43 - Einsatzserie Juli 2006


Datum: 13.07.2006, 18:41 Uhr
Einsatzort: Unterkreis Wiesloch
Wiesloch: VRW/ELW, DLK 23/12, RW 2, EL/VA, GW-T, KdoW, MTW 1, TLF 24/50, LF 16
Div. Feuerwehren des Unterkreises Wiesloch:
Kreisfeuerwehrführung:
Rettungsdienst:
THW:
Polizei:
Einsatzserie Juli 2006

Ein ereignisreicher Monat war für die Wieslocher Feuerwehr der Juli 2006.

Dabei hatte es relativ harmlos angefangen: Zwei Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen, ein böswilliger Alarm, ein vermeintlicher LKW-Brand und „Kühlerflüssigkeit auf der Fahrbahn“. Dies war kaum „der Rede wert“, übliche Routine, selbst wenn vier dieser Einsätze an einem Tag abzuarbeiten waren. Dann aber ging es Schlag auf Schlag.

-    Vergebliche Suche nach einem Beifahrer

Ein schwerer Verkehrsunfall, in den zwei Lastwagen verwickelt waren, ereignete sich am 13. Juli auf der Autobahn zwischen Wiesloch und Sinsheim. Trotz des erschreckenden Szenarios hatten sich die Beteiligten nur leichte Verletzungen zugezogen. Eine Besonderheit war allerdings die Suche nach dem Beifahrer in einem der LKW, an welchen sich der Fahrer im Schockzustand zu erinnern glaubte. Dazu wurden sowohl die Wehren aus Walldorf, Sinsheim, Dielheim und Horrenberg-Balzfeld, als auch das Wieslocher und Sinsheimer THW nachalarmiert. Auch der große Kranwagen der Mannheimer Feuerwehr, mit dem der LKW angehoben werden sollte, wurde angefordert.  Nach aufwändigem Einsatz kam schließlich die erlösende Nachricht der Polizei, dass sich die Aussage des Fahrers als falsch herausgestellt hatte.

-    Überlandhilfe in Neckarbischofsheim

Nach einigen ruhigeren Tagen, an denen nur kleinere Einsätze zu verzeichnen waren, wurde die Wieslocher Feuerwehr am 22. Juli mit Drehleiter und Tanklöschfahrzeug zur Überlandhilfe nach Neckarbischofsheim gerufen, wo zwei Hallen eines Holzbauunternehmens im Vollbrand standen. Sie leistete mit Wasserwerfern auf dem Drehleiterkorb und dem Tanklöschfahrzeug wertvolle Hilfe und konnte die anderen Kräfte gut unterstützen.

-    Zwei Groß- und ein Kleinbrand an einem Tag

Zu einem Großbrand auf dem Gelände der AVR am 25. Juli wurden zusätzlich zur Wieslocher Wehr die Abteilungen der drei Stadtteile, die Feuerwehr Rauenberg und das Wieslocher THW gerufen. Der nächtliche Einsatz gestaltete sich äußerst langwierig, da die Halden zunächst auseinandergezogen werden mussten, um den Müll großflächig ablöschen zu können. Weil diese Arbeiten die ganz Nacht über andauerten und danach die Geräte gereinigt und wieder einsatzbereit gemacht werden mussten, hätten die Wehrleute den nächsten Tag gerne zum Ausruhen genutzt. Doch daraus wurde nichts, denn am frühen Nachmittag stand ein PKW in der Tuchbleiche im Vollbrand und am späten Abend wurde die Wehr zu einer Überlandhilfe nach Dielheim und damit zum dritten Einsatz an diesem Tag alarmiert. Schon von Wiesloch aus sahen die Besatzungen den schwarzen Rauchpilz oberhalb der Nachbargemeinde in Richtung Angelbachtal. Die große Scheune von einem der Windhöfe stand im Vollbrand. Die Feuerwehren aus Dielheim und Rotenberg kämpften bereits gegen die Flammen, um das Übergreifen auf die Nachbargebäude zu verhindern. Zur Sicherstellung des riesigen Löschwasserbedarfs verlegte der Wasserversorgungszug der Feuerwehren Meckesheim, Eschelbronn und Waibstadt zusammen mit dem Wieslocher Schlauchwagen SW 2000 eine Löschwasserleitung vom Angelbach in der Rauenberger Stadtmitte bis zum Brandort. Zum Einsatz kamen sämtliche Feuerwehren des Unterkreises Wiesloch sowie die Feuerwehren aus Walldorf und der Gerätewagen-Atemschutz aus Schwetzingen. Außerdem wurde das THW Wiesloch/Walldorf hinzugezogen.

-    Schwere Unfälle auf der Autobahn

Nur einen Tag später kam es auf der A 6 in Richtung Heilbronn erneut zu einem schweren Unfall: Ein LKW fuhr auf einen vorausfahrenden LKW, der wegen eines Staus bremste, auf. Dieser wurde wiederum auf seinen Vordermann geschoben. Fast eine Stunde benötigten die Sinsheimer und Wieslocher Wehrleute, um den eingeklemmten Fahrer aus dem LKW-Wrack zu befreien. Dabei musste nahezu das komplette schwere Gerät aus den beiden Rüstwagen eingesetzt werden. Am Vormittag des folgenden Tags wurde zu einem Flächenbrand auf dem Gelände des PZN alarmiert und am späten Nachmittag erneut zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn. In diesem Fall war ein PKW auf einen LKW, der durch blockierte Bremsen zum Stehen gekommen war, derart heftig aufgefahren, dass der Fahrer im PKW eingeklemmt wurde. Unter Einsatz des technischen Geräts aus dem Rüstzug konnte der Fahrer befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Während dieses Einsatzes wurde die Bereitschaft im Feuerwehrhaus zu einem medizinischen Notfall gerufen, um bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe zu leisten. Der letzte Einsatz dieses Monats führte die Feuerwehrleute schließlich zum Bahnhof Wiesloch/Walldorf, wo sie nach einem tragischen Bahnunfall die Bergung des Unfallopfers unterstützten.

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