Großbrand
Einsatz Nr.: 224/2026
Datum und Alarmzeit: 30. September 2026, 0:12 Uhr
Einsatzort: Wiesloch, Bruchwiesen
Fahrzeuge: DLA(K) 23/12, EL/VA, ELW 1, KdoW, LF 20, MTW 1, MTW 2, TLF 20/40-SL
Weitere Kräfte: Abteilung Baiertal, Abteilung Frauenweiler, Abteilung Schatthausen, Feuerwehr Rauenberg, Polizei, Rettungsdienst
Kurz nach Mitternacht war die Nachtruhe für die Abteilungsfeuerwehr Wiesloch beendet: Im Bereich des kreiseigenen Abfallentsorgungszentrums in der Parkstraße wurde eine „unklare Rauchentwicklung“ gemeldet. Noch während sich die Kräfte zum Ausrücken bereit machten, meldete die Integrierte Leitstelle Rhein-Neckar zahlreiche eingehende Notrufe und erhöhte die Alarmstufe auf F3 – Feuer groß. Daraufhin kamen zusätzlich die Abteilungen Frauenweiler und Baiertal zum Einsatz.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte standen rund 100 Quadratmeter in hellen Flammen. Ein Großhäcksler, ein separates Förderband sowie Häckselgut waren vom Brand betroffen. Akut drohte das Feuer auf rund 300 Quadratmeter direkt angrenzendes, geschichtetes Häckselgut überzugreifen.
Unter Atemschutz nahmen drei Trupps die Brandbekämpfung von verschiedenen Seiten auf. Gleichzeitig wurde eine Riegelstellung eingerichtet, um das noch nicht betroffene Häckselgut vor den Flammen zu schützen. Von außenliegenden Hydranten wurde eine Förderleitung aufgebaut und so die Löschwasserversorgung sichergestellt.
Mit einem Radlader des Betriebs wurde das Häckselgut auseinandergezogen. Bereits verbrannte und noch glimmende Reste wurden auf dem Hof verteilt und gezielt abgelöscht.
Im weiteren Verlauf kam die Abteilung Schatthausen zur Unterstützung der Löschmaßnahmen und zur Sicherstellung des Grundschutzes für Wiesloch hinzu. Die Einsatzgruppe Brand des DRK Wiesloch übernahm die sanitätsdienstliche Absicherung. Die Feuerwehr Rauenberg unterstützte mit dem Transport von Einsatzlogistik und einem Bereich für die Einsatzstellenhygiene. Damit konnte der derzeitige Werkstattaufenthalt des Wieslocher Transportwagens kompensiert werden.
Die örtliche Einsatzleitung um Kommandant Philipp Büchel wurde durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Dr. Ingo Schmiedeberg unterstützt. Zur Bevölkerungsinformation wurde wegen des niedergehenden Rauchs für den Bereich Walldorf eine KatWarn-Meldung ausgegeben.
