Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen

Weder das Wetter noch die Verpflegung an der Jugendfeuerwehr- Gesamthauptversammlung hatten mit dieser Überschrift zu tun. Vielmehr war dies der Titel des Kinofilms, den die Jugendbetreuer gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen der vier Wieslocher Jugendfeuerwehren vor kurzem schauen durften.

Zunächst begrüßte der kommissarische Stadtjugendfeuerwehrwart Gerd Kirschenlohr die zahlreichen Gäste der Versammlung, die dieses Mal im Luxor Filmpalast Wiesloch-Walldorf stattfand. Seitens der Stadtverwaltung war der ehrenamtliche Bürgermeister und Stadtrat Jürgen Adam der Einladung gefolgt. Er überbrachte Grüße der Verwaltungsspitze sowie des Gemeinderats und bedankte sich für die geleistete Jugendarbeit. Ihm schloss sich Stadtbrandmeister Peter Hecker an, der sogleich noch der Kinobetreiberin Frau Englert für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und der Firma Kissel + Wolf GmbH für deren finanzielle Unterstützung dankte. Im Anschluss daran verlasen die verschiedenen Abteilungsjugendfeuerwehrwarte ihre jeweiligen Jahresberichte über die Tätigkeiten im vergangenen Jahr. Auch Gerd Kirschenlohr berichtete über die Aktivitäten der Gesamt- Jugendfeuerwehr. Ihm zufolge wurden die stadtweite Christbaumsammlung, die Gesamthauptversammlung sowie der Feuerwehr- Ferienspaß organisiert. Den bedeutendsten Punkt dieses Mittags mussten die Verantwortlichen auf die nächste Hauptversammlung verschieben. Für den ausgeschiedenen Stadtjugendfeuerwehrwart Christoph Achsenick, der sein Amt aus beruflichen Gründen niedergelegt hatte, konnte kein Nachfolger gefunden werden. Bis zum Ende seiner Amtszeit wird Gerd Kirschenlohr dieses Amt komissarisch ausführen und von den Abteilungsjugenfeuerwehrwarten unterstützt.

Am Ende der Versammlung wurde eigens für die Kinder der Kinofilm wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen vorgeführt und bei leckerem Popcorn in vollen Zügen genossen.

Hauptversammlung aller Abteilungswehren

Die vier Einsatzabteilungen der Wieslocher Feuerwehr kamen am vergangenen Freitag zu ihrer jährlichen Gesamthauptversammlung zusammen. Von Seiten der Stadtverwaltung konnte Stadtbrandmeister Peter Hecker Bürgermeisterin Ursula Hänsch, die Fachbereichsleiterin Andrea Gärtner und deren Stellvertreter und Fachgruppenleiter Michael Kühn herzlich willkommen heißen. Ganz besonders freute er sich, dass mit Werner Filsinger, Werner Oswald, Rainer Kircher, Otto Deckarm und Gerolf Sauer alle fünf Ehrenkommandanten der Einladung gefolgt waren. Für die Feuerwehren des Unterkreis Wiesloch war Unterkreisführer Jürgen Förderer zu Gast.

In einer beeindruckenden Präsentation ließ er das zurückliegende Jahr Revue passieren: Zu insgesamt 308 Einsätzen mussten die vier Abteilungen ausrücken. 191 dieser Einsätze betrafen technische Hilfeleistungen, also die breite Palette vom Türöffnen über das Auspumpen vollgelaufener Kellern oder dem Beseitigen von Ölspuren bis hin zu schwersten Verkehrsunfällen. 59 Brandeinsätze machten das Eingreifen der Helfer erforderlich und 58 Alarmierungen stellten sich im Nachhinein als Fehlalarme heraus. Um diese Einsätze gut bewältigen zu können, musste das ganze Jahr über eifrig geübt werden. Nahezu wöchentlich trafen sich die einzelnen Fachgruppen daher in den jeweiligen Gerätehäusern. Nicht nur bei der Gesamtübung, die im letzten Jahr bei der Außenstelle des Landratsamts stattfand, wurde dabei abteilungsübergreifend trainiert. 236 Männer, Frauen und Jugendliche bilden die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wiesloch: 148 davon dienen in den vier Einsatzabteilungen, 77 in den vier Jugendfeuerwehren und 25 sind als Angehörige der Alters- und Ehrenabteilung ihrer Organisation schon seit vielen Jahrzehnten treu verbunden. In der Feuerwehr sind somit alle Altersgruppen von 8 bis über 80 Jahren vertreten. Der Organisation gelingt daher der Spagat zwischen moderner Hilfsorganisation mit aktiver und attraktiver Jugendabteilung und traditionsbewusster Bürgerinitiative. Da parallel die Hauptversammlung der Kreisjugendfeuerwehr in Ladenburg stattfand, konnte Stadtjugendfeuerwehrwart Gerd Kirschenlohr seinen Tätigkeitsbericht nicht selbst abgeben. Dies übernahm daher ebenfalls der Stadtbrandmeister, der seinen Stolz über das tolle Angebot des Feuerwehrnachwuchses in allen vier Stadtteilen nicht verhehlen konnte. Neben den internen Aktivitäten wie Zeltlagern, Übungen, Ausflüge, Wettkämpfe oder Projekten wirken die Jugendlichen bei Sommertags-, Martins- und Winzerfestumzug mit, organisieren eine Ferienspaßveranstaltung für die Kinder der Stadt und helfen – wie erst wieder dieser Tage – tatkräftig bei der Gemarkungssäuberung mit.Wie wichtig es ist, dass die Gerätschaften, Ausrüstungsgegenstände und auch die persönliche Schutzausrüstung stets in einwandfreiem Zustand sein müssen, wurde aus dem Bericht des stellvertretenden Gesamtkommandanten Rolf Krämer deutlich. Er ist gleichzeitig einer der beiden hauptamtlichen Gerätewarte und trägt gemeinsam mit den ehrenamtlichen Gerätewarten und den Fahrzeugpaten Sorge dafür, dass Mannschaft und Gerät stets einsatzbereit sind. Da dies bei der Vielzahl der Mitglieder und dem Umfang der Gerätschaften nicht einfach ist, gibt es ein ausgeklügeltes Ablage- und Meldesystem. Bürgermeisterin Ursula Hänsch dankte den Feuerwehrleuten für ihren ehrenamtlichen Dienst und sicherte auch weiterhin die Unterstützung der Stadt zu. Es beeindrucke sie immer wieder, wie die Feuerwehrleute nicht nur ihre Einsätze abwickeln, sondern auch wie sie es immer wieder verstehen, ihre Arbeit in der Öffentlichkeit und den städtischen Gremien darzustellen. Dies griff Stadtbrandmeister Peter Hecker auf und dankte seinerseits allen Verantwortlichen für Ausbildung, Ausrüstung, Jugendarbeit, Organisation und Öffentlichkeitsarbeit. Nicht nur für ihn, sondern für die ganze Stadt sei es gut und beruhigend, auf solche engagierten Mitstreiter zurückgreifen zu können.

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Fit for Fire Fighting – Germanenlauf

Bei strömenden Regen starteten am vergangenen Samstag zwei Wieslocher Feuerwehrkameraden beim Germanenlauf in St. Ilgen. Vom Veranstalter der TV Germania St.Ilgen wurden zwei wunderschöne Strecken mit abwechselndem Untergrund und Profil angeboten. Markus Penninger ging bei der 5 Km Strecke an den Start. Marco Weissmann trug sich beim 10 Km Lauf in die Starterliste ein. Trotz den wetterbedingten Umständen gelang es beiden eine persönliche Bestleistung zu laufen. Markus sah das Ziel nach 00:28:19.5 Minuten und konnte unter die warme Dusche. Mit 00:49:57.0 Minuten konnte sich Marco in die Ergebnisliste eintragen.

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Zentnerweise Müll beseitigt

An der stadtweiten Gemarkungsreinigung am vergangenen Samstag nahmen auch die Kinder und Jugendlichen der Wieslocher Jugendfeuerwehr teil. Bereits am frühen Morgen versammelten sich die Mannschaften im Feuerwehrhaus, um rechtzeitig mit dem Sammeln des Mülls beginnen zu können. Das zugeteilte Gebiet erstreckte sich westlich von MLP bis nahe des Bahnhofs. Bis in den frühen Nachmittag sammelten die fleißigen Helfer den achtlos weggeworfenen Müll. Kuriositäten, wie zum Beispiel ein Komplettrad, inklusive Felge, bildeten zwar eher die Seltenheit, demonstrierten aber die Sorglosigkeit mancher Zeitgenossen. Ansonsten zählten Papier- und Plastikverpackungen zum großen Teil des Sammelguts. Die Jugendleitung der Feuerwehr kann ein positives Fazit aus der Gemarkungsreinigung ziehen: So konnte man fast einen ganzen Container voll Müll aus der Botanik entfernen und den Kindern und Jugendlichen deutlich machen, was es bedeutet sorgsam mit der Natur umzugehen.

Tanklöschfahrzeug auf Einsatzfahrt verunglückt

Leider wurde unser Tanklöschfahrzeug (TLF 20/40 SL) heute Nachmittag auf der Fahrt zu einem Brandeinsatz in Malsch in einen Unfall mit einem anderen LKW verwickelt. Als aller erstes: weder der Unfallgegner, noch unsere Kameraden an Bord des Fahrzeugs zogen sich ernste Verletzungen zu. Dies ist bei der ganzen Tragik des Geschehens für uns das Wichtigste. Leider wurde unser drei Jahre altes Tanklöschfahrzeug durch den Aufprall sehr stark in Mitleidenschaft gezogen und ist bis auf weiteres außer Dienst. Wir sind derzeit bemüht ein Ersatzfahrzeug zu organisieren, gerne greifen wir hierbei auf Unterstützung zurück. Wer hilfreiche Tipps dazu geben kann, wende sich bitte an Stadtbrandmeister Peter Hecker 06222-84-321 oder peter.hecker@wiesloch.deDie Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch ist trotz des Ausfalls dieses Fahrzeugs durch entsprechende Ergänzungsalarmierungen gewährleistet.Die übrigen Einsatzfahrzeuge konnten die Fahrt zur Überlandhilfe in Malsch fortsetzen und unterstützten die dort eingesetzten Nachbarwehren bei der Brandbekämpfung.

Nachtrag 11.03.2010, Morgens

Für die Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Ersatzfahrzeug möchten wir uns bedanken. Aus der ganzen Bundesrepublik erreichten uns Emails und Anrufe mit Vorschlägen und Hilfsangeboten.
Als vorübergehenden Ersatz können wir auf das TLF 8/18 der Feuerwehr Leimen- St.Ilgen zurückgreifen. Den verantwortlichen Kameraden dort und der Stadt Leimen möchten wir für die schnelle und unbürokratische Hilfe ganz besonders danken. Wenn klar ist, welches Fahrzeug auf längere Sicht in Dienst geht, werden wir gesondert berichten.

Nachtrag 11.03.2010, Abends

Da nach wie vor ein hohes Interesse an zusätzlichen Informationen besteht, hier eine Sammlung weiterer Presseinformationen:Zeitungsartikel der RNZ, 10.03.2010Pressespiegel der Feuerwehr Wiesloch

Fit for Fire Fighting – Schriesheimer Mathaisemarktlauf

Schneesturm und dann wieder strahlender Sonnenschein. Das waren die wechselnden Bedingungen beim diesjährigen Schriesheimer Mathaisemarktlauf welcher am vergangenen Samstag stattfand. Unter den 373 Teilnehmern beim 10 Km Hauptlauf befanden sich auch zwei Kameraden der Wieslocher Feuerwehr. Punkt 14 Uhr fiel der Startschuss und die Teilnehmer begaben sich auf den zwei Kilometer langen Rundkurs durch die schöne Schriesheimer Altstadt, welchen es 5-mal zu durchlaufen galt. Trotz Minusgraden und eisigem Wind, aber mit Hilfe der Anfeuerung zahlreicher Zuschauer am Streckenrand, gelang es Markus Penninger und Marco Weissmann sich im Mittelfeld der Ergebnisliste einzutragen. Ein besonderer Dank gilt hier auch der Feuerwehr Schriesheim, welche unseren zwei Läufern das Umziehen und Duschen in ihrem Gerätehaus ermöglichten.

Auf den Ernstfall gut vorbereitet

71 Helferinnen und Helfer von Feuerwehr und Rettungsdienst einschließlich zweier Notärzte sowie einer angehenden Notfallseelsorgerin konnte Abteilungskommandant Jürgen Bodri am vergangenen Samstag um 8.00 Uhr zum Hilfeleistungstag begrüßen. Bevor die Einsatzkräfte zum Bauhof abrückten, gab er gemeinsam mit Michael Roth einen Überblick über die Ausbildungsziele und den Tagesablauf. Die einzelnen Teams wurden gleich zu Beginn des Ausbildungsmarathons eingeteilt und auf die einzelnen Fahrzeuge verteilt. Es war schon sehr beeindruckend, als sich der Konvoi mit neun Feuerwehrfahrzeugen, fünf Rettungswagen, dem First-Responder-Fahrzeug sowie einem Mannschaftswagen des Rettungsdienstes in Bewegung setzte. Nicht minder Respekt einflößend waren die vorbereiteten Einsatzszenarien und Ausbildungsstationen, welche die Übungsleitung im Bauhof vorbereitet hatte: neun ausgediente PKW und ein LKW-Fahrerhaus wurden den ganzen Tag über zu realistischen Notfalllagen kombiniert und mittels Bagger so präpariert, dass die Rettung der verunfallten Insassen für die Retter eine ganz besondere Herausforderung war. Wer ernstlich das bloße Öffnen einer Tür mittels Spreizer bei einem wenig deformierten PKW, der noch dazu frei auf den Rädern steht, vermutet hatte, musste recht schnell umdenken, denn die Fahrzeuge lagen in den meisten Fällen auf dem Dach oder auf der Seite. Zusätzlich erschwerten Hindernisse wie Container, das oben angesprochene LKW-Fahrerhaus oder Wände den problemlosen Zugang zu den eingeklemmten Chauffeuren und deren Begleitern. Unter den kritischen Augen der Übungsleiter galt es, schnell, aber sicher für Unfallopfer und Helfer einen Zugang zu schaffen. Dazu mussten die Fahrzeuge zunächst stabilisiert werden, um eine möglichst schonende, erschütterungsfreie Rettung zu ermöglichen und Folgeschäden durch unvorhergesehene Bewegungen der Wrackteile auszuschließen. Fatal wäre es nämlich für alle Beteiligten, wenn das Fahrzeugwrack während der Rettungsarbeiten umstürzen würde. Zur Rettung selbst mussten hydraulische Rettungsschere und Spreizer, Rettungszylinder, Pedalschneider und schwere Eisenketten eingesetzt werden. Wie wichtig es auch ist, dass während der gesamten Arbeiten der Brandschutz gewährleistet ist, zeigte sich, als die Übungsleitung eines der Unfallfahrzeuge in Brand geraten ließ. Nach kurzer Schrecksekunde bekamen die Einsatzkräfte aber auch diesen Zwischenfall rasch in den Griff.Da nicht alle Helfer gleichzeitig arbeiten konnten, hatten sich die Organisatoren für eine ausgewogene Kombination aus Einsatzübungen und einer Stationsausbildung entschieden. Dies hatte den Vorteil, dass diejenigen Helfer, die gerade nicht mit dem Rüstzug bei einem der geschilderten schweren „Verkehrsunfälle“ im Einsatz waren, nicht zum Zuschauen verbannt waren, sondern ihre Fertigkeiten beim Abstützen oder Anheben von Unfallfahrzeugen mit verschiedenen Geräten und unter Anwendung mehrerer Methoden trainieren konnten. An den weiteren Stationen warteten ein Reisebus und ein Erdgas-Hybridfahrzeug auf die Helfer. Beim Reisebus wurde erklärt, welche Zugangsmöglichkeiten und Rettungswege es insbesondere nach einem Überschlag oder Absturz gibt, beim PKW mit alternativem Antrieb wurde erörtert, was es zu beachten gibt, wenn ein derartiges Fahrzeug in einen Unfall verwickelt wird oder in Brand gerät. Die Kolleginnen und Kollegen des Rettungsdienstes erwarteten an ihren jeweiligen Ausbildungsstationen Einsatzsituationen wie sie im „Tagesgeschäft“ vorkommen können. Hier ist ganz besonders zu erwähnen, dass die Wieslocher Feuerwehr nicht nur bestens mit dem DRK Ortsverein, den örtlichen Maltesern und dem THW zusammenarbeitet, sondern dass die Rettungsassistenten, die beim Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg ihre Ausbildung absolvieren, diesen Tag als Weiterbildungsveranstaltung wahrnehmen. Von dieser Zusammenarbeit profitieren dann sowohl die eingesetzten Feuerwehrkräfte, als auch die Mitarbeiter des Rettungsdienstes und letztlich im Realeinsatz auch die Unfallopfer, denn je besser die Schnittstelle zwischen den Fachdiensten klappt, um so ruhiger, schneller und sicherer funktioniert der Rettungseinsatz. Nachdem die letzte Einsatzübung bzw. die parallel dazu stattfindende Ausbildungsstation erfolgreich abgeschlossen werden konnte, mussten alle eingesetzten Geräte und Ausrüstungsgegenstände gründlich gereinigt, auf einwandfreie Funktionsfähigkeit geprüft und wieder verstaut werden. Das Bauhofgelände musste ebenfalls aufgeräumt und letzte Einsatzspuren beseitigt werden. Erst danach konnten sich alle Beteiligten im großen Saal des Feuerwehrhauses zur Abschlussbesprechung treffen. Organisationsteam und Teilnehmer zeigten sich gleichermaßen sehr zufrieden mit dem Ablauf des Hilfeleistungstags. „Vom Samstag blieb zwar nicht mehr viel übrig und ich bin auch mehr als einmal gehörig ins Schwitzen gekommen und an meine Grenzen geführt worden, ich habe aber viel gelernt und mein Wissen und meine Fertigkeiten weiter vertieft“, so eine von vielen Meinungen zu der gelungenen Weiterbildungsveranstaltung. Die Zusammenarbeit von Rettungsdienst und Feuerwehr wurde ebenfalls als sehr angenehm empfunden. Dafür, dass alles so gut und reibungslos lief, gebührt in erster Linie dem Organisationsteam ein großes Dankeschön. Dank verdient aber auch die Bauhofleitung, die Küchenmannschaft der Feuerwehr, die Jugendfeuerwehr, das Autoverwertungsunternehmen und das Taxi- und Reiseunternehmen Lukas, das den Reisebus zur Verfügung gestellt hat.

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Orkan Xynthia sorgte für Unruhe

Wer am vergangenen Sonntag einen Spaziergang im Freien wagte, der musste sich besonders in Acht nehmen. Das außertropische Tiefdruckgebiet Xynthia zeigte nämlich auch in Wiesloch seine Auswirkungen. Einige Male wurde auch Wieslochs Feuerwehr durch den Orkan beschäftigt. Nach einem Fehlalarm am Sonntag Morgen wurden die ehrenamtlichen Helfer zur Mittagszeit in die Straße zum Keitelberg gerufen. Dort hatte sich durch den starken Wind eine Freileitung von den Strommasten gelöst und hing bedrohlich auf den Zufahrtsweg des dortigen Aussiedlerhofs. Für Spaziergänger herrschte in diesem Bereich höchste Lebensgefahr. Gemeinsam mit der Polizei und dem Bereitschaftsdienst von ENBW wurde das Hindernis stromfrei geschaltet und beseitigt. Am Abend wurde das Windspiel auf dem Hoschketkreisel gesichert. Durch den anhaltenden Sturm mussten einige Teile des Kunstwerks demontiert werden, um eine Gefährdung des Verkehrs zu vermeiden. Im Anschluss daran beseitigten die Mannschaften Bäume auf dem Radweg in Richtung Dielheim. Auch in Baiertal mussten den ganzen Tag über Verkehrshindernisse in Form von Bäumen entfernt werden. Brand in BaiertalAm Abend, als das Wetter sich beruhigt hatte, mussten die Floriansjünger der Gesamtgemeinde erneut tätig werden. In der Schatthäuser Straße im Ortsteil Baiertal war ein Brand im Küchenbereich einer Wohnung ausgebrochen. Da die Baiertaler Abteilungsfeuerwehr noch mit der Beseitgung von Sturmschäden beschäftig war, konnte sie in Windeseile zu Hilfe kommen und erste Löschmaßnahmen ergreifen. Die Bewohner der Wohnung hatten sich derweil in Sicherheit gebracht und wurden dem Rettungsdienst zur Versorgung übergeben. Weitere Einheiten aus Schatthausen und Wiesloch kamen ebenso zum Einsatz. Nach den Löscharbeiten wurde die Wohnung entraucht und anschließend an die Polizei übergeben. Die Feuerwehr war mit 25 Personen und neun Fahrzeugen im Einsatz.EinsatzserieBereits in den Tagen zuvor wurde die Feuerwehr Wiesloch in einigen Fällen zu Hilfe gerufen. Am Donnerstag verunfallte bei Baumfällarbeiten ein Mann in Mühlhausen. Die dortige Wehr wurde mit dem schweren Rüstwagen und der Drehleiter unterstützt. Freitags beschäftigte ein herabgestürtzter Ast in den Talwiesen die Einsatzkräfte. Am Sonntag, vor Xynthia, riefen eingeschlossene Personen in einem Aufzug und ein gemeldetes Feuer die Helfer auf den Plan. Innerhalb von 74 Stunden wurden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte acht Mal tätig – auch für Wieslochs Feuerwehr ist dies ein ungewöhnlicher Wert, so war zu hören.

Partner der Feuerwehr gesucht

iele Unternehmen in der Bundesrepublik unterstützen die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren. Durch die Freistellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Übungs- und Einsatzdienst, durch finanzielle oder logistische Unterstützung tragen sie dazu bei, die Arbeit der Feuerwehr zu erleichtern, sie in manchen Fällen erst zu ermöglichen. Solch ein Engagement haben sich auch in Wiesloch einige Unternehmen auf die Fahne geschrieben. Diejenigen untern ihnen, die sich am meisten als Unterstützer hervorgebracht haben, wurden in den vergangenen Jahren mit dem Titel „Partner der Feuerwehr“ geehrt, welcher vom Deutschen Feuerwehrverband verliehen wird. Zu ihnen zählen die Heidelberger Druckmaschinen AG, ENBW, Glaserei Sauer, Getränkefachmarkt Kircher, Metzgerei Hörner, Kissel & Wolf GmbH sowie neuerdings die Werbeagentur Freiraum. Jochen Dolderer, Inhaber und Geschäftsführer von Freiraum unterstützt die Jugendfeuerwehr und die Einsatzabteilung in Wiesloch schon seit mehreren Jahren in deren Öffentlichkeitsarbeit. Bemerkenswert ist hierbei zu erwähnen, dass dies in den meisten Fällen kostenlos oder gegen ein kleines Entgelt erfolgt und sich seine Firma in den Kinderschuhen, dem Aufbau befindet. Gerade solch ein Engagement verdeutlicht wie wichtig und hilfreich Unterstützung, gleich welcher Art, für die ehrenamtlichen Helfer ist. Viele etablierte Aktionen die in Wiesloch stattfinden, wären ohne Hilfe erst gar nicht denkbar. Ein Tag der Helfer, die Gestaltung von Kameradschafts- Ausflügen oder gar die wichtige Öffentlichkeits- und Nachwuchsarbeit wären ohne Wieslocher Unternehmen in der gewohnten Art und Weise nicht oder nur teilweise möglich.Wenn Sie die Arbeit der Feuerwehr unterstützen möchten, können Sie sich gerne an uns wenden. Gerne suchen wir mit Ihnen nach gemeinsamen Projekten und einer Möglichkeit diese umzusetzen.

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Fit for Fire Fighting – diesmal „hoch hinaus“