Ein musikalischer Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten

„Letzenbergstare“ und Fabienne Bender begeisterten beim Benefizkonzert der Freiwilligen Feuerwehr

Ein musikalischer Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten

Mit einem Benefizkonzert in der Evangelischen Stadtkirche hat die Freiwillige Feuerwehr Wiesloch jetzt die Feierlichkeiten in ihrem Jubiläumsjahr – die Floriansjünger bestehen seit 150 Jahren – abgeschlossen.

Nach dem Festakt am Tage zuvor stand diesmal Klangvolles im Mittelpunkt. Die „Letzenbergstare“ aus Malsch und der Fabienne Bender erfreuten die Besucher mit einem fein abgestimmten Programm, bei dem Traditionelles und eigenwillige und verblüffende Arrangements das Konzert zu einem spätnachmittäglichem Erlebnis werden ließ. Als Bernhard Reiß an der Orgel mit der Toccata von Gordon Young zur Eröffnung aufspielte, waren längst alle Plätze in der Stadtkirche besetzt.
Feierlich dann der Einzug des Vokalensembles, begleitet von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, die Kerzen tragend und damit beziehungsreich den Titel „Shine your light“ illuminierten. Im ersten Teil des Konzertes, dessen Spendenerlös dem Kinderhospiz „Sterntaler“ in Dudenhofen zu Gute kommt, eine Institution, für die Fabienne Bender schon seit geraumer Zeit als Botschafterin tätig ist, präsentierten die „Letzenbergstare“ mal schwermütige Weisen, um dann wenig später wieder temporeich und voller Rhythmus die Besucher begeisterten. Die meisten zur Aufführung gekommenen Werke wurden von Gerold Emmerich, in dessen Händen auch die Gesamtleitung des Konzerts lag, gekonnt arrangiert.
Selbst „Tears in heaven, ein Song des Rockstars Eric Clapton, wurde mit hohem Klangvolumen bestens umgesetzt. Dann der erste Auftritt von Fabienne Bender, nach einem erneuten Orgelzwischenspiel („A captivating Caprice“ von Malcom Acher).  Für viele ist die junge Frau längst  kein unbekanntes Gesicht mehr. Zuschauern verschiedener Castingshows in den zurückliegenden Jahren haben die begabte Sängerin aus Malsch  bei ihren TV-Auftritten 2009 und 2012 gesehen und lieben gelernt. Trotz einer starken Sehbehinderung gab sich die Sängerin selbstbewusst, meinte noch vor ihrem ersten Song beim Blick in die vollbesetzte Kirche „Oh wie ist das schön“ und legte dann stimmgewaltig los. Fordernd, dann wieder einschmeichelnd, aber immer mit klarem Ausdruck, entführte Bender das Publikum in unterschiedliche Klangwelten. Ihr Auftritt, dann auch später gemeinsam mit dem Vokalensemble, hinterließ Nachhaltigkeit, war eine Mischung aus jugendlicher Frische und Perfektionismus. Toll ihre Interpretation von „Wenn das Liebe ist“ von Glashaus, aber auch „People help the people“ aus der Feder von Birdy wurde von Fabienne Bender schwungvoll umgesetzt. Ihre Art, leise die Zuhörer in eine besinnliche Ruhe mitzunehmen, um kurz darauf das Tempo anzuheben, prägte ihren Auftritt.

Den „Letzenbergstare“ blieb es im weiteren Verlauf vorbehalten, weitere Höhepunkte des konzertanten Nachmittags zu setzen. Sakrale Weisen, Swing und Feinfühliges war zu hören. Hubert von Goiserns Lied „Weit, weit weg“ erklang in einem bestens abgestimmten Arrangement und zum Abschluss wurde unter Einbindung des Publikums „Großer Gott wir loben dich“ gesungen. Unterstützt wurden Vokalensemble und Fabienne Bender während des Benefizkonzerts von Manfred Emmerich am Klavier und Joachim Bridge am Schlagzeug sowie dem Organisten Bernhard Reiß.  Es war ein gelungener Abschluss der Veranstaltungen im Jubiläumsjahr der Feuerwehr.

Geschrieben von Hans-Dieter Siegfried (Rhein-Neckar-Zeitung)
Bearbeitet am Montag, 04 November 2013
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