8 - Flugzeugabsturz


Datum: 18.01.1959, 14:39 Uhr
Einsatzort: Wiesloch Grumbwiesenhof
Flugzeugabsturz

Flugzeugabsturz beim Staatsbahnhof Wiesloch-Walldorf

Mit einem „furchtbar dumpfen Knall“, so der Bericht von Augenzeugen, stürzte ein Jagdbomber F-100 Super Sabre der amerikanischen Luftwaffe am Sonntag, den 18. Januar 1959, um 13.39 Uhr in unmittelbarer Nähe des Staatsbahnhofs Wiesloch/Walldorf auf ein Feld. Die Maschine ging sofort in hellen Flammen auf und schwarze Rauchwolken wiesen Neugierigen und Helfern den Weg zur Absturzstelle. Das Stakkato explodierender Bordmunition wurde nur vom Lärm der übrigen Kampfbomber übertönt, die mehrmals den Unglücksort überflogen. Der Pilot hatte zwar noch den Schleudersitz ausgelöst, der Fallschirm sich aber bei der geringen Höhe nicht mehr entfalten können. Der Soldat lag etwa 50 Meter von seiner Maschine entfernt tot am Boden. Da bei der Maschine noch ein zweiter Fallschirm gefunden wurde, musste man zunächst befürchten, dass ein weiterer Soldat in der Maschine gewesen war. Dies bestätigte sich jedoch nicht. Mit ihrem Borgward-LF 8 TS konnte die Wieslocher Feuerwehr damals nicht allzu viel ausrichten. Außerdem bestand permanent Explosionsgefahr durch die Bordmunition. Deshalb gelang es erst der alarmierten US-Feuerwehr aus Heidelberg, die mit ihren schweren Löschfahrzeugen Wasser und Schaummittel mitbrachten, das Wrack zu löschen. So traurig das Schicksal des getöteten Piloten auch war, nicht auszudenken wäre gewesen, wenn der Jagdbomber auf den Bahnhof, einen vorbeifahrenden Personenzug oder das Werksgelände der Heidelberger Druckmaschinen gestürzt wäre, wo an diesem Tag in der Sonntagsschicht gearbeitet wurde. Obwohl es damals bei weitem nicht so viele Personenwagen wie heute gab, hatten die Löschfahrzeuge der amerikanischen Feuerwehr größte Mühe, durch den von zahlreichen Schaulustigen zugeparkten Weg an den Brandort zu kommen.

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