Rauchmelder sind Lebensretter

Leider haben immer noch acht von zehn Haushalten keinen Rauchmelder. Dabei können sie schlimme Schäden verhindern. Sie warnen vor der Gefahr, noch bevor sich tödliche Rauchgaskonzentrationen gebildet haben.
Rund 600 Menschen sterben jährlich in Deutschland bei Bränden, die Mehrheit davon in Privathaushalten. Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist oft ein technischer Defekt. „Dabei fallen fast alle Brandtoten nicht den Flammen, sondern giftigen Rauchgasen zum Opfer“, informiert der Versicherungskonzern BGV / Badische Versicherung. In Baden-Württemberg gibt es keine Pflicht, Häuser und Wohnungen mit Rauchwarnmeldern auszustatten.

Vor allem nachts werden Brände zur tödlichen Gefahr, denn im Schlaf ist unser Geruchsinn inaktiv, so dass wir die gefährlichen Brandgase nicht bemerken. 70 Prozent der Brandtoten sterben nachts an einer Rauchgasvergiftung. Bereits drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein. Die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken dann.

Durchschnittlich bleiben nach der Entstehung eines Brandes vier Minuten Zeit, um das Gebäude zu verlassen. Gerade nachts ist es also überlebenswichtig, einen Brand schnell zu erkennen.

Rauchmelder sollten batteriebetrieben sein, um auch bei Stromausfall zu funktionieren. Bevor die Batterie ausgetauscht werden muss, ertönen bei diesen Geräten rechtzeitig Warnsignale. Alternativ können Sie beim jährlichen Rauchmeldertag einen Batterietest durchführen.

Bei der Installation sollten Sie Folgendes beachten:

• Der Brandmelder muss immer an der Zimmerdecke angebracht werden, da der   Rauch nach oben steigt.

• Er sollte in der Raummitte bzw. mindestens 50 cm von Wänden entfernt installiert werden.

• Er darf sich nicht in der Nähe von Luftschächten, in starker Zugluft und nicht in der Dachspitze befinden.

• Räume, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entstehen (Bad, Küche,...), eignen sich nicht für einen Rauchmelder.

In Privathaushalten gehört ein Rauchmelder in einen zentral gelegenen Raum, beispielsweise im Flur zur Mindestausrüstung. In mehrstöckigen Wohnhäusern empfiehlt es sich, in jedem Stockwerk mindestens einen Rauchmelder vor dem Schlafbereich anzubringen. Darüber hinaus sind vor allem Kinderzimmer und der Keller durch ein zusätzliches Gerät zu schützen, da es hier sehr häufig zu Bränden kommt.

Aus einer Pressemitteilung der Badischen Versicherungen
Geschrieben von BGV
Bearbeitet am Mittwoch, 09 März 2011
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