Bei der Jugendfeuerwehr ist immer was los

Orange und Blau waren die bestimmenden Farben bei der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr Wiesloch und ihres Fördervereins. Neben den Kindern und Jugendlichen in ihren schicken Uniformen und den Jugendbetreuern in der altbekannten Feuerwehr-Ausgehuniform, hatten sich zahlreiche Mitglieder des Jugendfeuerwehr-Fördervereins und einige Kameraden aus der aktiven Wehr im Lehrsaal des Feuerwehrhauses eingefunden. Besonders hieß Jugendfeuerwehrwart Manuel Hecker Bürgermeisterin Ursula Hänsch, die beiden Ehrenkommandanten Gerolf Sauer und Rainer Kircher sowie Stadtbrandmeister Peter Hecker, Abteilungskommandant Jürgen Bodri und Stadtjugendfeuerwehrwart Gerd Kirschenlohr willkommen.

Im Jahr 2011 waren viele Termine für das Betreuerteam und die Angehörigen der Jugendfeuerwehr zu bewältigen. Als eines der größten Highlights beschrieb Manuel Hecker das Großprojekt Firestreet, mit dem man sich Anfang April auf dem Adenauerplatz präsentierte. „Unser Ziel war es, den Kindern über die Wintermonate ein besonders abwechslungsreiches Programm zu bieten“, verdeutlichte der Jugendfeuerwehrwart. Zum Sommerzeltlager fuhr eine große Teilnehmerschar aus Wiesloch ins nahgelegene Altlußheim und auch in den Ferien machte man die Umgebung beim Sommerausflug unsicher. In unzähligen Gruppenstunden, die in der Regel jede Woche stattfinden, wurden altersgerechte Ausbildungsinhalte das ganze Jahr über vermittelt. Bei den jüngsten Kindern, im Alter von 8 bis 10 Jahren waren dies vor allem Spiel- und Basteldienste und erste Gehversuche mit unkomplizierter Feuerwehrtechnik. Bei den ältesten Jugendlichen, die mit 16 bzw. 17 Jahren kurz vor der Übernahme in die aktive Wehr stehen, ist dagegen eine sehr realitätsnahe feuerwehrtechnische Ausbildung gefragt. Insgesamt zählt die Jugendfeuerwehr 35 Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 17 Jahren, die von 11 Jugendgruppenleiterinnen und Jugendgruppenleitern betreut werden. Große Aktivitäten des laufenden Jahres werfen bereits jetzt ihre Schatten voraus, wie Hecker berichtete. So veranstaltet man an Pfingsten ein eigenes Zeltlager und auch ein Sommerausflug ist wieder Bestandteil der Planungen. Mit einem Bildervideo von den Aktivitäten des Vorjahrs beendete Jugendfeuerwehrwart Manuel Hecker seinen Bericht. Näheren Einblick über das Geschehen in den einzelnen Jugendgruppen konnte man im Anschluss durch die Gruppenberichte gewinnen. Bürgermeisterin Ursula Hänsch richtete Grüße der Stadtverwaltung an die Versammlungsteilnehmer. Beim Betreuerteam bedankte Sie sich für das Engagement, welches Sie als „wichtige Sache“ bezeichnete. „Ich finde es immer wieder beeindruckend, was bei Ihnen geleistet wird“, fuhr Hänsch fort. Wie in den Jahren zuvor überreichte Ursula Hänsch eine private Geldspende an Jugendfeuerwehrwart Manuel Hecker.Von Stadtbrandmeister Peter Hecker wurde der Anspruch unterstrichen, dass die Feuerwehr „jedes einzelne Mitglied“ braucht. Er bezeichnete die Nachwuchs-Feuerwehrleute als „Zahnräder“ die das Getriebe der Wehr am Laufen halten. Auch Ehrenkommandant Rainer Kircher zeigte sich überzeugt von der Arbeit der Jugendfeuerwehr. Das Spalierstehen bei der Übergabe seines Bundesverdienstkreuzes beeindruckte in sehr, so dass er der Jugendfeuerwehr dafür im Gegenzug etwas Gutes tun mochte. Auch er überreichte den Verantwortlichen eine Geldspende.Über die Aktivitäten des Jugendfeuerwehr-Fördervereins berichtete dessen Vorsitzender Manuel Hecker. Knapp 90 Mitglieder zählt der Verein, der sich die finanzielle Unterstützung des Nachwuchses zur Aufgabe gemacht hat. 2011 wurden aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden unter anderem sämtliche Eintrittsgelder bei Ausflügen und Zuschüsse für das Sommerlager übernommen worden. In finanzieller Hinsicht zeichnet Marco Friz, Stellvertreter des Fördervereins und Kassenwart, verantwortlich. Er berichtete über die Mittelverwendung und deren Herkunft. Zwei Großspenden in Höhe von 2000€ (Kissel & Wolf GmbH) und 1000€ (Günter Pfeifer) und weitere Geldspenden konnten im vergangenen Jahr entgegengenommen werden. Durch die Kassenprüfer Thomas Hörner und Stefan Seewöster wurde die Kassenführung im Vorfeld der Versammlung ohne Beanstandung geprüft. Einstimmig wurde Kassenwart Marco Friz daraufhin entlastet. Für die nächsten beiden Jahre wurden die bisherigen Kassenprüfer von der Versammlung gewählt. Im Anschluss an die Sitzung ließ man den Nachmittag an der Fruchtsaftbar im Jugendraum ausklingen.
Geschrieben von Marco Friz
Bearbeitet am Freitag, 03 Februar 2012
Gelesen 1590