Nur Übung macht den Meister

Das breite Einsatzspektrum der Feuerwehren ist für deren Angehörige eine große Herausforderung. Neben den sogenannten „technischen Hilfeleistungen“ zählen Brände zu den häufigsten Aufgaben von Feuerwehren. Um bei Tag und Nacht für solche Ereignisse gerüstet zu sein, verbringen die freiwilligen Feuerwehrleute in Wiesloch zahlreiche Stunden im Jahr damit sich in Ausbildungseinheiten neue Fähigkeiten anzueignen sowie fort- und weiterzubilden. Nicht nur das modernste Gerät muss immer sicher bedient werden, ebenso müssen taktische Grundsätze und Basiswissen abgerufen werden können, selbst wenn dies unter großem einsatzbedingten Stress geschehen muss. Derzeit widmen sich Wieslochs Feuerwehrleute dem Ausbildungsmodul Brandbekämpfung, welches in wenigen Wochen mit einer Ganztageseinheit, dem sogenannten Brandbekämpfungstag,  sein Ende findet. Vergangenes Wochenende trainierten die Frauen und Männer wichtige Inhalte für den Einsatz bei Bränden der Kategorie „Feuer 3“ (Wohnungs- und Gebäudebrände). Hierzu zählte auch die richtige Gebäude- Entrauchung während oder nach Bränden, wofür den Wehrleuten technische Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Diese können auf verschiedene Art und Weise den gefährlichen Brandrauch aus Gebäuden entfernen.Ebenso stand das richtige und sichere Steigen von tragbaren Leitern und der großen Drehleiter auf der Tagesordnung. Die  Floriansjünger stiegen hierfür über die Drehleiter auf den obersten Balkon am Feuerwehrhaus hinauf und von dort aus eine zweite Leiter herunter. Das richtige Anlegen verschiedener Knoten konnte in dieser Station zusätzlich geübt werden. Auch vermeintlich einfache Tätigkeiten, wie das schnelle zusammenkuppeln von Feuerwehrschläuchen sollte an diesem Tag Ausbildungsbestandteil sein. In einem kleinen Wettkampf sollten hierzu Schläuche schnellstmöglich eine gewisse Strecke verlegt und am Ende Wasser herausgespritzt werden. Die absolvierten Themen verdeutlichten einmal mehr, wie breit aufgestellt das Wissen eines „modernen“ Feuerwehrmanns sein muss, um seinen Dienst sicher versehen zu können und den Anforderungen im Einsatz gerecht zu werden.
Geschrieben von Marco Friz
Bearbeitet am Dienstag, 13 April 2010
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