Feuerwehr bei zwei Bränden gefordert

Feuerwehr bei zwei Bränden gefordert
In der vergangenen Woche war Wieslochs Feuerwehr mit zwei Bränden beschäftigt. Am Dienstag wurden die ehrenamtlichen Helfer zu einer Überlandhilfe in die Nachbarstadt Rauenberg gerufen. Dort stand ein als Werkstatt genutztes Nebengebäude im Vollbrand. Das Feuer drohte in nördliche, westliche und südliche Richtung auf direkt angebaute Gebäude überzugreifen. Die Rauenberger Feuerwehr war bereits mit zwei Löschfahrzeugen, mehreren Rohren und Trupps unter Atemschutz im Einsatz und hatte zur Unterstützung die Drehleiter aus Wiesloch angefordert. Diese rückte gemeinsam mit dem Tanklöschfahrzeug an. In der Anfangsphase wurde das Abschirmen der umliegenden Gebäude vor den Flammen erfolgreich über die Drehleiter unterstützt. Gleichzeitig wurde der Brand in der Werkstatt mit mehreren Einsatzkräften bekämpft.Im weiteren Verlauf wurden dann vorsorglich die Dächer der Nachbargebäude an kritischen Stellen aufgedeckt, um eine Brandausbreitung unter der Dachhaut ausschließen zu können. Ebenso wurden einsturzgefährdete Bereiche des ausgebrannten Dachstuhls vorsorglich abgetragen und auch die östliche Giebelwand aus Sicherheitsgründen zum Einsturz gebracht. Die Feuerwehren aus Rauenberg, Malschenberg, Rotenberg und waren mit ca. 40 Helfern über mehrere Stunden im Einsatz. Von der Kreisfeuerwehrführung verschafften sich Kreisbrandmeister Peter Michels und Unterkreisführer Jürgen Förderer ein Bild der Lage.
Schwarze Rauchwolken an der Schillerschule
 Als sich am Freitagabend zahlreiche Bürger per Notruf bei der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle in Ladenburg meldeten, musste zunächst auch von einem größeren Schadensereignis ausgegangen werden. Schon auf der Fahrt zur Feuerwache ließen dicke schwarze Rauchwolken an der Schillergrundschule nichts Gutes vermuten. Dort geriet eine Kunststoffrutsche auf dem Spielplatz  unmittelbar neben dem Schulgebäude in Brand. Das Feuer drohte über die Fensterfassade auf die Schule überzugreifen.Aufgrund der zahlreichen Notrufe und der Rauchschwaden rückten neben der Kernstadtwehr sogleich weitere Einsatzkräfte aus Frauenweiler in die Schillerstraße aus.
Glücklicherweise griffen beherzte Passanten vor dem Eintreffen der Feuerwehr mit mehreren Feuerlöschern in das Geschehen ein und konnten die Flammen auch weitestgehend eindämmen. Brennende Reste des Spielgeräts löschten schließlich die Feuerwehrleute ab. Am Schulgebäude selbst waren wegen der starken Hitzestrahlung bereits Fensterscheiben zu Bruch gegangen, wodurch Brandrauch in die Räumlichkeiten gelangen konnte. Das Gebäude wurde deshalb mit Überdrucklüftern entraucht. Um eine unerkannte Brandausbreitung an der Fassade oder im Gebäudeinneren auszuschließen, wurde es zusätzlich mit einer speziellen Wärmebildkamera in Augenschein genommen.  Passanten griffen beherzt ein
Dem entschlossen Vorgehen der Passanten ist es zu verdanken, dass es zu keinem noch größeren Schaden an der Schule kam. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache noch während des Feuerwehreinsatzes aufgenommen. Die Wieslocher und Frauenweiler Feuerwehr war mit sieben Fahrzeugen und 30 Personen im Einsatz.

Polizeibericht:

Sachschaden von über 70.000,- Euro entstand bei dem Brand eines Klettergerüstes bei der Schillerschule am Freitag kurz nach 17.30 Uhr.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen haben bislang unbekannte Täter vermutlich Toilettenpapier bei dem aus Holz bestehenden Spielgerät entzündet und somit das gesamte Gerüst in Brand gesetzt. Durch die Hitzeentwicklung wurden mehrere Fenster des in unmittelbarer Nähe stehenden Schulgebäudes beschädigt und die Fassade rußgeschwärzt. Durch ein gekipptes Fenster gelang Rauch in das Gebäude, wodurch allerdings die Nutzung der Schulräume nicht beeinträchtigt wurde. In der Schule hielten sich zu dem Zeitpunkt noch Lehrer und Elternvertreter auf, darunter auch ein Angehöriger der Berufsfeuerwehr, der noch vor dem Eintreffen seiner Kollegen mit einem Feuerlöscher den Brand bekämpfte und damit vermutlich Schlimmeres verhinderte.

Das Klettergerüst wurde vollständig zerstört. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Weitere Informationen und Bilder zum Werkstattbrand gibt es hier, zum Brand der Rutsche hier.
Geschrieben von Marco Friz
Bearbeitet am Montag, 28 März 2011
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