Wärmebildkameras erzeugen ein Abbild ihrer Umgebng anhand der Wärmestrahlung, die von allen Objekten ausgesandt wird. Verschieden warme Oberflächen werden dabei unterschiedlich dargestellt. Heiße Stellen werden Hell, kältere Stellen werden dunkel angezeigt.

 

Daher wird die Wärmebildkamera zu folgenden Einsatzzwecken verwendet:

Personensuche in verrauchten Wohnungen und Gebäuden
Vermisstensuche bei Dunkelheit
Suche nach verdeckten Glutnestern in Zwischenwänden und Decken
Feststellen des Füllstands von Tankfahrzeugen

 

Die Kamera ist auf dem Löschgruppenfahrzeug LF 16 verladen und wird vom ersten Angriffstrupp, der unter Atemschutz in die brennende Wohnung vorgeht, mitgenommen. Auf diese Weise ist es ihm möglich, sich auch bei völliger Verrauchung zu orientieren und vermisste Personen oder den Brandherd schnell aufzufinden.

 




"Sprungtücher" im herkömmlichen Sinn finden im heutigen Feuerwehrbereich keine Verwendung mehr. An ihre Stelle sind Sprungpolster getreten, die aus aufblasbaren Luftpolstern und Planen bestehen.

 

Im Gegensatz zu Sprungtüchern können sie von nur 2 Feuerwehrleuten in Stellung gebracht werden und sind innerhalb 30 Sekunden automatisch aufgeblasen und einsatzbereit.

 

Ihr Einsatzzweck ist die Personenrettung, wenn es nicht möglich ist die Drehleiter oder tragbare Leitern in Stellung zu bringen.

Die Feuerwehr Wiesloch verfügt über drei Sprungretter vom Typ SP16. Einer ist auf dem Erstangriffsfahrzeug Löschgruppenfahrzeug LF 16  und einer auf der Drehleiter verladen. Ein weiterer ist in Baiertal auf dem dortigen LF16 verlastet.

 

 


Um bei Verkehrsunfällen eingeklemmte Personen befreien zu können, verfügt die Feuerwehr Wiesloch über hydraulisch betriebene Rettungscheren, Spreizer und Stempel.

 

Mit den Scheren ist es möglich Blechteile, wie die A- unf B- Säulen eines PKWs, zu durchtrennen das Dach für eine patientenorientierte Rettung entfernen zu können.

 

Spreizer werden eingesetzt um verkeilte Metallteile, z.B. Autotüren auseinanderzudrücken und eine Zugangsöffnung zum Patienten zu schaffen.

 

Hydraulische Stempel sind in verschiedenen Größen vorhanden. Sie werden eingesetzt, wenn der Arbeitsweg der Spreizer nicht mehr ausreicht. Mit ihrer Hilfe ist es zum Beispiel möglich den Fußraum verunfallter Fahrzeuge durch das Ansetzung und Drücken zwischen Armaturenbrett und B-Säule zu vergrößern.

 

Hydraulische Rettungsgeräte sind auf dem Vorausrüstwagen, dem Rüstwagen RW 2 und auf dem Baiertaler Löschgruppenfahrzeug LF 16 verladen.

 





Bei LKW-Unfällen, bei denen eingeklemmte Personen befreit werden müssen, besteht das Problem, dass die Führerhauser relativ hoch gebaut sind.

 

Um den Einsatzkräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes den Zugang zur verunfallten Person zur Versorgung und Rettung zu ermöglichen, verfügt die Feuerwehr Wiesloch über ein spezielles Gerüst, das vor dem verunglückten Fahrzeug aufgebaut werden kann.

 

Es bietet genügend und soliden Platz um auf der Plattform mit den hydraulischen Rettungsgeräten zu arbeiten.

 

Das Rettungspodest ist zusammenlegbar und auf dem Rüstwagen RW 2 verladen.

 



Das KED-System (Kendrick-Extraction-Device) kommt ursprünglich aus dem Bereich des Rettungsdienstes. Es ist ein Rettungskorsett zur schonenden Rettung von Patienten mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung.

 

Der Verletzte wir im Bauch-, unteren Brustbereich sowie am Kopf fixiert. Hierdurch ist ein verdrehen und dadurch hervorgerufene weitere Verletzungen des Rückenmarks ausgeschlossen.

 

Das KED-System kommt bei der Feuerwehr hauptsächlich bei Verkehrsunfällen zum Einsatz, wird aber bei Bedarf zur Rettung von Verletzten aus Höhen und Tiefen eingesetzt.

 

Damit das KED-System bis zur entgültigen Behandlung im Krankenhaus am Patienten verbleiben kann, ist es aus Glasfaser gefertigt und kann so mit dem Patienten geröngt werden.

 

Das KED-System wird meist zusammen mit dem Spineboard eingesetzt und ist auf dem Rüstwagen verladen, um auch bei überörtlichen Verkehrsunfällen zum Einsatz zu kommen.

 

 




Das Spineboard ist ein modernes Rettungsgerät aus den USA mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Es findet Anwendung im konventionellen Rettungsdienst, bei der Luftrettung und durch seine Schwimmfähigkeit auch in der Wasserrettung.

 

Hauptsächlich wird das Spineboard bei der Rettung von Patienten aus verunfallten Fahrzeugen in Kombination mit dem KED System eingesetzt. Hierbei ist es möglich, den Patienten achsengerecht, das heißt ohne Verdrehen der Wirbelsäule, aus dem Fahrzeug zu retten und auf dem Spineboard zu lagern.

 

Durch ein Gurtsystem und Kopffixierung kann der Patient auf dem Brett fixiert und transportiert werden. Wie das KED-System ist auch das Spineboard dafür ausgelegt, mit dem Patienten in das Krankenhaus transportiert und geröngt zu werden.

 

 

Durch jährliche Fortbildungen wird der Umgang mit den beteiligten Rettungsdiensten abgestimmt und geübt. Das Spineboard ist auf dem Rüstwagen verladen und steht so ebenfalls dem Umkreis zur Verfügung.

 

 




Der Plasmaschneider ist eine Ersatzbeschaffung für den Schneidbrenner, der zur Norm-Beladung des Rüstwagens gehört. Er erzeug seine Hitze zum Trennen des Metalls ähnlich einem Elekroschweißgerät. Hierzu benötigt er eine Spannungsversorgung sowie Druckluft.

 

Der Vorteil gegenüber dem herkömlichen Schneidbrenner liegt in der einfachen Bedienung. Umständliche und unter Umständen gefährliche Mischenstellungen von Acethylen und Sauerstoff entfallen. Das Gerät ist auf Knopfdruck einsatzbereit.

 

Zudem ist der Betrieb kostengünstig, da keine Gasflaschen benötigt werden. Die Druckluft erfolgt über herkömmliche Atemschutzflaschen, oder direkt aus der Druckluftversorgung des Rüstwagens. Damit ist die Versorgung autark und die Einsatzdauer nahezu unbegrenzt.

 

Einsatzmöglichkeiten sind das Abtrennen von Leitplanken oder Baustahl bei Verkehrs- oder Bauunfällen. Dies geschieht absolut vibrations- und bewegungsfrei, was besonders bei Pfählungsverletzungen wichtig ist, um den verunfallten Personen nicht noch zusätzliche Verletzungen bei der Rettung zuzufügen.

 

Das Gerät ist auf dem Rüstwagen verlastet und steht bei Bedarf allen Feuerwehren im Umkreis auf Anforderung zur Verfügung.