32 - Elbehochwasser


Datum: 21.08.2002, 15:00 Uhr
Einsatzort: Riesa-Weida (Sachsen)
Wiesloch: RW 2
Div. Katastrophenschutzeinheiten aus dem ges. Bundesgebiet:
Elbehochwasser

Sieht man von einem Hilfsgütertransport nach Rumänien ab, bei dem im Jahre 1989 der neu beschaffte Gerätewagen-Transport GW-T seine Bewährungsprobe bestand, so war der Einsatz des Rüstwagens RW 2 in den Landkreisen Riesa und Meißen in Sachsen im Jahr 2002 die weiteste Überlandhilfe in der 150-jährigen Geschichte der Wieslocher Feuerwehr. Gewaltige Regenfälle hatten zunächst in Tschechien und später in Sachsen zu verheerenden Überflutungen geführt. Im Rhein-Neckar-Kreis herrschte große Betroffenheit, da man mit der Stadt Riesa und dem Landkreis Riesa-Großenhain partnerschaftlich verbunden war. Bei ersten Treffen im Wieslocher Feuerwehrhaus wurde überlegt, wie man gezielt helfen könnte. Vorsorglich wurde auch schon die Freistellung in den Betrieben und Verwaltungen abgeklärt. Am 21. August 2012 war es dann soweit: Innerhalb von drei Stunden fand sich der Rüstwagen RW 2 mit dem angehängten „Ölsanimat“ der Leimener Feuerwehr abmarschbereit bei der Autobahnraststätte Kraichgau-Süd ein, wo das Hilfskontingent des Rhein-Neckar-Kreises zusammengestellt wurde. Mit dabei war der Gerätewagen-Gefahrgut GW-G mit einer Besatzung der Rauenberger Feuerwehr. Nach mehrstündiger Fahrt und teilweise unfreiwilligen Unterbrechungen – für die älteren Einsatzfahrzeuge stellte die weite Strecke eine große Herausforderung dar – erreichte der Hilfszug die Stadt Riesa, wo die Einsatzkräfte in einem Ausbildungszentrum untergebracht wurden. Von dort ging es zu den verschiedenen Einsatzstellen, für die Wieslocher in die Neubausiedlung „Röderau-Süd“ der Gemeinde Zeithain. In einer Elbaue gelegen, war sie total überflutet. Soweit es möglich war, wurde Wasser aus den Gebäuden gepumpt und mit dem „Ölsanimat“ ausgelaufenes Heizöl separiert und zur Entsorgung aufgenommen. Nach drei Tagen konnte der Einsatz beendet werden. Mit vielen bewegenden Eindrücken und dem herzlichen Dank der Bevölkerung kehrten die Helfer in die Heimat zurück.

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