Stefan Seewöster

Wirtschaftsingenieur

Stefan Seewöster


Als ich 12 Jahre alt war, fragte mich meine Mutter, ob ich nicht in die Jugendfeuerwehr gehen wollte. Dort sollte eine neue Gruppe der Jugendfeuerwehr aufgestellt werden.
Ich war bis zu diesem Zeitpunkt weder familiär „vorbelastet“, noch sonst irgendwie feuerwehrtechnisch vorgebildet. Da auch noch zwei meiner besten Freunde mitmachten, kam ich  also zur Jugendfeuerwehr mit den Gruppenleitern Michael Bader und Peter Hecker. Es  war eine sehr erlebnisreiche und spannende Zeit mit Zeltlagern, Wettkämpfen und der Kameradschaft. Zum Ende der Jugendfeuerwehrzeit beschäftigte ich mich mit der Möglichkeit der zehnjährigen Verpflichtung zur Feuerwehr, um vom Grundwehrdienst freigestellt zu werden. Eigentlich gab es hier auch keine lange Überlegung. Mir machte die Arbeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl sehr viel Spaß, sodass ich mich selbstverständlich verpflichtete. Während meines Studiums und anschließendem beruflichen Wegzuges nach Dresden, war zwar leider kein aktiver Dienst möglich, doch der Kontakt zur Feuerwehr riss nie ab, sodass klar war, dass ich wieder verstärkt aktiv bin, als ich wieder in heimatlichen Gefilden landete. Nunmehr bin ich seit über 25 Jahren bei der Feuerwehr, habe alle wesentlichen Ausbildungen absolviert und bin immer noch sehr gerne und aktiv dabei. Die Feuerwehr spiegelt das komplette gesellschaftliche Gefüge wider. Hier ist es egal, ob du Handwerker, Freiberufler, Student, Auszubildender oder Akademiker bist. Deine Herkunft, ob deutsch, türkisch, italienisch oder spanisch, ist genauso egal, wie dein Geschlecht.

Wir alle sind mit Leib und Seele Feuerwehrleute. Jeder leistet das, was er kann und will. Das ist es, was mich an der Feuerwehr immer noch reizt und auch stolz macht. Wenn die Gesellschaft so wäre wie die Feuerwehr, bräuchte man über Gleichberechtigung und Integration gar nicht reden. Hier wird es gelebt.

Mitmachen ist so einfach. Unabhängig von Alter, Geschlecht oder Nationalität.
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