Truppmann-Ausbildung, Teil 1 erfolgreich beendet

Am Samstag, den 16.04.2011, war es soweit: Der diesjährige Grundausbildungs-Lehrgang absolvierte die Abschlussprüfung, die aus einem praktischen und einen theoretischen Teil bestand.

Von 9 bis 14 Uhr wurde das Grundwissen eines Feuerwehrangehörigen, das den Teilnehmern in den letzten Wochen vermittelt worden war, abgefragt. Dabei mussten die Feuerwehrleute aus allen Gemeinden des Mittelbereichs Wiesloch einen Fragebogen ausfüllen und dann anschließend, in Löschgruppen unterteilt, sowohl einen Hilfeleistungs-, als auch einen Löscheinsatz bewältigen. Zum Schluss wurden dann noch Knoten und Stiche geprüft.

Nach einer Stärkung und der daraufhin folgenden Auswertung wurden die Ergebnisse eines jeden Teilnehmers mitgeteilt. Von den zu erreichenden 100 Punkten schaffte es der Lehrgangsbeste auf 93 Punkte. Erfreulicherweise hat am Samstag jeder Lehrgangsteilnehmer und jede Lehrgangsteilnehmerin den Leistungsnachweis bestanden und kann somit ab sofort – wenn er/sie bereits 18 Jahre und älter ist – bzw. ab dem 18. Geburtstag an Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr teilnehmen. Die Truppmannausbildung ist gleichzeitig Voraussetzung für alle weiteren Lehrgänge in der Feuerwehr. In die Ausbildung war traditionell der Lehrgang für Sprechfunker sowie eine Erste-Hilfe-Schulung integriert.

Von der Abteilung Wiesloch nahmen Helga Brand, Christian Diede, Philipp Esterajher, Dennis Friz, Jakob Roth und Waldemar Weber an der Ausbildung teil, von der Abteilung Baiertal Rustam Nasibov.

Brandbekämpfungsblock hat begonnen

Vorgehen im Brandfall weiter optimiertMit der Ausbildung der Führungskräfte hat kürzlich der Abschnitt Brandbekämpfung bei der Abteilung Wiesloch begonnen.Nachdem in den letzten Wochen die technische Hilfe bei Unfällen Schwerpunktthema war, werden nun über zwei Monate hinweg neue Erkenntnisse bei der Brandbekämpfung und alt bewährte Grundlagen gelernt, um den gestiegenen Anforderungen beim Brandeinsatz gerecht zu werden. Zunächst wurde bei der Schulung der Zug- und Gruppenführer die taktische Seite eines Brandeinsatzes beleuchtet. Besonderer Wert wurde dabei auf die Standardeinsatzregel „Feuer 3“ gelegt, die das standardisierte Vorgehen bei einem Wohnungs-/Gebäudebrand in Wiesloch und seinen Stadtteilen beschreibt. Hierbei wird eine Einsatzstelle beim Brandeinsatz in bestimmte Bereiche gegliedert. Diesen Bereich werden bestimmte Einheiten zugeordnet, die dort genau definierte Aufgaben betreuen. Ebenso behandelten die Führungskräfte die Überwachung von eingesetzten Atemschutzgeräteträgern, die in den Verantwortungsbereich des Gruppenführers fällt. Wie wichtig ein konsequentes Erfassen und Überwachen der Atemschutzgeräteträger ist, zeigen Beinahe-Unfälle und tödliche Unglücke, die auch schon in Deutschland vorgekommen sind.Um die Arbeit der Atemschutzgeräteträger künftig zu erleichtern, wurde im Atemschutztaktik-Dienst, dem nächsten Teil dieses Ausbildungsblocks, eine modifizierte Gerätschaft vorgestellt. Mit dem sogenannten Schlauchpaket können die Einsatzkräfte künftig schneller und noch effektiver vorgehen. Durch das zusammenlegen eines 30 Meter langen C- Druckschlauchs kann sich der Trupp, je nach Lage, einen sperrigen Schlauchtragekorb sparen und sich eine oder mehrere effektive Schlauchreserven herstellen. Diese dienen dazu, in einer Brandwohnung genügend Schlauchreserve in petto zu haben, um im Bedarfsfall noch weiter in die Räumlichkeiten vordringen zu können. Auch bietet der 30 Meter lange Schlauch Vorteile dadurch, dass er nicht mit einer Schlauchkupplung hängen bleiben kann und so die Arbeit der Feuerwehrleute erschwert. Bisher wurden beim Innenangriff lediglich 15 Meter lange Schläuche verwendet, die ein solches Festklemmen häufig verursacht haben. Für die Einsatzkräfte bietet sich außerdem die Möglichkeit , die kreisförmig hergestellte Schlauchreserve aufzustellen und somit den Flucht- und Rettungsweg von gefährlichen Stolperfallen frei zu halten.Nach den beiden absolvierten Taktikdiensten ist ein Großteil unserer Atemschutzgeräteträger nun an dem Gerät geschult und das Schlauchpaket kann somit auf dem Löschgruppenfahrzeug verladen werden.In Kürze finden noch zwei Wochenenddienste zum Thema Brandbekämpfung statt, bevor am 21. Mai dieses Ausbildungsmodul mit dem Brandbekämpfungstag seinen diesjährigen Abschluss findet.

Nach Ausbildung folgte der Ernstfall

Teilnehmer der Truppmannausbildung bei Einsatz gefordert

Für die meisten der jungen Feuerwehrleute aus allen Gemeinden des Mittelbereichs Wiesloch war es der erste Einsatz und ihnen wurde dabei schlagartig klar, wie schnell aus einer Ausbildung ein Ernstfall werden kann.

Mit zwei Einsatzfahrzeugen der Feuerwehren Rauenberg und Rettigheim waren die Lehrgangsteilnehmer am Montagabend, 11. April 2011, nach ihrer praktischen Ausbildung auf der Rückfahrt zur Wieslocher Feuerwache. Als die beiden Feuerwehrautos die Einmündung der Hauptstraße in die Südtangente in Höhe des Floraparks passieren wollten, hatte sich dort kurz zuvor ein schlimmer Verkehrsunfall ereignet: Ein PKW und ein Motorroller waren zusammengestoßen, wobei der Rollerfahrer schwer verletzt wurde. Wie es die Feuerwehranwärter bei ihrer Ausbildung gelernt hatten, sicherten sie die Unfallstelle ab und führten die Erstversorgung des schwer Verletzten bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungsdienst durch. Zur Unterstützung von Polizei und Rettungsdienst wurde die Unfallstelle taghell ausgeleuchtet. Ebenfalls wurden nach Rücksprache mit der Polizei die Absperrung des Unfallorts sowie die Umleitung eingerichtet. Auf diese Weise musste das gerade Erlernte unter Ernstfallbedingungen umgesetzt werden.

Der Einsatz für die jungen Helfer, die am Samstag, 16. April 2011 ihre mehrwöchige Ausbildung abschließen, dauerte insgesamt 1,5 Stunden. Im Einsatz waren der Mannschaftswagen der Feuerwehr Rettigheim sowie das Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Rauenberg.

Feuerwehrleute bei Treppenlauf erfolgreich

Am vergangenen Wochenende nahmen zwei Teams der Feuerwehr Wiesloch beim 1. Berliner Stairrun der Feuerwehr Berlin teil. Bei diesem Wettkampf hieß es für die Feuerwehrkameraden aus Wiesloch 770 Stufen, verteilt auf 39 Stockwerke, in voller Schutzausrüstung und unter Atemschutz im Park Inn Hotel am Alexanderplatz zu erklimmen. Zusammen mit 200 Teams aus Deutschland, Dänemark, Polen und Tschechien fiel um 11 Uhr bei sonnigem Frühlingswetter der Startschuss. Team Wiesloch 1 besetzt mit Sebastian Hodapp und Eike Ottmann konnten bereits nach 8:07 Minuten den Zielknopf im 39. Stock drücken. Sie belegten mit dieser hervorragenden Leistung den 35. Platz in der Gesamtwertung. Marco Weissmann und Markus Penninger vom Team Wiesloch 2 erreichten das Ziel nach 10:05 Minuten und beendeten den Wettkampf auf Platz 118. Dies schmälerte jedoch nicht die Freude bei beiden Teams, denn bei solch einem Wettkampf, bei dem man an die absolute Leistungsgrenze gehen muss, steht zuerst das Ankommen im Vordergrund. Denn schon allein das Begehen von 39. Stockwerken unter normalen Bedingungen stellt eine hohe Anforderung an die körperliche Fitness, was bei diesem Wettkampf aber durch die Zusatzausrüstung von ca. 25 Kg und das eingeschränkte Sichtfenster der Atemschutzmaske eine noch weitaus höhere Belastung für die Teilnehmer bedeutet. Nach Ankunft im Ziel konnte man aus 110 Metern über Berlin die schöne Aussicht auf die Stadt genießen. Als Highlight beglückwünschte der Leitende Branddirektor der Berliner Feuerwehr, Frieder Kircher, ebenfalls gebürtiger Wieslocher und langjähriges Mitglied der Feuerwehr Wiesloch, die Teams zu Ihrem Abschneiden. Die beiden Teams der Feuerwehr möchten sich bei der Firma Heizöl Gerold bedanken, welche mit einer Spende den Start und die Beschaffung von Wettkampfshirts ermöglichte. Des Weiteren möchten sich die Treppenläufer bei der Hausverwaltung und den Bewohnern der Barlachstrasse 4 für das Verständnis und die Möglichkeit des Trainings in ihrem Gebäude bedanken.

Adenauerplatz wurde zur Firestreet

An der einen Ecke schlugen Stichflammen aus einem Holzhäuschen, an der anderen ertönte das bekannte Feuerwehr- Martinshorn. Mit ihren einzelnen Ständen war die Präsentation des Großprojekts Firestreet ein wahrer Publikumsmagnet am ersten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr.

Hierzu richteten die Kinder, Jugendlichen und Betreuer von Wieslochs Jugendfeuerwehr eine kleine Meile auf dem Adenauerplatz ein.Bereits am Morgen wurden die Stände der einzelnen Workshops aufgebaut, nur kurz unterbrochen durch den Wohnungsbrand in der Höllgasse (siehe separater Bericht). Ab 11 Uhr wurden schließlich verschiedene Experimente vorgeführt und dem Publikum erläutert. Die Gruppe, die sich der Jugendraumverschönerung annahm, stellte mit Bildern die Arbeit da. Auch die Jugendlichen, die der Bastelgruppe und Öffentlichkeitsarbeit angehörten, präsentierten ihre interessanten Projekte. Und in der Mitte des Platzes konnte überdies der brandneue Kurzfilm der Videogruppe bestaunt werden.Zahlreiche Projekte verdeutlichten die stundenlange Arbeit, die der Präsentation vorausgegangen war. Bereits im Oktober machten sich die Verantwortlichen der Jugendfeuerwehr Gedanken, wie man noch mehr Farbe in die graue Winterzeit bringen kann. Dabei erinnerten sie sich an eine gemeinsame Aktion, die vor genau zehn Jahren stattgefunden hatte. Aus den positiven Erfahrungen der damaligen Firestreet entschied man sich erneut dieses Projekt aufleben zu lassen.Für die Brandschutzerziehung wurde hierzu ein neuer Lehrfilm erstellt, der verdeutlichen soll was im Falle eines Brandes zu tun ist. Im Jugendraum wurden verschiedene Logos mit Farbe an die Wand gemalt und Sitzkissen an den Stühlen befestigt. Auch Bastelarbeiten leistete der Feuerwehrnachwuchs. So entstand ein großes Memory mit Feuerwehrmotiven und eine Demonstrationswand, an der die gewöhnlichen Feuerwehrknoten befestigt wurden. Dem Thema Experimente wandte sich ein anderer Workshop zu. Darin wurde gelernt, was alles nötig ist, dass ein Feuer entstehen kann. Auch die Eigenschaften von Benzin und dessen Dämpfen wurden eindrucksvoll demonstriert. Für ihre Experimente bauten die Kinder unter Anleitung ihrer Betreuer eine Benzinrutsche und ein kleines Holzhäuschen für die Demonstration von Staubexplosionen.Sämtliche Aktionen wurden von dem Team der Öffentlichkeitsarbeit über die letzten sechs Monate dokumentiert – hierzu wurde sogar eigens ein Webblog (www. firestreet-jfwiesloch.tumblr.com) eingerichtet. Bei strahlendem Sonnenschein freuten sich die Betreuerinnen und Betreuer um Jugendfeuerwehrwart Manuel Hecker über zahlreiche Besucher ihrer Präsentation. Eltern, Freunde und Verwandte scheuten nicht den Weg auf den Adenauerplatz, um die Arbeiten zu bestaunen. Auch Wieslochs Oberbürgermeister und die Führungsspitze der Feuerwehr kamen vorbei und erfreuten sich dem bunten Treiben und den tollen Ergebnissen.Für die Unterstützung beim Projekt Firestreet durch Geld- und Sachspenden möchte sich die Jugendfeuerwehr beim Ingenieurbüro Seewöster und der Stadtapotheke ganz herzlich bedanken.

Sehr flexibel durch gute Zusammenarbeit

Schon vor Wochen hatte die katholische Kirchengemeinde Peter- und Paul Rauenberg bei der Wieslocher Feuerwehr nachgefragt, ob mit Hilfe der Drehleiter das neue Kirchendach des „Doms vom Angelbach“ von Pfarrer Maiba im Anschluss an den Gottesdienst geweiht werden könnte.Nachdem aus Wiesloch das „Okay“ kam wurde der Einsatz der Leiter als Überraschung für die Gottesdienstbesucher am 03.04.2011 angekündigt. Wie besprochen traf sich die Drehleitermannschaft auch rechtzeitig vor Ende des Gottesdienstes mit der Rauenberger Feuerwehr auf dem neuen Rathaus- und Kirchplatz. Probehalber wurde die Drehleiter auch schon mal in Stellung gebracht, damit die kirchliche Weihe einen besonders würdigen Rahmen erfährt. Je wurde die Vorbereitung aber unterbrochen, als die Meldempfänger die Drehleiterbesatzung zum Wohnungsbrand in die Wieslocher Höllgasse riefen (vergl. Bericht).Schnell wurde das Fahrzeug abmarschbereit gemacht und die „beschleunigte Heimfahrt“ angetreten. Um den Gottesdienstbesuchern die Enttäuschung der fehlenden Drehleiter zu ersparen, wurde die Leitstelle noch während der Einsatzfahrtnach Wiesloch gebeten, den Walldorfer Feuerwehrkommandanten Frank Eck zu fragen, ob nicht der Walldorfer Teleskopmast „in die Bresche springen“ könnte. Ein Versuch war es sicher wert. Man sollte auch recht behalten, denn Frank Eck schaffte es, binnen kürzester Zeit eine Mannschaft mit dem Fahrzeug nach Rauenberg zu schicken. Somit war die Weihe des Kirchendachs gerettet. Die Situation ist ein guter Beweis, wie toll die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren im Mittelbereich Wiesloch/Walldorf/Rauenberg ist, und zeigt wie flexibel die Feuerwehren sind.

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Jugendfeuerwehr präsentiert Firestreet

Über die Winterzeit hinweg arbeiteten die Kinder und Jugendlichen der Wieslocher Jugendfeuerwehr gemeinsam mit ihren Betreuern im Großprojekt „Firestreet“. Sinn und Zweck dieses Projekts war die Überbrückung der Winterzeit, bei der die Ausbildung in der freien Natur etwas zurückgefahren wurde, und die längerfristige, gemeinsame Arbeit der Mitglieder aller Jugendgruppen. In einzelnen Workshops wurde beispielsweise erkundet welche Voraussetzungen für ein Feuer herrschen müssen oder wie ein Verbrennvorgang funktioniert. Es wurde der Jugendraum verschönert, ein Video gedreht und das ganze Projekt mit Hilfe verschiedener Medien dokumentiert. Darüber hinaus wurde in stundenlanger Arbeit auch in weiteren Workshops auf das Ziel, die große Präsentation im Frühjahr hingearbeitet.Die Arbeiten der Kinder und Jugendlichen werden nun am kommenden Sonntag, den 03.04.2011 im Rahmen des ersten verkaufsoffenen Sonntag vorgestellt. Interessierte können sich ab 11 Uhr auf dem Adenauerplatz einfinden, auf dem die Jugendfeuerwehr ihre Präsentation durchführt.Auch generelle Fragen zur Mitarbeit in der Jugendfeuerwehr oder Einsatzmannschaft werden gerne beantwortet. Ebenso informieren die Verantwortlichen über die Arbeit des Fördervereins der Jugendfeuerwehr, der die Aktion finanziell unterstützte.

Feuerwehr bei zwei Bränden gefordert

In der vergangenen Woche war Wieslochs Feuerwehr mit zwei Bränden beschäftigt. Am Dienstag wurden die ehrenamtlichen Helfer zu einer Überlandhilfe in die Nachbarstadt Rauenberg gerufen. Dort stand ein als Werkstatt genutztes Nebengebäude im Vollbrand. Das Feuer drohte in nördliche, westliche und südliche Richtung auf direkt angebaute Gebäude überzugreifen. Die Rauenberger Feuerwehr war bereits mit zwei Löschfahrzeugen, mehreren Rohren und Trupps unter Atemschutz im Einsatz und hatte zur Unterstützung die Drehleiter aus Wiesloch angefordert. Diese rückte gemeinsam mit dem Tanklöschfahrzeug an. In der Anfangsphase wurde das Abschirmen der umliegenden Gebäude vor den Flammen erfolgreich über die Drehleiter unterstützt. Gleichzeitig wurde der Brand in der Werkstatt mit mehreren Einsatzkräften bekämpft.Im weiteren Verlauf wurden dann vorsorglich die Dächer der Nachbargebäude an kritischen Stellen aufgedeckt, um eine Brandausbreitung unter der Dachhaut ausschließen zu können. Ebenso wurden einsturzgefährdete Bereiche des ausgebrannten Dachstuhls vorsorglich abgetragen und auch die östliche Giebelwand aus Sicherheitsgründen zum Einsturz gebracht. Die Feuerwehren aus Rauenberg, Malschenberg, Rotenberg und waren mit ca. 40 Helfern über mehrere Stunden im Einsatz. Von der Kreisfeuerwehrführung verschafften sich Kreisbrandmeister Peter Michels und Unterkreisführer Jürgen Förderer ein Bild der Lage.
Schwarze Rauchwolken an der Schillerschule Als sich am Freitagabend zahlreiche Bürger per Notruf bei der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle in Ladenburg meldeten, musste zunächst auch von einem größeren Schadensereignis ausgegangen werden. Schon auf der Fahrt zur Feuerwache ließen dicke schwarze Rauchwolken an der Schillergrundschule nichts Gutes vermuten. Dort geriet eine Kunststoffrutsche auf dem Spielplatz unmittelbar neben dem Schulgebäude in Brand. Das Feuer drohte über die Fensterfassade auf die Schule überzugreifen.Aufgrund der zahlreichen Notrufe und der Rauchschwaden rückten neben der Kernstadtwehr sogleich weitere Einsatzkräfte aus Frauenweiler in die Schillerstraße aus.
Glücklicherweise griffen beherzte Passanten vor dem Eintreffen der Feuerwehr mit mehreren Feuerlöschern in das Geschehen ein und konnten die Flammen auch weitestgehend eindämmen. Brennende Reste des Spielgeräts löschten schließlich die Feuerwehrleute ab. Am Schulgebäude selbst waren wegen der starken Hitzestrahlung bereits Fensterscheiben zu Bruch gegangen, wodurch Brandrauch in die Räumlichkeiten gelangen konnte. Das Gebäude wurde deshalb mit Überdrucklüftern entraucht. Um eine unerkannte Brandausbreitung an der Fassade oder im Gebäudeinneren auszuschließen, wurde es zusätzlich mit einer speziellen Wärmebildkamera in Augenschein genommen. Passanten griffen beherzt ein
Dem entschlossen Vorgehen der Passanten ist es zu verdanken, dass es zu keinem noch größeren Schaden an der Schule kam. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache noch während des Feuerwehreinsatzes aufgenommen. Die Wieslocher und Frauenweiler Feuerwehr war mit sieben Fahrzeugen und 30 Personen im Einsatz.

Polizeibericht:

Sachschaden von über 70.000,- Euro entstand bei dem Brand eines Klettergerüstes bei der Schillerschule am Freitag kurz nach 17.30 Uhr.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen haben bislang unbekannte Täter vermutlich Toilettenpapier bei dem aus Holz bestehenden Spielgerät entzündet und somit das gesamte Gerüst in Brand gesetzt. Durch die Hitzeentwicklung wurden mehrere Fenster des in unmittelbarer Nähe stehenden Schulgebäudes beschädigt und die Fassade rußgeschwärzt. Durch ein gekipptes Fenster gelang Rauch in das Gebäude, wodurch allerdings die Nutzung der Schulräume nicht beeinträchtigt wurde. In der Schule hielten sich zu dem Zeitpunkt noch Lehrer und Elternvertreter auf, darunter auch ein Angehöriger der Berufsfeuerwehr, der noch vor dem Eintreffen seiner Kollegen mit einem Feuerlöscher den Brand bekämpfte und damit vermutlich Schlimmeres verhinderte.

Das Klettergerüst wurde vollständig zerstört. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Ausbildung neuer Feuerwehrleute hat begonnen

Am 28.02.2011 war es wieder so weit: Im Feuerwehrhaus Wiesloch begann der jährlich stattfindende Lehrgang Truppmann Teil 1 („Grundausbildung“). Bis zum 16.04.2011 werden die Teilnehmer aus den Feuerwehren Baiertal, Dielheim, Horrenberg-Balzfeld, Malsch, Malschenberg, Mühlhausen, Rauenberg, Rettigheim, Rotenberg, Tairnbach, Wiesloch und von der Werkfeuerwehr des PZN zu angehenden Feuerwehrfrauen/ –männern ausgebildet.Der diesjährige Lehrgang besteht aus fünf Frauen und 23 Männern, die an insgesamt 20 Terminen mit Themen wie der Technischen Hilfeleistung oder dem Löscheinsatz in theoretischer, als auch praktischer Form für den Feuerwehreinsatz geschult werden.In den letzten drei Wochen wurden mit den Teilnehmern die Themen „Erste Hilfe“ und „Taktisches Wissen, Prävention“ behandelt. Von der Abteilung Wiesloch nehmen Helga Brand, Christian Diede, Philipp Esterajher, Dennis Friz, Jakob Roth und Waldemar Weber an der Ausbildung teil, von der Abteilung Baiertal Rustam Nasibov.

Klapperstorch zwischengelandet

Was im letzten Jahr für viel Freude bei der Feuerwehrfamilie sorgte, setzt sich auch in 2011 fort. Am Samstag der vergangenen Woche erblickte Lara Martin das Licht der Welt. Über ihren 4120 Gramm schweren und 55 Zentimeter großen Nachwuchs freuen sich unser Feuerwehrmitglied Ronald Martin mit seiner Ehefrau Katrin.

Die Feuerwehrführung und die Einsatzmannschaft beglückwünschen die stolzen Eltern und wünschen der Familie alles Gute.