189 - Fahrzeuganforderung


Datum: 12.08.2008, 16:00 Uhr
Einsatzort: Walldorf Daimlerstr.
Wiesloch: VRW/ELW, EL/VA, GW-T, SW 2000, LF 16
Walldorf
Leimen
Werkfeuerwehr BASF
THW Wiesloch/Walldorf
Kreisführung
Landesbranddirektor
Fahrzeuganforderung

Am frühen Dienstag Nachmittag, wurde die Wieslocher Feuerwehr zur Unterstützung an den Brandort des Vortags gerufen. Bei Nachlösch- und Brandermittlungsarbeiten wurden zwei aufgeblähte Fässer mit brennbaren Inhalten gefunden. Vorsorglich wurde von der Besatzung des Schlauchwagens eine umfangreiche Wasserversorgung aufgebaut. Über vier seperate Schlauchleitungen wurde die Möglichkeit geschaffen, im Falle einer neuerlichen Explosion, 5000 Liter Wasser in der Minute zum potentiellen Brandherd zu pumpen. Neben dem Schlauchwagen kamen das Löschgruppenfahrzeug, der Gerätewagen Transport und der Mannschatstransportwagen zum Einsatz, die örtliche Einsatzleitung wurde außerdem mit dem Einsatzleitwagen der Feuerwehr Wiesloch unterstützt.


Polizei:Explosionsgefahr gebannt; Feuerwehren bergen beschädigte Flüssigkeitsbehälter am Brandort
Stand: 12.08.2008, 20.00 UhrNoch bevor die Brandexperten der Wieslocher Kripo ihre Ermittlungen aufnehmen konnten, wurden aus Sicherheitsgründen die auf dem Firmenlager stehenden Behälter, die mit Lacken, Lösungsmittel und Leichtbenzin gefüllt waren, von der Walldorfer Feuerwehr und der Kripo überprüft.

Dabei wurden am Dienstagvormittag, in unmittelbarer Nähe der Brandausbruchstelle, zwei Stahlcontainer entdeckt. Einer der beiden 3500 Liter fassenden Behälter war Ballon ähnlich deformiert. Die große Hitzeeinwirkung, ausgelöst durch das Feuer, dürfte innerhalb des Containers zu einer extremen Druckerhöhung geführt haben, die letztendlich die Deformation verursachte.

Mit Unterstützung der BASF-Werksfeuerwehr aus Ludwigshafen konnten die beiden Container am späten Dienstagnachmittag geöffnet werden. Sicherheitsventile der Behälter wurden abgeschraubt und der Inhalt, geringe Mengen von Xylol und Leichtbenzin, wurden in andere, sichere Behälter abgepumpt. Ein ferngesteuerter Roboter mit einem Greifarm musste nicht eingesetzt werden.

Aus Sicherheitsgründen veranlasste die SAP-Betriebsleitung die Evakuierung ihrer Mitarbeiter in den Gebäuden 6 und 7.

Gegen 18.30 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden.

Ein Feuerwehrmann, der bei den Bergungsarbeiten leichte Reizungen der Augenschleimhäute erlitten hatte, wurde von Sanitätern versorgt.

Die Feuerwehren aus Walldorf und Wiesloch unter der Leitung von Kreisbrandmeister Peter Michels, die Werksfeuerwehr der BASF Ludwigshafen sowie das THW aus Wiesloch waren mit rund 90 Helfern im Einsatz. Darüber hinaus war auch der ranghöchste Feuerwehrmann des Landes Baden-Württemberg, Landesbranddirektor Herrmann Schröder am Einsatzort.

Damit die Brandermittler in den nächsten Tagen bis zur Brandausbruchstelle vorstoßen können, wird im Laufe des Mittwochs damit begonnen, die eingestürzte Dachkonstruktion der Produktionshalle abzutragen.

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