27 - Großbrand Sporthalle


Datum: 12.11.1998, 00:19 Uhr
Einsatzort: Wiesloch Parkstr.
Wiesloch: VRW/ELW, DLK 23/12, RW 2, GW-T, KdoW, MTW 1, SW 2000, TLF 24/50, LF 16
Abteilung Frauenweiler: LF 8, MTW
Abteilung Baiertal: LF 8, LF 16, MTW
Abteilung Schatthausen: LF 8/6, TSF
Werkfeuerwehr PZN: LF 8
Feuerwehr Schwetzingen: GW-AS
Feuerwehr Nußloch: LF 16, DLK 23/12
Feuerwehr Sinsheim: LF 16/12, DLK 23/12
Großbrand Sporthalle

„Wir sind alle mit dem Schrecken davongekommen“, zitiert die „Rhein-Neckar-Zeitung“ einen Volleyballer, der sich mit drei Sportsfreunden am 11. November 1998 gegen 23 Uhr noch in einem der Umkleideräume der Halle aufhielt. Die Männer wollten über das Telefon in der Halle Hilfe rufen, kamen aber wegen des Rauchs und der Flammen nicht mehr durch. Sie flüchteten dann aus dem Gebäude und alarmierten die Feuerwehrleitstelle über ein Mobiltelefon. Um 23.19 Uhr wurde für die Wieslocher Feuerwehr Alarm ausgelöst. Schon vier Minuten später rückte das LF 16 aus. Die Straßen waren um diese Zeit frei und das Löschfahrzeug traf schon nach zwei Minuten am Brandort ein. Angesichts der starken Rauchentwicklung um das ganze Gebäude veranlasste der Fahrzeugführer umgehend die Alarmierung aller Abteilungen der Wieslocher Feuerwehr. Vom Feuerwehrhaus in der Baiertaler Straße, aus Frauenweiler, Baiertal und Schatthausen rückten die Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen an. Die Atemschutztrupps drangen in die verrauchte Halle vor. Es war so gut wie nichts zu sehen, die Flammen hatten auch schon das Dach erfasst. Um weitere Atemschutzträger zur Verfügung zu haben, wurde später noch die Werkfeuerwehr des PZN alarmiert. Wegen des massiven Einsatzes der Atemschutzgeräte wurde die Feuerwehr Schwetzingen gebeten, ihren Gerätewagen-Atemschutz zu schicken. Die Nußlocher Feuerwehr wurde mit einem Löschgruppenfahrzeug sowie der Drehleiter angefordert, im weiteren Verlauf des Einsatzes auch die Drehleiter aus Sinsheim, die sich dann an der Einsatzstelle bereithielt. Der Rettungsdienst stand mit drei Fahrzeugen für mögliche Notfälle zur Verfügung.

Der Rauch in der Halle und die hohen Temperaturen machten den Einsatzkräften immer mehr zu schaffen. Um das Dach zu öffnen, wurde ein Dachdeckerunternehmen hinzugezogen. Nun konnte der Rauch abziehen und auch die Temperaturen gingen zurück, so dass die Trupps im Innenangriff erfolgreich gegen die Flammen angehen konnten. Gegen 2.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Ab drei Uhr konnten zunächst die auswärtigen Einheiten, dann die restlichen Feuerwehrleute abrücken und die Fahrzeuge und Geräte an ihren Standorten wieder einsatzbereit machen. Die Brandwache musste allerdings noch den ganzen Vormittag vor Ort bleiben. Einer der 136 Feuerwehrleute wurde verletzt und vorsorglich in eine Klinik eingeliefert. Er konnte aber schon bald entlassen werden. Die Halle wurde so schwer beschädigt, dass sie zur Instandsetzung völlig entkernt werden musste.

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