Brand auf Klinikstation: Abschlussübung des Ausbildungsblockes „Brandbekämpfung“ der Abteilung Wiesloch

Die Mitglieder der Einsatzabteilung trafen sich in den vergangenen Wochen für ihren jährlichen Ausbildungsabschnitt im Bereich der „Brandbekämpfung“. Im vergangenen Jahr fiel rund ein Viertel der Alarmierungen auf das Gebiet von Bränden. Auch wenn ausgedehnte Zimmer- oder Gebäudebrände durch den vorbeugenden Brandschutz und die Rauchmelderpflicht, welche eine Entdeckung eines Feuers häufig in frühen Stadien ermöglichen, heutzutage selten auftreten, gilt es für die Feuerwehr, auf alle möglichen Szenarien vorbereitet zu sein – theoretisch sowie praktisch.

Um die Abläufe im Brandfall zu wiederholen und anzuwenden, bereitete das Ausbilderteam drei verschiedene Stationen vor, welche sich mit unterschiedlichen Themen befassten. Eine Station handelte vom Thema „Schlauchmanagement“, also wie Schläuche vom Fahrzeug aus durch Flure und Treppenhäuser bis hin zum Brandherd korrekt verlegt werden. In einer weiteren Station stand das Arbeiten mit tragbaren Leitern im Vordergrund, welche zur Menschenrettung aber auch als Angriffsweg für die Feuerwehr dienen können. An der letzten Station wurde das Vorgehen bei einem Zimmerbrand trainiert. Hierzu begab sich ein Trupp unter Atemschutz in den Brandraum und suchte ihn nach Personen ab, wobei das Feuer gelöscht, ein Kleinkind gerettet und eine Mayday-Lage, also ein Eigenunfall, bewältigt werden musste, da sich ein Truppmitglied in einer losen Leine verfing.

Mitte Oktober stand dann die Abschlussübung an, in welcher die erlernten Abläufe in einer realitätsnahen Einsatzübung angewendet werden konnten. „Feuer 3-Gebäudebrand“ mit mehreren vermissten Personen in einer Klinik auf dem Gelände des PZN lautete die Initialalarmierung. Bei Eintreffen des Löschzuges konnte in der Ersterkundung festgestellt werden, dass der Flur bereits stark verraucht war und sich auf der Gebäuderückseite zwei Personen an Fenstern bemerkbar machten. Umgehend wurde durch die Besatzung des Löschfahrzeuges die Personensuche und Brandbekämpfung im Gebäudeinneren eingeleitet. Parallel hierzu befasste sich die Besatzung der Drehleiter mit der Personenrettung aus dem zweiten Obergeschoss, die Mannschaft des Tanklöschfahrzeuges rettete mittels Steckleiter eine Person aus dem ersten Obergeschoss. Im Zuge der Löscharbeiten kam es zu einem simulierten Zusammenbruch einer Einsatzkraft, welche mithilfe des sogenannten „Sicherheitstrupp“ aus dem Keller gerettet und anschließend medizinisch erstversorgt wurde. Nach dem Überdruckbelüften des Gebäudes konnte der Einsatz erfolgreich beendet werden. Nach einer abschließenden Nachbesprechung der Übung und dem Aufrüsten der Fahrzeuge, wurde der Abend bei gemeinsamen Essen und Trinken ausklingen gelassen.

Ein großer Dank gilt dem Ausbilderteam, welches die Übungsabende sowie die Abschlussübung vorbereiteten und dem PZN in Wiesloch, auf dessen Gelände die Übung stattfinden konnte.

Autor: Noah Kreutzer