Großschadenslage: Unwetter
Einsatz Nr.: 2008074
Datum und Alarmzeit: 30. Mai 2008, 20:33 Uhr
Einsatzort: Wiesloch
Fahrzeuge: DLK 23/12, ELW 1, GW-T, KdoW, LF 8/6, lf-16, MTW 1, MTW 2, RW, SW 2000-Tr, TLF 20/40-SL
Weitere Kräfte: (Frauenweiler:) LF 8/6, LF 8, MTW (Baiertal:) LF 16
Die Feuerwehr Wiesloch war von 18:30 bis 3.00 Uhr im Einsatz und bewältigte 75 Einsätze. Das Gros der Einsätze waren überschwemmte Keller und Kellerwohnungen, sowie einige Tiefgaragen. Ein Schadensschwerpunkt war die untere Hauptstraße und die Badgasse. Dort standen Keller teilweise bis unter die Decke voll Wasser. Dieses wurden mit Tauchpumpen und festeingebauten Fahrzeugpumpen abgesaugt. Auch zahlreiche städtische Gebäude waren betroffen, beispielsweise die Helmut-Will-Halle, die Rathaus-Tiefgarage und die im Bau befindliche Mensa des Gymnasiums. Weitere Einsätze waren Alarme von automatischen Brandemeldeanlagen, ein Verkehrsunfall und ein umgestürzter Baum der die Straße blockierte.
Einen bedrohlichen Pegel erreichte der Leimbach am Staatsbahnhof, da es hier fast zur Überschwemmung der Bahngleise kam. Die Feuerwehr und das THW verstärkte die dortigen Hochwasserschutzmaßnahmen mit Sandsäcken. Im Einsatz waren sämtliche Fahrzeuge der Feuerwehr Wiesloch, selbst vom Förderverein unterhaltene, normalerweise nicht im Einsatzdienst stehende Übungsfahrzeuge der Jugendfeuerwehr. Auch Fahrzeuge des städtischen Bauhofes wurden mit Pumpen beladen und für Einsätze hinzugezogen. Das Technische Hilfswerk unterstützte mit 2 Fahrzeugen. Von den Nachbargemeinden wurden Fahrzeuge aus Malsch und Dielheim eingesetzt Im Feuerwehrhaus wurde eine zentrale Einsatzleitung errichtet, die sämtliche Einsätze koordinierte. Hier informierte sich Oberbürgermeister Schaidhammer über die Lage. Anfänglich mussten Maßnahmen zum Schutz der Feuerwache egriffen werden, da auch in dieses Gebäude Wasser eindrang, das die Heidelberger Straße herunterschoss. Aufgrund der Vielzahl der gleichzeitig eingegangenen Notrufe bei der Feuerwehrleitstelle in Ladenburg kam es teilweise zu Verzögerungen. Die Einsätze im Stadtgebiet wurden nach Priorität abgearbeitet, die Bevölkerung reagierte verständnisvoll. Nach Aufräum- und Säuberungsarbeiten und einer sehr kurzen Nachtruhe für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte wurde am Samstag um 7:30 Uhr erneut Alarm ausgelöst. Auch den kompletten Samstag waren Helfer im Dienst.
Fotos: Pfeiffer
