161 - Verkehrsunfall: Eingeklemmte Person


Datum: 06.07.2008, 05:48 Uhr
Einsatzort: Wiesloch B3
Wiesloch: VRW/ELW, TLF 20/40-SL, RW 2, EL/VA, KdoW, MTW 1, LF 16
Verkehrsunfall: Eingeklemmte Person

Zu einem schweren Verkehrsunfall wurde die Wieslocher Feuerwehr am Sonntagmorgen kurz vor vier Uhr alarmiert. Auf der B 3 waren bei der Ausfahrt Wiesloch-West (Dörrbachhöfe; Kläranlage) zwei Personenwagen zusammengestoßen. Nach dem massiven Aufprall überschlugen sich beide Fahrzeuge und schleuderten in die Straßenböschung. Beide Wagen kamen auf dem Dach zum Liegen. Der schwer verletzte Fahrer des einen Fahrzeugs war in dem stark deformierten Wrack eingeschlossen. Das andere Fahrzeug begann zu brennen, nachdem sich Fahrer und Beifahrerin glücklicherweise nur leicht verletzt in Sicherheit gebracht hatten. Beim Eintreffen der Wehrleute brannte dieses Fahrzeug lichterloh, weswegen die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs unverzüglich einen Schaumeinsatz startete. Rasch gelang es, die Flammen zu ersticken und somit auch ein Übergreifen auf die Böschungsvegetation zu verhindern. Um den Brandschutz beim zweiten Unfallwagen sicherzustellen und um weitere Einsatzkräfte zur Verfügung zu haben, wurde unverzüglich das Löschgruppenfahrzeug nachgefordert. Derweil begannen die Teams des Vorausrüstwagens und des großen Rüstwagens in Absprache mit dem Rettungsdienst mit der Befreuung des Fahrers. Dabei setzten die Helfer zum Trennen der Dachholme zwei Rettungsscheren sowie einen Rettungszylinder zum Schaffen einer ausreichend dimensionierten Zugangsöffnung ein. Da das Fahrzeug sehr instabil in der Böschung lag, musste es ständig unterbaut werden, um weder den Fahrer, noch die Retter in zusätzliche Gefahr zu bringen. Vorsorglich wurden auch Hebekissen zum Sichern und Anheben bereit gelegt. Nach etwa einer halben Stunde hoben Rettungssanitäter und Feuerwehrleute den Mann mit einem Rettungsbrett aus dem Wagen. Im Rettungswagen wurde er sogleich weiterbehandelt, bevor er in die Klinik gebracht werden konnte. Eine Seelsorgerin und ein Seelsorger der Kreisfeuerwehr waren ebenfalls an die Unfallstelle gebeten worden. Die Polizei hat die Ursachenermittlung aufgenommen.

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