Ausbildung neuer Drehleitermaschinisten

Am vergangenen Freitag starteten Eike Ottmann, Bastian Martin, Manuel Hecker und Joachim Lauer in einen neuen Abschnitt bei der Feuerwehr Wiesloch. Für sie begann die Ausbildung zum Drehleitermaschinisten.

Am Ende dieser Ausbildung dürfen sie dann bei Übungen und Einsätzen die Drehleiter fahren und bedienen. Fachgebietsleiter Marco Weissmann und sein Stellvertreter Markus Penninger begrüßten die 4 neuen „Azubis“ und stellten den Ausbildungsplan für die nächsten Wochen vor. Er beinhaltet eine Menge Theorie, aber auch fast unzählige Praxiseinheiten. Neben Grundlagen und Möglichkeiten für Drehleitereinsätze, muss auch der Notbetrieb und das blinde beherrschen dieses komplexen Rettungsgerätes erlernt und geübt werden. Hierfür haben die 2 Ausbilder ein aufwendiges Schulungskonzept zusammengestellt und werden die neuen Maschinisten in den nächsten Wochen ausbilden und trainieren. Die Ausbildung wird mit einer kleinen Leistungskontrolle abgeschlossen.
Dennoch muss ständig weiter mit der Drehleiter geübt werden um sie im Ernstfall schnell und effektiv einsetzen zu können.

Schlimme Brände blieben zum Glück aus

Wieslochs Feuerwehr zieht die Bilanz eines eher ruhigen Jahres 2011 – Verkehrssituation in der Weinstadt bereitet der Wehr Sorge

Wiesloch. (oé) Verglichen mit den Vorjahren war 2011 für Wieslochs Feuerwehr ein eher ruhiges Jahr. 181 Mal sind alle vier Feuerwehr- abteilungen der Weinstadt im abgelaufenen Jahr zu Einsätzen ausgerückt.

Die rund 150 Einsatzkräfte haben Brände gelöscht, Unfallopfer geborgen und in vielen anderen Notsituationen Hilfe geleistet. Was die Männer und Frauen der Wieslocher Wehr besonders freut: Weder Brände noch Unfälle haben im vergangenen Jahr ein Todesopfer gefordert.

Auch wenn die Hilfeleistungen 2011 prozentual etwas zurückgingen. Einsätze bei Unwettern oder Unfällen aller Art haben den klassischen Brandseinsatz in der Statistik längst verdrängt und machen inzwischen den Löwenanteil der Feuerwehrarbeit aus. Kamen Wiesloch und die Region im vergangenen Jahr in Sachen Unwetter eher glimpflich davon, so verzeichnete die Feuerwehr einen Anstieg der Unfalleinsätze. Allerdings nicht auf der Autobahn, sondern auf den Bundes- und Landstraßen und sogar innerorts. Dabei mussten häufig eingeklemmte Fahrzeuginsassen aus den Unfallautos befreit werden – wie zum Beispiel Anfang Dezember 2011, als auf der Südtangente ein Pkw und ein Lkw frontal zusammenprallten. Was das Leben der Autofahrer schützt – nämlich die stabileren Fahrgastzellen der Autos – stellt die Feuerwehren vor neue Herausforderungen: Sie müssen technisch und ausbildungsmäßig Schritt halten, wenn sie Wracks moderner Fahrzeugtypen öffnen und Insassen daraus befreien wollen. Gerade die Häufung teils schwerer Unfälle innerorts veranlasst die Feuerwehr zu einem Appell: Auch bei kurzen Fahrten in der Stadt sollte man schon im eigenen Interesse den Sicherheitsgurt anlegen.
Was die Brandeinsätze angeht, so gab es im abgelaufenen Jahr in der Summe zwar mehr Einsätze, aber zum Glück waren keine schlimmen Großbrände darunter und es kamen auch keine Menschen zu Schaden.
Die Bandbreite reichte vom einfachen Papierkorbbrand über brennende Gartenhäuser bis hin zum Brand einer Spielplatzrutsche an der Schillerschule, der auf das Schulgebäude überzugreifen drohte. Dass sich dabei der Schaden in Grenzen hielt, war dem erfolgreichen Zusammenspiel von Feuerwehr und Passanten zu danken, die nicht nur rasch die Feuerwehr alarmierten, sondern auch sofort selbst zu löschen begannen und damit Schlimmeres verhüteten. „Wenn die Helfer nicht so beherzt eingegriffen hätten, wäre das Feuer in das Gebäude eingedrungen“, ist sich Stadtbrandmeister Peter Hecker sicher. Bei allen Bränden zeichnete sich das verzahnte Einsatzkonzept der Wieslocher Abteilungswehren einmal mehr aus. Recht häufig wurden Wieslochs Wehren im abgelaufenen Jahr von Nachbarwehren zur „Überlandhilfe“ angefordert, so etwa bei Scheunenbränden in Rauenberg und Rettigheim, bei einem schweren Verkehrsunfall zwischen Horrenberg und Hoffenheim oder auch beim Brand eines abgeernteten Weizenfeldes in Nußloch. Ohnehin legen die Floriansjünger Wert auf eine enge Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg. So werden Peter Hecker zufolge beispielsweise die jeweiligen Beschaffungen aufeinander abgestimmt. Speziell bei der Nachwuchswerbung gehen die Wehren Wieslochs und Walldorfs gemeinsame Wege. 2011 wurde ein Linienbus durch entsprechende Aufdrucke zum Werbebus für die Feuerwehr. Aktuell habe man zwar keine Nachwuchssorgen, so Wieslochs Abteilungskommandant Jürgen Bodri. Doch wolle man auch an die Zukunft denken und Menschen für die Feuerwehr gewinnen, sei es im aktiven Dienst oder als Fördermitglied.

Was Wieslochs Feuerwehrleuten ein wenig Sorge bereitet, ist ein sich verdichtender und verlangsamender Verkehr in der Weinstadt, der im Ernstfall einen schnellen Einsatz zu erschweren droht. Das gilt weniger für das Ausrücken der Einsatzfahrzeuge selber als für die Erreichbarkeit der Feuerwache. Vor allem Feuerwehrleute aus Wieslochs Westen können das Feuerwehrhaus bei Alarm schlechter anfahren, geben Peter Hecker und Jürgen Bodri zu bedenken.
Besonderen Wert legt Wieslochs Feuerwehr auf den Bereich der Brandprävention. Diesem Ziel dienen nicht nur regelmäßige Besuche von Schulen und Kindergärten in der Feuerwache, neuerdings beteiligt sich die Feuerwehr auch an dem „Schlapperlatz-Projekt“ der Stadt (dem Neugeborenen-Besuchsdienst), indem sie den besuchten Eltern anbietet, einen der 50 Brandmelder zu installieren, die der „toom“-Baumarkt gestiftet hat, so der Öffentlichkeitsbeauftragte der Wehr, Marco Friz. Einen Grund zu feiern haben Wieslochs Wehren im neuen Jahr: Die Abteilung Frauenweiler wird 75 Jahre alt und die Abteilung Baiertal darf sogar ihren 150. Geburtstag feiern. Ende Juni soll das Jubiläum mit einem großen Fest begangen werden. Die Abteilung Wiesloch ist dann im Jahr 2013 an der Reihe, wenn auch sie 150 Jahre alt wird.

Baum für Baum wurde eingesammelt

Über 70 Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehren waren es, die am vergangenen Samstag unzählige Weihnachtsbäume in Wiesloch und seinen Stadtteilen einsammelten.

Schon seit Jahrzehnten wird diese Aktion dort auf freiwilliger Basis vom Feuerwehrnachwuchs durchgeführt.

Unterstützt durch Helfer aus den aktiven Wehren in Wiesloch, Baiertal, Frauenweiler und Schatthausen wurden die ausgedienten Bäume Straße für Straße abgeholt. Wer also seinen Christbaum nicht selbst entsorgen wollte, konnte ihn an den Straßenrand stellen und gegen eine kleine Spende von der Jugendfeuerwehr abholen lassen. Bedauerlicherweise stellte manch ein Bürger seinen Baum erst nach Ende der Sammlung an den Straßenrand und sorgte dafür, dass auch am Abend immer noch Meldungen bei den Verantwortlichen eingingen.
Nach der Abholung wurden die Bäume zum Zerkleinern ins Wieslocher Schulzentrum gefahren. Sie kommen nun, im dortigen Herzkraftwerk, der Nahwärmeversorgung des Schulzentrums und des nahegelegenen Wohngebiets zu Gute. Zu kleinen Verzögerungen der Sammlung führten zwei Feuerwehreinsätze und der teils schwere Regen. „Gegen frühen Abend waren unsere letzten LKWs geputzt und wir konnten beim Christbaumfeuer durchatmen“, fasste Stadtjugendfeuerwehrwart Gerd Kirschenlohr die Aktion zusammen. Ein kleiner Teil der Bäume wurde nämlich nahe dem WieTalBad verbrannt, was sich zahlreiche Wieslocher nicht entgehen ließen.
Für die Spendenbereitschaft der Bevölkerung möchten sich die Verantwortlichen der Jugendfeuerwehr herzlich bedanken. Wer bei der Abholung nicht zuhause war, dem bietet die Jugendfeuerwehr der Kernstadt die Möglichkeit eine Spende zu überweisen. Das Konto des Fördervereins lautet 334405 bei der Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG. In den Stadtteilen können nachträgliche Spenden direkt bei den Feuerwehren abgegeben werden.
Stellvertretend für alle Jugendfeuerwehren möchte Gerd Kirschenlohr seinen Dank an die Einsatzmannschaften der Abteilungswehren und die Firmen und Einrichtungen aussprechen, die für die Sammlung ihre Fahrzeuge zur Verfügung stellten. Dies waren der Winzerkeller Wiesloch, Holzfachhandel Bellemann, das THW Wiesloch-Walldorf, Getränkehandel Wipfler, Lebenshilfe Wiesloch und die Herren Bernhard Urbanek und Bernd Filsinger, die ihre Traktoren für die Sammlung überließen.

Feuerwehren geben Tipps für sicheres Silvester

Arbeitsreichste Nacht des Jahres für 1,3 Millionen Feuerwehrangehörige

Berlin – Brennende Balkone, Wohnungen oder gar Häuser, Rettungsdiensteinsätze und witterungsbedingte Unfälle: Den 1,3 Millionen Feuerwehrangehörigen in Deutschland steht zu Silvester die arbeitsreichste Nacht des Jahres bevor. „Den Großteil der Einsätze in dieser Nacht machen Brände aus“, berichtet Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV). Zumeist seien diese durch unachtsamen Umgang mit Feuerwerkskörpern verursacht.

Nicht geprüfte Knallkörper, illegal eingeführt oder auch selbst gebastelt, stellen eine besondere Gefahr dar. „Vor allem Minderjährige sind von Feuerwerkskörpern fasziniert. Erwachsene sollten daher mit ihren Kindern über die Gefahren reden. Wer umsichtig und verantwortungsvoll mit Böllern umgeht, kann als Vorbild so manche schwere Verletzung verhindern“, erklärt Ackermann. Allein in Berlin verletzen sich nach Feuerwehrangaben jedes Jahr rund 500 Personen in der Silvesternacht.

Der Deutsche Feuerwehrverband gibt folgende acht Tipps für eine möglichst sichere Silvesterfeier:
Feuerwerkskörper und Raketen sind „Sprengstoff“. Lassen Sie Jugendliche unter 18 Jahren nicht damit hantieren.
Beachten Sie unbedingt die Gebrauchshinweise der Hersteller. Mit wenigen Ausnahmen ist eine Verwendung von Feuerwerk in geschlossenen Räumen verboten.
Zünden Sie Feuerwerkskörper nur dort, wo dies auch erlaubt ist. Das Abbrennen der Böller in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen ist untersagt. Dieses Verbot gilt auch für Fachwerk- und Reetdachhäuser. Beachten Sie örtliche Regelungen!
Nehmen Sie nach dem Anzünden einen ausreichenden Sicherheitsabstand ein. Werfen Sie Feuerwerkskörper und Raketen nicht blindlings weg – und zielen Sie niemals auf Menschen. Zünden Sie nicht gezündete Feuerwerkskörper (Blindgänger) niemals noch einmal.
Stellen Sie auf keinen Fall Feuerwerkskörper selbst her. Hierbei kann es zu schwersten Verletzungen kommen!
Bewahren Sie Feuerwerkskörper so auf, dass keine Selbstentzündung möglich ist. Tragen Sie Feuerwerk niemals am Körper, etwa in Jacken- oder Hosentaschen.
Schützen Sie Ihre Wohnung in der Silvesternacht vor Brandgefahren. Entfernen Sie Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen. Halten Sie Fenster und Türen geschlossen.
Wählen Sie bei einem Brand oder Unfall sofort den Notruf 112. Nur eine schnelle Meldung bietet Gewähr für effektive Hilfe.
Die Feuerwehren wünschen den Menschen in Deutschland einen geruhsamen Jahreswechsel.

Bildquelle: GDV – DIE DEUTSCHEN VERSICHERER

Bildquelle: GDV – DIE DEUTSCHEN VERSICHERER

Christbaumsammlung bereits am 07. Januar 2012

Am Samstag, den 07. Januar 2012, ab 08:30 Uhr, werden durch die Jugendfeuerwehren in Wiesloch und seinen Stadtteilen Baiertal, Frauenweiler und Schatthausen ausgediente Weihnachtsbäume eingesammelt.

Die Verantwortlichen der Jugendfeuerwehren bitten darum, bereits am Tag zuvor, oder am frühen Morgen, die Bäume gut sichtbar an den Straßenrand zu stellen. Bei Mehrfamilienhäusern oder großen Grundstücken empfiehlt es sich, die Bäume an einem gemeinsamen Platz zu sammeln. Auch bittet die Jugendfeuerwehr darum, sämtlichen Baumschmuck, wie beispielsweise Lametta und Christbaumkugeln zu entfernen und keine Spenden unmittelbar an den Bäumen zu befestigen.
Um eine Spende für den Abholservice werden die Kinder und Jugendlichen direkt an der Haustüre bitten und hierzu von 08:30 Uhr bis in die Nachmittagsstunden klingeln. Zu erkennen sind diese an der bekannten Jugendfeuerwehruniform.

Wie die Jugendfeuerwehr berichtet, können nach dem 07. Januar an die Straße gestellte Christbäume in diesem Jahr nicht nachträglich abgeholt werden. Sämtliche Weihnachtsbäume werden der Nahwärmeversorgung des Schulzentrums zugeführt. Ein kleiner Teil wird auf dem Parkplatz des WieTalBads verbrannt. Gegen 19:30 Uhr wird dort das Feuer entzündet, für das leibliche Wohl mit warmen Getränken ist gesorgt.

Die Feuerwehr wünscht fröhliche Weihnachten!

Wir wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern Wieslochs, der gesamten Feuerwehrfamilie und allen Freunden und Gönnern der Freiwilligen Feuerwerhr Wieloch ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest.

Im Notfall ist die Feuerwehr rund um die Uhr über den Europa-Notruf 112 zu erreichen.

Ein kleiner Weihnachtstipp am Rande:

Rauchmelder retten leben und verschaffen die oftmals fehlenden Sekunden, derer es für eine Selbstrettung bedarf. Gerade in der Vorweihnachtszeit kommt es zu Wohnungsbränden durch unachtsamen Umgang mit Adventskränzen oder Christbäumen. Verwenden Sie brennende Kerzen nur unter ständiger Aufsicht und stellen Sie einen Eimer Wasser für den Ernstfall bereit.

Gelungene Jahresabschlussübung der Wieslocher Feuerwehr

Acht Tipps der Feuerwehren für sicheren Advent

Deutscher Feuerwehrverband mahnt zum sorgsamen Umgang mit Kerzen

Berlin – Gemütliche Abende mit Plätzchen und Kerzenschein: Die Adventszeit ist für viele Menschen eine Zeit der Besinnlichkeit. Damit diese nicht durch Brände überschattet wird, die durch Unachtsamkeit ausgelöst wurden, mahnt der Deutsche Feuerwehrverband zum sorgsamen Umgang mit Kerzen. Dadurch könnten zahlreiche Feuerwehreinsätze in der Adventszeit vermieden werden.

Acht einfache Tipps der Feuerwehr helfen, Brände zu verhindern:
Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) oder an einem Ort mit starker Zugluft auf.
Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung, an die Kinder nicht gelangen können.
Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – vor allem nicht, wenn Kinder dabei sind! Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins!
Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie heruntergebrannt sind: Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und wird zur Brandgefahr.
Achten Sie bei elektrischen Lichterketten darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Die elektrischen Kerzen sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht.
Wenn Sie echte Kerzen entzünden, stellen Sie ein entsprechendes Löschmittel (Wassereimer, Feuerlöscher, Feuerlöschspray) bereit.
Wenn es brennt, versuchen Sie nur dann die Flammen zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten schließen Sie möglichst die Tür zum Brandraum, verlassen (mit Ihrer Familie) die Wohnung und alarmieren die Feuerwehr mit dem Notruf 112.
Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben. Die kleinen Lebensretter gibt es günstig im Fachhandel – übrigens passen sie perfekt als Geschenk auf den Gabentisch!

Bild: „GDV – Ihre Deutschen Versicherer“

Realistische Einsatzübungen erforderten großen Aufwand

Ein Brand in der Omnibuswerkstatt der SWEG war die Ausgangslage der diesjährigen Jahresabschlussübung der Feuerwehrabteilung Wiesloch am vergangenen Samstag.

Das Übungsszenario, für das sich dieses mal Orhan Bekyigit, Ronald Martin und Joachim Lauer verantwortlich zeichneten, sah vor, dass bei Arbeiten an einem der Linienbusse ein Brand ausgebrochen war. Während sich Flammen und dichter Rauch rasch ausbreiteten, versuchten Mitarbeiter der Werkstatt noch, die Busse ins Freie zu fahren. Dabei kam es zu einem schlimmen Folgeunfall: einer der Mitarbeiter wurde von einem Bus überrollt.

Als die Feuerwehr kurz nach der Alarmierung mit zwei Löschgruppenfahrzeugen – neben dem eigenen kam auch das ehemalige Fahrzeug, das jetzt in Baiertal stationiert ist zum Einsatz – , der Drehleiter und dem Tanklöschfahrzeug auf dem Firmengelände eintraf, fand sie eine äußerst dramatische Situation vor: Aus der Werkstatthalle quoll dichter „Übungsrauch“. Zwei Mitarbeiter wurden noch in der Halle vermisst und auch den Bediensteten in den Büroräumen im ersten Obergeschoss war der Fluchtweg abgeschnitten. Die Atemschutztrupps, die sich bereits während der Anfahrt ausgerüstet hatten, drangen unverzüglich in die Halle ein, um nach den vermissten Personen zu suchen. Meter um Meter bewegten sie sich in gebückter Haltung, teils kriechend mit dem Schlauch und den Rettungsgeräten vor, wobei sie darauf achten mussten, nicht in eine der Montagegruben zu stürzen. Auf dem Firmenhof selbst wurde derweil die Drehleiter in Stellung gebracht, um die Mitarbeiter aus dem ersten Obergeschoss zu retten. Weitere Trupps rüsteten sich mit Atemschutz aus, um ihre Kameradinnen und Kameraden im Innern des Gebäudes unterstützen zu können bzw. im Notfall selbst retten zu können. Da die Rettung von verunglückten Atemschutztrupps Schwerpunkt der diesjährigen Ausbildung war, verwunderte es niemanden, als die Übungsleitung just diesen Fall „einspielte“. Rasch „tauchte“ einer der in Bereitschaft stehenden Trupps in den Rauch ein und konnte glücklicherweise zügig die eigenen Kräfte in Sicherheit bringen. Ebenso war es anderen Trupps gelungen, die vermissten SWEG-Mitarbeiter in einem der Busse aufzufinden und aus ihrer Notlage zu retten. Auch der kurz nach dem Löschzug eingetroffene Rüstzug mit dem Gerätewagen und dem Rüstwagen leistete ganze Arbeit: mit Hebekissen wurde der Bus, unter dem der verunglückte Monteur lag, vorsichtig Zentimeter um Zentimeter angehoben. Dabei musste ständig mit Holz unterbaut und der Bus gegen Wegrollen gesichert werden. Eine einzige ungewollte Bewegung hätte die Rettung unwiderruflich vereitelt. Ebenfalls am Ort des Geschehens eingetroffen war zwischenzeitlich Stadtbrandmeister Peter Hecker. Mit seinem Team im Einsatzleitwagen koordinierte er den Einsatz der vielen Helfer und kümmerte sich unter anderem darum, dass Rettungswagen und Notarzt nachgefordert wurden.

Nach einer dreiviertel Stunde konnte schließlich das Übungsende durchgegeben werden. Noch bevor es ans große Aufräumen und Wiederbestücken der Fahrzeuge ging, wurde der Einsatzort gemeinsam begangen. Somit konnten alle eingesetzten Kräfte sehen, welche Maßnahmen die jeweils anderen Einheiten getroffen hatten. Eingetretene Schwierigkeiten und Verbesserungsvorschläge konnten dadurch zeitnah erörtert werden. Dabei musste jeder einzelne Schritt kritisch durchleuchtet und hinterfragt werden.

Abteilungskommandant Jürgen Bodri bedankte sich bei Willi Hofmann stellvertretend für die SWEG mit dem ersten Exemplar des Wieslocher Feuerwehrkalenders für 2012. Man wisse es sehr zu schätzen, wenn ein Betrieb sein Firmenanwesen uneingeschränkt für eine realitätsnahe Übung zur Verfügung stellt. Darüber hinaus waren die Hinweise und Tipps, die Willi Hofmann als erfahrener Meister und in St. Leon selbst Feuerwehrführungskraft zu Rettungsmaßnahmen bei Bussen gab, äußerst hilfreich.

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Engagement der Feuerwehrleute stand im Vordergrund

Kameradschaftsabend der Abt. Wiesloch am 12. November.

Zu ihrem diesjährigen Kameradschaftsabend fanden sich kürzlich die Angehörigen der Wieslocher Kernstadtfeuerwehr zusammen. Wie in den vorangegangenen Jahren diente den Floriansjüngern die Festhalle des PZN als Veranstaltungsort des Ehrenabends.

Abteilungskommandant Jürgen Bodri hieß zunächst seine Mannschaft bestehend aus Einsatz-, Alters- und Ehrenabteilung sowie Jugendfeuerwehr willkommen. Besonders begrüßte er Bürgermeisterin Ursula Hänsch, Unterkreisführer Jürgen Förderer, Ehrenkommandant Rainer Kircher, Stadtbrandmeister Peter Hecker, eine Delegation des THW Wiesloch-Walldorf, den Leiter der Werkfeuerwehr Heidelberger Druck, Orhan Bekyigit sowie die Partnerinnen und Partner der Feuerwehrleute. In seiner Ansprache betonte Jürgen Bodri, dass man es sich an einem solchen Abend besonders gut gehen lassen sollte. Für die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft sorgten derweil die Abteilungsfeuerwehren aus Frauenweiler und Baiertal, denen er ausdrücklich dafür dankte. Ebenso dankte er der Leiterin der Werkfeuerwehr PZN, die an diesem Abend für die Bewirtung der Festgesellschaft sorgte.
Zahlreiche Aktivitäten des laufenden Jahres ließ er Revue passieren: Neben dem Übungsdienst zur Vorbereitung auf Einsätze betätigten sich die Wehrleute beispielsweise auch wieder sportlich. Zusätzlich waren zahlreiche Brandsicherheitswachdienste auf Veranstaltungen abgeleistet, ein Festwochenende im Juni ausgerichtet und unzählige sonstige Aktivitäten absolviert worden. Was den Einsatzdienst angeht, so liegt man laut Bodri derzeit mit knapp 110 Einsätzen unter den Zahlen der Vorjahre. Er warnte jedoch davor, etwa durch Einsparungen für Demotivation der freiwilligen Helferinnen und Helfer zu sorgen. „Denn Schäden durch Einsparungen im Feuerwehrsektor, etwa bei Aus- und Fortbildungen, oder notwendigem „Handwerkszeug“ lassen sich nur sehr schwer und langwierig wiederherstellen“.
Als Hauptaufgaben für die Zukunft seiner Wehr sieht Bodri allem voran die Nachwuchsgewinnung, den Erhalt der „Wohlfühlatmosphäre“, wie auch die Einführung von Erleichterungen im Dienstalltag.
Abschließend bedankte sich der Abteilungskommandant bei seiner Mannschaft für die bisher geleistete Arbeit sowie bei der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

Gestärkt durch ein reichhaltiges Buffet folgte der zentrale Bestandteil des Abends, eingeleitet mit Grußworten. Wieslochs Bürgermeisterin Ursula Hänsch bedankte sich bei den Wehrleuten für deren Engagement und die Nachwuchsarbeit in der Jugendfeuerwehr. „Für den Zeitaufwand, den Sie in Einsatz, Ausbildung und andere Aktivitäten investieren, möchte ich Ihnen danken“, brachte es die Bürgermeisterin auf den Punkt. Gleichzeitig sicherte sie auch weiterhin die Unterstützung der Stadtverwaltung zu. Stadtbrandmeister Peter Hecker hob im Anschluss die Vielfalt der Tätigkeiten hervor. Gerade am Vormittag vor dem Kameradschaftsabend hatte er mit Kameraden der Abteilungswehr Wiesloch an einer Veranstaltung bei REWE teilgenommen, bei der sich die Feuerwehr auf ihre Art noch einmal für die Spende des Kommandowagens bedankte. Die zeigt Peter Hecker zufolge, wie jedes Feuerwehrmitglied auf seine Weise etwas zum Gelingen des Ganzen beiträgt und das Ehrenamt Feuerwehr nur funktionieren kann. Auch ihm lag der Dank für das breitgefächerte Engagement am Herzen. Mit dem Leitspruch der Feuerwehr „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ beendete Peter Hecker seine Ansprache. Besonders gerne kommt nach eigener Aussage Unterkreisführer Jürgen Förderer nach Wiesloch. Dem Gruß der Kreisfeuerwehrführung schloss er seine Anerkennung für die vielfältige Tätigkeit in der Weinstadt an. Er sprach dabei von der erbrachten Leistung eines jeden Einzelnen. Dabei hob er als Beispiele unter anderem das bundesweite Integrationsbemühen von Orhan Bekyigit hervor, wie auch die Feuerwehrleute Markus Penninger und Marco Weissmann, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben und die trotzdem dem Ehrenamt erhalten geblieben sind. Ganz besonders freut ihn jedoch die Jugendarbeit. „Solch eine große Abordnung einer Jugendfeuerwehr sehe ich auf Ehrenabenden in der Regel nicht“, hielt Jürgen Förderer seine Begeisterung fest.Ein Teil der Jugendfeuerwehr hatte in diesem Jahr die sogenannte Jugendflamme, einen mehrstufigen Ausbildungsnachweis absolviert. Hierfür wurde den Jungen und Mächen von Jugendfeuerwehrwart Manuel Hecker und Abteilungskommandant Jürgen Bodri auf der großen Bühne ein Korb mit Süßigkeiten überreicht und dabei großer Respekt für die tolle Leistung gezollt.

Im Anschluss daran folgte ein besonderes Ereignis im Leben eines Feuerwehrangehörigen: Vier junge Feuerwehrmänner wurden aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzmannschaft übergeben. Manuel Hecker sprach in seiner Ansprache von Wandel. „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen“, zitierte Hecker ein chinesisches Zitat. Er freute sich über die Tatsache, dass er der Einsatzmannschaft mit Jakob Roth, Christian Diede, Waldemar Weber und Philipp Esterajher gut ausgebildete Jugendfeuerwehrangehörige übergeben kann. Gleichzeitig schloss er seinen Dank den beiden Gruppenleitern Gerd Kirschenlohr und Michael San José an, die in den vergangenen acht Jahren für die Ausbildung der jungen Männer verantwortlich gewesen waren. Beförderungen wurden nun von Abteilungskommandant Jürgen Bodri vorgenommen. Nach Erfüllen der notwendigen Dienstzeit oder Absolvieren von Lehrgängen wurden Dennis Friz zum Feuerwehrmann, Helga Brand zur Feuerwehrfrau, Sebastian Leib und Simon Paul zu Oberfeuerwehrmännern, Christian Schweinfurth zum Hauptfeuerwehrmanns, Marco Friz zum Löschmeister sowie Eike Ottmann, Markus Penninger, Michael San José und Thomas Hörner zu Oberlöschmeistern ernannt.
Für langjährige Angehörigkeit in den Reihen der Feuerwehr folgten zu Ende des offiziellen Teils die Ehrungen des Abends. Für jeden Geehrten hielt je ein besonders verbundener Kamerad die Laudatio. Zehn Jahre Mitglied in den Reihen der Wehr sind Manuel Hecker, Christian Heinzmann und Marco Friz. Bereits seit 15 Jahren gehören ihr Christian Schweinfurth und Markus Penninger an. Schon seit zwei Jahrzehnten engagieren sich Orhan Bekyigit, Marco Weissmann und Eike Ottmann bei der Feuerwehr. Eine besondere Auszeichnung erhielt Metzgermeister Thomas Hörner: Bereits seit mehr als 25 Jahren ist der Familienvater Bestandteil der Wieslocher Feuerwehr. Aus den Händen von Unterkreisführer Jürgen Förderer erhielt Thomas Hörner dafür das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg mit Urkunde des neuen Landesinnenministers Reinhold Gall.Zum krönenden Abschluss des Kameradschaftsabends trat die Reilinger Theatergruppe „Schweiger Stadl“ auf. Mit einem in Mundart gehaltenen Stück brachten sie die Halle eins ums andere Mal zum Lachen und sorgten für eine tolle Stimmung der Feuerwehrleute.

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