94 - "Gebäude droht einzustürzen"


Datum: 12.08.2014, 18:36 Uhr
Einsatzort: Wiesloch Hesselgasse
Wiesloch: VRW/ELW, LF 20/16, RW 2

Mit diesem dramatischen Einsatzstichwort wurde die Freiwillige Feuerwehr Wiesloch am Montagabend in die Hesselgasse alarmiert.

Da diese Alarmmeldung Schlimmstes befürchten ließ, wurden die Fahrzeuge sehr zügig zur Einsatzstelle gefahren, wo das ein oder andere Hindernis auf die Helfer wartete. Nachdem der Rüstwagen, das Löschgruppenfahrzeug und der Einsatzleitwagen sich nur mit viel Anstrengungen durch die verbotenerweise zugeparkte Gasse gekämpft hatten, sahen die Helfer das „vom Einsturz bedrohte Gebäude“ vor sich: von dem zweigeschossigen Wohngebäude eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens war eine größere Menge des Außenputzes auf die Altstadtgasse gestürzt. Auch Steine zwischen den Fachwerkbalken waren schon herabgefallen. Insbesondere aufgrund dieser Tatsache musste die Standfestigkeit des Gebäudes  insgesamt zunächst in Frage gestellt werden. Daher wurde die Hesselgasse sofort vollständig gesperrt und unverzüglich ein Bauverständiger des THW sowie ein Statiker hinzugezogen. Zwischenzeitlich traf auch der von der Feuerwehr verständigte Hauseigentümer in der Hesselgasse ein. Mit ihm, dem Statiker und den Fachleuten des THW wurde vereinbart, dass das THW im Innern des Gebäudes eine Abstützung der Erdgeschoss und Obergeschossdecke vornimmt. Derweil konnten Feuerwehr und Bauhof eine reduzierte Absperrung um die betroffenen Außenmauern vornehmen, da in diesem Bereich nur das weitere Herabbrechen von Putzteilen zu befürchten war. Feuerwehr und Polizei konnten ihren Einsatz dann beenden. Die Helfer des THW waren mit ihren Sicherungsarbeiten allerdings noch fast bis Mitternacht im Einsatz. Bürgermeister Ludwig Sauer, der stv. Fachbereichsleiter der Stadt Jürgen Morlock sowie der stv. Kreisbrandmeister Axel Schuh waren ebenfalls an die Einsatzstelle geeilt und stimmten mit den Fachleuten vor Ort die weiteren Maßnahmen ab. 

Geschrieben von Patrick Bader
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