153 - Großbrand Entsorgungsbetrieb


Datum: 27.08.2019, 00:58 Uhr
Einsatzort: Wiesloch Bruchwiesen
Wiesloch: VRW/ELW, LF 20/16, TLF 20/40-SL, DLK 23/12, RW 2, EL/VA, GW-T, MTW 1, MTW 2, SW 2000, LF 8
Feuerwehrabteilung Frauenweiler: LF 8/6, MTW
Feuerwehrabteilung Baiertal: LF 10/6, LF 16, MTW
Feuerwehrabteilung Schatthausen: LF 8/6
Feuerwehr Walldorf:
Feuerwehr Rauenberg:
Feuerwehr Leimen:
Kreisfeuerwehrführung:
DRK OV Wiesloch: EG Bereitschaft
Rettungsdienst:
Polizei:
Entsorgungsbetrieb:
Stadtwerke Wiesloch:
AHW:
Stadtverwaltung: OB, BM
Großbrand Entsorgungsbetrieb
Am frühen Morgen des 27. August, kurz vor 1 Uhr, wurde die Feuerwehrabteilung Wiesloch zu einem „undefinierten Kleinfeuer“ auf dem Gelände des kreiseigenen Entsorgungsbetriebs in den Wieslocher Bruchwiesen alarmiert. Noch während sich die ehrenamtlichen Feuerwehrleute auf den Weg zum Feuerwehrhaus machten, folgten in rascher Folge weitere Notrufe. Unabhängig voneinander beschrieben die Meldenden das Ereignis als mögliches Großfeuer im Bereich Klärwerk beziehungsweise Entsorgungsunternehmen, womit wenige Augenblicke nach dem Erstalarm eine Stichworterhöhung auf „Brand 3 – Industrie/Lagerhalle“ erfolgte. Damit machte sich auch die Feuerwehrabteilung aus Frauenweiler auf den Weg in die Kernstadt.

Bereits auf der Anfahrt wies ein großer Feuerschein den Weg zum Betriebsgelände. Die Situation stellte sich beim Eintreffen folglich als Großbrand auf einer Fläche von circa 100 auf 40 Meter dar. Mehrere nebeneinander befindliche Lagerbereiche von Mulch- und Komposthaufen sowie daneben abgelagertes Holz standen lichterloh in Flammen.

Um rasch einen großangelegten Löschangriff starten zu können, lösten die ersteintreffenden Kräfte einen Gesamtalarm für die Feuerwehr Wiesloch aus. Von den beiden Abteilungsfeuerwehren Baiertal und Schatthausen kamen somit weitere Löschgruppenfahrzeuge samt Personal zum Einsatz. Während die Kräfte auf dem Betriebsgelände einen Löschangriff von zwei Seiten vorbereiteten, gingen weitere Einheiten auf dem zwischen der Bahnstrecke und dem Firmengelände verlaufenden Leimbach-Damm in Stellung. Von dort aus saugten sie Wasser aus dem nahen Bach an. Der große Löschwasserbedarf erforderte diese unerschöpfliche Quelle, zusätzlich zu dem Löschwasser aus dem Hydrantennetz. Mit Hilfe von zwei Radladern des Entsorgungsunternehmens konnten bereits frühzeitig weitere gelagerte Stoffe umgelagert werden. Diesen Arbeiten und die Löschmaßnahmen konnten ein Übergreifen der Flammen erfolgreich verhindern und machten eine Eingrenzung des Schadensbereichs möglich. In mühevoller Kleinarbeit war es anschließend nötig, die Flammen zu abzulöschen und den noch glimmenden Brandschutt umzulagern. Hierzu kamen erneut die vor Ort verfügbaren Radlader und Bagger zum Einsatz. Die tatkräftige Unterstützung des kreiseigenen Entsorgungsbetriebs erwies sich hier als äußerst hilfreich.

Um die Löscharbeiten zu unterstützen kamen zwei weitere Löschfahrzeuge der Feuerwehr Rauenberg zum Einsatz, den Stadtschutz für die Stadt Wiesloch übernahm ein Löschfahrzeug aus Walldorf, welches in der Wieslocher Feuerwache in Stellung ging. Die Verpflegung der Einsatzkräfte übernahm der Wieslocher Ortsverein des DRK mit der Einsatzgruppe „Bereitschaft“, ebenso lösten die Kräfte die Regelrettungsdienst heraus und stellten die sanitätsdienstliche Betreuung sicher. Oberbürgermeister Dirk Elkemann, Bürgermeister Ludwig Sauer und Kreisbrandmeister Udo Dentz, samt seiner Stellvertreter Kurt Lenz und Patrick Janowski, machten sich vor Ort ein Bild von der Lage und unterstützten die örtliche Einsatzleitung um Einsatzleiter Jürgen Bodri.

In der Frühphase des Einsatzes stieg der Brandrauch von dem Gelände aus nahezu senkrecht in den Nachthimmel. In Abstimmung zwischen der Einsatzleitung und der Kreisfeuerwehrführung entschied man sich dennoch, Messfahrten durch die Feuerwehren Walldorf und Leimen durchführen zu lassen. Diese verliefen zwar allesamt negativ, die Bevölkerung wurde jedoch vorsorglich durch die Warn-Apps NINA und KatWarn informiert. Ebenso wurden Radiodurchsagen in Auftrag gegeben. Da sich am Morgen die Thermik änderte und der Rauch im Bereich Walldorf zu starken Geruchsbelästigungen führte, veranlassten die örtliche Wehrführung und Verwaltung eine erweiterte Bevölkerungsinformation mittels Sirenenwarnung und Bürgertelefon.
 
Die Löscharbeiten zogen sich bis weit in den Dienstagnachmittag und setzten sich nach Unterbrechungen auch am Abend fort.
 

Pressebericht des Polizeipräsidiums Mannheim (Link):

 
Polizeipräsidium Mannheim
POL-MA: Wiesloch: Brand auf AVR-Gelände
 
Wiesloch (ots) Kurz vor 01.00 Uhr klingelten die Notrufe beim Führungs- und Lagezentrum der Polizei Mannheim und der Integrierten Leitstelle Rhein-Neckar, nachdem Zeugen einen Feuerschein zwischen Wiesloch und Walldorf wahrgenommen hatten. Der Brand konnte auf dem verschlossenen Gelände der AVR Anlage in Wiesloch lokalisiert werden. Hier geriet aus bislang nicht bekannter Ursache der Mulch- und Komposthaufen sowie daneben abgelagertes Holz auf einer geschätzten Fläche von 40x100 Meter in Brand. Die daneben befindliche Rheintalbahnstrecke der Deutschen Bahn war nicht betroffen; der Zugverkehr musste nicht eingestellt werden. Durch die Feuerwehren Wiesloch, Walldorf, Frauenweiler, Baiertal und Schatthausen konnte zuerst ein Übergreifen auf Gebäude verhindert werden. Für die Löscharbeiten war auch ein Bagger von Nöten, der den Abfallhaufen auseinanderzog. Letztendlich entschied sich die Feuerwehr den Abfall kontrolliert abbrennen zu lassen, welcher Stand 04.30 Uhr noch zwei Stunden andauern könnte. Es entstand lediglich geringer Sachschaden.
 
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Mannheim
Telefon: 0621 174-0
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.polizei-bw.de/
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