36 - Explodierte Gasleitung


Datum: 12.03.2007, 18:20 Uhr
Einsatzort: St.Leon-Rot Wieslocher Str.
Wiesloch: TLF 24/50
St.Leon TLF16/25, LF8, MTW
Rot TLF8/18, LF16/12
Walldorf GW-Mess
Leimen GW-A, KdoW, GE-Mess
Explodierte Gasleitung

mf Dass die Stadtgrenzen Wieslochs nicht gleichzeitig die Grenzen der Einsatztätigkeit der Feuerwehr darstellen, durften am vergangenen Montag erneut die Wieslocher Feuerwehrangehörigen feststellen. Die Wieslocher Feuerwehr hält als Stützpunktfeuerwehr des Unterkreises Wiesloch spezielle Fahrzeuge vor, die regelmäßig in Nachbargemeinden auch über den eigenen Unterkreis hinaus zum Einsatz kommen. Unter den momentan 9 Einsatzfahrzeugen finden sich daher eine Drehleiter, ein Rüstwagen, ein Tanklöschfahrzeug und ein Schlauchwagen. 

Als gegen Nachmittag auf der Landstraße zwischen Frauenweiler und Rot eine Gasleitung explodierte und einen enormen Feuerball verursachte, wurde zunächst die örtliche Feuerwehr alarmiert, welche zur Unterstützung das Tanklöschfahrzeug der Wieslocher Feuerwehr nachforderte. Im Umkreis von 50 Metern um die Unglückstelle hatten Gegenstände zu brennen begonnen. Die Leitpfosten am Straßenrand, die aufgrund der großen Hitze schmolzen, verdeutlichten das Ausmaß des Brandes. Die immer noch lodernde Flamme dehnte sich mittlerweile auf 10 x 10 Meter aus und wies von Weitem den Weg an den Einsatzort. 

Das dorthin eilende Wieslocher Tanklöschfahrzeug, setzt sich aus einer Mannschaft von drei Personen zusammen und verfügt u. a. über einen Löschwasservorrat von 5000 Litern Wasser, über 500 Liter Schaum und einem auf dem Dach angebrachten Wasserwerfer, der es ermöglicht, aus einiger Entfernung Brände zu bekämpfen. Die Gasflamme selbst konnte durch das Abschiebern der Leitung gelöscht werden. Die Tätigkeit der Wieslocher Feuerwehrleute beschränkte sich somit darauf, einen großen Holzhaufen und die in Mitleidenschaft gezogene Wiese zu löschen. Nach Beendigung der Tätigkeit und einer kurzen Nachbesprechung der Vorkommnisse im Gerätehaus der Roter Feuerwehr, traten die Wieslocher Wehrleute die Heimfahrt an. Als wenn dies nicht schon genug wäre, gestaltete sich die Heimfahrt in die Rettungswache jedoch anders als gewöhnlich und nahm nach kurzer Zeit ein jähes Ende. In Höhe einer an der Bundesstraße 3 ansässigen Firma konnte eine starke Rauchentwicklung ausgemacht werden, die auf ein Feuer hinwies. Nach Meldung an die integrierte Leitstelle Rhein-Neckar ging die Mannschaft dem Feuer auf die Spur und entdeckte auf dem Gelände der genannten Firma einen im Vollbrand stehenden Container. Zusammen mit der alarmierten Feurwehr Malsch, die für diese Firma zuständig ist, begannen die Löscharbeiten. Dabei machte sich abermals der mitgeführte große Wasservorrat bezahlt. 

Das mittlerweile in die Jahre gekommene Tanklöschfahrzeug wird übrigens noch in diesem Jahr in den "Ruhestand" geschickt. Nach 28 Dienstjahren wird es Anfang Mai durch seinen Nachfolger ersetzt und aus dem Einsatzgeschehen herausgelöst. Die offizielle Vorstellung des neuen Fahrzeugs wird voraussichtlich am Tag der Helfer vom 19. bis 20. Mai stattfinden, wozu die Bürgerschaft bereits heute herzlich eingeladen ist.

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