6 - Großbrand


Datum: 21.09.1957, 02:40 Uhr
Einsatzort: Walldorf
Großbrand

Großbrand der Metallwarenfabrik Impex

Am 21. September 1957, der Tag, an dem das Segelschulschiff  „Pamir“ der Deutschen Handelsmarine unterging und 80 junge Seeleute auf tragische Weise den Tod fanden, kam es in Walldorf zu einem Großbrand, der die Feuerwehren aus Walldorf, Wiesloch und Heidelberg über Stunden beschäftigte. Glücklicherweise waren dabei keine Menschenleben zu beklagen, aber der Sachschaden war mit 1,5 Millionen Mark beträchtlich. Drei Hallen der Metallwarenfabrik Impex in der Nähe des Bahnhofs Wiesloch/Walldorf brannten lichterloh, der Feuerschein war bis Bruchsal zu sehen. Große Probleme machten der starke Wind, der die „Flammen haushoch antrieb“, und der akute Wassermangel, da die stationären Wasserentnahmestellen durch einen Stromausfall nicht mehr genutzt werden konnten. Einziger Ausweg war die Verlegung einer Schlauchleitung unter der Eisenbahnlinie Heidelberg-Karlsruhe hindurch zum Leimbach auf Wieslocher Gemarkung. Dazu musste der Zugverkehr kurzfristig angehalten und der Schotter unter den Gleisen entfernt werden. Erst nachdem durch drei Druckleitungen genügend Wasser zur Verfügung stand, gelang es den Feuerwehren, den Brand zu löschen. Leider konnte nicht verhindert werden, dass in der Firma Impex tausende von Fahrradbeleuchtungen, Autoscheinwerfern und Rückstrahlern ein Raub der Flammen wurden.

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