Brandbekämpfungsblock hat begonnen

 Vorgehen im Brandfall weiter optimiertMit der Ausbildung der Führungskräfte hat kürzlich der Abschnitt Brandbekämpfung bei der Abteilung Wiesloch begonnen.Nachdem in den letzten Wochen die technische Hilfe bei Unfällen Schwerpunktthema war, werden nun über zwei Monate hinweg neue Erkenntnisse bei der Brandbekämpfung und alt bewährte Grundlagen gelernt, um den gestiegenen Anforderungen  beim Brandeinsatz gerecht zu werden.  Zunächst wurde bei der Schulung der Zug- und Gruppenführer die taktische Seite eines Brandeinsatzes beleuchtet. Besonderer Wert wurde dabei auf die Standardeinsatzregel „Feuer 3“ gelegt, die das standardisierte Vorgehen bei einem Wohnungs-/Gebäudebrand in Wiesloch und seinen Stadtteilen beschreibt. Hierbei wird eine Einsatzstelle beim Brandeinsatz in bestimmte Bereiche gegliedert.  Diesen Bereich werden bestimmte Einheiten zugeordnet, die dort genau definierte Aufgaben betreuen. Ebenso behandelten die Führungskräfte die Überwachung von eingesetzten Atemschutzgeräteträgern, die in den Verantwortungsbereich des Gruppenführers fällt. Wie wichtig ein konsequentes Erfassen und Überwachen der Atemschutzgeräteträger ist, zeigen  Beinahe-Unfälle und tödliche Unglücke, die auch schon in Deutschland vorgekommen sind.Um die Arbeit der Atemschutzgeräteträger künftig zu erleichtern, wurde im Atemschutztaktik-Dienst, dem nächsten Teil dieses Ausbildungsblocks, eine modifizierte Gerätschaft vorgestellt. Mit dem sogenannten Schlauchpaket können die Einsatzkräfte künftig schneller und noch effektiver vorgehen. Durch das zusammenlegen eines 30 Meter langen C- Druckschlauchs kann sich der Trupp, je nach Lage, einen sperrigen Schlauchtragekorb sparen und sich eine oder mehrere effektive Schlauchreserven herstellen. Diese dienen dazu, in einer Brandwohnung genügend Schlauchreserve in petto zu haben, um im Bedarfsfall noch weiter in die Räumlichkeiten vordringen zu können. Auch bietet der 30 Meter lange Schlauch Vorteile dadurch, dass er nicht mit einer Schlauchkupplung hängen bleiben kann und so die Arbeit der Feuerwehrleute erschwert. Bisher wurden beim Innenangriff lediglich 15 Meter lange Schläuche verwendet, die ein solches Festklemmen häufig verursacht haben. Für die Einsatzkräfte bietet sich außerdem die Möglichkeit , die kreisförmig hergestellte Schlauchreserve aufzustellen und somit den Flucht- und Rettungsweg von gefährlichen Stolperfallen frei zu halten.Nach den beiden absolvierten Taktikdiensten ist ein Großteil unserer Atemschutzgeräteträger nun an dem Gerät geschult und das Schlauchpaket kann somit auf dem Löschgruppenfahrzeug verladen werden.In Kürze finden noch zwei Wochenenddienste zum Thema Brandbekämpfung statt, bevor am 21. Mai dieses Ausbildungsmodul mit dem Brandbekämpfungstag seinen diesjährigen Abschluss findet.
Geschrieben von Marco Friz
Bearbeitet am Donnerstag, 14 April 2011
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