53 - Großbrand Lager-/Produktionshalle


Datum: 21.04.2015, 20:47 Uhr
Einsatzort: Wiesloch Römerstr.
Wiesloch: VRW/ELW, LF 20/16, TLF 20/40-SL, DLK 23/12, RW 2, EL/VA, GW-T, KdoW, MTW 1, MTW 2, SW 2000
Abteilung Baiertal: LF 10/6, LF 16, MTW
Abteilung Frauenweiler: LF 8/6, MTW
Abteilung Schatthausen: LF 8/6, MTW
Unterkreis Wiesloch: FF Rauenberg, FF Mühlhausen, FF Dielheim, Werkfeuerwehr PZN, Unterkreisführungsgruppe
Unterkreis Walldorf: FF Walldorf, FF Nußloch, FF Leimen
Feuerwehr Sinsheim:
Kreisfeuerwehrführung: Kreisbrandmeister, stv. Kreisbrandmeister, Unterkreisführer
Weitere Kräfte: Polizei, Rettungsdienst, THW Wiesloch-Walldorf, THW Ladenburg, DRK Wiesloch/SEG Brand, Stadtverwaltung, Stadtwerke Wiesloch, Bauhof Wiesloch, Energieversorger

Einsatzbericht (Mittwoch, Stand 12:30 Uhr)

Kurz vor 21 Uhr brach am Dienstag Abend ein Feuer in einem als Lager- und Produktionshalle genutzten Gebäudekomplex in der Wieslocher Römerstraße aus. Ein weithin sichtbarer Rauchpilz wies den Hilfskräften den Weg in den östlichen Teil der Stadt.

Bei Ankunft der ersten Einheiten der Wieslocher Abteilungsfeuerwehr schlugen bereits Flammen aus den Fenstern und dem Dach der betroffenen Halle. Rund um das brennende Gebäude stand dichter Rauch in den Straßen. Als Ziel der ersten Löschmaßnahmen galt die Abschirmung eines angebauten Bürotraktes und weiterer Gebäude in direkter Nachbarschaft. Um diese Aufgabe und die folgenden Maßnahmen zu bewältigen, wurden unverzüglich alle Abteilungswehren der Gesamtfeuerwehr Wiesloch und der umliegenden Städte und Gemeinden zur Unterstützung gerufen.

Mittels einer sogenannten Riegelstellung gelang es erfolgreich, ein Übergreifen auf den Bürotrakt zu verhindern. Der rasanten Brandausbreitung im rückwärtigen Gebäudeteil, auf eine Gesamtfläche von rund 1.200 Quadratmetern, war jedoch nichts entgegen zu setzen. Um den eigentlichen Brandherd zu bekämpfen, wurde von verschiedenen Seiten, über zwei Drehleitern und einen Teleskopmast ein Außenangriff koordiniert. Hierzu kamen mehrere Dutzend Atemschutzgeräteträger zum Einsatz. Im Inneren der Halle konnte wegen akuter Einsturzgefahr kein Löschangriff vorgenommen werden.

Zur Deckung des großen Löschwasserbedarfs an der Einsatzstelle, mussten über mehrere hundert Meter Förderleitungen bis zum Leimbach verlegt werden. Die Wasserversorgung aus dem städtischen Wassernetz bereite der Feuerwehr zeitweise große Herausforderungen.

Noch am Abend führten die Walldorfer und die Leimener Feuerwehr mit Spezialfahrzeugen Messungen durch, die eine Gefahr für die Bevölkerung ausschließen konnten. Vorsorglich wurden die Anwohner jedoch per Rundfunkdurchsagen zum Schließen von Türen und Fenstern aufgerufen. Hinsichtlich der Beurteilung der Statik der Brandruine und zur Sicherheit der Einsatzkräfte wurde ein Statik-Fachberater des THW Ladenburg hingezogen. Außerdem stellte die Schnelleinsatzgruppe Brand des Wieslocher DRK-Ortsvereins Sanitätspersonal zur Eigensicherung bereit. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt und musste behandelt werden. Weitere Mitglieder des Ortsvereins kümmerten sich um die Verpflegung der rund 160 eingesetzten Helfer. Die Löscharbeiten zogen sich über die gesamten Nachtstunden bis in den Mittag des 22. April. Die Brandursachenermittlungen übernahm die Kriminalpolizei bereits am Dienstag Abend auf.

Oberbürgermeister Franz Schaidhammer informierte sich vor Ort bei Stadtbrandmeister Peter Hecker und dem im Einsatz befindlichen Bürgermeister Ludwig Sauer über die Löschmaßnahmen. Zur Unterstützung der Einsatzleitung kamen außerdem Kreisbrandmeister Peter Michels und Unterkreisführer Jürgen Förderer hinzu.

Weiterführende Informationen:

 

Geschrieben von Marco Friz
Gelesen 4758