60 - Überlandhilfe: Lagerhallenbrand


Datum: 14.06.2014, 01:27 Uhr
Einsatzort: Neckarbischofsheim
Wiesloch: SW 2000
Überlandhilfe: Lagerhallenbrand

In der Nacht zum Samstag, kurz nach Mitternacht wurde Polizei und Feuerwehr der Großbrand eines Holz- und Sägewerks in Neckarbischofsheim gemeldet.

Eine Lagerhalle mit einer Grundfläche von ca. 2.000 Quadratmetern wurde in den folgenden Stunden ein Raub der Flammen. Nach derzeitigem Kenntnisstand befand sich die Brandausbruchsstelle im westlichen Teil des Gebäudes. Von dem dort gelagerten Holz breitete sich das Feuer aus und griff schnell auf die gesamte Halle über.

Neben großen Mengen von Schnittholz, Latten und Profilbrettern wurden auch zwei Lastkraftwagen, Holzverarbeitungsmaschinen, mehrere Gabelstapler sowie drei angegliederte Trockenkammern und eine Werkstatt zerstört. Der Sachschaden wird auf 1 bis 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden waren mit fast 200 Mann im Einsatz. Während der Löscharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann einen Schwächeanfall und wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Verletzte sind nicht zu beklagen.

Zur Brandursache können zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Aussagen getroffen werden.

In einer der betroffenen Trockenkammern war eine große Zahl von Duschgel-Flaschen auf Paletten gelagert. Aufgrund der massiven Hitzewirkung schmolzen die Behältnisse. Die somit frei gewordene Substanz vermischte sich mit Löschwasser und floss in den angrenzenden Krebsbach. Laut Angaben der Feuerwehr sind bereits auch die ersten Fische verendet.

Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Umweltschäden, wie beispielsweise das Aufschütten von Sand, wurden eingeleitet. Diese werden von dem zuständigen Wasserwirtschaftsamt koordiniert.

Quelle des Berichts: Polizeipräsidium Mannheim
Quelle der Bilder: Feuerwehr Rauenberg

Die Freiwillige Feuerwehr Wiesloch wurde mit ihrem Schlauchwagen in Kombination mit Löschgruppenfahrzeugen anderer Nachbarwehren hinzugezogen, um die Wasserversorgung zu unterstützen. 

 

Geschrieben von Patrick Bader
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