Verunfalltes Tanklöschfahrzeug wieder im Dienst

Wieslocher Feuerwehr erhält Tanklöschfahrzeug zurück | Kein Verschulden des Fahrers

Wiesloch - Fast auf den Tag genau vor vier Monaten ereilte die Wieslocher Feuerwehr ein schwerer Schicksalsschlag. Das gerade mal zweieinhalb Jahre alte Tanklöschfahrzeug verunglückte auf einer Einsatzfahr schwer. Auf dem Weg zu einem Großbrand in Malsch kam es an der Ampelkreuzung Südtangente / Abfahrt L723 zu einem Zusammenstoß zwischen dem mit Blaulicht und Martinhorn fahrenden Feuerwehrfahrzeug und einem Lastwagen, der zunächst angehalten hatte, dann aber in den Kreuzungsbereich einfuhr. Glücklicherweise wurden die Unfallbeteiligten nur leicht verletzt. Ein Umstand, zu dem sicherlich die Sicherheitseinrichtungen, wie sie in modernen Fahrzeugen verbaut sind, beigetragen haben.

In der Zwischenzeit sind die Untersuchungen des Unfallhergangs abgeschlossen. Das in diesen Fällen routinemäßige Verfahren gegen den Fahrer der Feuerwehr wurde eingestellt, da ihm kein Verschulden vorzuwerfen war.

Nun erhielt die Abteilungswehr aus der Kernstadt ihr wichtiges Fahrzeug zurück. Es konnte repariert werden und erhielt unter anderem eine neue Fahrerkabine. Der in Mitleidenschaft gezogene Aufbau wurde ebenfalls wieder in Stand gesetzt. Glücklicherweise war das Fahrzeug nicht so schwer beschädigt, wie zunächst angenommen wurde.

Ein großes Dankeschön der Feuerwehr Wiesloch gilt der Stadt Leimen und den Feuerwehrkameraden aus Leimen-St.Ilgen. Wenige Tage nach dem Unfall stellten sie das St.Ilgener Tanklöschfahrzeug zur Verfügung und sicherten damit die Einsatzbereitschaft der Wieslocher Wehr.

Das St. Ilgener Tanklöschfahrzeug wurde bei 15 Einsätzen der Wieslocher Wehr eingesetzt.

Unter anderem leistete es wertvolle Hilfe beim LKW- Unglück auf der Bundesautobahn 6 Ende April sowie bei einem Brandeinsatz in der Sofienstraße, bei der ein Mann aus der völlig verrauchten Wohnung gerettet werden konnte.

Dieser Tage bedankten sich Wieslochs Stadtbrandmeister Peter Hecker und Abteilungskommandant Jürgen Bodri bei dem Leimener Stadtbrandmeister Armin Nelius und dem stellvertretenden Abteilungskommandanten Alexander Specht aus St.Ilgen.

Wie wichtig interkommunale Zusammenarbeit auch bei den Feuerwehren ist und wie dies gelebt wird, zeigt dieses Beispiel nur zu gut. Für die Zukunft wünschen sich die Feuerwehrleute unfallfreie Fahrten zu ihren Einsätzen, wenngleich das Risiko für die freiwilligen Helfer bei jedem Einsatz mitfährt.
Geschrieben von Marco Friz
Bearbeitet am Freitag, 23 Juli 2010
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