Vielfältige Aufgaben waren für die Feuerwehr zu bewältigen

Jahreshauptversammlung der Abteilungswehr Wiesloch | Einsatzzahlen wegen ausgebliebenem Unwetter leicht rückläufig

Fast 140 Männer, Frauen und Kinder engagieren sich aktuell in der Feuerwehrabteilung Wiesloch. Diese beeindruckenden Zahlen stellte Abteilungskommandant Jürgen Bodri kürzlich auf der Jahreshauptversammlung der Kernstadtwehr und ihres Fördervereins vor. Hierzu durfte er die Mitglieder im vollbesetzten Lehrsaal der Feuerwache begrüßen. Besonders willkommen hieß er  Bürgermeister Ludwig Sauer, den städtischen Fachgruppenleiter Jürgen Morlock, Stadtbrandmeister Peter Hecker, sowie die beiden Ehrenkommandanten Rainer Kircher und Gerolf Sauer. Von den umliegenden Feuerwehren waren die Kommandanten Michael Milker (Werkfeuerwehr PZN), Orhan Bekyigit (Werkfeuerwehr HDM) und Frank Eck (Feuerwehr Walldorf) zu Gast.

Bürgermeister Ludwig Sauer dankte den Feuerwehrleuten im Namen der Stadtverwaltung und des Gemeinderats. „Zwar war das vergangene Jahr auf den Einsatzdienst bezogen nicht ganz so turbulent, dennoch waren wieder Alarme zu verzeichnen, die sehr einprägsam waren“, stellte Sauer fest. Er verwies auf den Brand im Hotel Mondial, bei dem sich das „Gesamtsystem der Feuerwehr und Rettungsdienste in unserer Stadt“ wieder einmal „voll und ganz bewährt“ hätte. 60 Gäste mussten beim nächtlichen Feuer im Juli zum Teil noch aus ihren Hotelzimmern gerettet werden. Vor allem für die „kleinen Dinge“, die zusätzlich zum Einsatzdienst erledigt wurden, dankte der Bürgermeister. Stadtbrandmeister Peter Hecker verdeutlichte in seinen Grußworten den Stellenwert der Abteilung Wiesloch für die Gesamtwehr. Er zollte seinen Respekt für die Leistung der Frauen und Männer.

Nachdem man den verstorbenen Kameraden in einer Schweigeminute gedacht hatte, folgte der Jahresbericht für das abgelaufene Jahr. Jürgen Bodri stellte Zahlen und Fakten vor, sowie Momente und Erlebnisse, die sich in 2014 zugetragen haben. Die Zahl der Feuerwehrangehörigen in der Einsatzmannschaft hat sich demnach leicht auf 76 erhöht. Es kamen drei neue Mitglieder hinzu, ein Angehöriger schied bedauerlicher Weise durch beruflichen Wegzug aus. Besonders freute Bodri der Anschluss zweier junger Feuerwehrleute aus Wieslochs portugiesischer Partnerstadt Amarante. Antonio Azevedo und Nadine Lima kamen durch das Förderprogramm „The job of my life“ nach Wiesloch und absolvieren hier eine Berufsausbildung.
Im Jahr 1 nach dem Jubiläum durfte man sich keineswegs auf die faule Haut legen. 159 Einsätze, 45 Aus- und Fortbildungsdienste, sowie 25 Brandsicherheitswachdienste galten für die Einsatzabteilung per Jahresfrist zu absolvieren. Nicht selten während Zeiten, zu denen die „Normalbürger“ ihre Nachtruhe genießen oder entspannt ihrem Freizeitvergnügen nachgehen konnten. Die Mehrzahl aller Einsätze entfiel 2014 auf die Kategorie „Technische Hilfeleistungen“. Hierzu zählen zum Beispiel Verkehrsunfälle oder Notfalltüröffnungen. Die restlichen Einsätze, die es zu bewältigen galt, waren auf Brände zurückzuführen (33%), Fehleinsätze (22%) und sonstige Einsätze, wie zum Beispiel Tierrettungen (1%). Von allen Einsatzorten entfielen rund 80 Prozent auf die Kernstadt selbst. Hauptsächlich riefen die Alarme die Feuerwehr während Werktagen auf den Plan. In 119 Fällen musste in diesem Zeitraum ausgerückt werden. Dabei fiel der Hauptanteil von fast 40 Prozent auf die Zeit zwischen 7 und 17 Uhr, also zur allgemeinen Arbeitszeit. Alle Zahlen und Fakten präsentiert die Feuerwehr zusammengefasst in ihrem kürzlich erschienenen Jahresbericht. Dieser steht ab sofort zum Download (Link) bereit.

Um für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein, wurde in 45 Aus- und Fortbildungsdiensten trainiert. Über das ganze Jahr verteilt widmeten sich die Frauen und Männer den Themen ABC-Gefahrstoffe, Brandbekämpfung, sowie der Technischen Hilfe „allgemein“ und bei Verkehrsunfällen. Darüber hinaus wurden die Maschinisten für Löschfahrzeuge sowie Drehleiter und die Atemschutzgeräteträger geschult. Weil der Wieslocher Feuerwehr als Stützpunktwehr eine besondere Rolle zukommt, wurden ihre Sonderfahrzeuge bei der Ausbildung verschiedener Nachbarwehren aus dem Unterkreis herangezogen. Rüstwagen, Drehleiter und Tanklöschfahrzeug wurden in  die jeweilige Standortausbildung integriert, um die Zusammenarbeit im Einsatzfall zu trainieren. Zusätzlich zum Einsatz- und Ausbildungsdienst sorgten die ehrenamtlichen Angehörigen für den Brandschutz bei 25 Veranstaltungen. Im Palatin Kulturzentrum und bei städtischen Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Stadtfest und dem Winzerfest, kommen die Feuerwehrleute im Rahmen sogenannter Brandsicherheitswachdienste zum Einsatz.

Präventionsarbeit für Jung und Alt wurde innerhalb der Brandschutzerziehung geleistet. Hier durften bei 14 Terminen rund 250 Kinder und Jugendliche erfahren, was die Freiwillige Feuerwehr macht und welche Gefahren von Feuer und Rauch ausgehen. Senioren aus der Weinstadt wurden am Jahresende in ähnlicher Weise informiert.

Jugendfeuerwehrwart Manuel Hecker stellte in einem weiteren Tagesordnungspunkt die Arbeit des Nachwuchses vor. Sein zehnköpfiges Betreuerteam investierte in die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen rund 450 Stunden. Die stolze Zahl von 59 Mitgliedern zeigt deutlich, wie das Angebot der Jugendfeuerwehr ankommt. Hecker wies darauf hin, dass im Laufe des Jahres 7 junge Feuerwehrleute die Einsatzmannschaft verstärken und ihre Jugendfeuerwehrlaufbahn damit beenden werden.

Nach der Entlastung der Fördervereinskasse und einem kurzen Ausblick auf das aktuelle Jahr konnte Abteilungskommandant Jürgen Bodri die Jahreshauptversammlung beschließen und zur gemeinsamen Zusammenkunft im Anschluss einladen.

Geschrieben von Marco Friz

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Die Rathausstürmung am 14. Februar

Traditionell wird das Wieslocher Rathaus am Fastnachtssamstag von der KG Blau-Weiß und deren Verbündeten gestürmt. Während im letzten Jahr unser oberster Dienstherr mit der Drehleiter aus dem Rathaus entführt wurde, unterstützen wir in diesem Jahr das Rathausteam gemeinsam mit dem Bauhof. Thema war – wie so oft – die finanzielle Lage unserer Stadt. Mit historischem Gerät sollte den Narren eindringlich vor Augen geführt werden, dass sich die Übernahme der Macht wirklich nicht lohnt. Zu diesem Zweck hatten wir das LF 16, Baujahr 1964, den GW-Dekon von 1989, die Handdruckspritze aus dem 19 Jahrhundert und die ebenfalls historische Handsirene aufgeboten. Auch die Uniformen entsprachen leider nicht ganz dem heutigen Stand. Der Bauhof steuerte seinen historischen Unimog aus dem Jahr 1981 bei, der immer noch treue Dienste leistet und an diesem Tag von unserem Gerätewart Dominik gesteuert wurde. Zwei alte Straßenkehrerwagen, sogenannte „Japaner“ von 1917, vervollständigten den „beklagenswerten“ Fuhrpark, der Mitleid generieren sollte. Über den Verlauf der (gelungenen) Aktion erhielten wir folgenden Bericht:

D’Feiawehr unn d‘ Rothausstirmung

D’Rothausstirmung war sou schweer,
dank uns‘re schnelle Feiawehr!
Mi‘m alde LF unn em Spritzewarre,
hewwe‘s g’habt net leicht die Narre!

Jürgen, Marco, Jochen, Gerhard,
hewwe gezeigt, dass es koon Wert hat,
sich mit de Städtler ozuleje,
denn des gibt Ärja unn koon Seje!

Die Strategie der annere Seit,
hot denne kaum e Sorg bereit!
Mit Taktik unn mit viel Geschick,
als Geheimwaff noch de Dominik
mi‘m Unimog aus alde Daare,
ging’s de Narre an de Kraare.

Es war e langes Hi- unn Her:
Fa die war‘s leicht, fa d’annere schwer.
Doch letschdlich hewwe sie ei‘gelenkt
unn denne s’ganze Rothaus geschenkt.

Uff jeden Fall hot’s Spaß gemacht!
Ma sieht sich next Johr an Fasenacht!

Helau

Die zwee Meeschda
(Metzga unn Birja)

Bildquelle: Hans-Joachim Janik – WiWa-Lokal.de

Geschrieben von Thomas Hörner

Bildquelle: Hans-Joachim Janik – WiWa-Lokal.de

Bildquelle: Hans-Joachim Janik – WiWa-Lokal.de

Bildquelle: Hans-Joachim Janik – WiWa-Lokal.de

Bildquelle: Hans-Joachim Janik – WiWa-Lokal.de

Bildquelle: Hans-Joachim Janik – WiWa-Lokal.de

Bildquelle: Hans-Joachim Janik – WiWa-Lokal.de

Haben Sie bereits Rauchmelder installiert?

Rauchmeldertag am 13.2 | Gesetzliche Installationspflicht in Baden-Württemberg seit dem Jahreswechsel

Jährlich kommen in Deutschland mehrere hundert Menschen bei Bränden ums Leben, mehrere Tausend verletzen sich leicht bis sehr schwer. Mehr als 95 Prozent aller Verletzten oder Getöteten fallen dem giftigen Brandrauch zum Opfer, nicht den Flammen*.

Seit dem Jahreswechsel gilt deshalb in Baden-Württemberg die gesetzliche Rauchwarnmelderpflicht. Um an den Nutzen dieser kleinen Helfer zu erinnern, gibt es seit mehreren Jahren den sogenannten Rauchmeldertag. Dieses Jahr findet er am Freitag, den 13. Februar statt.

Nähere Informationen:

  • Fragen und Antworten zur Rauchwarnmelderpflicht in Baden-Württemberg (Link)
  • Pressemitteilung von rauchmelder-lebensretter.de (Link)
  • Fragen und Antworten für Vermieter, Mieter/Eigentümer (Link)
  • (Installations-)Tipps auf unserer Homepage (Link)

Bildquellen:
Plakatmotiv (rauchmelder-lebensretter.de), Rauchmelder (Feuerwehr Wiesloch), Brand (carinakircher.de)

*Stand 2015/Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, Baden-Würrtemberg.

Geschrieben von Marco Friz

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Einsatzreiche Zeit für die Wieslocher Feuerwehr

Seit Anfang Februar zu zehn Einsätzen gerufen | Technische Hilfeleistung am häufigsten gefordert

Seit Ende Januar musste die Wieslocher Feuerwehr zu zehn Einsätzen ausrücken. Dabei waren die Frauen und Männer der Abteilung Wiesloch hauptsächlich mit technischer Hilfeleistung gefragt.

Begonnen hatte die kleine Serie mit einem gemeldeten LKW-Brand auf der Autobahn und einem Paralleleinsatz in der Kernstadt. Der Lastwagen auf der A 6 musste durch frühzeitig eingeleitete Löschmaßnahmen des Fahrers lediglich gekühlt und mit der Wärmebildkamera kontrolliert werden. Beim Paralleleinsatz im Berufsschulzentrum, zu dem auch die Abteilung aus Frauenweiler hinzukam, war eine unsachgemäß eingesetzte Popcornmaschine ursächlich. Nach kurzer Zeit konnten beide Einsätze beendet werden. Langwieriger gestaltete sich der Hangrutsch am 1. Februar. In Baiertal lösten sich Gesteinsbrocken aus einem Hang und durchschlugen eine angrenzende Garagenanlage. Die Abteilungswehr aus Baiertal leuchtete den Bereich aus und sicherte die Einsatzstelle ab. Weitere Beleuchtungsmittel lieferte die Kernstadtabteilung mit dem Rüstwagen. Geologen begutachteten die Örtlichkeit und leiteten gemeinsam mit der Stadtverwaltung weitere Maßnahmen ein.

In der Wochenmitte musste die Feuerwehr gleich zu zwei Einsätzen an einem Tag ausrücken. Während die Einsatzkräfte am Mittwoch Morgen zu einem Verkehrsunfall auf die Landesstraße 723 gerufen wurden, mussten sie am gleichen Abend zu einem Wassereinbruch in die Hauptstraße ausrücken. Beim Verkehrsunfall genügte das Umsetzen eines Lastwagens, der einen Kleinwagen an die Leitplanke gedrückt hatte. Hingegen musste der vollgelaufene Keller aufwendig ausgepumpt werden. Dort standen rund einhundert Quadratmeter Fläche fast knöchelhoch unter Wasser. Ganze zwei Stunden Einsatz waren nötig, um die Räumlichkeiten „trocken zu legen“. Am Folgetag riefen die Funkmeldeempfänger erneut die Mannschaft in den Einsatz. Südlich des Bahnhofs Wiesloch-Walldorf ereignete sich ein Bahnunfall mit Personenschaden. Dort waren umfangreiche Beleuchtungsmaßnahmen nötig. Gemeinsam mit der Abteilungswehr aus Frauenweiler und dem Technischen Hilfswerk Wiesloch-Walldorf wurden diese Arbeiten durchgeführt. Zusätzlich musste der betroffene Zug geräumt und die Fahrgäste zum Bahnhof begleitet werden.
Auch am Wochenende kehrte für die Feuerwehr keine Ruhe ein. Freitags alarmierte die Integrierte Leitstelle Rhein-Neckar zu zwei Notfalltüröffnungen im Stadtgebiet. In beiden Fällen ging es den Wohnungsinhabern jedoch gut, sodass lediglich eine Eingangstüre mit Spezialwerkzeug geöffnet werden musste, um sich nach dem Wohlbefinden der Person zu erkundigen.

Zum letzten Einsatz wurden die Kräfte der Abteilung Wiesloch in der Nacht zu Sonntag gerufen. In der Alten Heerstraße entdeckten Passanten eine männliche Person, die Zuflucht in einem Altkleidercontainer gesucht hatte. Der Mann musste sich zuvor wohl mit aller Kraft in die Einwurföffnung des Containers gezwängt haben, um dort zu schlafen. Abhilfe schaffte in diesem Fall die Demontage von Teilen des Altkleidercontainers. Hierzu setzte die  Besatzung des Rüstwagens verschiedene Werkzeuge ein. Der Mann wurde nach seiner Befreiung in die Obhut von Rettungsdienst und Polizei übergeben.

Siehe auch der Bericht in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 10.02.2015 (Link).

Geschrieben von Marco Friz

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Beim Berufe-Aktionstag zu Gast

Infostand der Freiwilligen Feuerwehr | Fragen zum Ehrenamt und Ausbildung bei einer Berufsfeuerwehr beantwortet

Letzte Woche nahm eine kleine Abornung der Abteilung Wiesloch am Berufe-Aktionstag der Gerbersruhschule teil. Den Schülern wurden am Vorausrüst/- und Einsatzleitwagen Fragen zur Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch und zu den Einstiegsmöglichkeiten bei einer Berufsfeuerwehr beantwortet. Nähere Informationen zum Tag selbst sind in der Berichterstattung der Rhein-Neckar-Zeitung etwas weiter unten zu finden.

Wie ist die Feuerwehr in Wiesloch aufgestellt?

In der Kernstadt Wiesloch sorgen 76 Männer und Frauen aus der Einsatzabteilung für den Schutz der Bevölkerung (Stand 2015). Davon sind 73 Mitglieder freiwillige Angehörige, drei Kameraden sind hauptamtlich Beschäftigte der Stadt Wiesloch. Drei weitere Feuerwehrabteilugen gibt es in den Stadtteilen Baiertal, Schatthausen und Frauenweiler. Näheres zur Organisation (Link).

Einige Mitglieder haben die Motivation für ihr Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch, Abteilung Wiesloch hier beschrieben. Wer sich für einen Einstieg interessiert, kann sich gerne an die Verantwortlichen der Wehr wenden (Link).

Warum gibt es in Wiesloch keine Berufsfeuerwehr?

Laut Feuerwehrgesetz (FwG) ist in Baden-Württemberg erst ab einer Einwohnerzahl von mehr als 100.000 eine Berufsfeuerwehr einzurichten (Link). Dies gilt zum Beispiel für Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe. Außerdem gibt es im Land fünf weitere Berufsfeuerwehren. Zugangsvoraussetzungen für den Dienst bei der Berufsfeuerwehr sind unter anderem die körperliche Eignung und eine abgeschlossene technische Berufsausbildung.

Wer sich für einen Einstieg bei der Berufsfeuerwehr interessiert, kann sich anhand des Beispiels der Feuerwehr Mannheim informieren (Link). Eignungstests und Zugangsvoraussetzungen sind zum Teil jedoch unterschiedlich und müssen individuell angefragt werden. Ein Tipp hierzu: Einfach die jeweiligen Internetauftritte der Gemeinden oder Feuerwehr besuchen.

Berichterstattung der Rhein-Neckar-Zeitung zum Berufe-Aktionstag an der Gerbersruhschule Wiesloch:

Perfekter Schnupperkurs für die spätere Ausbildung

Berufe-Aktionstag an der Gerbersruhschule stieß auf großes Interesse/mehr als 100 Jugendliche nahmen teil

Wiesloch. (hds) Die Feuerwehr stand schon am frühen Vormittag vor der Tür, allerdings nicht bei einem echten Einsatz. Vielmehr war das Fahrzeug der Freiwilligen Wehr der Weinstadt beim Berufe-Aktionstag an der Gerbersruhschule ein optischer Blickfang. Bereits zum vierten Male hatte das Team um Techniklehrer und Koordinator der Veranstaltung, Jens Menzel, mehr als 100 Schülerinnen und Schüler der Werkrealschule eingeladen, sich an dieser interaktiven Berufsorientierung zu beteiligen. Über mehrere Stunden bestand die Gelegenheit, nicht nur in die angebotenen Berufsfelder hinein zu schnuppern, vielmehr – und dies ist die Intention der Veranstalter – auch selbst Hand anlegen. Mehr als 20 Unternehmen aus der Region waren auch in diesem Jahr wieder dabei, um für die entsprechenden Berufsbilder Informationen zu liefern. So konnten an Fahrrädern montiert werden, der Beruf des Bäckers wurde im wahrsten Sinn des Wortes schmackhaft gemacht, Blumenbinden stand ebenfalls auf dem Programm und ergänzt wurde das vielfältige Angebot beispielsweise noch von den Bereichen Metallbau, Lackierer und Drucker.
Gemeinsam mit den Unternehmen war in der Turnhalle ein Parcours aufgebaut worden, den die Schülerinnen und Schüler zu absolvieren hatten. Jeweils sechs Minuten verblieben an den einzelnen Stationen, um sich mit den Anforderungsprofilen vertraut zu machen. „Wir haben diesmal bewusst die Mädchen und Jungs getrennt losgeschickt und dies mit einem Hintergedanken“, informierte Schulleiterin Barbara Kröhn. Denn so konnte sich das „starke Geschlecht“ auch, und dies dann eher unbeobachtet von den Klassenkameradinnen, im Bereich Hauswirtschaft betätigen, selbst zum Bügeleisen greifen und auch beim Blumenbinden Geschicklichkeit beweisen. Mit einer Stoppuhr wurde die Verweildauer überprüft und so herrschte in der Turnhalle ein emsiges Treiben, das indes nicht in Hektik ausartete. Außerdem wurde noch für ausgewählte Schüler ein „Minipraktikum“ bei der Bäckerei Rutz und das Üben eines Vorstellungsgesprächs bei REWE in das Programm eingebaut. Wichtig, so die Initiatoren, sei die Kombination zwischen Theorie und Praxis und auch die Vorbereitung für die im März dieses Jahres anstehenden Praktika gehörte mit zu Zielsetzungen. „Hier besteht die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, um so nicht gänzlich unvorbereitet ein Praktikum antreten zu müssen“, meinte Kröhn.
Aber es war nicht nur das Geschehen in der Turnhalle selbst, auch Workshops, die von der Handwerkskammer und der IHK angeboten wurden, stießen auf Interesse. Vor allem die Perspektiven, die sich nach einer bestimmten Ausbildung für die Jugendlichen eröffnen, standen dabei im Mittelpunkt des Interesses. Mit einem speziellen Test wird der Berufe-Aktionstag nachgearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler stellen dabei im Multiple-Choice-Verfahren ein Profil ihrer wichtigsten Schlüsselqualifikationen und Berufsinteressen. Die Auswertung mit Vorschlägen für passende Ausbildungswege ehrhalten sie dann zeitnah. „Für uns ein zusätzliches Hilfsmittel, auch wenn wir Geld dafür zahlen müssen“, unterstrich Barbara Kröhn. Der Test wurde vom geva-Institut entwickelt und trägt demzufolge auch diesen Namen. Nach Worten Kröhns geht es dabei in erster Linie um die Zusammenfassung von Neigungen und Basisqualifikationen, ein wichtiges Hilfsmittel für die spätere Berufswahl. Auch seitens der Hubert-Sternberg-Schule (Berufsschule) waren Vertreter anwesend, um an einem Informationsstand über die künftigen Herausforderungen Rede und Antwort zu stehen.
Von entscheidender Bedeutung ist auch die Einbeziehung der Eltern. So habe man viele positive Rückmeldungen auf den Berufe-Aktionstag erfahren. Und für das kommende Jahr reifen bereits jetzt neue Ideen. „Wir planen, einen funktionsfähigen Pizzaoffen aufzustellen. Das macht sicherlich nicht nur Spaß, sondern sorgt zudem noch für tolle Gerüche innerhalb unseres Parcours“, blickte Koordinator Jens Menzel bereits jetzt in die Zukunft. Das Fazit: es hat allen viel Spaß gemacht, die Jugendlichen waren mit Begeisterung bei der Sache und seitens des Organisationsteam wurde mal wieder eine tolle Vorbereitung geleistet. 

Geschrieben von Marco Friz

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Mehrere tausend Christbäume abtransportiert

In ganz Wiesloch wurden Christbäume gesammelt | Verbrennung musste wetterbedingt abgesagt werden – Nachholtermin am 24. Januar

Am vergangenen Samstag herrschte reges Treiben in den Straßen und Gassen von Wiesloch und seinen Stadtteilen. Grund hierfür war die alljährlich stattfindende Christbaumsammlung, die in der Weinstadt die Jugendfeuerwehr durchführt.

Ab morgens waren zahlreiche Kinder und Jugendliche, unterstützt durch ihre Betreuerteams und Angehörige der Einsatzabteilungen, unterwegs. Von Haus zu Haus zog der Tross, um die Bäume aufzunehmen und an zentralen Punkten bereitzulegen. Dort wurden die ausgedienten Gewächse von Lastwagen oder Traktoren aufgenommen. Der Großteil der mehrere tausend Bäume wurde dem Holzhackschnitzelwerk des Schulzentrums zugeführt. Ein weiterer Teil auf den Parkplatz am WieTalBad zur abendlichen Verbrennung bereitgelegt. Bis in die Abendstunden hinein waren die Helferinnen und Helfer hiermit beschäftigt. „Für alle Teilnehmer der Christbaumsammlung war es sehr anstrengend – der Wind und der Regen haben uns doch sehr zugesetzt“, verriet Stadtjugend-feuerwehrwart Alexander Stroh. „Dennoch sind wir mit der Aktion sehr zufrieden.“ Gegen 18 Uhr am Abend war die Aktion gänzlich zu Ende, alle Transportmittel und der Häckselplatz gereinigt. Die für 19:30 Uhr angesetzte Verbrennung des kleineren Teils der Sammlung musste aufgrund des Wetters jedoch kurzfristig abgesagt werden. „Leider konnten wir die Verbrennung dieses Jahr nicht durchführen, da der Wind uns bis in den Abend hinein einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Hierfür bitten wir um Verständnis“, so Alexander Stroh. Ein Nachholtermin ist für Samstag, den 24. Januar um 19 Uhr angesetzt, wird durch die Jugendfeuerwehr aber nochmals separat angekündigt.

Stellvertretend für alle Jugendfeuerwehren möchte Stadtjugendfeuerwehrwart Stroh seinen Dank an alle Helferinnen und Helfer der Aktion und die Firmen und Einrichtungen aussprechen, die für die Sammlung ihre Fahrzeuge zur Verfügung stellten. Dies waren der Winzerkeller Wiesloch, Holzfachhandel Bellemann, Malteser Hilfsdienst Wiesloch, Lebenshilfe Wiesloch, Holzbau Michael Stroh und  den Familien Schreiber, Köllner und Dortants, die ihre Traktoren für die Sammlung überließen. Ebenso danken die Veranworltichen der Bevölkerung für ihre Spendenbereitschaft.

Geschrieben von Marco Friz

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Christbaumsammlung am 10. Januar

Ab 08:30 Uhr werden in Wiesloch und den Stadtteilen die Christbäume abgeholt | Verbrennung gegen 19:30 Uhr beim WieTalBad

Am Samstag, den 10. Januar 2015, werden durch die Jugendfeuerwehren in Wiesloch und den Stadtteilen Baiertal, Frauenweiler und Schatthausen traditionell die Weihnachtsbäume eingesammelt.

Ab 08:30 Uhr machen sich die Jugendlichen mit ihren Betreuern auf den Weg durch die Straßen der Weinstadt und der Stadtteile. Ab diesem Zeitpunkt werden sie an den Haustüren der Bürgerinnen und Bürgern klingeln.

Die Bäume sollten bereits vor Beginn der Sammlung gut sichtbar an den Straßenrand gestellt werden. Bei Mehrfamilienhäusern oder großen Grundstücken bitten wir darum die Bäume an einem zentralen Platz zu sammeln. Zu diesem Zeitpunkt sollte jeglicher Baumschmuck, wie Lametta und Christbaumkugeln, entfernt sein. Um zu verhindern, dass die Spenden in falsche Hände gelangen sollten sie diese nicht an den Bäumen befestigen: Gelegenheit macht Diebe. Die „richtigen Spendenempfänger“ erkennen sie an der bekannten Jugendfeuerwehruniform. Zusätzlich sind die Jugendlichen in Wiesloch, Baiertal und Frauenweiler mit einer verplombten Spendendose ausgestattet.

Die gesammelten Weihnachtsbäume werden der Nahwärmeversorgung des Schulzentrums zugeführt. Ein kleiner Teil wird auf dem Parkplatz des WieTalBads verbrannt. Das Feuer dort wird gegen 19:30 entfacht.

Wichtiger Hinweis: Nach dem 10. Januar können keine Christbäume mehr abgeholt werden und müssen selbstständig vom Eigentümer entsorgt werden.

Geschrieben von Stefan Mittenzwei

Kleiner Feuerwehrmann geboren

Wir beglückwünschen unseren Feuerwehrkameraden Gerd Kirschenlohr und seine Frau Katharina zur Geburt ihres Sohnes Moritz Lennart. Dieser erblickte im November das Licht der Welt. Nach der Geburt brachte Moritz Lennart stolze 3600 Gramm auf die Waage und war ganze 51 Zentimeter groß.

Geschrieben von Marco Friz

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Nikolaus jetzt buchen!

Jugendfeuerwehr bietet Nikolaus-Darsteller für den 6. Dezember an | www.nikolaus-notruf.de

Möchten Sie Ihre Kinder am Nikolaustag überraschen? Die Jugendfeuerwehr Wiesloch bietet hierfür auch in diesem Jahr ihren Nikolausservice an. Gegen eine Spende kommt der Nikolaus am 6. Dezember zu Ihnen nach Hause, lobt und/oder tadelt ihre Kinder. Gemeinsam mit dem Knecht Ruprecht lauscht man Gedichten und/oder Liedern ihres Nachwuchses und verteilt anschließend die bereitgestellten Geschenke. Die eingenommenen Spenden kommen vollständig der  Jugendfeuerwehr Wiesloch zugute.

Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre empfiehlt die Jugendfeuerwehr dringend eine Buchung per Online-Formular unter www.nikolaus-notruf.de. Zusätzlich ist am 5. und 6. Dezember eine Bestellhotline unter 06222/9295-18 eingerichtet. Am 5. Dezember, zwischen 16 und 19 Uhr, sowie am 6. Dezember, ab 9 Uhr, können Buchungen angenommen werden.

Hinweis: Der Service kann leider nur für Wiesloch, Baiertal, Schatthausen, Frauenweiler, Dielheim, Rauenberg mit Stadtteilen, Mühlhausen mit Ortsteilen, Malsch, Nußloch, Leimen, St. Ilgen, Sandhausen und Walldorf wahrgenommen werden.

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Feuerwehr berät Senioren

Stadtbrandmeister und Jugendfeuerwehr gewährten Blick hinter die Kulissen und gaben wertvolle Tipps

Am vergangenen Donnerstag waren die Wieslocher Senioren in das Feuerwehrgerätehaus eingeladen. Dort wurden sie von den Veranstaltern Petra Jurkewitz (VHS ab 60), Hannelore Antoni (Stadtseniorenrat Wiesloch e.V.) und Stadtbrandmeister Peter Hecker begrüßt, der gleich in seinen Vortrag einstieg: Er brachte den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Funktionsweise und Struktur einer Freiwilligen Feuerwehr und deren Aufgaben näher. Weitergehend erklärte er das richtige Verhalten im Brandfall und zeigte Möglichkeiten zur Vorbeugung von Bränden in den eigenen vier Wänden auf. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der ab Januar 2015 in Kraft tretenden Rauchmelderpflicht in allen Privathaushalten. Die Gruppe 2 der Jugendfeuerwehr beteiligte sich ebenfalls: Sie zeigte ergänzend zu Heckers Vortrag Feuerlöscher und Wärmebildkamera und demonstrierte die Handhabung von Rauchmeldern und mobilen Rauchvorhängen. Anschließend wurden die Fahrzeuge und Geräte der Feuerwehr besichtigt und von der Jugendfeuerwehr erklärt. Die Veranstalter freuten sich über das große Interesse an der Veranstaltung und die Besucher bedankten sich für die informative und interessante Veranstaltung.

Bilder: Karl-Heinz Pfeiffer

Geschrieben von Sebastian Leib

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