit niemand gefährdet wird. In Ausnahmefällen, wenn z.B. die Feuerwehr noch nicht vor Ort ist, und bei unmittelbarer Gefahr für Personen führt die Polizei auch selbständig Rettungsmaßnahmen durch, wobei infolge fehlender Schutzausrüstung wie Atemschutzgeräten dem Einsatz natürlich Grenzen gesetzt sind. Im weiteren Verlauf eines Brandeinsatzes beginnt die Polizei mit ihrer Ermittlungsarbeit. Dabei werden Zeugen befragt und Beweise sicher gestellt. Herrn Eck war es wichtig, die Feuerwehrleute zu sensibilisieren, aber auch auf die verschiedenen Interessenlagen hinzuweisen. Denn während die Feuerwehr nachhaltig dafür sorgen muss, dass der Brand gelöscht wird und dazu oft das betroffene Inventar ausräumt, müssen die Brandermittler für ihre Untersuchungen möglichst den ursprünglichen Zustand des Schadensorts wieder herstellen. Priorität haben dabei natürlich, so Herr Eck, die Schadensbegrenzung und die Sicherheit der Beteiligten. Eine gute Absprache der Akteure an der Einsatzstelle gewährleistet aber, dass alle Interessen gebührend berücksichtigt werden können. Nach einem Exkurs ins Strafgesetzbuch stellte der Referent die Vorgehensweise der Ermittler anhand anschaulicher Fälle da. Ganz wichtig ist dabei, dass diese ganz unbefangen an den Fall herangehen, denn nicht selten täuscht der erste Eindruck von einer Einsatzstelle. Nach dem Eliminationsprinzip werden sämtliche Möglichkeiten, wie der Brand entstanden sein könnte, kritisch durchleuchtet und nacheinander ausgeschlossen bis letztlich nur eine Ursache bleibt. Was sich recht einfach anhört, ist in der Realität oft eine diffizile und langwierige Recherche. Spätestens hier wurde deutlich, wie wichtig es ist, dass die Feuerwehr den Brandherd nicht „besenrein“ verlässt. Neben dem Auswerten und Sichern von Spuren sind Zeugenaussagen von großer Wichtigkeit für die Ermittler. Dabei kommt es insbesondere auf die Wahrnehmungen der Einsatztrupps an, die als erste das Brandobjekt betreten. Herr Eck erklärte, warum es meist erforderlich ist, dass die Aussagen zwei mal gemacht werden müssen: zum einen befragen die zuerst ermittelnden Beamten des Streifendienstes oder des Kriminaldauerdienstes die Zeugen, zum anderen erbitten dann die Spezialisten der Brandermittlung eine detaillierte Aussage. Am Beispiel zweier Großbrände, bei denen die Wieslocher Feuerwehr mit sämtlichen Kräften eingesetzt war, veranschaulichte Herr Eck das bisher Gesagte, wobei er den Helfern Respekt für die vorbildliche Einsatzführung zollte. Während es beim Brand der Arbeitstherapiehalle im PZN äußerst schwierig war den genauen Entstehungsort zu finden, war der Entstehungsort beim Brand einer Walldorfer Lackfabrik recht schnell ausgemacht. Zur Erinnerung: der Brand in der Halle des PZN hatte stundenlang „vor sich hingekokelt“ bevor es durch plötzliche Sauerstoffzufuhr zu einer schlagartigen Durchzündung kam. Trotz schnellen und massiven Einsatzes der Werkfeuerwehr sowie aller Feuerwehren der Stadt Wiesloch und der Nachbargemeinden fanden die Ermittler eine komplett ausgebrannte Halle vor. Auch die Zeugenaussagen halfen in diesem Falle nicht weiter, da beim Eintreffen der Löschfahrzeuge schon die gesamte Halle in Flammen stand. In mühsamer und akribischer Fleißarbeit gelang es den Ermittlern letztlich doch, den Entstehungsort in einem Kabelkanal der Zwischendecke zu bestimmen. Der Entstehungsort in der Walldorfer Lackfabrik war durch Zeugenaussagen zwar schnell ermittelt, allerdings war die genaue Ursache nicht leicht herauszufinden. Herr Eck ging bei diesem Schadensfall auch auf den Großeinsatz am Folgetag ein, bei dem ein deformierter Behälter für helle Aufregung sorgte. Mit Hilfe von Spezialwerkzeug und unter größten Sicherheitsvorkehrungen musste der Behälter geöffnet und leer gepumpt werden. Am Ende seines interessanten und kurzweiligen Vortrags dankte Herr Eck den Wehrleuten für die gute Zusammenarbeit, die er sich auch für die Zukunft wünschte. Abteilungskom-mandant Jürgen Bodri, der dem Referenten im Namen der Anwesenden dankte, war sich sicher, dass das Verständnis für die Ermittlungsarbeit durch diesen Vortrag noch größer geworden sei, was sich letztlich auch positiv auf die Zusammenarbeit auswirken wird.