36 - Großbrand Schulzentrum


Datum: 02.06.2003, 17:30 Uhr
Einsatzort: Neckargemünd
Wiesloch: DLK 23/12, KdoW, MTW 1, SW 2000, TLF 24/50
Div. Feuerwehren aus dem gesamten Kreis:
 
Großbrand Schulzentrum

Einem der größten Brände in der Geschichte des Rhein-Neckar-Kreises fiel am zweiten Juni 2003 das Schulzentrum in Neckargemünd mit Realschule und Gymnasium zum Opfer. Bei Arbeiten auf dem Dach war ein Feuer ausgebrochen, das auf die darunterliegenden Schulräume übergriff und sich rasend schnell ausbreitete. Ein Teil der Wieslocher Wehr war noch mit dem „Großreinemachen“ nach dem Unwetterwochenende beschäftigt, als um 15.30 Uhr zunächst das Tanklöschfahrzeug, später auch die Drehleiter und der Schlauchwagen angefordert wurden. Schon 20 Kilometer vorher war in Baiertal die gewaltige Rauchsäule über dem Neckartal zu sehen. Die Wieslocher Kräfte sollten gemeinsam mit einem Tanklöschfahrzeug der Heidelberger Berufsfeuerwehr und den Löschfahrzeugen der Schönauer Feuerwehr einen Einsatzabschnitt bilden und die Brandbekämpfung mit Wenderohren und Wasserwerfern aufnehmen. Die Besatzung des Wieslocher Schlauchwagens erhielt den Befehl, eine Wasserförderleitung vom Neckar zum Brandobjekt herzustellen. Dabei wurde der vollständige Schlauchvorrat von immerhin zwei Kilometern B-Schläuche verbraucht. Später wurden im Inneren der Schule auch Atemschutzgeräteträger zu Nachlöscharbeiten eingesetzt. Der Mannschaftswagen der Abteilung Baiertal brachte den Chemiefachberater des Gefahrgutzugs Wiesloch/Rauenberg an die Einsatzstelle. Gemeinsam mit einem weiteren Spezialisten untersuchte er den Chemieraum und das dazugehörende Lager, um weitere Schäden ausschließen zu können.

Noch während des Einsatzes in Neckargemünd wurde erneut Feueralarm ausgelöst. In der Straße „Zwischen den Wegen“ war ein Wohnungsbrand gemeldet worden. Sofort wurden zur Unterstützung der in Wiesloch verbliebenen Kräfte die Abteilungen Frauenweiler und Baiertal alarmiert. Die Besatzung des Löschfahrzeugs aus Frauenweiler war als erstes am Einsatzort und ging sofort mit Atemschutz in die Wohnung vor. Dort hatten die Wohnungsinhaber einen rauchenden Fernseher bereits auf den Balkon gebracht, wo er keinen Schaden mehr anrichten konnte. Die Helfer brachten das Gerät vor das Gebäude und löschten es vollständig ab.

Gelesen 1057