Führungsgespann der Jugendfeuerwehr im Amt bestätigt

50-jähriges Jubiläum stand im Mittelpunkt des vergangenen Jahres der Jugendfeuerwehr Wiesloch

Führungsgespann der Jugendfeuerwehr im Amt bestätigt

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr Wiesloch fand Mitte März statt. Jugendfeuerwehrwart und Vorsitzender des Fördervereins Niclas Waibel konnte zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Bürgermeister Ludwig Sauer, die stellvertretenden Abteilungskommandanten Marco Friz und Manuel Hecker, stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart Jochen Ulmer, Ehrenkommandant Rainer Kircher sowie Ehrenmitglied Ursula Hänsch begrüßen. Desweiteren konnte Eva Nicolai, die stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwartin des Rhein-Neckar-Kreises begrüßt werden.

Mit 45 Jugendlichen und Kindern, davon sieben weiblich, bleibt die Mitgliederzahl konstant auf einem hohen Level. Mit über 450 Dienststunden war das zurückliegende Jubiläumsjahr besonders arbeitsreich. Das Betreuerteam konnte verstärkt werden und bestand zum Jahreswechsel aus 15 Jugendgruppenleiterinnen und Jugendgruppenleitern.

Das Jahr begann im Januar traditionell mit der Christbaumsammlung Anfang Januar. Dabei wurden wieder in der gesamten Weinstadt die ausgedienten Bäume eingesammelt und ein Teil der Bäume wie gewohnt am Abend verbrannt. Im April fand schon die erste Jubiläumsaktion statt, im Rahmen der Firestreet wurden der Öffentlichkeit die vielen bunten Facetten der Jugendfeuerwehr präsentiert. An insgesamt vier Ständen und mit drei Übungen konnte sich die Nachwuchsabteilung erfolgreich präsentieren. Natürlich wurde im Mai wieder die Einsatzabteilung beim „Tag der Helfer“ unterstützt. So übernahmen die Kinder und Jugendlichen Spül- und Aufräumdienste, stellten eine Spielstraße für die kleinen Besucher und halfen den Kameraden am Infostand. Auch bei den Vorführungen wurde die Einsatzabteilung unterstützt. An Pfingsten folgte dann die zweite Jubiläumsveranstaltung, das eigens mit den Jugendfeuerwehren aus Baiertal, St.Ilgen und Rauenberg organisierte Zeltlager. Bei einem vielseitigen und abwechslungsreichen Programm wurden vier Tage im Schwarzwald verbracht.
Schon kurz darauf folgte der nächste Termin im Jubiläumskalender. Die Firma „Kissel&Wolf“, langjähriger Sponsor der Jugendfeuerwehr, ermöglichte ein Grillfest und eine Schauübung auf ihrem Betriebsgelände. Anfang Juli folgte die Großübung auf dem Gelände der „MLP“.
Über 200 junge Teilnehmer zeigten ihr Können bei den Rettungs- und Löscharbeiten. Neben zahlreichen Jugendfeuerwehren war auch die Nachwuchsabteilung des Roten Kreuzes vertreten. Im Anschluss wurde im Hörsaal der MLP ein kleiner Festakt abgehalten. Fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders ist der Sommerausflug, im vergangenen Jahr führte dieser die Kinder und Gruppenleiter nach Stuttgart zur dortigen Flughafenfeuerwehr. Neben einer Rundfahrt über den Flugplatz konnten auch die Feuerwehrfahrzeuge bestaunt werden.
Zusammen mit den Freunden historischer Fahrzeuge lud die Jugendfeuerwehr Wiesloch Mitte September in den Gerbersruhpark und auf den angrenzenden Festplatz ein. So konnten zu den zahlreichen Oldtimern im Park auch historische Feuerwehrfahrzeuge auf dem Festplatz bewundert werden. Ende September folgte ein Fußballturnier für umliegende Jugendfeuerwehren in der Stadionhalle. Zum Abschluss des Jubiläums wurde dann mit einigen geladenen Gästen noch einmal gefeiert. Am Kameradschaftsabend Ende Oktober konnten zwei Jugendliche an Jürgen Bodri und seine Einsatzabteilung übergeben werden.
Über 100 Aufträge bestätigten auch im vergangenen Jahr die Beliebtheit der Nikolausaktion. Von früh morgens bis spät abends waren zahlreiche Teams unterwegs um die Kinder in und um Wiesloch zu besuchen. Den Abschluss des Jahres bildete die Weihnachtsfeier, welche in diesem Jahr in die Eishalle führte. Anschließend wurde bei einem gemeinsamen Essen noch etwas Zeit im Feuerwehrhaus verbracht.

An den Bericht des Jugendwartes folgten die Berichte der einzelnen Jugendgruppen. Die jüngsten Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die Gruppe 4, stärkten ihre Gruppendynamik und begannen mit der Vorbereitung für ihr erstes Abzeichen, die Jugendflamme 1. Gruppe 3 beschäftigte sich mit dem dreigeteilten Löschangriff und grundlegenden erste Hilfe Maßnahmen. Die Jugendlichen der Gruppe 2 vertieften und stärkten ihr bisheriges Wissen der technischen Hilfeleistung. Die Mitglieder der Gruppe 1, welche kurz vor dem Abschluss ihrer Jugendfeuerwehrkarriere stehen, bereiten sich intensiv auf die anstehende Grundausbildung vor.

Während der folgenden Grußworte zeigte sich Bürgermeister Ludwig Sauer beeindruckt von der erfolgreichen Jugendarbeit und dankte für das große Engagement der Jugendlichen, aber auch der Betreuer über das gesamte Jahr hinweg. Auch der stellvertretende Abteilungskommandant Marco Friz dankte den Kindern und Betreuern für ihr Engagement und motivierte dies weiterhin aufrecht zu erhalten. Weiterhin wurde Patrick Bader als Kassier entlastet. Im Anschluss wurden Niclas Waibel und Patrick Bader in ihren Ämtern als Jugendfeuerwehrwart und stellvertretendem Jugendfeuerwehrwart bestätigt, womit sie auch weiterhin den Vorstand des Fördervereins stellen.

Im Anschluss folgte mit den Ehrungen ein außergewöhnlicher Tagesordnungspunkt. Eva Nicolai, stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwartin der Jugendfeuerwehr Rhein-Neckar zeichnete Davide Agrillo, Jochen Ulmer, Jonas Mittenzwei, Karl Bruder, Katharina Paul, Mario Bader, Mona Zirkel, Patrick Bader, Sebastian Leib, Simon Paul, Stefan Mittenzwei, Tillmann Bruder und Timo Kahlig mit der Ehrenmedaille in Bronze der Jugendfeuerwehr Rhein-Neckar-Kreis aus.

In seinem Ausblick auf 2018 zeigte Niclas Waibel was im kommenden Jahr zu erwarten ist. Neben einem eigens organisierten Zeltlager an Pfingsten, wird auch die Jugendflamme von verschiedenen Gruppen wieder in Angriff genommen.

Ehrenkommandant Rainer Kircher richtete ebenfalls Worte an die anwesenden Mitglieder und Gäste. Er verwies auf die gute Aufstellung der Wieslocher Jugendfeuerwehr

Im Anschluss konnten sich Eltern, Kinder, Gruppenleiter und Ehrengäste bei der Saftbar im Jugendraum weitergehend austauschen.

Geschrieben von Stefan Mittenzwei
Bearbeitet am Samstag, 24 März 2018
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