Rauch aus Werkstatt: Zum Glück „nur“ eine Großübung

Im Rahmen der Blaulichtmeile der Feuerwehrabteilung Frauenweiler, des DRK Wiesloch sowie des THW Wiesloch-Walldorf fand die diesjährige Feuerwehrgesamthauptübung der Feuerwehr Wiesloch statt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, das Zusammenspiel der verschiedenen Hilfsorganisationen hautnah mitzuerleben.

Als Übungsobjekt stellte die Firma Nordbadische Fabrikproduktionen (NfP) in Frauenweiler ihr Produktionsgebäude zur Verfügung. Das angenommene Einsatzszenario sah einen Brand im Bürotrakt vor, der zu einer starken Verrauchung des Gebäudes führte. Mehrere Personen galten als vermisst und mussten unter Atemschutz aus dem Gebäude gerettet werden. Dargestellt wurden die eingeschlossenen Personen von Kindern und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr, die ihre Rolle mit großem Engagement übernahmen und so für eine besonders realitätsnahe Übung sorgten.

An der Übung beteiligten sich die Feuerwehrabteilungen Wiesloch, Schatthausen und Baiertal. Unterstützt wurden sie vom Deutschen Roten Kreuz Wiesloch, das mit einem Krankentransportwagen (KTW) an der Übung teilnahm und die rettungsdienstliche Versorgung der geretteten Personen sicherstellte.

Im Mittelpunkt der Übung standen die Menschenrettung, die Brandbekämpfung sowie die koordinierte Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte. Unter möglichst realistischen Bedingungen konnten die Einsatzabläufe geübt, die Kommunikation zwischen den Einheiten gestärkt und wichtige Erkenntnisse für den Ernstfall gewonnen werden. Solche gemeinsamen Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Aus- und Fortbildung, denn sie bieten die Möglichkeit, Abläufe zu festigen und das Zusammenspiel der verschiedenen Organisationen und Abteilungen unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.

Vor Ort verfolgten auch Oberbürgermeister Dirk Elkemann sowie Feuerwehrkommandant Philipp Büchel das Übungsgeschehen. Beide zeigten sich mit dem Verlauf der Übung und dem Engagement aller Beteiligten sehr zufrieden und sprachen allen Einsatzkräften sowie den Helferinnen und Helfern ihren Dank für die geleistete Arbeit und ihren ehrenamtlichen Einsatz aus.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Nordbadischen Fabrikproduktionen für die Bereitstellung des Übungsobjekts sowie allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz die Vorbereitung und Durchführung dieser Übung ermöglicht haben. Ein besonderer Dank geht außerdem an die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr für ihre engagierte Unterstützung als Verletztendarsteller sowie an das DRK Wiesloch für die Mitwirkung an der Übung.

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Realitätsnahe Zugübung beendete den Ausbildungsblock „Technische Hilfeleistung“

Im März und April trafen sich die Mitglieder der Einsatzabteilung, um im Bereich der „Technischen Hilfeleistung“ ihr Wissen zu stärken. Im vergangen Jahr fielen knapp 50 Prozent der Alarmierungen auf diesen Bereich, zu welchem beispielsweise Verkehrsunfälle, Türöffnungen oder die Unterstützung des Rettungsdienstes zählen. Um, auch für Einsatzlagen, die in diesem Bereich seltener vorkommen, vorbereitet zu sein, standen drei abendliche Ausbildungsdienste sowie eine Zugübung an.
In den Ausbildungsdiensten lag der Fokus auf theoretischen und vor allem praktischen Inhalten, welche gruppenweise an drei unterschiedlichen Stationen vermittelt wurden. In der ersten Station lag der Fokus auf dem Arbeiten mit dem sogenannten „Mehrzweckzug“, eine Gerätschaft, mit welcher Lasten gesichert und auch bewegt werden können. Bei der zweiten Station stand die Arbeit mit dem „Paratech“ an, ein Rettungsmittel, welches vielseitig, zum Beispiel auch als Teil der Technik zur Rettung von Personen aus einem Schacht, verwendet werden kann. Weiterhin dient es zur Sicherung und zum Heben schwerer Lasten. In der dritten Station ging es um die Stabilisierung eines seitlich liegenden PKW, weiterhin wurde die Rettung eines verunfallten LKW-Fahrers aus seiner Fahrerkabine geübt. Jene werden mithilfe einer „Rettungsplattform“ durchgeführt, um, trotz der Höhe, eine effiziente und möglichst schonende Rettung durchführen zu können.
Mitte April stand dann im städtischen Bauhof die Zugübung an, in welcher das Erlernte und Vertiefte in praxisnahmen Einsatzsituationen abgerufen werden musste. Dafür arbeitete das Ausbilderteam drei unterschiedliche Szenarien aus, welche durch Fahrzeuge und Mannschaft des sogenannten „Rüstzugs“ bewerkstelligt wurden. Die erste Meldung war ein Verkehrsunfall, bei welchem mehrere PKWs beteiligt waren. Eines der Fahrzeuge kam auf der Seite zum Liegen, weshalb es stabilisiert und gesichert werden musste. Zu beiden Fahrzeugen wurde sich ein Zugang geschaffen, um die eingeklemmten Personen anschließend mittels hydraulischem Rettungsgerät befreien zu können. Beim zweiten Szenario galt es eine Person zu befreien, welche zwischen zwei Baucontainern eingeklemmt war. Mittels Seilwinde des Rüstwagens wurde die Last bewegt und die Person so schnell befreit. Die dritte Lage stellte die Mannschaft auf die Probe. Ein vermeintlich harmloser Frontalaufprall stellte sich zusätzlich als Gefahrgutlage heraus. Bei der Erkundung der Lage konnte festgestellt werden, dass ein PKW und ein Transporter miteinander kollidiert waren, der Fahrer des Transporters verblieb ohnmächtig auf seinem Sitz und eine, zunächst unbekannte, Flüssigkeit tropfte aus einem umgefallenen Behälter. Folglich wurde die Einsatzstelle weiträumig abgesichert, der Brandschutz wurde sichergestellt und der Fahrer durch den Angriffstrupp, welcher sich mit Atemschutz ausgerüstet hatte, aus dem Gefahrenbereich gerettet.
Ein Dank gilt dem Ausbilderteam für die investierte Zeit sowie dem städtischem Bauhof, auf dessen Gelände sowohl die Ausbildungsdienste als auch die Zugübung stattfanden.

Text: Noah Kreutzer

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Für 3 Jahre harte Arbeit belohnt

>> Gemeinsame Gruppe aus Wiesloch und Schatthausen legt LAZ Gold ab <<

Zwei Gruppen mit insgesamt elf Kameraden aus Wiesloch und Schatthausen traten am 11. Oktober 2025 zur Abnahme des Leistungsabzeichens (LAZ) der Stufe Gold in Mauer an. Beide Gruppen konnten die Übung erfolgreich meistern.

Bereits frühmorgens durfte die erste Gruppe ihr Können auf der nebligen Übungsstrecke in Mauer unter Beweis stellen. Die zweite Gruppe durfte dann wenig später ran.

Die Vorbereitungen begannen bereits im Mai diesen Jahres. Durch die regelmäßigen Übungsdienste konnte die Gruppe sich optimal auf die gestellte Einsatzsituation vorbereiten. Die Leistungsübungen umfassten einen Garagenbrand mit Schaumeinsatz sowie eine Menschenrettung über tragbare Leitern. Im Bereich der technischen Hilfeleistung wurde das Vorgehen bei einem Verkehrsunfall geprüft.

Die erfolgreiche Abnahme wurde anschließend kameradschaftlich mit der Gruppe aus Baiertal-Schatthausen gefeiert, welche das Leistungsabzeichen in Silber erfolgreich abgelegt haben.

Großer Dank gilt allen, die die Gruppe bei der erfolgreichen Abnahme, besonders im Bereich Verpflegung, Vorbereitung der Materialien sowie als Schauspieler, unterstützt haben.

LAZ 2025

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NATO-Gruppe erlangt Leistungsabzeichen in Silber

Mit viel Ehrgeiz und Ausdauer konnten auch dieses Jahr wieder zwei Gruppen aus Wiesloch und Schatthausen das Leistungszeichen Silber in Mauer ablegen.

Bereichsübung der Jugendfeuerwehren war ein voller Erfolg

Am vergangenen Wochenende konnte die Jugendfeuerwehr Wiesloch sich von ihrer besten Seite zeigen. Hierbei wurde die langjährige Partnerschaft mit der Kissel + Wolf GmbH auf dem firmeninternen Jubiläumsfest gefeiert. Die Kissel + Wolf GmbH richtete am Samstag den 07.07 ein Fest auf ihrem Firmengelände in Wiesloch aus zur Feier des 125-jährigen Bestehen der Firma, bei welcher die Jugendfeuerwehr Wiesloch natürlich gerne unter die Arme griff. Was zu sehen gab es auch: Zusammen mit Helfern aus der Aktiven Abteilung der Feuerwehr Wiesloch wurden zwei Feuershows präsentiert bei welcher auf die Gefahren eines Fettbrandes, oder im Auto vergessenen Deo-Flaschen hingewiesen wurden.
Damit waren die Tätigkeiten der Jugendfeuerwehr Wiesloch an diesem Wochenende aber noch nicht vorbei. Am Sonntag den 08.07 fand die große Bereichsübung der Jugendfeuerwehr Wiesloch auf dem Firmengelände der KIWO statt. Bei der diesjährigen Bereichsübung haben 20 Jugendfeuerwehren teilgenommen. Die von Mannheim bis Spechbach quer über die Region verteilten Jugendfeuerwehren kamen mit ca. 250 Teilnehmern nach Wiesloch um dort ihr Können in Sachen Brandschutz, Sicherstellung einer Wasserversorgung und Menschenrettung unter Beweis zu stellen. Insgesamt rückten die Wehren mit 30 Fahrzeugen an was zu einer imposanten Versammlung an Einsatzfahrzeugen in der Nähe des Wieslocher Schulzentrums führte. Die Menge an Zuschauern konnten sich dann auf dem gesamten Firmengelände ein Bild von den Arbeiten der Jugendfeuerwehren machen. Zum Abschluss konnten sich dann die Jugendfeuerwehren noch an Essen und Trinken erfreuen, welche das Ende dieses heißen Sommertages bildeten.
Die Jugendfeuerwehr Wiesloch gratuliert der Kissel + Wolf GmbH zum 125-jährigen Bestehen wünscht auch für die Zukunft nur das Beste, und bedankt sich ganz herzlich für die jahrelange Unterstützung und freut sich auf viele weitere Jahre der Zusammenarbeit.

Geschrieben von Robin Schweikert

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Bereichsübung der Jugendfeuerwehr Wiesloch anlässlich KIWO Firmenjubiläum

Am kommenden Sonntag den 08.07 findet ab 14:00 Uhr anlässlich des 125-jährigen Firmenjubiläums der Kissel + Wolf GmbH die Bereichsübung der Jugendfeuerwehr Wiesloch auf dem Firmengelände statt. Es erwarten Sie spannende Übungen, bei welchen die Kinder aus ca. 20 Jugendfeuerwehren Ihr Können unter Beweis stellen. Es gilt wie auch bei einem reellen Einsatz Aufgaben, wie Brandbekämpfung, Sicherstellung einer Wasserversorgung und Retten von Menschenleben erfolgreich zu bewältigen. Dabei werden insgesamt ca. 250 Nachwuchsbrandschützerinnen und Nachwuchsbrandschützer mit knapp 30 Fahrzeugen anrücken. Zu der Großübung sind natürlich alle von klein bis groß herzlichst eingeladen.
Wir freuen uns auf Sie!

Geschrieben von Robin Schweikert

Rauchentwicklung aus Produktionsgebäude

Jahreshauptübung der Feuerwehr bei IML

Zur Jahreshauptübung der Abteilungsfeuerwehr Wiesloch kamen am vorvergangenen Samstag die Angehörigen der Einsatzabteilung zusammen. Zwar war den Frauen und Männern laut Dienstplan klar, dass die sogenannte Hauptübung bevorsteht, was sie zu erwarten hatten, war ihnen allerdings unbekannt. Bevor am 29. Juli der Abschluss der diesjährigen Brandbekämpfungs-Ausbildung anstand, hatten die ehrenamtlichen Angehörigen der Einsatzmannschaft Vorarbeit geleistet. In drei Ausbildungseinheiten frischten die Kräfte im Juni und Juli ihre Kenntnisse auf. Dazu zählte das richtige Anwenden von tragbaren Leitern, das standardmäßige Vorgehen bei Brandeinsätzen und der Atemschutzeinsatz. In Stationsausbildungen wurde vom Ausbildergsteam gesteigerter Wert auf Grundlagen gelegt.

Am vergangenen Samstag, Punkt 14 Uhr, rief die Übungsleitung nun den Löschzug in den Großeinsatz. „Unklare Rauchentwicklung bei der Firma IML, Parkstraße 33“, lautete die Alarmierung für die bereitstehende Mannschaft. Nach und nach rückten Einsatzleitwagen, Löschgruppenfahrzeug, Drehleiter, Tanklöschfahrzeug und ein zweites Löschgruppenfahrzeug in den Westen der Stadt aus. Als sie am „Brandobjekt“ angekommen waren, konnten die Teilnehmer bereits erkennen, was auf sie warten sollte. Dichte „Rauchschwaden“ drangen aus dem Produktionsbereich von IML. Um auf das Firmengelände zu gelangen, musste jedoch eine erste Aufgabe absolviert werden. Vor dem Eingangstor sollte eine bereitgestellte Eisenstange durchtrennt werden. Als die Kräfte das Hindernis überwunden hatten, konnte der eigentliche Ablauf beginnen. Wie Einsatzleiter Jürgen Bodri von den gemimten Polizisten erfahren durfte, war von einem Einbruch auszugehen, in dessen Folge die „Täter“ Feuer legten. Aufgrund der schnellen Ausbreitung der Flammen galten drei Personen als vermisst.

Rasch nach dem Erfassen der Lage starteten Löschangriff und Menschenrettung über das Hallentor. Mehrere Trupps unter Atemschutz drangen durch diesen Zugang in den Produktionsbereich vor. Zusätzlich galt es Drucklüfter in Stellung zu bringen, einen Sicherheitstrupp bereit- und die Wasserversorgung sicherzustellen. Hand in Hand nahmen diese Maßnahmen ihren Lauf. Etwas abgewandt vom Produktionsbereich ging die Drehleiter in Stellung, um einen auf dem Dach befindlichen „Einbrecher“ zu retten. Dieser hatte sich laut Übungsszenario verletzt auf das Hallendach geflüchtet, ohne die Flucht antreten zu können. Bereits nach wenigen Minuten brachten die Maßnahmen den gewünschten Erfolg, die Rettung der ersten vermissten Person. Mit dem weiteren Vorrücken durch die Räumlichkeiten setzte sich das Auffinden der weiteren Vermissten fort. Die vernebelte Halle machte dieses Vorrücken zur Herausforderung – die Hochleistungsnebelmaschine der Werkfeuerwehr Heidelberger Druckmaschinen leistete ganze Arbeit.

Nachdem alle Übungsziele erfüllt waren, kamen die Frauen und Männer zur sogenannten Manöverkritik zusammen. Gemeinsam arbeiteten sie die Übung auf und besprachen Verbesserungspotenziale. Geschäftsführer Erich Hunger erläuterte im Anschluss den Firmenzweck und bedankte sich bei den Teilnehmern der Übung. „Dank Ihnen und Ihrer professionellen Arbeit können wir Unternehmer nachts ruhiger schlafen – ich danke Ihnen.“, so Hunger bei seiner Ansprache. Der IML-Geschäftsführer ließ es sich im Anschluss nicht nehmen, eine Spende an Abteilungskommandant Jürgen Bodri zu übergeben. Der Betrag wurde am gleichen Abend dazu verwandt, das Sommer-Grillfest der Wehr zu finanzieren.

Jürgen Bodri bedankte sich zum Ende der Veranstaltung bei Herrn Hunger für die Bereitschaft, sein Firmengelände zur Verfügung zu stellen und für die Spende an die Wehr. Außerdem dankte Bodri seiner Mannschaft und dem für die Brandbekämpfung zuständigen Ausbilderteam um Michael San José, Jochen Ulmer, Rouven Klemisch, Dennis Friz, Joachim Lauer, Katharina Paul, Dirk Burkhardt und Marco Friz.

Geschrieben von Marco Friz

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Ausbildung zur Unfallrettung erfolgreich abgeschlossen

Erstes Modul der diesjährigen Ausbildung damit beendet

Mit dem bevorstehenden Ausbau der Bundesautobahn 6, zwischen Wiesloch-Rauenberg und dem Autobahnkreuz Weinsberg, stehen für die Wieslocher Feuerwehr möglicherweise vermehrt Einsätze bei Verkehrsunfällen an. Um hierfür gewappnet zu sein, fand dieses Jahr bereits im Frühjahr der Ausbildungsblock „Technische Hilfe bei Verkehrsunfällen“ an. Mit einer halbtägigen Einheit am vergangenen Samstag wurde der Ausbildungsblock „Technische Hilfeleistung“ abgeschlossen. Nachdem zuvor bei drei Ausbildungsdiensten einzelne Situationen ausführlich geübt und besprochen wurden, lag das Augenmerk diesmal auf einsatznahen Übungen. So wurden drei verschiedene Szenarien simuliert und professionell abgearbeitet. Ein Unterfahrunfall, eine Dachlage sowie ein unter einem Transporter eingeklemmter Motorradfahrer forderten einiges von den Feuerwehrmännern und –frauen. Bei der ersten Übung, einem simuliertem Unterfahrunfall bereitete vor allem die komplizierte Einklemmung des Dummys Probleme. Durch die Krafteinwirkung, sowohl von vorne als auch von oben, waren gleich mehrere Körperteile stark eingeklemmt. Diese mussten im Übungsverlauf kompliziert befreit werden, doch auch dies gelang den Einsatzkräften. Die zweite Übung stellte einen Unfall zwischen einem Motorrad und einem voll beladenem Transporter da. Dabei geriet der Motorradfahrer mit seinem Zweirad unter den Transporter und wurde unter dem Motorrad eingeklemmt. Da der Transporter das Motorrad blockierte musste der Transporter und das Zweirad angehoben werden um letztendlich den Dummy zu retten. Da die Ladefläche gekippt war bestand die Gefahr dass Teile der Ladung herunterrutschen und weitere Personen verletzen. Deshalb wurde der Transporter zunächst entladen um anschließend das Fahrzeug anzuheben und den Dummy zu befreien. Parallel zur Rettung des Patienten musste der Inhalt des beschädigten Tanks, simuliert durch ein Fass, abgepumpt werden. Die dritte Übung, ein Auto in Dachlage, wurde durch beengte Platzverhältnisse erschwert. Das Fahrzeug wurde wie üblich zunächst gegen ungewollte Bewegungen gesichert. Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht schwer eingeklemmt war. Somit konnte  bereits nach kurzer Zeit auch der letzte Dummy für diesen Tag gerettet werden. Trotz von den Ausbildern zusätzlich eingebrachten Schwierigkeiten, wie einem plötzlich auftretendem Feuer konnten alle Lagen erfolgreich abgeschlossen werden. Nach Beendigung der „Einsätze“ wurde in der Nachbesprechung nochmals kurz auf die jeweiligen Schwierigkeiten eingegangen bevor dann die nächste Übung folgte. Im Hinblick auf den erwähnten Ausbau der BAB 6 kann gesagt werden, dass die Wieslocher Einsatzkräfte sehr gut gerüstet sind. Ein großer Dank gilt den Ausbildern Manuel Hecker, Ronald Martin und Michael Roth.

Geschrieben von Stefan Mittenzwei

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Jahreshauptübung in Malsch bei rekordverdächtigen Temperaturen

Das Seniorenheim „Malscher Hof“ hatte sich die Malscher Feuerwehr als Einsatzobjekt für ihre diesjährige Jahreshauptübung ausgewählt. Aufgrund der herrschenden hochsommerlichen Temperaturen erwogen die Verantwortlichen im Vorfeld jedoch, ob sie die großangelegte Übung nicht doch besser verlegen sollten, da eine Gefährdung der Bewohner oder Einsatzkräfte durch Hitzschlag, Kollaps oder Dehydrierung nicht ausgeschlossen werden konnte. Man entschied sich jedoch für eine „abgespeckte Variante“ mit einer reduzierten Anzahl von verletzten bzw. zu rettenden Personen und stellte ausreichend Getränke und schattenspendende Pavillons zur Verfügung. Von der ursprünglichen Idee, die Heimbewohner selbst in der Reblandhalle unterzubringen, wurde ebenfalls Abstand genommen. Ausgangslage war ein Brandereignis im Keller mit einer Verrauchung der übrigen Geschosse. Die Wieslocher Feuerwehr unterstütze die eingesetzten Kräfte mit der Drehleiter sowie dem Einsatzleitwagen mit Anhänger, der Basis für die Unterkreisführungsgruppe war.

Geschrieben von Ludwig Sauer

Feuerwehr hat alle Hände voll zu tun

Nicht nur die vielen Einsätze halten die Ehrenamtlichen in Atem

Bei 26 Einsätzen waren die Frauen und Männer der Abteilungsfeuerwehr Wiesloch seit Ende Mai gefragt. Damit wurde die Einsatzmannschaft in den zurückliegenden drei Wochen mehr als einmal täglich alarmiert. Darüber hinaus standen mehrere Veranstaltungen, Arbeitssitzungen, die Ausbildung der Einsatzmannschaft und die Wettkampfvorbereitung der Jugendfeuerwehr auf dem Plan. Alles ehrenamtlich, versteht sich.

Gerade erst hatte die Feuerwehr den schönen aber sehr arbeitsreichen Mai, mit dem Tag der Helfer und dem Zeltlagerwochenende hinter sich gebracht. Doch wer nun ein Durchatmen erwartete, sah sich nicht bestätigt. Am Monatsende startete eine sehr arbeitsreiche Zeit, die auch drei Wochen nach ihrem Beginn nicht enden zu wollen scheint. Den Auftakt der Serie bildeten eine Notfalltüröffnung und ein PKW-Brand am 26. Mai. Es folgten ein Brandmeldealarm und zwei Umwelteinsätze, als Öl in den Leimbach eingetreten war und schnell beseitigt werden musste. Weitere Brandalarme, Alarmierungen zu technischen Hilfeleistungen, ein weiterer Umwelteinsatz und eine Tierrettung schlossen sich die Tage und Wochen danach an. Fast alles, was das breite Einsatzspektrum der Feuerwehren abbildet, war gefordert. So mussten die Helfer zum Monatswechsel bei einem schweren Verkehrsunfall in Schatthausen tätig werden. Drei der vier Abteilungsfeuerwehren befreiten dort den eingeschlossenen Fahrer aus seinem verunfallten Wagen. Alleine rund um Fronleichnam musste die Feuerwehr ein halbes Dutzend Mal ausrücken, wobei sie einer erkrankten Person mit einem Drehleiter-Transport halfen und kurz nach Mitternacht zu einem vermeintlichen Kellerbrand gerufen wurde. Eher kurios war eine technische Hilfeleistung, die aufgrund eines eingeklemmten Fingers notwendig wurde. Ein spielendes Kind blieb mit seinem Finger in einer ausrangierten Kuchenform stecken und musste aus dieser Zwangslage ganz behutsam befreit werden.
Während der Jubiläumsfeierlichkeiten der Nachbarwehr Walldorf blieben die Funkmeldeempfänger ebenso nicht still. Gemeinsam mit der Feuerwehr Reilingen stellte die Wieslocher Abteilungswehr die Einsatzbereitschaft für die Astorstadt sicher. Während dieser Zeit ereigneten sich Brandmeldealarme im Walldorfer Gewerbegebiet Süd und in St. Leon-Rot, wohin die Walldorfer Wehr regulär mit ihrem Hubrettungsfahrzeug ausrückt. Beide Fälle stellten sich jedoch schnell als Fehlalarme heraus. Weitere Kleinbrände und Brandmeldealarme wechselten sich mit einer Tierrettung ab. Hier musste Jungmardern geholfen werden, die in einen Lichtschacht gefallen waren. Auch im WieTalBad war die Arbeit der Feuerwehr gefragt. Dort kam es am vergangenen Donnerstag zu einem Defekt der Wasseraufbereitung, wodurch sich das Technikgebäude mit Chlordämpfen angereichert hatte. Zum Wochenbeginn riefen die Funkmeldeempfänger zu einem schweren Verkehrsunfall auf die A6. Am Ende eines Rückstaus ereignete sich ein Auffahrunfall, bei dem ein LKW-Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt wurde. Die Feuerwehr befreite den Mann mit hydraulischem Rettungsgerät, sodass er nach kurzer Zeit in Richtung Klinik transportiert werden konnte. Die letzten Einsätze wurden durch eine Ölspur, einen Scheunenbrand in Mühlhausen und einen Verkehrsunfall in der Meßplatzstraße nötig, bei dem man unter anderem Verletzte versorgte.
„Ich bin froh und dankbar, dass trotz dieser Einsatzbelastung die Ehrenamtlichen immer noch mitten in der Nacht aufstehen“, stellt Abteilungskommandant Jürgen Bodri fest. „Den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter, die bei der Feuerwehr sind, zu den Einsätzen gehen lassen, danke ich sehr.“

Um während des Einsatzdienstes schnell und zielführend handeln zu können, stand auch während der zurückliegenden Zeit die Ausbildung der Kräfte nicht still. In Halbtageseinheiten übte die Mannschaft Taktik und Technik bei der Brandbekämpfung und kam dabei ordentlich ins Schwitzen. Während des hochsommerlichen Wochenendes vom 6. und 7. Juni wurden die Handgriffe bei Bränden verinnerlicht und eine gemeinsame Übung in der Innenstadt durchgeführt. Dem nicht genug, wartete man der Nachbarwehr Walldorf bei deren Jubiläumsfeierlichkeiten auf und besuchte zahlreiche Feuerwehrfeste in der Umgebung. Der Nachwuchs trainierte derweil dreimal wöchentlich für die höchste Auszeichnung innerhalb der Deutschen Jugendfeuerwehr. Regulären Arbeitssitzungen folgte am vergangenen Wochenende ein gemeinsamer Besuch bei der Interschutz-Messe in Hannover.

Auch Bürgermeister Ludwig Sauer dankt den Frauen und Männern für das große Engagement der letzten Tage. Bei einem Teil dieser Einsätze, insbesondere bei dem schweren LKW-Unfall auf der Autobahn, konnte er sich selbst davon überzeugen, wie professionell die Helfer vorgehen und wie die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen und Hilfsdiensten klappt. Ebenso beeindruckt ihn, dass viele der jüngeren Helfer zusätzlich als Betreuer in der Jugendfeuerwehr mitwirken und somit ihre Erfahrungen weitergeben und den Kindern und Jugendlichen gute Vorbilder sind. Wie Abteilungskommandant Bodri ist auch er den Arbeitgebern sehr dankbar, die die Helfer für die vielen Einsätze freistellen. Dies sei sicherlich nicht selbstverständlich.

Geschrieben von Marco Friz