275 Einsätze und 2.500 Ausbildungsstunden – Abteilung Wiesloch zieht starke Bilanz für 2025
Die Jahreshauptversammlung der Abteilung Wiesloch warf einen Rückblick auf das Jahr 2025
Am Freitag der vorletzten Woche kamen die Mitglieder der Abteilung Wiesloch und des Fördervereins zur Jahreshauptversammlung zusammen. Als Abteilungskommandant und Vorsitzender des Fördervereins begrüßte Marco Friz die Mitglieder der Einsatzabteilung, der der Alters- und Ehrenabteilung sowie des Fördervereins. Unter den Gästen befanden sich ebenso Bürgermeister Ludwig Sauer, Feuerwehrkommandant Philipp Büchel sowie Ehrenkommandant Gerolf Sauer.
Nach der Totenehrung berichtete Marco Friz über das vergangene Jahr und stellte die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten vor. Zum 31. Dezember 2025 zählte die Abteilungswehr Wiesloch insgesamt 168 Mitglieder. Davon gehören 101 der Einsatzabteilung an, 49 engagieren sich in der Jugendfeuerwehr und 18 Mitglieder sind Teil der Alters- und Ehrenabteilung. Besonders erfreulich war der Zugang von acht neuen Mitgliedern für die Einsatzabteilung. Darunter befanden sich zwei Mitglieder der Jugendfeuerwehr und sechs Quereinsteiger, von welchen ein Teil kürzlich die Grundausbildung erfolgreich abschließen konnte.
Über die Kernaufgabe der Feuerwehr – den Einsatzdienst – berichtete Friz im Folgenden. Im Jahr 2025 wurde die Abteilung Wiesloch zu insgesamt 275 Einsätzen alarmiert. Damit bewegt sich das Einsatzaufkommen, verglichen mit den letzten Jahren, weiterhin auf einem konstant hohen Niveau. Darunter fallen neben Einsätzen im Stadtgebiet auch Überlandhilfen, also die Unterstützung benachbarter Wehren. Genauso rückte die Abteilung im Laufe des Jahres mehrfach auf die BAB 6 aus. Der Bereich der technischen Hilfeleistung stellte wie in den vergangenen Jahren den größten Anteil der Einsätze dar. Die Zahl der Fehlalarme stieg im Vergleich zu den letzten Jahren leicht auf 76 Einsätze an, was 28 Prozent des gesamten Einsatzgeschehens ausmachen. Ursache hierfür waren insbesondere Brandmeldeanlagen, technische Defekte sowie Alarmierungen in gutem Glauben. Besondere Einsätze, die ein erhöhtes Maß an Personal und Zeit erforderten, waren ein Kellerbrand direkt zu Jahresbeginn, ein Großbrand in Walldorf, gefolgt von einem Zimmerbrand in der Kernstadt am darauffolgenden Tag. Im April war die Abteilung Wiesloch mit der Gesamtwehr und umliegenden Feuerwehren bei einem größeren Feuer in Baiertal gefordert. Doch neben jenen Einsätzen standen auch im letzten Jahr kleinere Hilfeleistungen auf dem Plan, bei welchen beispielsweise Tieren geholfen wurde oder Sturmschäden beseitigt wurden.
Ein wesentlicher Bestandteil der Feuerwehrarbeit ist die Aus- und Fortbildung. Rund 2.500 Stunden investierten die Angehörigen der Einsatzabteilung im vergangenen Jahr in Übungen und Lehrgänge. Neben klassischen Übungsdiensten wurden beispielsweise Atemschutzausbildungen im „Brandcontainer“ durchgeführt. Auch Zugübungen fanden nach Beendigung der Ausbildungsblöcke statt. Diese dienen dazu, das in den Diensten zuvor, theoretisch und praktisch, Erlernte in einer möglichst reellen Einsatzsituation nachzustellen. Friz dankte in diesem Zusammenhang insbesondere den Ausbildern für ihr großes Engagement und ihre Zeit.
Neben dem Einsatz- und Ausbildungsdienst kam auch die Kameradschaftspflege nicht zu kurz. So standen unter anderem eine Lehrfahrt zur Berufsfeuerwehr Mannheim, ein Ausflug zu den Kameraden nach St. Ilgen sowie ein gemeinsamer Besuch der Cannstatter Wasen im Oktober auf dem Programm. Zudem konnte der traditionelle Kameradschaftsabend im November durchgeführt werden. Die Oldtimer-Gruppe beteiligte sich zudem an einem Blaulichtumzug in Rauenberg und bei weiteren Ausfahrten sowie Oldtimertreffen.
Erfreulich war auch die erfolgreiche Teilnahme einer gemeinsamen Gruppe aus Wiesloch und Schatthausen am Leistungsabzeichen in Gold. Darüber hinaus stellt die Brandschutzerziehung weiterhin eine wichtige Aufgabe dar. Zahlreiche Kinder konnten im Laufe des Jahres, durch Besuche in Kindergärten aber auch Besichtigungen des Feuerwehrhauses, für den richtigen Umgang mit Feuer sensibilisiert werden. Zudem wurde ihnen das richtige Verhalten im Brandfall sowie das Absetzen eines Notrufs beigebracht. Hierbei dankte Friz den Verantwortlichen.
Im Bericht der Jugendfeuerwehr wurde deutlich, wie wichtig die Nachwuchsarbeit für die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr ist. Hier gab die Jugendwartin Lena Zimmermann in ihrem Bericht Auskunft. Aktuell engagieren sich 49 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr Wiesloch. Neben den regelmäßig stattfindenden Übungsdiensten wurden auch verschiedene Ausflüge und Aktionen durchgeführt, wie zum Beispiel ein Besuch der Sternwarte in Heidelberg, ein Berufsfeuerwehrtag sowie das jährliche Zeltlager. Für das Jahr 2026 stehen zum Beispiel, nach der bereits erfolgten Christbaumaktion, die Abnahme der Leistungsspange sowie die Nikolausaktion an. Hierbei arbeiten die Einsatzabteilung sowie die Jugendfeuerwehr eng zusammen.
Im Anschluss folgte der Kassenbericht des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch. Finanzielle Mittel wurden insbesondere zur Unterstützung der Kameradschaft, für Veranstaltungen, die Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen sowie für die Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung, woraufhin die Mitglieder den Kassenverwalter und die Vorstandschaft einstimmig entlasteten. Für das Jahr 2026 wurden Carina Kircher und Gerhard Kirschenlohr als Kassenprüfer einstimmig gewählt.
Zum Abschluss der Versammlung gab der stellvertretende Abteilungskommandant Jonas Mittenzwei einen Ausblick auf das Jahr 2026. Neben dem bereits laufenden Umbau des Feuerwehrhauses stehen zahlreiche Veranstaltungen wie eine Osterfeier, ein Dartturnier, eine Lehrfahrt sowie der jährliche Kameradschaftsabend an. Auch die Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil der Feuerwehrarbeit.
In den Grußworten dankten Bürgermeister Ludwig Sauer und Feuerwehrkommandant Philipp Büchel den Mitgliedern der Abteilung Wiesloch für ihr großes Engagement und ihre ständige Einsatzbereitschaft. Beide betonten die Bedeutung einer leistungsfähigen Feuerwehr für die gesamte Gesellschaft und sicherten auch künftig die Unterstützung der Verwaltung sowie der Feuerwehrführung zu.
Zum Ende der Versammlung bedankte sich Marco Friz abschließend nochmal bei allen Mitgliedern.
Text: Noah Kreutzer
Bilder: Carina C. Kircher






